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 - Garteneibisch (Foto: PdM)
Zu festlichen Anlässen tragen malaysische Frauen betörend schöne Hibiskusblüten im Haar. Sinnlich muten die großen Blüten auch im Garten an!
Beliebt ist der Garteneibisch (Hibiscus syriacus) wegen seiner prächtigen Blüten, deren Farbenspektrum von reinem Weiß über Rosa-, Rot- und zarte Blautöne bis hin zu violetten Nuancen reicht. Die Blüten einiger Sorten haben in der Mitte einen dunkler gefärbten Fleck, der die Ausdruckskraft dieser exotisch wirkenden Blüten noch verstärkt.
Mit seinen großen, exotisch anmutenden Blüten weckt der Garteneibisch Urlaubsgefühle. Von diesem schönen Malvengewächs gibt es zahlreiche Sorten in den unterschiedlichsten Farben. Kurz: Die Auswahl an Farben ist im Garten schier endlos! Grauer Alltag hat da gar keine Chance mehr. Man braucht sich der Schönheit nur hinzugeben.  - Hibiskusblüten (Foto: Isidro Lam, Openphoto.net)
Der Hibiskus ist in Deutschland auch unter dem Namen Eibisch bekannt und gehört zur Familie der Eibisch-Gewächse. Die Pflanze ist mit ihren etwa 200-300 Arten eher in warmen Regionen verbreitet. Ihren Ursprung findet sie in Südostasien, China und auf den polynesischen Inseln. Die einzelnen Arten unterscheiden sich teilweise gravierend, denn sie sind in zahlreichen Größen, Farben und Formen auffindbar und wachsen je nach Art als krautige Pflanzen, Sträucher, Halbsträucher oder sogar als Bäume. Die uns am bekanntesten Arten sind der winterharte Strauch- oder Garteneibisch, der Mandeleibisch, der Sumpfeibisch, der Stundeneibisch sowie der chinesische Roseneibisch.
Die zahlreichen Sorten des Hibiskus mit ihren trichterförmigen Blüten sind sehr exotische, aber leider auch empfindliche Sommerblüher. Die Hibiskusblüten erstrahlen - je nach Sorte in Weiß, Gelb, Rosa oder Dunkelrot. Besonders edle Hibiskuspflanzen sind mehrfach veredelt und tragen daher unterschiedliche Blüten. Hibiskusblüten finden gerne Verwendung in Gesundheitstees oder als dekoratives Muster auf Hawaii-Hemden. Bei uns verbreitet sind sind vor allem zwei Unterarten der Hibiskus-Pflanze.  - Garten-Hibiskus (Foto: Wikipedia CreativeCommons)
Der Garten-Hibiskus (Lat.: Hibiscus syriacus) ist in der Regel relativ frosthart und kann daher das ganze Jahr hindurch im Garten bleiben. Als kleinwüchsige Strauchpflanze eignet sich dieser Hibiskus aber natürlich auch als Kübelpflanze für Terrasse oder Balkon. Dort können sie 1 bis 1 1/2 m hoch werden.Die Blütezeit des Garten-Hibiskus liegt zwischen Juli und September - also genau in den Sommerferien, wo nur wenige andere Gartenblumen und Stauden blühen. Das erklärt die zunehmende Beliebtheit des Hibiskus als Gartenpflanze auch in nördlicheren Breiten.
Pflege des Gartenhibiskus:
Den Garten-Hibiskus sollte man möglichst nur im Frühjahr pflanzen.Der Hibiskus braucht - vor allem als Jungpflanze - einen ausreichenden Winterschutz. Er kann seine volle Schönheit nur an sehr sonnigen, warmen und geschützten Plätzen entfalten. Im kälteren Gegenden sollte man möglichst die etwas härteren, einfachblütigen Sorten verwenden. Ein jährlicher, leichter Rückschnitt, den man zur Verbesserung der Wuchsform mindestens alle 2-3 Jahre durchführen sollte, fördert den Reichtum und die Größe der Hibiskusblüte.
 - © Henry Keßler / www.pixelio.de
Als Topfpflanze im Garten macht Hibiskus eine tolle Figur, ist allerdings auch recht anspruchsvoll in seiner Pflege. Die Pflanze muss vor der Blütezeit bzw. vor der intensiven Blütenbildung einen idealen Standort annehmen, da eine neue Platzierung während der Blütezeit nicht möglich ist, da man die Pflanze dann nicht bewegen soll, um zu verhindern, dass die empfindlichen Blüten abfallen. Zu Beginn des Frühlings oder im Herbst sollte der Hibiskus leicht zurückgeschnitten werden, um ein buschiges Wachstum zu fördern.
Als südliche Pflanze sollte sie natürlich einen warmen, windgeschützten und sonnigen Standort einnehmen. Außerdem benötigt sie eine Menge Wasser und einen stets feuchten, jedoch keinen nassen Boden. Das Düngen ist auch notwendig und sollte im Abstand von ca. zwei Wochen vorgenommen werden. Und auch regelmäßiges Sprühen ist notwendig, da Hibiskus als ursprünglich tropische Pflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt ist.
Zum Überwintern kann der Topf einen hellen Platz mit Temperaturen zwischen 12-14°C gestellt werden. Gegossen werden muss die Pflanze im Winter natürlich auch, jedoch nicht so stark wie in wärmeren Monaten.
 - Hibiskus, Chinesische Rose...
