Schwingschleifer Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Schwingschleifer Test bzw. Vergleich 2019

  • Schwingschleifer sind Schleifwerkzeuge mit einer hin- und herschwingenden Platte, an der Schleifpapier befestigt ist. Häufig werden sie mit Exzenterschleifern in Verbindung gebracht. Doch diese haben eine sich drehende Platte.
  • Ihre schwingende Platte ist entweder rechteckig oder dreieckig. Die Modelle mit dreieckiger Platte werden auch Delta-Schleifer genannt.
  • Schwingschleifer eignen sich besonders gut, um große Holzflächen abzuschleifen. Von Lackentfernen bis hin zum Feinschleifen sind sie für vielfältige Einsatzgebiete nutzbar.

schwingschleifer test

1. Wie funktioniert ein Schwingschleifer?

Bosch setzt auf Sicherheit

Im Dezember 2015 hatte der Werkzeughersteller Bosch Power Tools freiwillig mehrere Schwingschleifermodelle zurückgerufen. Grund war ein Materialfehler an einem Lüftungsrad. Bosch befürchtete, dass es zu schweren Fehlfunktionen kommen könnte und tauscht die Geräte kostenlos um. Betroffen sind die Modelle: PSS 2 A, PSS 20 A, PSS 190 AC, PSS 200 A, PSS 200 AC, PSS 250 A, PSS 250 AE und PSS 2000 A. Die meisten sind im Jahr 2007 hergestellt worden.

Der Schwingschleifer ist ein Schleifwerkzeug, bei dem eine Platte hin- und herschwingt, auf der Schleifpapier befestigt ist. Er wird gelegentlich auch Sander oder Rutscher genannt.

Der Motor erreicht bei seinen Schwingbewegungen ungefähr 6.000 bis 25.000 Umdrehungen pro Minute (U/min). Es gibt ihn mit Elektromotor, aber auch mit einem per Druckluft betriebenen Motor. Die häufigste Variante ist jedoch der Elektroschwingschleifer.

Mit Klett wird das Schleifpapier an heutigen Schwingschleifern befestigt. Klettverschlüsse sind flexible Textilien, die mit kleinen Widerhaken aneinander haftenbleiben. Bei älteren Modellen wurde das Papier an den Rändern eingeklemmt.

Je nach Material können schnell unterschiedliche Schleifpapiersorten an die Schwingplatte geheftet werden. Dadurch ist der Schwingschleifer auch ein Multischleifgerät und eignet sich für folgende Einsatzgebiete:

  • Vor- und Nachschliff
  • Hartholz
  • Weichholz
  • Sperrholz
  • Lacke und Harze
Schwingschleifer Ausleihen
Durch Löcher im Schleifteller saugt der Schwingschleifer den Staub ein.

Durch Löcher im Schleifpapier und in der Schwingplatte wird Staub eingesaugt und im Werkzeug gesammelt. Dies schont Lunge und Auge des Heimwerkers.

Häufig wird der Exzenterschleifer im gleichen Atemzug genannt. Jedoch funktioniert dieser anders. Bei ihm rotiert der Schleifteller. Dieser sitzt exzentrisch am Motor (daher der Name).

Der Exzenterschleifer ist zudem auch für Metall, Glas und Kunststoff geeignet. Wegen seiner flexiblen Aufsätze wird der Exzenterschleifer gerne auch zum Polieren oder bei gewölbten Werkstücken genutzt.

Bei besonders großen Flächen, wie zum Beispiel einer Tischplatte oder einem kompletten Fußboden, ist ein Bandschleifer die bessere Wahl. Bei diesem Schleifgerät läuft das Schmirgelpapier in Form eines Fließbandes durch das Werkzeug.

Vor- und Nachteile des Schwingschleifers gegenüber dem Exzenterschleifer:

  • hinterlässt keine kreisförmigen Schleifspuren
  • gut für längsförmige Flächen
  • hauptsächlich für Holz geeignet
  • schleift nur bei Vor- und Zurückbewegungen

Wie ein Schwingschleifer im Detail aussieht und welche anderen Schleifgeräte es sonst noch gibt, sehen Sie in folgendem Video:

2. Welche Schwingschleifer-Typen gibt es?

Schwingschleifer unterscheiden sich hauptsächlich in der Form und Größe ihrer. Sie lassen sich in die Kategorien klassischer Schwingschleifer und Deltaschleifer unterteilen.

