Kaufberatung zum LED-Lampen Test bzw. Vergleich 2019

  • LED steht für “lichtemittierende Diode” und bezeichnet eine spezielle Lampen-Art. Diese sind gesundheitlich unbedenklich und haben sich mittlerweile auf dem Markt durchgesetzt, da sie unter anderem eine hohe Lebensdauer aufweisen und nicht heiß werden.
  • Früher wurde einer LED-Beleuchtung kühles, unangenehmes Licht nachgesagt. Heute gibt es LED-Leuchten in vielen verschiedenen Farben, beispielsweise auch in einem warmen, gelblichen Weiß.
  • LED-Leuchten sind verhältnismäßig teuer in der Anschaffung, allerdings zahlt sich diese aus, da die Lampen besonders energiesparend sind und somit nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt schonen.

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Laut McKinsey & Company werden durch LED-Leuchten jährlich 23 Millionen Tonnen CO2 in der Europäischen Union eingespart. Zum Vergleich: Um diese Menge an CO2 zu produzieren, müssten Sie rund vier Millionen Mal mit dem Auto um die Erde gefahren sein.

Die Glühbirne hat ausgedient.
Die Glühbirne hat ausgedient.

Längst haben LED-Lampen auch Energiesparlampen aus dem Rampenlicht vertrieben. Diese beinhalten Quecksilber und sind daher schlecht zu entsorgen sowie gesundheitsgefährdend, falls die Höchstgrenze nicht eingehalten wird.

Lampen mit LEDs dagegen sind unbedenklich, leuchten sofort hell und leben lange. Inzwischen gibt es die Leuchten für alle Standardfassungen sodass sie vielseitig eingesetzt werden können. Nur auf günstige LED-Lampen sollten Sie nicht setzen, da diese sehr schnell an Leuchtkraft verlieren.

Welcher LED-Lampen-Typ für Sie der geeignete ist und worauf Sie beim Kaufen einer LED-Lampe Acht geben sollten, erfahren Sie in unserer kleinen Kaufberatung. Mithilfe der Kategorien finden Sie Ihren persönlichen LED-Lampen-Testsieger für die entsprechende Anwendung. Weiterhin erklären wir in unserem LED-Lampen-Vergleich 2019, wie diese aufgebaut sind.

1. Nutzen und Funktionsweise einer LED-Lampe

1.1. Vor- und Nachteile von LED-Lichtern

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Ein LED-Lichtband kann auch gut als Dekoration eingesetzt werden.

Die LEDs zählen zu den kleinsten Lichtquellen und sind vielseitig einsetzbar, da sie eine wertvolle Eigenschaft mitbringen: Sie verwandeln den angelegten Strom in sehr viel Licht und wenig Wärme. Das ist der Grund, warum diese längst nicht so warm werden wie beispielsweise klassische Glühbirnen.

Weiterhin kommt Ihnen zugute, dass je nach Wahl des Halbleiters die Diode eine andere Farbe an Licht abstrahlt. So können die LED-Leuchtmittel zu unterschiedlichsten Zwecken genutzt werden, wie z.B. bei Laserpointern, Signalleuchten, Lichtschranken oder in Taschenlampen.

Doch für alle Anwendungen ist das LED-Licht nicht geschaffen. Da sie nicht heiß wird, ist sie z. B. nicht als Leuchte in Ampeln geeignet, da der Schnee haften bleiben würde. Des Weiteren ist der Lichtkegel nicht so groß und die Lichtausbeute würde für den Straßenverkehr nicht ausreichen.

Das macht sich auch beim Ausleuchten von Räumen bemerkbar: Sie brauchen viel mehr LEDs als z. B. mit Glühbirnen, da die Streuung des Lichts geringer ausfällt.

Welche Vor- und Nachteile LED-Strahler gegenüber klassischen Glühbirnen haben, sehen Sie hier auf einen Blick:

  • sparen Energie und sind dadurch gut für Umwelt und Geldbeutel
  • hohe Lebensdauer (bis zu 100.000 Stunden)
  • keine große Hitzeentwicklung
  • ohne gesundheitsgefährdende Stoffe produziert
  • Lampe ist sofort hell
  • hohe Anschaffungskosten
  • Lichtausbeute verringert sich bei billigen Modellen schon nach wenigen Monaten

1.2. Wie LED-Lampen funktionieren

LEDs sind kleine Chips, die aus speziellen Halbleiter-Verbindungen bestehen. Wird Strom angelegt, fließen die Elektronen durch die Halbleiter und dieser beginnt zu leuchten – sie emittieren also Licht.

