Kaufberatung zum Dimmer Test bzw. Vergleich 2022

Das Wichtigste in Kürze
  • Bevor Sie einen Dimmer kaufen, ist es wichtig, sich für eine Bauart des Dimmers zu entscheiden: Dreh-Dimmer reduzieren das Licht per Drehbewegung, Tast- und Touch-Dimmer per Fingertipp. Alternativ lässt sich der Dimmer mit einem Controller steuern.
  • Kompatibilität ist der Schlüssel zu gedimmten Licht. Prüfen Sie, inwiefern der Dimmer mit dem Trafo in Ihrem Leuchtmittel sowie mit dem Leuchtmittel selbst (mit LED, Glühlampe, Halogenlampe) kompatibel ist.
  • Bei den besten Dimmern gehören Dimm-Einsatz und Abdeckung zum Set. Prüfen Sie vor einem Kauf die Einbaumaße.

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Licht wirkt auf Menschen und beeinflusst beispielsweise den Schlaf-Wach-Rhythmus. Ist es zu hell oder zu dunkel, kann das problematisch werden. Beim Kochen in der Küche zum Beispiel ist es gut, wenn das Licht schön hell ist, um alles gut zu sehen und sich nicht zu verletzen. Beim anschließenden Essen allerdings ist es viel gemütlicher, wenn das Licht nicht so hell ist. Gedämpftes Licht verbreitet eine wohlige Atmosphäre. Dimmer sind Helligkeitsregler, mit denen sich Lampen einfach an die jeweilige Situation oder Stimmung anpassen lassen. Wenn es notwendig ist, strahlt die Wohnzimmerlampe in voller Lichtstärke oder die Küchenlampe ist schön gedämpft und sorgt so für eine dezente Beleuchtung.

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Ein Dimmer hilft Ihnen beim Energiesparen.

Doch worauf kommt es eigentlich an, wenn Sie einen Dimmer kaufen möchten? Die Hersteller liefern Ihnen die klassischen Produktdaten, wie etwa Informationen zu Größe (Höhe, Breite, Länge), Material, Farbe und Design, Gewicht und Angaben zur Spannung. In diversen Dimmer-Tests im Internet hat die Redaktion von Heimwerker.de zusätzliche Kaufkriterien recherchiert, in den Dimmer-Vergleich aufgenommen und in der folgenden Kaufberatung 2022 erklärt. Unterschieden wieder dabei beispielsweise in unterschiedliche Bedientypen. Auch die Leuchtmitteleignung – für LEDs, Glühlampen oder Halogenlampen – wird in diversen Dimmer-Tests im Internet thematisiert.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Es gibt wahrscheinlich Räume, wo es nicht notwendig ist, die Lampen über einen Dimmer in der Steckdose zu regulieren, beispielsweise im Flur, auf dem Dachboden oder im Keller. Im Bad kann es zuweilen schön sein, das Licht so dimmen zu können wie im Wohnzimmer.

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Im Badezimmer sind helle Lichter und gedimmtes Licht sinnvoll. Über dem Waschbecken sollte es hell sein, in der Badewanne darf es hingegen gemütlich werden – mit gedämmtem Licht.

1. Wie funktionieren Dimmer laut Tests im Internet?

Um die Beleuchtung zu dimmen, ist es notwendig, den elektrischen Strom zu schalten. Das genau macht ein Dimmer-Schalter. Im deutschen Stromnetz fließt Wechselstrom mit einer Spannung von 230 Volt. Dabei folgt die Spannung einer Sinuskurve, die immer den Wert null erreicht.

Mithilfes eines Knopfes, eines Tasters oder eines Touchpads können Sie den Dimmer regulieren. Der Dimmer bestimmt dann, wann das Gerät im Verlauf dieser Sinuskurve zündet. Unter Fachleuten heißt diese Steuerung auch Phasenanschnitt-Steuerung.

Dimmer haben zuhause mehrere Vorteile:

  • Sie können das Licht der gerade anstehenden Tätigkeit anpassen.
  • Sie können mit einem Dimmer die Intensität des Lichts der Tageszeit anpassen.
  • Mit einem Dimmer lässt sich die Helligkeit an die jeweilige Stimmung oder Situation anpassen.
  • Dimmer helfen, Strom zu sparen.

Hinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Die Frage, ob das Dimmen von Licht tatsächlich Strom spart oder den Stromverbrauch sogar noch erhöht, stellen viele Verbraucher. Die Stiftung Warentest ist dieser Frage auf den Grund gegangen. Dimmen von Licht spart tatsächlich Energie, so die Auskunft der Experten. Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass ein Dimmer wie ein vorgeschalteter Widerstand arbeitet, der nur die Helligkeit reguliert, aber keine Auswirkungen auf den Stromverbrauch hätte. Einen speziellen Dimmer-Test haben die Verbraucherschützer jedoch nicht durchgeführt. Dementsprechend gibt es keinen Dimmer-Testsieger der Stiftung Warentest.

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Diese Leiste zeigt sowohl Tast- als auch Touch-Dimmer. Ob der Dimmer Smarthome-tauglich ist, hängt vom jeweiligen Hersteller ab.

2. Welche Arten von Dimmern gibt es in der Kategorie der Leuchtregulierung?

Am gängigsten sind Drehdimmer und Tast-Dimmer. Das geht zumindest aus diversen Dimmer-Tests im Internet hervor. Hier und da gibt es allerdings auch Touch-Dimmer, die an den Fingertipp auf dem Smartphone erinnern, oder Dimmer-Controller, die wie eine Fernbedienung funktionieren. Die letzten beiden Modelle – sowohl der Touch-Dimmer als auch der Dimmer-Controller sind übrigens bei einigen Herstellern sogar „Smarthome-tauglich“, ließen sich also auch via Smartphone steuern.

Der Touch-Dimmer, der in diversen Dimmer-Tests im Internet als besonders modern beschrieben wird, birgt diese Vor- und Nachteile:

    Vorteile
  • sehr angenehm zu bedienen
  • lässt sich in ein Smarthome-System integrieren
  • ein Schalter ist für das ganze Haus nutzbar
  • Bedienung von mobilen Endgeräten aus
    Nachteile
  • teuer
  • den Dimmer einzubauen ist kompliziert

Die folgende Tabelle zeigt die verschieden Typen von Dimmern sowie deren Merkmale in der Komplettübersicht:

Dimmer-Arten Merkmale
Dreh-Dimmer

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  • der Klassiker unter den Dimmer-Schaltern
  • damit lässt sich das Licht ein- oder ausschalten
  • Drehknauf macht die Lichtquelle stufenlos dimmbar
Tast-Dimmer

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  • beliebter Dimmer-Schalter
  • sieht fast wie ein gewöhnlicher Kippschalter aus
  • je länger Sie ihn drücken, umso heller oder dunkler wird das Licht
  • Dimmrichtung ändert sich durch kurzen Druck
  • langanhaltender Druck schaltet die Lampe ein oder aus
  • heißen oft auch Dimmer für Wechselschaltung
Touch-Dimmer

12v-dimmer

  • hat weder Taste noch Knopf
  • ist mit einer Art Display ausgestattet
  • hat entweder Sensorplatten oder vordefinierte Felder
  • Steuerung erfolgt durch Finderdruck auf die Sensoren
Dimmer-Controller

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  • bequeme Steuerung über das Smartphone oder als Dimmer mit Fernbedienung

3. Was ist beim Kauf eines Dimmers zu beachten?

Welchen Dimmer Sie brauchen, müssen Sie anhand verschiedener Kriterien selbst beantworten. Wichtig ist dabei, für welches Leuchtmittel Sie den Dimmer verwenden wollen oder welche Art von Dimmer Ihnen am besten zusagt. Als Leuchtmittel, die sich dimmen lassen, gibt es Glüh- und Halogenlampen sowie die energiesparenden LEDs. Sie bekommen im Handel 12V-Dimmer zum Einsatz auf einem Boot oder im Wohnmobil. Bei den Varianten für zuhause haben Sie Aufputz-Dimmer und Unterputz-Dimmer zur Auswahl oder Dimmer, die Sie im Schaltschrank platzieren.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Die Leistung des Dimmers sollte immer knapp unterhalb der Minimalleistung Ihres Leuchtmittels liegen. Wenn Sie also einen Dimmer für die Stehlampe mit einer 8-Watt-Birne gekauft haben, sollte er ab 6 Watt dimmen können. Damit stellen Sie sicher, dass der Dimmer einwandfrei funktioniert.