Typen Besonderheiten
 klassischer Schwingschleifer

schwingschleifer holz

  • rechteckige Schwingplatte
  • meist große Schleiffläche
  • Platz für zwei Hände am Griff
  • sehr kraftvoll
  • gut für weite Flächen
Deltaschleifer

einhell deltaschleifer bosch

  • dreieckige Schwingplatte (Dreieck wird auch Delta genannt)
  • meist kleine Schleiffläche
  • gut für schmale Ecken
  • gibt es auch mit Akku-Betrieb

3. Kaufberatung für Schwingschleifer: Darauf müssen Sie achten

altbau deltaschleifer
Gerade Renovierungen im Altbau kann ein Deltaschleifer häufig beschleunigen.

In unserem Schwingschleifer-Vergleich 2019 erfahren Sie, wie Sie aus unzähligen Modellen das für Sie beste Werkzeug herausfiltern. Günstige Schwingschleifer müssen nicht schlecht sein und die teuren auch nicht unbedingt die besten.

3.1. Fläche oder Winkel?

Als Erstes müssen Sie entscheiden, ob das Schleifgerät in schmale Winkel vordringen, oder ob damit hauptsächlich weite Flächen geglättet werden soll. Ein klassischer Schwingschleifer-Testsieger hilft Ihnen wenig, wenn Sie die Vertiefungen der Altbautüren vorschleifen wollen.

Dies ist die Domäne der Deltaschleifer. Diese sind meist klein und handlich, da man mit ihnen nicht selten auch über Kopf arbeitet. Er dringt sowohl in schmale Winkel vor, als auch sehr dicht an gerade und gebogene Kanten.

Weite Flächen sind mit den kleinen dreieckigen Schleifplatten jedoch mühselig. Hier kann der rechteckige Schwingschleifer glänzen. Gleichmäßig trägt er in der Länge Span ab und hinterlässt kaum Schleifspuren.

Rigips Trockenbau
Für längliche Flächen ist der klassische Schwingschleifer die erste Wahl.

Sein höheres Gewicht muss nicht unbedingt von Nachteil sein, wenn man Treppenstufen abschleift. Bei Türen bietet es sich auch an, diese zum Schleifen abzunehmen.

Wenn Sie aber komplette Fußböden abschleifen, bietet sich eventuell ein Bandschleifer an.

3.2. Kraft und Geschwindigkeit

Die Umdrehungen pro Minute (U/min) geben an, wie schnell sich der Motor potenziell drehen kann, um den Schleifteller zum Rütteln zu bringen. Je höher die Drehzahlen sind, desto schneller kann das Gerät schleifen.

Wie viel das Schleifgerät jedoch auf der Fläche abtragen kann, hängt von der Kraft des Motors ab. Diese kann man indirekt feststellen: Eine hohe Wattaufnahme ist meist ein Indiz dafür, dass der Motor auch viel Leistung erbringt. Wenn Sie also nicht nur schnell, sondern auch viel Material abschleifen wollen, dann brauchen Sie neben hohen Drehzahlen auch hohe Wattzahlen.

Mehr als 200 bis 300 Watt zeichnet die kräftigen Schwingschleifer im Test aus. Geräte, die unter diesem Wert liegen, sind sinnvoll, wenn das Werkstück empfindlich ist, wie zum Beispiel antike Möbel.

Über 14.000 U/min machen einen schnellen Schleifer aus und sind gut, wenn die Oberfläche sehr hart ist oder besonders fein geschmirgelt werden soll. Gröbere Schleifungen brauchen weniger Geschwindigkeit und kommen mit um die 6.000 bis 10.000 U/min aus.

3.3. Welche Drehzahl hätten's denn gerne?

Wenn Sie bei Ihrem Schwingschleifer die Drehzahl einstellen können, sind müssen Sie sich nicht mehrere Geräte für unterschiedliche Schleifarbeiten anschaffen. So haben Sie alles in einem Gerät vereint.

Hohe Drehzahlen sind bei harten Oberflächen nützlich und werden auch gebraucht, wenn die Fläche geschmeidig geschliffen werden soll.

Niedrige Drehzahlen kommen bei Schleifungen mit grobem Schmirgelpapier zum Einsatz oder wenn das Holz eher weich ist.

4. Pflege und Reinigungstipps

Schwingschleifer kaufen Luftdruck
Der Behälter an den Schwingschleifern lässt sich leicht entleeren.

Schwingschleifer sind pflegeleicht. Die meisten Schwingschleifer im Test saugen und sammeln Staub beim Schleifen ein und lassen sich auch einfach entleeren.

