Rosen

Rosen als Zimmerpflanze und Schnittblume richtig pflegen

Rose als Topfpflanze

Symbolisch für die Liebe stehend ist die Rose besonders an Feiertagen sehr beliebt. Wie keine zweite Pflanze steht die Königin der Blumen für tiefe Zuneigung und übermittelt dem Rosenempfänger unterschiedliche Nachrichten: Entscheidend ist die richtige Blütenfarbe – hier haben Sie dank neuester Züchtungen ein breites Spektrum zur Auswahl.

So schätzen Botaniker, dass es mittlerweile ca. 100-250 verschiedene Rosenarten gibt, die sich durch unterschiedliche Merkmale auszeichnen. So können Sie neben verschiedenen Wuchsarten auch dornenlose oder winterharte Pflanzen kaufen. Besonders beliebt sind kleinwüchsige Rosen für eine Kübelhaltung im Innenbereich oder auf dem Balkon. Die Pflanzen werden mehrere Jahre alt und bilden zahlreiche Blüten.

Erfahren Sie im Folgenden mehr zur richtigen Pflege von Rosen als Zimmerpflanze und Schnittblume.

Unterschiedliche Rosenformen

Nicht jede Rosenart eignet sich für den Innenbereich oder den begrenzten Balkon. Aufgrund ihrer Wuchshöhe sollten Kletterrosen als auch ausgeschriebene Strauchrosen, die beide bis zu 4 m hoch wachsen können, für eine Beetpflanzung vorgezogen werden. Nur hier entwickeln sich die Zierpflanzen optimal und können den Hobbygärtner mit zahlreichen Blüten über viele Jahre hinweg erfreuen. Gezüchtete Miniaturpflanzen bilden hier die Ausnahme: Sie lassen sich auch im Topf halten.

Beetrosen hingenen werden nur ca. 60 cm hoch und blühen über den gesamten Sommer mit bis zu 12 Blüten pro Pflanze – die große Farbvielfalt ermöglicht hier eine farbenfrohe Balkongestaltung. Ebenfalls begehert sind Wildrosen. Sie zählen zu den beliebtesten Gartenrosensorten, die jedoch auch als spezielle Züchtung für die Kübelhaltung geeignet sind.

Rosen als gezüchtete Zimmerpflanzen werden häufig nicht höher als 30 cm, eine Ausnahme bilden die Hochstämme, die jedoch auch in ihrem Höhenwachstum beschränkt sind. Zudem können die unterschiedlichen Rosenblüten einfach oder gefüllt ausfallen, Stacheln sind häufig nicht länger vorhanden und die Triebe sind weich verholzt.

Unser Tipp zur richtigen Rosenwahl: Setzen Sie auf robuste und krankheitsresistente Neuzüchtungen, die sich durch eine geringe Wuchshöhe auszeichnen. Als Miniaturformen sind sowohl Kletterrosen, buschige Pflanzen als auch Hochstämmchen im Fachhandel zu erwerben.

Standort für Zimmerrosen

Rosen
Rosen benötigen viel Sonnenlicht, scheuen aber die pralle Mittagssonne.

Rosen bevorzugen einen lichtdurchfluteten Standort in Fensternähe. Dabei sollten Sie eine nach Osten oder Westen ausgerichtete Fensterfront wählen, um eine direkte Sonneneinstrahlung zur Mittagszeit zu vermeiden. Alternativ sollten Sie einen zusätzlichen Sonnenschutz aufstellen, etwa leichte Gardinen oder höhere Pflanzen, die Schatten spenden. Hierbei kann es sich auch um immergrüne Bäume oder Büsche vor dem Fenster handeln – wichtig ist, dass die zarte Rose nicht verbrennt.

Auch zu warme und zugleich trockene Heizungsluft bekommt der Rose nur schlecht. Luftbefeuchter schaffen hier erste Abhilfe. Zudem sollte stets ein Standort gewählt werden, an dem die Heizung nicht den gesamten Tag auf höchster Stufe läuft.

Im heißen Sommer darf die Rose auch auf den Balkon umziehen. Hier sollte die Pflanze natürlich nicht in praller Sonne stehen, sie genießt jedoch die frische Luft und lockt mit ihrem Blütenduft viele Nützlinge auf den Balkon. Zudem ist hier auf einen zusätzlichen Windschutz zu achten, um Windwurf zu vermeiden.

Achtung: An lichtarmen Standorten bilden Rosen nur wenige oder gar keine Blüten aus. Unterstützen Sie daher die Blühfreudigkeit Ihrer Zierblume bereits mit der richtigen Standortwahl.

Rosen als Topfpflanze richtig wässern

Regentropfen
Nasse Blüten und Blätter gilt es zu vermeiden – sie machen die Rose anfällig für Pilzerkrankungen.

