Kaufberatung zum 3-Personen-Zelt Test bzw. Vergleich 2019

  • Am meisten nutzbaren Raum in einem 3-Personen-Zelt bietet das Tunnelzelt. Dieses Zelt ist durch das miteinander verbundene Innen- und Außenzelt auch am leichtesten aufzubauen. Die häufigste Konstruktionsform für ein 3-Personen-Zelt ist das Iglu bzw. Kuppelzelt.
  • Wenn drei Personen in einem Zelt nächtigen, kann die Luft rasch verbraucht und stickig werden. Außerdem sammelt sich Feuchtigkeit im Zelt, deshalb sollten Sie auf ausreichend Belüftungsmöglichkeiten achten.
  • Je nach Einsatzgebiet ist auch auf einen entsprechenden Wetterschutz zu achten. Bei nassem Wetter und Minusgraden empfiehlt sich ein 3-Personen-Zelt mit Silikon- oder Polyurethanbeschichtung. So wird verhindert, dass das Zelt bei größeren Temperaturschwankungen porös wird.

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Die häufigsten Zeltformen für ein 3-Personen-Zelt sind das Tunnelzelt, Kuppelzelt und Geodätzelt. Inzwischen gibt es auch immer häufiger ein 3-Personen-Zelt als Wurfzelt, welches, wie der Name bereits verrät, mit einem einzigen Wurf aufzustellen ist. Dieses 3-Personen-Zelt ist als Pop Up-Zelt ebenfalls bekannt. Platz für Campingstuhl oder Campingtisch bietet diese Zeltform allerdings keine.

Neben den genannten Konstruktionsarten spielen auch die geometrische Form und das Material eine Rolle, welches dem Einsatzzweck entsprechend gewählt werden sollte. Das Material und die Qualität der Verarbeitung beeinflussen wiederum das Packmaß und das gesamte Gewicht. Ein stabiles 3-Personen-Zelt kann gut und gerne zehn Kilogramm auf die Waage bringen.

Der 3-Personen-Zelt-Vergleich auf heimwerker.de basiert auf aussagekräftigen Rezensionen und Beschreibungen von aktuellen Modellen und Herstellern, wie zum Beispiel ToWinle, Vaude, Grand Canion, Quechua, Frostfire und High Peak. Indem wir Ihnen besondere Features und Eigenschaften verschiedener Marken in unserer Kaufberatung auf heimwerker.de erläutern, erhalten Sie eine wichtige Hilfestellung, wenn Sie ein 3-Personen-Zelt kaufen wollen.

1. Die gewählte Zeltform hängt maßgeblich vom Einsatzort ab

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Ein 3-Personen-Zelt ist eine klassische Übernachtungsmöglichkeit im Freien. 

Wenn Sie das 3-Personen-Zelt auf eine Trekkingtour durch Wüsten oder sonstige warme, trockene Gebiete begleiten soll, ist es praktisch, wenn es auch ohne Außenhaut steht. Das Innenzelt dient dann als Sonnenschutz und Moskitonetz.

Sollte sich dennoch Regen ankündigen, können Sie die Außenhaut nachträglich über das Zelt werfen und mit ein paar Handgriffen im Boden befestigen. Zelte mit abnehmbarer Außenhaut trocknen auch besser, da man diese separat aufhängen kann. Ein 3-Personen-Zelt als Iglu erfüllt oftmals diese Ansprüche.

Für Urlaub in feucht-kalten Gebieten eignen sich Zelte, bei denen Innen- und Außenhaut zusammenhängen. Wer ständig durch nasse Gebiete stiefelt, sollte im Zelt Platz für das Aufhängen nasser Jacken und das Lagern von Rucksack und sonstiger Ausrüstung miteinberechnen.

Ein 3-Personen-Zelt als Tunnelzelt eignet sich für diesen Zweck besonders, da es oft über ein großes Vorzelt (Apsis) verfügt. Es gibt aber auch 2-Personen-Zelte mit Vorzelt.

In Gegenden wie Skandinavien ist es außerdem wichtig, dass das Zelt sich auch komplett mit Handschuhen aufbauen und bedienen lässt.

Achtung: Wenn Sie vorhaben, im Zelt einen Kocher anzuwerfen, müssen Sie ebenfalls auf ausreichend Frischluftzufuhr achten. Das kann über einen geöffneten Eingang oder auch über sogenannte Lüftungshutzen geschehen.

Für Trekking, Outdoor und Wandern ist vor allem von Bedeutung, dass das 3-Personen-Zelt so leicht wie möglich ist und wenig Platz zum Aufstellen benötigt. Wer ein ultraleichtes 3-Personen-Zelt möchte, hat außergewöhnliche Zeltformen wie Tipis, Singlewall- oder Tarp-Zelte zur Auswahl. Diese sind allerdings oftmals nicht für drei Personen ausgelegt.