Daher kommt auch der Name: LED steht im Englischen für light-emitting diode.

Wenn Sie das Prinzip einer LED genauer verstehen möchten, empfehlen wir Ihnen folgendes Video. Hier wird sehr anschaulich erklärt, wie LEDs aufgebaut sind und wie sie ihr Licht verbreiten:

2. LED-Lampen-Typen

Bei LED-Lampen gibt es zwei unterschiedliche Arten: Die LEDs, die eine Spannung von 230 Volt benötigen, nennen sich Hochvolt-LEDs. Lampen, die nur 12 Volt brauchen, werden dagegen als Niedervolt-Lampen bezeichnet.

Welchen Typ Sie beispielsweise für Ihre Stehlampe benötigen, hängt vom Sockel Ihrer Lampe ab. Je nachdem, ob dort ein Schraubgewinde oder eine Steckfassung zu finden ist, sollten Sie die passende LED dazu wählen. Bei Steckfassungen sollten Sie den Abstand der Stecker beachten, bei Stiftsockellampen müssen Sie ein Auge auf den Durchmesser des Reflektors werfen.

In der folgenden Aufstellung sehen Sie die geläufigsten Typen von LED-Leuchten:

Typ Unterkategorie
Hochvolt-LED-Lampe
  • E27 LED: mit Schraubgewinde (wie bei Glühbirnen)
  • E14 LED: mit Kerzenfassung (wie bei bei kleinen Glühbirnen)
  • G9 LED: mit Steckfassung; 9 mm Abstand der Stifte
  • GU10 LED: mit Steckfassung; 10 mm Abstand der Stifte
Niedervolt-LED-Lampe
  • G4 LED: mit Steckfassung; 4 mm Abstand der Stifte
  • GU5,3 LED: mit Steckfassung; 5,3 mm Abstand der Stifte
  • MR11 LED: Stiftsockellampe; 35 mm Durchmesser des Reflektors
  • MR16 LED: 50 mm Durchmesser des Reflektors

led-uebersicht

3. Kaufkriterien für LED-Lampen

3.1. Helligkeit, Abstrahlwinkel und Lichttemperatur

Helligkeit

Im Allgemeinen hängt die Helligkeit einer Lampe vom Stromverbrauch ab: Kann eine Lampe besonders hell leuchten, benötigt sie auch mehr Strom.

led-abstrahlwinkelBei LEDs wird die Helligkeit eigentlich in der Einheit Lumen (lm) angegeben. Da die Konsumenten aber aus dem Glühbirnen-Zeitalter den Umgang mit Watt gewohnt sind, wird auch diese Angabe oft von den Herstellern und Marken zur Orientierung angegeben.

Hier eine Grundregel, falls Sie sich unter der Lumen-Angabe so gar nichts vorstellen können: Stromverbrauch der LED-Lampe in Watt x 100 = empfohlener Lichtstrom in Lumen.

Abstrahlwinkel

Von Glühlampen sind wir es gewohnt, dass diese fast in alle Richtungen ihr Licht verbreiten. LED-Spots streuen dagegen in einem kleineren, gerichteten Lichtkegel. Dieser wird in Winkelgrad gemessen. Die meisten LED-Leuchten haben einen Winkel zwischen 25° und 120°.

Hierbei gilt: Je höher der Abstrahlwinkel, desto größer ist die Fläche, die angestrahlt wird.

Diese Abstrahlwinkel von LED-Lichtern empfehlen wir für folgende Flächen:

  • Breite von 2 m – 3 m: 60°
  • Breite von 5 m: 90°
  • Breite von 8 m: 120°
LEDs werden auch immer häufiger bei Schreibtischlampen eingesetzt.
LEDs werden auch bei Schreibtischlampen eingesetzt.

Diese Angaben sind auf eine Zimmerhöhe von 2,5 m bezogen. Haben Sie eine höhere Zimmerdecke, sollten Sie größere Winkelmaße wählen.

Möchten Sie eine LED-Lampe dazu nutzen, ein gewisses Objekt anzuleuchten, empfehlen wir in unserem LED-Lampen-Vergleich Typen mit einem kleinen Winkel zu benutzen. Deren Lichtkegel kann dann fokussiert auf das Objekt ausgerichtet werden.