3.1. Welche Größe hat ein Dimmer?

Material

Bei vielen Elektroinstallationsmaterialien hat sich Kunststoff als Material der Wahl herausgestellt. Er ist robust und lässt sich in vielen Farben und Designs herstellen. Zudem ist Kunststoff natürlich kein elektrischer Leiter.

Die Größe des Dimmers, insbesondere die Einbaumaße, sind vor allem dann wichtig, wenn Sie anstelle eines normalen Lichtschalters einen Dimmer anschließen wollen. Bei den Maßen gibt es teilweise gravierende Unterschiede.

Breite und Länge liegen zwischen 40 x 4 und 90 x 90 mm, während die Höhe zwischen 20 und 60 mm variiert.

Dimmer haben ein sehr geringes Gewicht. Die meisten Modelle wiegen unter 50 Gramm.

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Um den Dimmer sofort richtig anzuschließen, lohnt ein Blick in die Beschreibung und den Schaltplan.

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3.2. Was hat es mit dem „liegenden Dreieck“ auf sich?

Auf jedem Dimmer befindet sich ein liegendes Dreieck. Daran sind immer auch Buchstaben zu lesen. Das Dreieck ist das Zeichen dafür, dass Sie das „Volumen“ des Lichts, also seine Helligkeit, mit dem Schalter regulieren können. Es ist allerdings so, dass nicht jeder Dimmer universell für die verschiedenen Leuchtmittel verwendet werden kann. Unter dem Dreieck befinden sich Buchstaben. Das kann nur einer sein, das können aber auch zwei oder sogar drei sein. Die Buchstaben stehen für die verschiedenen Lastarten. Ein hochwertiger Dimmer kann mehrere Lastarten unterstützen.

Buchstabe Merkmal
R
  • ist der Buchstabe für ohmsche Lasten
  • sind für Glühlampen und Hochvolt-Halogen-Lampen geeignet
L
  • ist der Buchstabe für induktive Lasten
  • geeignet für Halogenlampen, die mit einem klassischen Transformator ausgestattet sind
C
  • ist der Buchstabe für kapazitative Lasten
  • gibt es vor allem bei Lampen im Niedervoltbereich, die mit Transformator arbeiten
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Bevor Sie einen Dimmer kaufen, sollten Sie die Kompatibilität zum Leuchtmittel und ggf. zum Trafo überprüfen.

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4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Dimmer-Vergleich

4.1. Lassen Dimmer sich in ein Smarthome-System integrieren?

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Sind Dimmer und Lampe WLAN-tauglich, lässt sich die Beleuchtung vom Smartphone aus steuern.

Smarthome-Systeme werden immer gefragter, seit sich das Internet der Dinge immer rasanter entwickelt. Lichtschalter und Dimmer lassen sich ebenfalls in eine zentrale Steuerungseinheit integrieren, sodass Sie sie dann über ein Tablet oder Smartphone bedienen können. Dafür ist ein WLAN-Dimmer notwendig, der sich mit dem WLAN-Netzwerk verbindet. Sind die Geräte für ein Smarthome-System konfiguriert, können Sie das Licht in allen angeschlossenen Räumen über Ihr Smartphone regulieren.

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4.2. Warum sind nicht alle LED für Dimmer geeignet?

Wenn Sie sich einen Dimmer für Ihre Stehlampe mit LED-Leuchtmitteln kaufen, stellen Sie vorher sicher, dass das Leuchtmittel auf der Verpackung den Vermerk „dimmbar“ hat. Wenn das nicht der Fall ist, brauchen Sie ein anderes Leuchtmittel. LEDs funktionieren mit Gleichstrom, doch in den Haushalten ist überall Wechselstrom vorhanden. Damit diese Lampen funktionieren, brauchen sie einen Trafo, der den Strom umwandelt. Der Trafo muss ebenfalls für das Dimmen ausgelegt sein, sonst können sowohl die Leuchten als auch der Dimmer beschädigt werden. Mit dem richtigen Trafo können Sie einen 230-Volt-Dimmer an Ihre LED anschließen.

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4.3. Was ist bei einem Dimmer für LEDs zu beachten?