 - ... oder Roseneibisch
(Fotos: pdphoto.org)
Der Chinesische Hibiskus stammt - wie der Name bereits vermuten läßt - ursprünglich aus China. Er ist eine sehr empfindliche Kübelpflanze, die daher nur von Mai bis Oktober auf Balkon oder Terrasse stehen sollte. Die sonnenhungrige Pflanze braucht dabei einen hellen, sonnigen und vor Wind und Regen geschützten Standort, den man nicht allzu oft wechseln sollte, da der Hibiskus sonst Blüten und Knospen verlieren kann.
Pflege des Chinesischen Hibiskus oder Roseneibisch
Der Roseneibisch ist ein Wassersäufer und hat einen hohen Nährstoffbedarf. Ein Tauchbad bekommt der Pflanze gut. Trockenheit oder stauende Nässe verkraftet die Pflanze überhaupt nicht. Bei Ballentrockenheit kommt es zu Blatt- und Schädlingsbefall. Von Mai bis August müssen Sie zweimal wöchentlich düngen. Ein Wintergarten mit 12-14 Grad Celsius ist für den Roseneibisch ein ideales Winterquartier. Im Winterquartier dann auch nur noch seltener gießen und nur noch monatlich düngen. Ab dem dritten Jahr sollten Sie die Krone der Pflanze immer Anfang Mai stutzen, damit sie ihren kompakten Aufbau nicht verliert. Dieser Rückschnitt trägt auch dazu bei, daß die Blütengröße erhalten bleibt. Es läßt sich nicht verhindern, daß beim Stutzen einige Knospen abgeschnitten werden. Das Beschneiden darf natürlich kein radikaler Rückschnitt sein. Der Schnitt sollte immer 2 mm über einer nach außen liegenden Knospe ausgeführt werden. Die Vermehrung des Chinesischen Hibiskus erfolgt durch halbreife Kopfstecklinge, am besten im April oder August. Die Pflanze bewurzelt bei hoher Bodenwärme und mit Verdunstungsschutz.
 - © Bärbel Jobst / www.pixelio.de
Der Zimmerhibiskus ist eine sehr gern gesehene Pflanze, die beinahe ganzjährig blüht. Zwar sind die Blüten sehr kurzlebig und halten höchstens ein paar Tage, jedoch öffnen sich täglich neue. In warmen Regionen, wie z.B. Spanien, gedeiht der Hibiskus zum Teil auch verwildert zu gewaltigen Sträuchern mit einer Größe bis zu 3,5m.
Der optimale Standort ist in voller Sonne, allerdings sollte der Zimmerhibiskus nicht unbedingt in der Mittagssonne bzw. in zu großer Sonneneinstrahlung oder in zu großer Hitze stehen. Im Sommer sollte die Pflanze nach draußen gestellt werden, um gutes Wachstum zu garantieren.
Der Zimmerhibiskus muss erst dann gegossen werden, wenn die oberste Erdschicht trocken ist, denn sie ist sehr empfindlich gegen Staunässe. Im Winter sollte die Pflanze an einem hellen bzw. sonnigen Standort mit einer Temperatur von ca. 15°C stehen. Sie ist also nicht winterhart und erträgt nur Temperaturen von mindestens 10°C. Diese Tatsache lässt sich wahrscheinlich darauf zurückführen, dass die Pflanze ursprünglich aus dem tropischen Ostasien stammt und daher einfach andere Temperaturen gewohnt ist. Geschnitten werden muss die Pflanze im Frühjahr auf 15 cm, damit sie nicht zu gewaltige Größen annimmt. Im Sommer bringt Hibiskus dann kräftigen Neutrieb hervor. Die gebildeten Laubblätter sind gestielt und einfach, und bei einigen Arten leicht gelappt. Von den entstehenden Blüten des Hibikus sind fünf vorhanden.
Der Hibiskustee zählt zu den beliebtesten Kräuterteesorten. Er zählt sowohl als Durstlöscher als auch als Hilfe zum allgemeinen Wohlbefinden. Verzehrt werden, kann er in großen Mengen, denn er hat keine negativen Nebenwirkungen.
Vor allem in Nordafrika ist diese Teesorte sehr beliebt, jedoch verbreitet sie sich seit einigen Jahren auch im Westen. Im Sudan und in Ägypten ist sie aufgrund des preiselbeerartigen Geschmacks sogar zum Nationalgetränk geworden.
Die Zubereitung erfolgt wie bei einem gewöhnlichen Tee: Man nimmt eine Hand voll Hibiskus, gießt diesen mit vier Gläsern Wasser auf und lässt das dieses kochen. Anschließend muss der Tee ca. drei Minuten ziehen. Die Flüssigkeit gießt man ab und fügt in den Behälter nochmals kaltes Wasser hinzu und lässt es aufkochen. Jetzt kann der Tee noch mit Zucker oder Honig je nach Bedarf verfeinert werden - fertig!
Ein Tipp: Auch als kaltes Getränk schmeckt der Hibiskustee gut und ist gerade im Sommer der ideale Durstlöscher!
Aus Hibiskus kann allerdings nicht bloß Tee produziert werden, denn er kann vielfältig verwendet werden. Beispielsweise ist Hibiskus eine Heilpflanze zur Senkung des Blutdrucks. Noch dazu werden die Kelchblätter kleingehackt und in einen Salat gemischt oder es werden Saucen, Pudding, Sirup, Gelee oder Sorbets davon hergestellt. Die Verwendung ist allerdings in den einzelnen Ländern ziemlich unterschiedlich und findet dort stets eine unterschiedliche und vielseitige Verwendung.
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