Lichttemperatur

Lange wurde auch den besten LED-Lampen ein kühles, grelles oder gar bläuliches Licht zugeschrieben. Das hat sich geändert. Heute gibt es weiße LEDs, bei denen zwischen drei verschiedenen Tönen wählen kann: Warmweiß, Neutralweiß oder Kaltweiß. Oft ist die Auswahl an Einstellungen auf der Verpackung der Lampe schon mit angegeben.

Wenn Sie bei der Lichtfarbe einer Osram- oder Phillips-LED ganz sicher sein wollen, sollten Sie die Kelvin-Angaben genauer ins Auge fassen. Diese geben die Farbtemperatur an. Wie LED-Lampen-Tests zeigen, bedeuten die Angaben folgendes:

  • über 5.300 K: kaltweißes Licht, wie z.B. Tageslicht
  • 3.300 bis 5.300 K: neutralweißes Licht, wie z.B. Kunstlicht
  • bis 3.300 K: warmweißes Licht, wie z.B. Kerzenlicht

3.2. Lebensdauer und Stromverbrauch

Glühbirnenverbot

Seit dem 1. September 2009 dürfen in Deutschland und der Europäischen Union keine Glühlampen mehr verkauft werden. Diese Maßnahme wurde ergriffen, um den Stromverbrauch in der EU zu senken und damit dem Klimawandel entgegenzutreten.

Wie lange z. B. eine E14-LED-Lampe durchhält, wird auf der Verpackung in Stunden angegeben. Grundsätzlich leben LEDs sehr viel länger als Halogen- oder Energiesparlampen. Während normale 12V-LED-Lampen meist über 15.000 Stunden halten, schaffen Energiesparleuchten nur bis zu 10.000 und normale Halogenlampen nur bis zu 1.000 Stunden. Power E27-LED-Lampen können sogar bis zu 50.000 Stunden lang hell leuchten.

3.3. Dimmbarkeit

Möchten Sie die dimmbare Birne ihrer Zimmerlampe wechseln? Dann achten Sie genau darauf, dass Sie beispielsweise eine geeignete Osram-LED-Lampe kaufen. Denn nicht jede LED-Lampe ist von Haus aus dimmbar.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema LED Lampen

4.1. Was sagt die Stiftung Warentest zum Thema?

stiftung-warentestDie Stiftung Warentest hat bisher 92 Lampen in ihren Labors getestet. Darunter befinden sich auch 15 sehr lichtstarke LED-Lampen mit Schraubgewinden. Als besonders energieeffiziente Leuchten haben sich die Modelle Araxa von Bioledex und die LED (Filament) von Lightme hervorgetan.

In ihrem LED-Lampen-Test kommt das Prüfungsinstitut außerdem zu folgendem Fazit: “Moderne LED-Lampen sind das Maß aller Dinge. Sie kosten zwar etwas mehr als Halogenglüh­lampen. Aber die Investition lohnt sich – vor allem bei oft und lange einge­schalteten Licht­quellen. Wichtigster Plus­punkt der LED: Mit wenig Strom erzeugen sie relativ viel Helligkeit.”

4.2. Wie kann man eine LED Birne einbauen?

Beim Einbau der Sparbirnen besteht im Prinzip kein Unterschied zu gewöhnlichen Energiesparlampen oder Glühbirnen. Beim Kauf etwa von Phillips-LED-Lampen oder Osram-LED-Lampen sollten Sie genau wie bei anderen Lampen auf die passende Fassung achten. Beim Wechsel der Birne sollten Sie vorher die Sicherung herausnehmen und erst dann den Austausch vornehmen.

 4.3. Gibt es wasserdichte LED Lampen?

Mit LEDs kann auch das Wasser beleuchtet werden.

Da das Einsatzgebiet von LEDs stark gewachsen ist und sich auch in den Außenbereich verlagert hat, wurden wasserfeste Exemplare entwickelt. Besonders für draußen ist es wichtig, dass die LEDs wasserfest sind, um gegen Regen, Schnee und Hagel gewappnet zu sein. Aber auch Leuchten, die beispielsweise in einem Pool das Wasser beleuchten sollen, müssen dem Wasser trotzen.

4.4. Seit wann sind LEDS auf dem Markt erhältlich?

Die Recherchen in unserem LED-Leuchten-Vergleich haben ergeben: LEDs gibt es seit dem Jahr 2007 im Handel zu kaufen – zu diesem Zeitpunkt allerdings nur für die E27- und E14-Sockel. Damals genossen die E27 und E14 LED Lampen noch keinen guten Ruf, da diese in etwa einer 30 Watt Glühlampe entsprachen und somit noch nicht besonders hell leuchteten.