Kaufberatung zum Parkettlack Test bzw. Vergleich 2019

  • Achten Sie bei der Wahl von glänzendem Parkettlack und bei mattem Parkettlack darauf, welche Angaben der Hersteller zur Trockenzeit macht. Denn die schnellsten Lacke sind nach etwa 16 Stunden getrocknet, während andere Parkett-Lackfarben bis zu drei Tage benötigen.
  • Stimmen Sie den farbigen Parkettlack, dunklen oder seidenglänzenden Parkettlack sowohl auf das Holz als auch auf den Wohnraum ab. Stark glänzende Varianten können je nach Anordnung der Fenster unangenehm spiegeln.
  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis sollte bei Ihrer Kaufentscheidung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, denn ein gepflegter, stoß- und kratzfester Boden ist langfristig eine Bereicherung des Wohnens.

parkettlack-test

Finden Sie in unserem Parkettlack-Vergleich 2019 heraus, was die unterschiedlichen Parkettlack-Tests ergeben haben. Wir haben auf Heimwerker.de für Sie die wichtigsten Eigenschaften und Kriterien zusammengestellt, an denen Sie den geeigneten Treppen- und Parkettlack für Ihre Bedürfnisse erkennen.

Darüber hinaus geben wir Informationen zum Parkett reinigen und den unterschiedlichen Farbvarianten. Mit einer hochwertigen Versiegelung sorgen Sie nicht nur für eine attraktive Optik, sondern schützen den Boden auch vor Abschürfungen, Stößen oder Kratzern.

1. Parkettlack kann noch wesentlich mehr als nur den Boden schützen

Zimmer mit glänzendem Parkett.
Frischen Sie mit Parkettlack die Optik Ihres Fußbodens wieder auf.

Ein matter oder glänzender Parkettlack ist in erster Linie dazu gedacht, einen hochwertigen Holzfußboden dauerhaft zu verschönern und vor äußeren Einflüssen zu schützen. Ein Hochglanz-Parkettlack und andere Versionen sind gekennzeichnet durch folgende Eigenschaften:

  • stoßfest
  • kratzfest
  • robust und feuchtigkeitsunempfindlich

Da es sich bei Parkett um das Naturprodukt Holz handelt, gehören offene Poren und eine gewisse Weichheit dazu. Nur werden Böden durch die Personen, die darauf gehen, Spielzeuge, Hotelzubehör oder andere Gegenstände, stark beansprucht und häufig gereinigt. Ein Parkettlack sorgt als robuste Versiegelung dafür, dass der teure Bodenbelag wesentlich länger so schön aussieht, wie direkt nach dem Verlegen.

Wenn Sie einmal einen sehr alten Parkettbelag gesehen haben, kennen Sie die abgenutzte Optik: Die Holzfarbe ist gerade auf den überwiegend genutzten Wegen stark verfärbt, die Dielen sind verformt, aufgequollen und machen sich auch akustisch bemerkbar.

Mit einer guten Versiegelung sorgen Sie sowohl bei der Benutzung als auch bei der Reinigung von Treppen und Parkett dafür, dass weder Reinigungsmittel noch Feuchtigkeit, Schmutz und Stöße oder Kratzer dem Holz etwas anhaben können. In Parkett- und Treppenlack-Tests wird immer wieder darauf hingewiesen, dass Parkettlacke neben der Versiegelung von Böden für Möbel, Türen und weitere Gegenstände aus Holz hervorragend verwendet werden können.

Achtung: Verwenden Sie auf Treppen unbedingt einen Parkettlack, der laut Hersteller für Treppen geeignet ist. Ansonsten riskieren Sie gefährliche Rutschpartien mit schwerwiegenden Folgen.

Durch einen robusten Parkettlack in matt, glänzend oder farblos wird das Holz härter und belastbarer. Wer Holz biegsam und weich erhalten will, der sollte lieber zu speziellen Lasuren, Beize oder Ölen greifen. Öl lässt Holz weiter atmen, was bei Schränken und Möbeln eine gute Alternative darstellt.

2. Kaufberatung: Wo Parkettlack sinnvoll eingesetzt wird

Hochglanz-Parkettlack will täglich gereinigt werden

Wer Parkett in einem Unternehmen oder Hotel verlegt und mit einem glänzenden Parkettlack versiegelt, sollte den Reinigungskräften die Anweisung geben, diese täglich zu fegen und zu wischen. Im Herbst wird Ihnen das nur für wenige Stunden dabei helfen, einen glänzenden Eindruck zu machen. Matte oder seidige Parkettlacke sind hier wesentlich unempfindlicher.

