Neben den üblichen einfarbigen Tulpen erleben die geflammten Tulpenblüten derzeit wieder ein Comeback. Die Muster dieser Tulpen erinnern tatsächlich auch oft an züngelnde Feuerflammen, besonders wenn es sich um gelb-rote Farbkombinationen handelt.
Papageientulpen: Flammen durch Züchtung
Die Blütenblätter der Papageientulpe sind außergewöhnlich ausgefranst und eingeschlitzt. Dieses "gefiederte" Blatt hat der Tulpensorte daher auch den exotischen Namen eingebracht. Eine Tulpenzwiebel erzeugt in der Regel bis zu 5 Blüten, die Blütenstile werden bis zu 60cm hoch. Bekannte Zwiebelsorten sind z.B. "Flaming Parrot" (in gelb-rot) oder "Red Parrot". Besonders beliebt in letzter Zeit sind die exotischen Farben Schwarz und Blau - in den Sorten "Blue Parrot" (Blaue Tulpe) oder "Black Parrot" (Schwarze Tulpe).
(BBA) Papageientulpen sind heute eine der beliebtesten Frühjahrsblumen. Andrea Grabenhorst von der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig hat einen gelbroten Strauß ausgesucht. Die Flammenfärbung und die ausgefransten Blütenblätter sind eine besondere Züchtung.
Rembrandttulpen: Flammen durch Virus
Anders ist dies bei den Rembrandttulpen, die man vereinzelt auf den Märkten findet. Sie waren im 17. Jahrhundert besonders beliebt und wurden häufig in Blumenstilleben gemalt. Ihre Zwiebeln wurden damals zu astronomischen Preisen gehandelt. Die unregelmäßige Färbung wird bei Rembrandttulpen von einer Virusinfektion hervorgerufen, so die Biologische Bundesanstalt in Braunschweig.
Gärtnertipp:
Werden Rembrandttulpen neben einfarbigen Tulpen im Garten gepflanzt und kommt es zu Wurzelkontakt, so kann sich das Virus verbreiten. Vorher einfarbige Tulpen können dann auch eine Flammenfärbung bekommen.