2. Geodätzelt im 3-Personen-Zelt-Test: windsicher, aber schwer und teuer

Damit Sie das beste und günstigste 3-Personen-Zelt für Ihre Zwecke finden, haben wir in unserem Zelt-Vergleich die Vor- und Nachteile verschiedener Zelttypen gesammelt.

Firstzelt:

  • leicht aufzubauen
  • geringes Packmaß
  • günstig in der Anschaffung
  • einwandig, führt zu Kondenswasserproblem
  • nicht wirklich stabil
  • Raum lässt sich zu wenig ausnutzen
  • benötigt Heringe zum Aufstellen
  • kein Zeltvorraum für Ausrüstung etc.

Tunnelzelt:

  • optimale Raumausnutzung
  • für große Menschen gut geeignet
  • großzügiger Zeltvorraum
  • stabil
  • unkompliziert und rasch aufzubauen
  • nicht freistehend, benötigt mindestens 2 Heringe

Wurfzelt:

  • 2- oder 3-Personen-Zelt mit Automatik zum Aufbauen
  • optimal für Garten, Strand oder Festivals
  • zwar flach, aber das eingenähte Fiberglas-Gestänge braucht Platz
  • mittelmäßige Stabilität

Kuppelzelt:

  • freistehend, für schwierige Untergründe geeignet
  • Kopffreiheit
  • lässt sich aufgebaut an eine andere Stelle tragen
  • optimales Trekkingzelt, ziemlich windstabil
  • schwieriger Aufbau, benötigt Know-How
  • kein oder sehr kleiner Zeltvorraum

Geodät:

  • sturmsicherste Zeltform
  • wird auf Expeditionen eingesetzt
  • sehr gute Raumnutzung, viel Kopffreiheit
  • Apsis bietet Platz für Ausrüstung
  • schwer zu transportieren
  • teuerste Zeltform
  • Aufbau benötigt Zeit und Können

3. Polyester und Polyamid als häufigstes Zeltmaterial

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Ein Tunnelzelt bietet als 3-Personen-Zelt am meisten Platz und ist leicht aufzubauen.

Die Bedeutung des Zeltmaterials sollte nicht unterschätzt werden, denn von ihm hängen Gewicht und Wetterfestigkeit des Zeltes ab. Inzwischen werden Polyester und Polyamid am häufigsten verwendet, mit zusätzlicher Beschichtung aus Polyurethan, Silikon oder PVC.

Das Außenmaterial ist ständig ungeschützt der Witterung ausgesetzt und hat daher einige Ansprüche zu erfüllen:

  • Reißfestigkeit
  • Wasserfestigkeit
  • UV-Beständigkeit
  • Formstabilität

Polyamid, auch als Nylon bekannt, ist günstig in der Herstellung und leicht zu transportieren. Allerdings hat man auch mit Nachteilen zu rechnen: Wird ein Zelt aus Polyamid nass, hängt es rasch durch, weil sich das Material ausdehnt. Unbeschichtetes Polyamid reißt leichter und ist weniger UV-beständig.

Höherpreisiges Polyester hingegen nimmt weniger Feuchtigkeit auf, trocknet dadurch schneller, ist reißfester und sehr beständig gegen UV-Strahlen. Ein weiterer Nachteil neben dem Preis ist die Tatsache, dass der Stoff zu lautem Flattern neigt, wenn er beim Aufbauen zu wenig straff gezogen wurde.

Wasserdichte von Zeltstoff wird in mm Wassersäule angegeben

Ein Zelt gilt laut DIN-Norm dann als wasserdicht, wenn es einen Wert von 1500 mm Wassersäule aufweist. Für den Zeltboden sollten allerdings deutlich höhere Werte gelten, da er einer anderen Belastung standhalten muss. Wenn bei einem Zelt die Angaben zur Wassersäule beispielsweise 2000 mm/5000 mm lauten, so bezieht sich der erste Wert auf das Außenzelt und der zweite auf den Zeltboden.

Nicht empfehlenswert für Zelte ist hingegen ein Stoff, der für Funktionskleidung bestens geeignet ist: Gore Tex. Es ist zwar völlig wasserdicht, aber der Wasserdampf aus dem Zeltinneren wird nicht wie bei der Kleidung abtransportiert. Das bedeutet, dass sich im Innenzelt Kondenswasser bildet.

Wenn Sie ein Zelt kaufen, achten Sie auch darauf, dass der Zeltboden möglichst robust ist und nicht so rasch reißen kann. Damit man im 3-Personen-Zelt mit dem Schlafsack nicht in der Feuchtigkeit liegt, muss auch der Boden unbedingt wasserdicht sein.

Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Zelt das Siegel “fire resistant” trägt und somit nicht entflammbar ist. Unfälle mit Feuer in der Nähe vom 3-Personen-Zelt sind beim Camping rasch passiert und die Wahl des richtigen Zeltmaterials kann lebensrettend sein.