Treppen- und Parkettlack ist in den überwiegenden Fällen farblos, denn schließlich soll der schicke Look der natürlichen Maserung des Holzes weiterhin sichtbar bleiben. Ist Parkettlack farbig, dann handelt es sich meist um weißen Parkettlack oder seidenmatten Parkettlack. Der zuletzt genannte ist dabei ein weniger glänzender Parkettlack, der die Maserung durchschimmern lässt.

Farbiger Parkettlack wird häufig dort genutzt, wo dekorative Akzente gesetzt werden sollen, beispielsweise an den Fronten von Treppenstufen oder Absätzen. Was wir auf Heimwerker.de beim Vergleich der verschiedenen Parkettlack-Tests festgestellt haben ist der Umstand, dass glänzende Lackierungen schneller schmutzig aussehen.

Bei gleicher Beanspruchung schluckt ein seidenmatter Lack nicht nur Licht, sondern sorgt durch die minimierte Reflektion dafür, dass Staub und Spuren von Schmutz weniger sichtbar sind.

Auch wenn Sie beim Aufbringen von Parkettlack und der Restaurierung eines Parkettbodens einige Schritte vollziehen müssen, wird der Parkettlack von Brillux oder Parkettlack von Bona gebrauchsfertig in einem Farbeimer oder einer Dose geliefert. Hier müssen Sie keine Mischverhältnisse beachten, bei der die Dosierung von verschiedenen Litern Farbe, Lack und Lösungsmitteln beachtet werden müssen.

Wenn Sie Ihr Parkett mit lösemittelhaltigem Parkettlack verschönern, ist permanentes Lüften notwendig. Wer seine Atemorgane weniger belasten will, sollte zu Parkettlack auf Wasserbasis greifen.

Wo bis vor einigen Jahren lösemittelhaltige Parkettlacke Standard waren, werden Sie heute überwiegend lösemittelfreie Varianten im Baumarkt oder im Fachhandel finden. Diese Parkettlacke lassen sich, je nach Herstellerangaben, sowohl in Wohnräumen zur Fußbodenversiegelung, zur Versiegelung von Holzdielenböden, für Holzpflaster, Hochkantlamellen, Hobeldielen oder als Möbellack bzw. Türlack einsetzen.

3. Der beste Parkettlack versiegelt zuverlässig, ist ergiebig und trocknet schnell

Mit nur einem Anstrich wird keinem Parkettlack das Siegel „bester Parkettlack“ zuteil, denn Sie müssen sich stets auf mehrere Anstriche einstellen. Achten Sie daher auf bestimmte Eigenschaften, die wir Ihnen nachstehend detaillierter erläutern, wenn Sie einen Parkettlack kaufen.

3.1. Die Menge in ml entscheidet nicht immer über die Ergiebigkeit

Parkett wird mit Rolle lackiert.
Die Trockenzeit von Parkettlack kann zwischen 16 Stunden und mehreren Tagen betragen.

Bei diesem Punkt spielt die Qualität eine entscheidende Rolle dabei, welche Mengen an Lack Sie schlussendlich benötigen. Ein hervorragender, sehr ergiebiger Parkettlack kann in geringerer Menge ein besseres Ergebnis erzielen als Parkettlack in 10 l Verpackungen. Gerade bei Angeboten von sehr günstigem Parkettlack bei Lidl oder anderen Discountern sollten Sie die Details auf der Verpackung studieren.

Parkettlacke auf Wasserbasis sind in vielen Fällen mit Wasser verdünnbar, was die Ergiebigkeit eines auf den ersten Blick teuren Produktes vollkommen anders darstellt. Lösungsmittelhaltige Parkettlacke sind nur selten mit Wasser verdünnbar. Oftmals lassen sich die verdünnten Varianten mit einer Sprühpistole bequem und gleichmäßig verteilen. Als Faustregel dürfen Sie bei der Kalkulation Ihres Einkaufs davon ausgehen, dass Sie für einen Quadratmeter etwa 100 ml Parkettlack benötigen.

Wir auf Heimwerker.de sehen bei wasserbasierten Parkettlacken folgende Vor- und Nachteile:

  • keine Geruchsbelastung durch Lösungsmittel
  • verträglicher für Gesundheit und Umwelt
  • ergiebig, weil mit Wasser verdünnbar
  • muss mehrfach aufgetragen werden
  • erste Lackschicht muss angeschliffen werden

3.2. Je schneller der Parkettlack trocknet, desto eher sind Sie fertig

Ein Parkettlack, der schnell durchtrocknet, spart einige Stunden Arbeitszeit. Ist die erste Schicht bei einem wasserbasierten Parkettlack getrocknet und abgeschliffen, kann im Handumdrehen die nächste Schicht aufgetragen werden. Ist der Lack schnell überstreichbar, können Sie ganze Wohnungen in wesentlich kurzer Zeit mit einem frisch versiegelten Parkettboden bereichern.

