Kaufberatung zum Gartenleuchte Test bzw. Vergleich 2022

Das Wichtigste in Kürze
  • Gartenleuchten sind Lampen für den Garten, daher müssen sie Wind und Wetter trotzen. Außerdem sind Temperaturschwankungen ebenfalls kein Problem für sie.
  • Es gibt sie als Scheinwerfer, in Stabform und vielen anderen Varianten. Fast alle besitzen einen Erdspieß, mit dem sie sich in den Boden stecken lassen.
  • Einige werden per Solarzelle mit Energie versorgt, aber nicht wenige haben stattdessen ein Akkufach oder Stromkabel.

gartenleuchte test

1. Das Wohnzimmer im Garten – Vorteile einer Gartenbeleuchtung

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Besonders stimmungsvoll wird es abends im Garten mit der richtigen Beleuchtung.

Stimmungsvolles Licht bringt eine Gartenbeleuchtung in Ihr grünes Refugium. Im Winter trägt es zur festlichen Stimmung bei und im Sommer macht es warme Abende noch gemütlicher. Gartenleuchten werden auch häufig Gartenlampen genannt.

Doch Gartenlampen sind nicht nur schön, sie bieten auch praktischen Mehrwert:

  • Als Außenleuchten erhellen sie Gehwege.
  • Mit Bewegungsmeldern erschrecken sie Einbrecher.
  • Gut verteilt, kann man abends noch lange im Garten arbeiten.

2. Gartenleuchte mit Steckdose oder Solar: Welcher Lampen-Typ passt zu Ihnen?

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Stromkabel bei Gartenleuchten müssen verlegt werden.

Es gibt Gartenleuchten als Kugel, Laterne, Standleuchte oder Pollerleuchte: Grenzen, wie eine Gartenlampe geformt ist, sind quasi nicht vorhanden. Die Form ist Geschmackssache, doch die Betriebsart ist grundlegend. So macht es einen großen Unterschied, ob die Gartenleuchte mit Strom oder per Sonnenkraft als Solarleuchte betrieben wird.

Als Leuchtmittel kommt in nahezu allen Gartenleuchten eine LED zum Einsatz (LED steht für „light-emitting diode„). Egal, ob eine Gartenleuchte per Solarenergie oder mit Strom betrieben wird, alle sind sie LED-Lampen. Der Vorteil bei diesem Leuchtmittel liegt klar auf der Hand: LED-Leuchten verbrauchen sehr wenig Energie.

Zudem gilt eine Verordnung der EU, dass neue Lampen auch mit LED als Leuchtmittel bestückbar sein müssen. Laut der Stiftung Warentest sind LEDs als Leuchtmittel bald der Standard.

2.1. Gartenlampe mit Steckdose

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An das Stromnetz angebunden, sind Gartenlampen zuverlässige Wegleuchten.

Mit Strom betriebene Gartenlampen sind an Steckdosen gebunden. Durch den konstanten Zufluss von Energie aus den städtischen Kraftwerken fällt auch die Beleuchtungsstärke im Garten nicht aus. Gartenleuchten mit LED treiben zudem die Stromrechnung nur ganz geringfügig in die Höhe.

Sie sind besonders hell im Vergleich zu Solarleuchten im Garten und sie eignen sich gut als zuverlässige Wegeleuchten. Außerdem lässt sich eine am Strom angeschlossene Bodenleuchte im Garten meist vom Haus aus steuern.

Auch als Wandleuchten an der Außenwand oder Deckenleuchte im Carport sind einige Modelle nutzbar. Jedoch bleiben Gartenleuchten mit Strom immer an die Nähe zum Stromnetz gebunden und es muss für sie ein Kabel verlegt werden.

Licht und Schatten: Der Vorteil der Gartenleuchte mit Strom birgt auch einen Nachteil. Die beständige Stromversorgung können Einbrecher als Energiequelle für ihre Zwecke nutzen.

An die Stromleitung außerhalb des Hauses könnten Einbrecher ggf. Bohrmaschinen oder Trennschleifer anschließen. Zu den neun häufigsten Einbruchsmethoden gehört u.a. auch das Durchbohren des Rahmens (Quelle: statista).

2.2. Gartenleuchte mit Solar

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Solar-Gartenleuchten laden sich tagsüber auf und leuchten nachts.

Solarlampen im Garten sind von einer Steckdose unabhängig. Jedoch scheinen sie nur so lange, wenn sie genügend Sonnenlicht tanken konnten. Ein Solar-Gartenleuchten Testsieger hilft nicht viel, wenn die Sonne von Wolken verdeckt ist. Jedoch lassen sie sich im Vergleich zu den Steckdosen-Gartenleuchten unabhängig von der Stromquelle aufstellen.

Wer eine zuverlässige Wegebeleuchtung für den Garten sucht, wird mit einem Solarstrahler nicht glücklich. Allerdings sind diese Gartenleuchten meist günstig und schonen die Umwelt.

