Holz ausbessern und reparieren

Druckstellen und Kratzer im Holz reparieren

Druckstellen und Kratzer in massivem Holz, wie man es beispielsweise bei Parkettböden und hochwertigen Möbeln Verwendung findet, sind zwar ärgerlich, aber leicht zu beseitigen. Die besonderen Eigenschaften von massiven Holzwerkstoffen erlauben es, mit relativ einfachen Reparaturmöglichkeiten auch als Heimwerker Abhilfe zu schaffen. In diesem Artikel werden die gängigen Methoden zur Holzreparatur und -Ausbesserung gezeigt und erläutert.

Massivholz mit Wärme und Feuchtigkeit ausbessern

Massivholz ist ein einhundertprozentiges Naturprodukt und verfügt über eine federnde sowie luft- und wasserdurchlässige Zell- und Faserstruktur. Auch zu Möbeln verbautes Holz arbeitet und "lebt" in gewisser Weise weiter: Durch Wärme und Kälte, Feuchtigkeit und Trockenheit zieht sich das Holz zusammen und weitet sich. Meist bleibt dies unbemerkt. Lediglich bei Extremwerten äußern sich diese Dehnungen durch klemmende Schranktüren und schleifende Schubladen.

Kleine Beschädigungen am Holz durch Dellen sind daher auch ohne haushaltsunübliche Hilfsmittel meist entfernbar. Durch Feuchtigkeit und Wärme dehnen sich die Holzfasern aus und finden in ihre ursprüngliche, glatte Form zurück. Ein Bügeleisen und ein feuchtes Tuch reichen hierzu auf: Das Bügeleisen wird auf Wollwärme eingestellt, meist ist dies die erste Stufe. Anschließend wird das feuchte Tuch auf die Schadstelle gelegt und mit dem Bügeleisen erwärmt, dabei sollte nicht gerieben werden. Anschließend ist die Delle vielleicht schon verschwunden, ansonsten kann diese Technik mehrmals angewendet werden. Meist reicht dies schon für eine Beseitigung der Beschädigung aus.

Beschädigungen mit Wachs entfernen: Das wird benötigt

  • Holzreparaturset (meist bestehend aus verschiedenfarbigen Wachsen)
  • Feines Schleifpapier für Holz (Körnung 180-220)
  • Bügeleisen
  • Vlies- oder Moltontuch
  • evtl. Parkettversiegelung bei Parkettböden (Klarlackstift)

Dellen, Löcher und Kratzer mit Wachs ausbessern

Schadstelle im Holz
Wachsauftrag in die Beschädigung
Schadstelle verschleifen

Jeder etwas besser sortierte Baumarkt hält für Massivholz Reparatursets bereit. Meist bestehen diese aus einem oder mehreren kleinen Wachsblöcken, welche die Schadstelle mit dem Umgebungsholz verschmelzend abdecken sollen. Für Profis ist diese Methode der Beseitigung von Schäden und Druckstellen im Holz erste Wahl. Heimwerker haben manchmal allerdings Probleme: Der Umgang mit dem Wachs will gelernt sein, nicht selten ist die Reparaturstelle am Ende sichtbarer als gewünscht.

Oft liegt dies an einer mangelnden Vorbereitung: Egal ob die Stelle auf Parkett oder an Massivholzmöbeln liegt: Zunächst muss die alte Versiegelung bzw. die geölte Oberfläche mit feinem Schleifpapier entfernt werden. Dazu wird die Oberfläche rund um die Schadstelle zunächst mit etwas gröberem Schleifpapier bearbeitet (Körnung 180) und anschließend mit Körnung 220 geglättet. Eventuelle Splitter rund um die Schadstelle müssen dabei sorgfältig entfernt werden, die Ränder des Risses oder der Delle sollten so glatt wie möglich sein.

Anschließend wird das Reparaturwachs aufgewärmt. Zur Not kann dies mit der Körperwärme der Handfläche geschehen, besser ist es, das Wachs etwa 10 Minuten auf einer Unterlage in den Backofen bei 50 °C zu legen. So wird es für die Reparatur geschmeidig.

Das erwärmte Wachs wird anschließend in die Schadstelle "eingearbeitet". Dabei ist darauf zu achten, dass die Beschädigung wirklich vollflächig mit Wachs gefüllt ist. Überstände sind nicht schlimm.

Jetzt wird das Bügeleisen auf Wolltemperatur erwärmt und das Tuch oder das Vlies über die Schadstelle gelegt.

Mehrmals wird nun gebügelt – immer sollte zwischendurch der Verlauf des Wachses geprüft werden. Im Zweifelsfalle lieber noch etwas Wachs zugeben und erneut bügeln – die Stelle muss vollkommen ausgefüllt werden.

Wenn alles ausgefüllt ist, muss das Wachs zunächst erkalten. Hierfür sollte etwa eine Stunde einkalkuliert werden. Anschließend wird die Reparaturstelle erneut mit dem feinen Schleifpapier verschliffen. Zum Schluss wird entweder die Parkettversiegelung oder neues Möbelöl aufgebracht – fertig ist die (fast) unsichtbare Massivholzreparatur.

 

Kratzer und Dellen aus Furnierholz entfernen

Ähnlich wie Massivholz mit Wachs repariert werden kann, kann auch Furnierholz repariert werden. Von Vorteil ist dabei allerdings, wenn das Furnier Echtholz imitiert und so ohnehin Farbunterschiede enthält. So fallen Reparaturstellen nicht sehr auf, es hängt allerdings immer von der Größe ab. Die Prozedur gleicht prinzipiell der oben angegeben Vorgehensweise, allerdings darf bei Furnier nicht geschliffen werden. Überstehende Wachsreste müssen daher bereits durch die Bügelprozedur oder mit einem scharfen Ceranfeldschaber entfernt werden.

Die Reparaturstelle ist in Furnier weniger stabil, da das Wachs nicht in die das Umgebungsholz einziehen kann. Dennoch ist, beispielsweise beim Einbau neuer Türklinken an Zimmertüren, die Verwendung von Wachs zur Kaschierung der alten Schraublöcher erste Wahl.

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