LEDs zu dimmen, ist schon etwas schwieriger. Klassische Leuchtmittel werden einfach an den haushaltsüblichen Wechselstrom angeschlossen. LED-Lampen funktionieren allerdings mit Gleichstrom. LED-Lampen sind immer mit einem Vorschaltgerät ausgestattet, das den Wechselstrom in Gleichstrom verwandelt. Dabei lassen sich zwei Arten von Vorschaltgeräten – auch Transformatoren genannt – unterscheiden:

  • konventionelle Transformatoren mit Wicklung
  • elektronische Transformatoren
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4.4. Was ist beim Anschließen eines Dimmers zu beachten?

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Bevor Sie mit der Arbeit am Stromkreislauf beginnen: Sicherungen entfernen und den Stecker der Lampe aus der Steckdose ziehen. Falls Sie sich unsicher mit der Technik sind, überlassen Sie das Einbauen des Dimmers besser einem Fachmann.

Ganz wichtig, bevor Sie mit der Arbeit am Stromkreislauf beginnen: Immer zuerst alle Sicherungen entfernen oder die Lampe mit Dimmer aus der Steckdose ziehen.

Schließen Sie den Dimmer nach dem Schaltplan des Herstellers an. Achten Sie darauf, ob Sie einen Dimmer mit 4 Kabeln anschließen oder ob Sie einen Dimmer mit 3 Kabeln anschließen. Dabei ergeben sich ein paar Unterschiede, die in der Anleitung des Herstellers ersichtlich sind. Auch den korrekten Anschluss Ihres Dimmers mit Wechselschaltung oder mit Serienschaltung entnehmen Sie bitte den entsprechenden Schaltplänen.

Es gibt auch Dimmer für die Hutschiene im Schaltschrank, sogenannte Dimmer-Relais, mit denen Sie beispielsweise LED-Lampen ansteuern können. Die Installation und das Einbauen des Dimmers überlassen Sie am besten einem Fachmann.

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4.5. Welche Hersteller und Marken bauen gute Dimmer?

Gute Dimmer-Lichtschalter gibt es von den bekannten Herstellern für Lichtschalter und Elektro-Installationsmaterial wie Busch-Jäger, Eltako, Gira, Jung, Kopp, Merten und Zigbee. Wir raten Ihnen davon ab, günstige Dimmer im Angebot bei Aldi oder Lidl zu kaufen. Im stationären Handel haben Sie keinerlei Vergleichsmöglichkeiten. Diese bietet Ihnen hingegen unser Dimmer-Vergleich.

Was ist ein Triac? Vereinfacht handelt es sich bei einem Triac (Triode for Alternating Current) um ein elektronisches Bauteil, das Wechselstrom schalten kann. Wenn der Triac eingeschaltet ist, leitet er so lange Strom, bis der eingestellte Haltestrom unterschritten wird. Je später der Triac sich wieder einschaltet, umso dunkler ist dann das Licht.


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Quellenverzeichnis

Das Kleine Lichtlexikon. (o. D.). Dimmer-Technologien. info.dimmer.de. Abgerufen am 18. Dezember 2021, von https://info.dimmer.de/infdimtech.htm

GartenTipps.com. (o. D.). Dimmer-Vergleich 2021. Abgerufen am 18. Dezember 2021, von https://www.gartentipps.com/vergleich/dimmer/

Lampen-Kontor.de. (o. D.). Licht dimmen – das steckt dahinter. Abgerufen am 18. Dezember 2021, von https://lampen-kontor.de/blog/allgemein/dimmer/

Lossau, N. (2009, 30. Juni). Wie funktioniert eigentlich ein Dimmer? welt.de. Abgerufen am 18. Dezember 2021, von https://www.welt.de/wissenschaft/article4030611/Wie-funktioniert-eigentlich-ein-Dimmer.html

Stiftung Warentest. (2021, 13. April). LED-Lampen im Test. Das beste Licht für Sie. test.de. Abgerufen am 18. Dezember 2021, von https://www.test.de/Lampen-im-Test-4436814-0/

Wismann. (2007, 30. Oktober). Dimmer. elektronik-magazin.de. Abgerufen am 18. Dezember 2021, von http://www.elektronik-magazin.de/page/dimmer-19