In der Regel haben sie am Ende einen Staubbeutel oder einen Behälter, der einfach abgezogen werden kann. Andere Modelle verfügen über einen Anschluss für einen Staubsauger. Mehr ist bei einem Schwingschleifer in der Pflege nicht zu beachten.

5. So wird geschliffen

Wie Sie einen Schwingschleifer benutzen, ist leicht erklärt: Greifen Sie das Werkzeug mit beiden Händen; eine Hand liegt am Griff, wo sich auch der Ein- und Ausschalter befindet. Die andere Hand hält den Mittelpunkt des Schleifers, also dort wo der Motor liegt und somit auch der Schwerpunkt der Maschine.

Die Hand am Schalter führt den Schleifer. Die Hand am Mittelpunkt gibt Druck von oben auf das Werkzeug. Umso mehr Gewicht Sie auf das Gerät geben, desto mehr Span kann es abtragen. Wie effizient dies vonstattengeht, ist aber auch von der Kraft des Motors (Watt) und der Schleifpapierart abhängig.

Maß halten: Wenn der Motor zu schwach ist und Sie zu viel Druck von oben geben, kann es passieren, dass das Werkzeug blockiert und nicht schleift. Mit ein wenig Übung werden Sie schnell das richtige Maß finden.

Wie beim herkömmlichen Schleifen schieben Sie das Werkzeug vor und zurück, daher wird der Schwingschleifer auch Rutscher genannt.

Tipp: Führen Sie den Schleifer immer mit der Holzmaserung.

Allerdings ist der Schwingschleifer hauptsächlich für Holz optimal. Zwar können Sie auch beim Trockenbau Ihre Rigipswand damit bearbeiten, allerdings dürfte der feine Gipsstaub sehr schnell den Motor außer Gefecht setzen. Dies schafft selbst der beste Schwingschleifer nicht.

Wer Gips schleifen möchte, sollte eher die klassische Variante ohne Motor mit einem Handschleifer angehen. Eventuell könnten Sie es mit einem Druckluftschleifer probieren, denn dort wird der Motor per Luft aus einem Kompressor angetrieben. Das Druckluftwerkzeug zieht weniger Umgebungsluft ein und somit auch weniger Staub.

Luftdruck Ersatzteile
Fast alle Schwingschleifer saugen den Staub von der Schmirgelfläche ein und sammeln ihn in einem Behälter.

6. Swing & sing: Damit Ihnen der Spaß beim Schwingschleifen nicht vergeht

Sicherheit schleifen
Schutzkleidung erhält den Spaß beim Werkeln.

Bei der Arbeit mit leistungsstarken Werkzeugen sind ein paar Sicherheitsregeln das A und O, damit sich weiterhin pfeifend und singend Handwerkern können. Sie brauchen lediglich drei Aspekte zu bedenken:

  • Schutzkleidung
  • vorausschauende Handhabung
  • sichere Lagerung

Schutzkleidung

Da viel Staub anfällt, der mitunter giftig sein kann, sollten Sie einen Mundschutz und eine Schutzbrille tragen. Derartige Schutzkleidung erhalten Sie gelegentlich günstig bei Discountern, wie Aldi oder Lidl. Wenn Sie beispielsweise lackiertes Holz an- oder abschleifen, werden die Chemikalien darin erhitzt und lösen sich. Diese sind in hoher Konzentration schädlich.

Die Brille schützt Sie auch vor umherfliegenden Splittern. Außerdem behalten Sie in einer Staubwolke noch den Durchblick und fahren mit dem Werkzeug nicht über ein Kabel.

Häufig greift man für einen besseren Halt an die zu schleifende Fläche. Schnell ist dann aber auch beim Arbeitseifer der Schleifer über den Daumen gefahren, daher sollten Sie auch immer Handschuhe tragen.

Damit Sie anschließend noch Ihr eigenes, zufriedenes Pfeifen hören können, sind Kopfhörer nicht zu verachten, denn die kleinen Maschinchen sind extrem laut und wenig musikalisch.

Handhabung und Haltung

Sicherheitseinrichtung
Richtige Haltung ist ein wichtiger Sicherheitsaspekt.

Ausfallschritt ist hier das Zauberwort. Das Gewicht ruht auf dem hinteren Bein und das vordere ist frei, um die Position zu wechseln. Dies kann Sie im Ernstfall vor schweren Verletzungen schützen, falls mal der Schleifer mit Ihnen durchgeht und Sie nach vorne abrutschen oder das Werkstück selbst nachgibt.