Vor- und Nachteile einer Gartenlampe mit Strom gegenüber den Solarleuchten:

    Vorteile
  • konstante Lichtstärke
  • sehr helle Lichtstärken möglich
  • vom Haus aus steuerbar
    Nachteile
  • Stromkabel muss verlegt werden
  • Sicherheitsrisiko: Einbrecher könnten den Strom nutzen

3. Alles im Blick mit Gartenleuchten: Die wichtigsten Kaufkriterien

Wer eine Gartenleuchte kaufen will, sollte sich vorher für eine Betriebsart entscheiden: mit Solar oder mit Strom. Haben Sie sich entschieden, hilft die unten folgende Kaufberatung bei der weiteren Suche.

3.1. Bauform

Formen-Kategorie Besonderheiten
Kugelgartenleuchte-kugel
  • diffuses Licht
  • gibt gleichmäßig Licht in alle Richtungen
Wandleuchtegartenleuchte-wandleuchte
  • platzsparende Aufhängung
  • leuchtet einen begrenzten Bereich ab
Sockelleuchtegartenleuchte-sockelleuchte
  • kreisförmiger Lichtkegel
  • gibt gleichmäßig Licht in alle Richtungen
Laternegartenleuchte-laterne
  • Retro-Look
  • kreisförmiger Lichtkegel
  • gibt gleichmäßig Licht in alle Richtungen
Scheinwerfergartenleuchte-scheinwerfer
  • leuchtet einen begrenzten Bereich ab
  • Lichtkegel lässt sich ausrichten
  • sehr helle Ausleuchtung

3.2. Material

Kugelleuchten finden sich auch unter der Bezeichnung Moonlight-Gartenleuchte.
Kugelleuchten finden sich auch unter der Bezeichnung „Moonlight-Gartenleuchte“. Gartenleuchten als Kugel mit Solar kommen gänzlich ohne Kabel aus.

Gartenlampen sind 365 Tage im Jahr dem Sonnenlicht, Wind, Regen und kalten wie heißen Temperaturen ausgesetzt, daher ist die Wahl des Baumaterials nicht unerheblich. Kunststoff und Holz sind sehr leichte Werkstoffe, die meist günstig sind. Kunststoff wird unter harten Bedingungen mit der Zeit spröde. Holz, wenn es nicht lackiert ist, zerfällt ebenfalls über die Jahre.

Metall rostet zwar im Regen, doch gibt es unterschiedliche Metallsorten und -legierungen, die nicht rosten. Edelstahl ist zwar nicht immer rostfrei, aber häufig. Gartenleuchten aus rostfreiem Edelstahl sehen nicht nur schick aus, sondern halten besonders lange.

3.3. Schutz vor Wasser

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Die beste Gartenleuchte ist wasserdicht und trotzt jedem Wetter.

Auch wenn die Gartenleuchte aus einem wasserbeständigen Kunststoff gefertigt ist, heißt das nicht, dass die Lampe insgesamt wasserdicht ist.

Die Elektronik des LED-Strahlers im Inneren muss gut geschützt sein, sonst überlebt die Gartenleuchte den ersten Regenguss nicht.

Eine IP-Zertifizierung ist immer ein guter Anhaltspunkt. Achten Sie auf die zweite Ziffer: IPX4 bedeutet, dass eine Gartenleuchte rundum vor Spritzwasser geschützt ist und hält somit jeden Regen aus. Je höher die Zahl, desto besser ist die Gartenleuchte gegen Flüssigkeiten gewappnet.

IP-Schutzklassen:

  • Die erste Ziffer bezeichnet den Schutz vor festen Objekten (z.B. Staub und Sand).
  • Die zweite Ziffer zeigt den Schutz vor Flüssigkeiten an (z.B. Wasser und Dampf).

3.4. Aufstellungsart

Der Erdspieß ist typisch für Gartenlampen. Doch nicht jede Gartenleuchte hat einen Erdspieß, der sie fest im Boden verankert. Einige Modelle sind auch reine Standleuchten, die auf den Boden gestellt werden.

Sie haben keinen so sicheren Halt wie eine im Boden verankerte Lampe. Es sei denn, sie lassen sich mit zusätzlichen Schrauben auf einer Steinplatte montieren.

4. Häufige Fragen zum Thema Gartenleuchten

Hilfreiche DIN

Damit eine Lampe in den deutschen Handel kommen darf, muss sie zwar nicht den Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) entsprechen, da dies eine freiwillige Prüfung darstellt. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Lampen mit einem DIN-Zeichen sehr zuverlässig arbeiten.

Entspricht eine Lampe dieser Norm, wird dies auf der Verpackung vermerkt, z.B. so:

  • „entspricht DIN EN 60598“

Wird eine Gartenleuchte in einem Test untersucht, gilt zwar die gleiche Norm, allerdings mit Erweiterungen, da sie nicht fest montiert ist. Achten Sie darauf, dass bei Gartenleuchten folgendes steht:

  • IEC 60598-2-7

4.1. Wie funktioniert eine Solar-Gartenleuchte?

Eine Solarzelle an der Solarlampe sammelt während des Tages Energie, die sie aus dem Sonnenlicht gewonnen hat. Die so gewonnene Solarenergie wird in einem Akku gespeichert und am Abend leuchtet die Garten-LED.