Bei manchen Lacken müssen Sie sogar eine dritte Schicht mit einkalkulieren, was meist bei günstigen Varianten der Fall ist. Wir legen Ihnen auf Heimwerker.de ans Herz, die Herstellerangaben auf den Verpackungen detailliert zu vergleichen. So setzen Sie Kosten und Zeitaufwand in ein vergleichbares Verhältnis.

4. Parkettlack-Tests: Warum wir Kombi-Produkte besonders praktisch finden

Im Vergleich haben wir festgestellt, dass es sogenannten 2in1-Parkettlack gibt. Hier sind Grundierung und Lack in einem gebrauchsfertig, sodass Ihnen der erste Arbeitsschritt erspart bleibt.

Achten Sie auf 2K-Parkettlack, bei dem zunächst zwei Komponenten miteinander in einem bestimmten Mischverhältnis angerührt werden. Dafür benötigen Sie ein zusätzliches Misch-Behältnis sowie ein Messgerät, um die Mengenangaben einzuhalten. Im Gegensatz zu 2K-Parkettlack müssen Sie 1K-Parkettlack nicht zusammenmischen, sondern erhalten ein sofort gebrauchsfertiges Produkt.

Ob Sie sich für einen Parkettlack von Bona oder ein anderes Markenprodukt entscheiden, es stehen Ihnen stets verschiedene Varianten beim Auftragen der Versiegelung zur Auswahl:

Werkzeug Geeignet für
Spachtel
  • sehr dünner Auftrag
  • große Flächen
Rolle
  • flüssige Lacke
  • größere Flächen
Pinsel
  • Ecken
  • kleine Flächen

Ein Pinsel eignet sich besonders gut für Ecken und Kanten, sodass Sie wie beim Streichen einer Wand damit die Vor- und Nacharbeiten durchführen können. Bei der Wahl des Werkzeugs für die größeren Flächen entscheidet die Konsistenz des Parkettlacks darüber, welches zu bevorzugen ist. Eher feste, zähe Produkte lassen sich besser mit einem Spachtel verteilen, während sich flüssige Parkettlacke besser mit einer Rolle verteilen lassen.

5. Wie Sie Parkettlack auftragen

Mann trägt Parkettlack auf Boden auf.
Parkettlack schützt den Boden vor Abschürfungen, Stößen und Kratzern.

Nachdem Sie entweder eine geeignete Grundierung aufgebracht oder ein kombiniertes Produkt aus Grundierung und Lack angeschafft haben, legen Sie Ihre Arbeitsgeräte bereit, nachdem Sie vorher für freie Flächen gesorgt haben. Achten Sie bei den Arbeiten immer darauf, sich vom Ende des Raums rückwärts bis zu Tür vorzuarbeiten, denn ansonsten sind Sie gefangen.

Das Streichen bzw. Spachteln erfolgt im Kreuzgang, also nicht immer nur in eine Richtung. Relativ unkoordiniert können Sie dabei von links nach rechts und von oben nach unten den Parkettlack in jede Pore des Bodens gleichmäßig eindringen lassen.

Lassen Sie den Lack gemäß Herstellerangaben antrocknen, bevor Sie den Boden erneut schleifen. Nachdem die erste Schicht abgeschliffen ist, können Sie wiederum in vorher genannter Art und Weise die nächste Schicht Parkettlack aufbringen. Häufig wird die gewünschte Endhärte erst nach Tagen erreicht, wobei Sie meist schon wesentlich früher den Boden wieder vorsichtig betreten dürfen.

6. Gibt es einen Parkettlack-Testsieger der Stiftung Warentest?

Einen gesonderten Test von Parkettlacken haben wir bei der Stiftung Warentest zwar nicht gefunden, dafür aber zahlreiche Tests von Parkettreinigern, der Parkettpflege allgemein und interessanten Artikeln rund um rechtliche Themen bei Mietwohnungen mit Parkettböden.

7. Wichtige Fragen und Antworten rund um Parkettlack

7.1. Welche Marken und Hersteller bieten Parkettlack an?

Zu den bekanntesten Anbietern gehören Bona Novia, Aqua Clu und Remmers. Im Vergleich konnten auch Marken wie Wolfgruben Werke, Contura, Retol Aqua, Bekateq und Wilckens gute Ergebnisse erzielen.

7.2. Wie lange muss Parkettlack trocknen?

Die maximale Endhärte erreichen die meisten Lacke nach etwa einer Woche. Allerdings dürfen Sie bei hochwertigen Lacken davon ausgehen, dass Sie den Boden schon nach etwa der Hälfte der Zeit wieder vorsichtig betreten dürfen. Schwere Möbelstücke sollten Sie allerdings vor Erreichen der Endhärte dort noch nicht aufstellen.