Das Werkzeug wird immer vom Körper weg geführt, denn wenn Sie mal abrutschen, dann geht das Gerät vom Körper weg. Diese Empfehlungen geben auch die Experten von der Stiftung Warentest.

Lagerung

Für das kurze Päuschen zwischendurch sollten Sie nicht alles stehen- und liegenlassen. Falls Sie es sich nicht sowieso schon angewöhnt haben, ziehen Sie den Stecker aus der Steckdose beziehungsweise stellen den Kompressor ab.

Profis lassen zudem den Schleifer nicht auf dem Werkstück stehen, da dies Standspuren hinterlassen kann. Lagern Sie ihn seitlich liegend an einem trockenen Ort.

Wenn Sie Ihren Schleifer pfleglich behandeln, dann kann er unter Umständen Jahre halten. Einige Heimwerker haben zehn bis 20 Jahre alte Geräte im Einsatz. Hersteller wie Bosch und Metabo versorgen ihre Werkzeuge noch über einen langen Zeitraum mit Ersatzteilen.

7. Fragen und Antworten rund um das Thema Schwingschleifer

7.1. Wofür benutzt man einen Schwingschleifer?

Multischleifer Möbel
Bei kleinen und filigranen Werkstücken sind Deltaschleifer optimal.

Ein Schwingschleifer kommt hauptsächlich beim Schleifen von Holz zum Einsatz. Hier dient er auch meist für die Bearbeitung der Oberfläche. Das heißt, entweder wird mit dem Rutscher die Oberfläche feingeschliffen oder Lack abgeschmirgelt.

Der schwingende Schleifer ist in erster Linie für weite Flächen gedacht. Bei kleineren Winkeln glänzt seine Spezialvariante: der Deltaschleifer.

7.2. Schwingschleifer oder Exzenterschleifer – Was ist besser?

Wie bereits erwähnt, sind Schwingschleifer für weite und platte Flächen gut. Der Exzenterschleifer kann mit flexiblen Aufsätzen ausgestattet werden und ist daher gut für unebene Werkstücke.

Der Schwingschleifer ist zudem für Holzarbeiten ausgelegt und der Exzenterschleifer für unterschiedliche Materialien wie Metall, Keramik oder Kunststoff. Aufgrund dieser Eigenschaften wird der Exzenterschleifer auch gerne bei der Restaurierung von Autos verwendet, wenn zum Beispiel Lack entfernt und erneuert werden soll. Beim Zubehör gibt es auch Polier-Aufsätze.

Bei Holzschleifungen hinterlässt er jedoch kreisrunde Schleifspuren. Hier macht der Schwingschleifer eine bessere Figur, da er nur wenig Spuren hinterlässt.

7.3. Wie viel Watt für den Schwingschleifer?

Wenn Sie einen Schwingschleifer kaufen, sind die Wattzahlen ein erster Anhaltspunkt für einen leistungsstarken Motor unabhängig von der Marke. Gute Maschinen nehmen im Schnitt 200 bis 300 Watt auf. Mehr ist besser.

Die etwas kleineren Deltaschleifer kommen tendenziell bei filigranen Arbeiten zum Einsatz, weshalb sie naturgemäß nicht so viel Power benötigen: 150 bis 200 Watt sind hier noch angemessen.

7.4. Welches Schleifpapier für den Schwingschleifer?

Ersatzteile Schleifpapier
Für jede Oberfläche gibt es eine passende Schleifpapiersorte.

Holz ist das Spezialgebiet der Schwingschleifer, daher gibt es hauptsächlich Schleifpapiersorten für den Holzschliff. Aktuelle Modelle befestigen ihr Schleifpapier per Klett am Schleifteller.

Achten Sie also, ob das Schleifpapier mit ihrem Werkzeug kompatibel ist. Die Löcher des Schleifpapiers sollten mit denen am Schleifteller übereinstimmen, denn sonst saugt der Schleifer den Staub nicht ordentlich ein.

Alte Geräte klemmen ihr Schleifpapier ein, daher muss bei ihnen das Papier einfach nur lang genug sein und kann gegebenenfalls zurechtgeschnitten werden. Falls Sie sich einen Schleifer gebraucht kaufen oder ausleihen, überprüfen Sie vorher, wie das Schleifpapier am Werkzeug befestigt wird.

Schleif-Experten von Bosch raten: "Schleifen Sie bei allen Werkstoffen in mehreren Schritten und dabei mit immer feinerer Körnung." Wählen Sie also erst ein Papier mit einer geringen Körnung (z.B. 80) und nach und nach Papiere mit höheren Werten.

 

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