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4.2. Was ist eine Gartenleuchte mit Steckdose?

Wer nicht auf das Sonnenlicht angewiesen sein will, der kann auch auf Energie aus der Steckdose setzen. Egal ob Leuchtkugel oder Sockelleuchte, die gleichen Bauformen der Solarleuchten gibt es in der Regel auch mit Stromanschluss.

Gartenleuchten-Typen unterscheiden sich hauptsächlich in der Betriebsart, denn Solar- und Strombetrieb sind nicht gleichzeitig in einer Gartenleuchte zu finden.

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4.3. Wie funktioniert eine Gartenleuchte mit Bewegungsmelder?

Ein spezieller Sensor, der Bewegungen registriert, ist in Garten-LEDs mit Bewegungsmelder verbaut. Der Bewegungssensor schickt seine Informationen an einen kleinen Mikrochip, der die LED-Leuchte steuert.

Nimmt der Sensor eine Bewegung wahr, sendet er diese Information an den Mikrochip, der dann die Lampe anschaltet. Außerdem haben diese Chips auch eine Uhr verbaut, sodass sie die Lampe nach einer Weile wieder ausschalten.

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4.4. Wie kann der Lichtkegel einer Gartenlampe ausgerichtet werden?

Wenn Ihr neuer Gartenstrahler keine Aufhängung hat, die neigbar ist, dann gibt es andere Wege, die Gartenleuchte nach Wunsch auszurichten. Wird die Gartenleuchte mit Erdspieß geliefert, dann können Sie diesen Dorn auch schräg in die Erde bohren, sodass die Lampe in die gewünschte Richtung scheint.

Die Bauform entscheidet über die Ausrichtung des Lichtkegels: Ist die Ausrichtung des Lichtkegels sehr wichtig für Ihre Gartenbeleuchtung, dann sollten Sie eventuell keine Gartenlaterne wählen, sondern eine Leuchte mit ausgerichtetem Spot.

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4.5. Kann ich Gartenlampen auch selber bauen?

Wegbeleuchtungen für den Garten können Sie auch selber bauen. Da geht es vor allem um die Witterungsbeständigkeit und die Befestigung. Hier ist eine eine Material-Liste für eine Gartenlampe:

  • 3 Zaunprofile gerundet 850 x 28 x 68 mm
  • 1 Gewindemuffe M10
  • 2 Maschinenschrauben M10 x 90
  • 4 Unterlegscheiben
  • 4 Sechskantkopf-Holzschrauben 6,0 x 30
  • 2 Winkelanker

Außerdem brauchen Sie diese Werkzeuge:

Ein wichtiger Hinweis, bevor Sie anfangen: Kein Gesetz verbietet ausdrücklich, Elektroinstallationen privat auszuführen. Kommt es dadurch jedoch zu Personen- oder Schachschäden, können Behörden, Stromversorger und Versicherungen Ansprüche an Sie Stellen.

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Die Gartenlampen sollen den Weg unter Augenhöhe beleuchten.

Grundlagen sind dann die geltenden Normen und technischen Vorschriften. Demnach ist es schon fahrlässig, wenn Sie, z.B. bei üblichen Schönheitsreparaturen, Leuchten oder Abdeckungen von Schaltern und Steckdosen abnehmen, ohne die Sicherungen herauszudrehen, und am Sicherungskasten den schriftlichen Warnhinweis auf die Arbeiten vergessen.

Zudem erlaubt Ihr privater Vertrag mit dem Stromversorger nur Fachkräften mit Zulassung das Arbeiten an fest verlegten Leitungen. Gehen Sie also kein Risiko ein, wenn Sie sich nicht sicher fühlen und nicht befähigt sind, solche Arbeiten gewissenhaft zu bewältigen.

Die Form der Leuchte am Weg sollte in erster Linie funktionell sein, und das Licht sollte den Weg in Augenhöhe erhellen. Zurückhaltend in der Gestaltung ist dieser Bauvorschlag einer Ovalleuchte und drei 85 cm langen Zaunprofilen aus kesseldruckimprägniertem Gartenholz.

Die Leuchte wird von zwei Maschinenschrauben mit einer Gewindemuffe in der Mitte zusammengehalten. Die Leuchtplatte kann man mit Epoxidharzkleber bei der Montage zusammenkleben. Ein Zaunprofil wird an der Innenfläche 9,5 mm breit genutet, damit sich das Erdkabel ohne weitere Befestigung hineinpressen lässt. Wollen Sie mehrere Leuchten dieser Art aufstellen, nutzen Sie die Ovalleuchte als Abzweigdose. Zur Befestigung kann man zwei zusammengespannte Winkelanker in den Boden rammen, um daran die Leuchte lotrecht ausgerichtet zu verschrauben.

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