4. Tunnelzelt von Coleman überzeugt in mehreren 3-Mann-Zelt-Tests

Auf heimwerker.de stellen wir Ihnen in der folgenden Tabelle verschiedene Modelle vor, welche in verschiedenen 3-Personen-Zelt-Tests (z. B. Ökotest) besonders gut abgeschnitten haben. Unter anderem wurde auf Maße und Gewicht ein besonderes Augenmerk gelegt. Die Stiftung Warentest hat übrigens keinen Test zu diesem Produkt durchgeführt.

Alle getesteten Zelte sind aus reißfestem Polyester, das Gestänge ist durchwegs aus leichtem Fiberglas. An Zubehör sind Transporttasche und benötigte Heringe bei allen Zelten inkludiert.

Modell Beschreibung

Kuppelzelt Explorer Langeland 3

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  • Maße im aufgebauten Zustand: 205 x 180 x 120 cm
  • Leichtgewicht mit 2,8 kg
  • optimales Einsteiger 3-Personen-Zelt für das Camping

Grand Canyon Phoenix M Kuppelzelt

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  • geräumige 220 x 220 x 135 cm
  • 3-Personen-Zelt als Iglu perfekt für Festivals
  • leicht zu transportieren mit 3,5 kg
  • unkompliziert und leicht aufzubauen

Coleman Coastline Tunnelzelt

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  • im 3-Personen-Zelt-Vergleich 2019 Testsieger
  • Apsis integriert
  •  
  • 3-Personen-Zelt besonders als Familienzelt geeignet
  • Maße aufgebaut: 220 x 190 x 140 cm
  • mit 7 kg eines der schwereren 3-Personen-Zelte im Test

High Peak Hyperdome 3 Wurfzelt

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  • geringes Packmaß für ein 3-Personen-Zelt als Wurfzelt: 58 x 58 x 5 cm
  • 3-Personen-Zelt durch Pop Up-Funktion sehr einfach im Aufbau
  • optimales 3-Personen-Zelt für die Trekkingtour

Ein 3-Personen-Zelt ist einem 2-Personen-Zelt platzmäßig auch vorzuziehen, wenn man als Paar mit Gepäck oder mit einem Kind Camping- oder Wanderurlaub macht. Besser als ein Familienzelt lässt sich ein 3-Personen-Zelt transportieren. Familienzelte sind oftmals schwerer und unförmiger.

Ein Familienzelt erfordert für den Transport oft sogar einen PKW, während ein 3- oder 2-Personen-Zelt mit einem Rucksack transportiert werden kann. Die einzigen Nachteile sind der oft nur kleine Stauraum, außerdem ist im 3-Personen-Zelt häufig keine Stehhöhe vorhanden.

5. FAQ’s zum Thema 3-Personen-Zelt

5.1. Kann mein Zelt bei falscher Pflege schimmeln?

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Bei nassem Wetter und Minusgraden empfiehlt sich ein 3-Personen-Zelt mit Silikon- oder Polyurethanbeschichtung.

Mit wenigen Handgriffen und einfachen Pflegemaßnahmen können Sie die Lebensdauer Ihres Zeltes verlängern. Denn ja, das Zelt kann Stockflecken bekommen und schimmeln, wenn es abgebaut und verstaut wird, obwohl es noch nicht trocken ist.

Wenn es notwendig ist, das Zelt bei Regen abzubauen, sollten Sie es zuhause noch einmal aufbauen, die Eingänge offen lassen und das Zelt komplett trocknen lassen. Der Schlafsack im 3-Personen-Zelt sollte entsprechend der Pflegeanleitung gewaschen werden.

Der Zeltstoff kann mit einem Schwamm, warmem Wasser und Seife gereinigt werden, auf keinen Fall darf er jedoch in der Waschmaschine landen oder mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet werden.

5.2. Welches Gestängematerial ist besser?

Damit das Zelt stabil steht, spielt das richtige Gestänge eine große Rolle. Welches Gestänge für Sie am besten geeignet ist, hängt vom jeweiligen Verwendungszweck des Zeltes ab. Wird es oft auf- und abgebaut, wie beim Campen oder beim Trekkingurlaub, empfehlen sich leichtes Aluminium oder Fiberglas.

Steht die Stabilität im Vordergrund und das Zelt steht längere Zeit an seinem Platz, kommen Stahlrohre zum Einsatz. Bei manchen 2- oder 3-Personen-Zelten ist das Gestänge aufblasbar, was sich enorm auf das Transportgewicht des Zeltes auswirkt.

5.3. Wie finde ich die richtige Zeltgröße?

Dass 3-Personen-Zelte darauf ausgelegt sind, drei Personen zu beherbergen, ist selbstredend. Sollten Sie stets mit viel Gepäck touren, ist es wichtig, diesen Platz auch einzuberechnen.

Bei der Länge wird bei drei Personen meistens von 200 cm ausgegangen, bei der benötigten Breite können Sie sich an der verwendeten Isomatte orientieren. Die Breite sollte mindestens 150 cm betragen, wenn von schmalen Isomatten und keinem Stauraum ausgegangen wird.