Rosen wirken durch ihre scharfen Dornen besonders robust, reagieren auf anhaltende Feuchtigkeit oder lange Trockenperioden jedoch mit zahlreichen Erkrankungen. Es ist daher wichtig, die Zierblumen regelmäßig mäßig zu bewässern. Der Topfballen sollte gut durchfeuchtet – nicht nass – sein. Wenn die oberste Erde wieder angetrocknet ist, kann die nächste Wassergabe erfolgen.

Achten Sie darauf, dass Sie stets nur das Pflanzsubstrat und nicht die Blätter oder gar Blüten bewässern. Auch im Innenbereich können Blumen im Sonnenlicht verbrennen oder von umherfliegenden Pilzsporen befallen werden, die durch geöffnete Fenster oder Balkontüren in den Wohnbereich gelangen. Feuchte Blätter bilden hier die ideale Angriffsfläche.

Für einen natürlichen Wasserabfluss im Blumentopf sorgt eine zusätzliche Drainageschicht aus Blähton, Kiesel oder kleinen Tonscherben. Zudem sollte stets ein Blumentopf mit Abflussloch gewählt werden, der auf einem Unterteller platziert wird. So kann überschüssiges Wasser nach dem Gießen abfließen und nach spätestens zehn Minuten problemlos abgegossen werden. Wenn Sie einen Untersetzer nutzen, können Sie die Pflanze auch einfach über diesen gießen – nicht aufgenommenes Wasser wird dann wieder entsorgt.

Bei der Rosenpflege gilt generell: Vermeiden Sie wurzelgefährdende Staunässe und eine ungesunde Ballentrockenheit. Eine mäßige, aber kontinuierliche Wassergabe unmittelbar am Pflanzsubstrat fördert die allgemeine Pflanzengesundheit.

Rosen als Zimmerblume überwintern

Rote Rose
Rosen im Pflanzenkübel lassen sich leicht in ihr Winterquartier tragen. Die Ruhephase fördert die Blüte.

Über den Winter müssen Rosen eine zweimonatige Ruhephase an einem kühlen Standort einhalten, um im nächsten Jahr wieder kräftig auszutreiben. Während dieser Zeit stellen die Zierpflanzen das Wachstum ein und werden daher nur sparsam bewässert und nicht gedüngt. Zudem muss die Raumtemperatur 5 bis 7 °C betragen, sodass die Pflanze deutlich weniger Wasser verdunstet.

Stellen Sie die Rose beispielsweise ab November in einen kühlen Raum mit einem großen Fenster – dann können Sie ab Januar mit einem neuen Wachstumsschub und ersten Blüten im Frühsommer rechnen. Experten empfehlen hingegen die Ruhezeit bis in den März zu verschieben, sodass die Rosen erst bei warmen Temperaturen austreiben. Für diese Variante stellen Sie die Rose erst nach Weihnachten in einen hellen, aber kühlen Raum – etwa die frostfreie Garage oder einen Kellerraum. Beginnt die Pflanze schließlich auszutreiben, wird sie wieder gewässert und mit kalireichem Flüssigdünger gedüngt.

Wenn Sie über keinen kühlen Raum mit ausreichendem Lichteinfall verfügen, werden spezielle Pflanzenlampen mit LEDs aufgestellt. Diese sind deutlich energiesparender als Leuchtstoffröhren und unterstützen die Pflanzen optimal.

Achtung: In geheizten Wohnräumen können Rosen nicht überwintern. Es genügt nicht, lediglich die Bewässerung einzustellen. Die zweimonatige Ruhephase in kalten, frostsicheren Bereichen ist entscheidend für die Pflanzengesundheit und Blühfreudigkeit.

Rosen nach Winterruhe umtopfen

Nach der zweimonatigen Ruhephase werden Rosen in frisches Pflanzsubstrat umgesetzt. Schütteln Sie die alte Erde vorsichtig aus den Wurzeln und entfernen Sie sämtliche kranken oder abgestorbenen Pflanzenteile – lebende Wurzeln werden um einige wenige Zentimeter gestutzt. Setzen Sie die Rose in humose Erde, die mit etwas Sand und Komposterde untermischt wurde. Alternativ können Sie Spezialerde für Rosen oder Zimmerpflanzen kaufen.

Nach dem Umtopfen sollten Sie die Pflanze noch rund zwei Wochen vor starker Sonneneinstrahlung schützen, da die ungewohnt starke UV-Strahlung die zarten Blätter verbrennen könnte. Wählen Sie für diese Eingewöhnungsphase daher zunächst einen halbschattigen Standort.

Rosen vermehren

Rose
Nach drei Monaten ist der Steckling bewurzelt und kann in ein größeres Gefäß umgesetzt werden.

Zum Austriebsbeginn im Frühjahr können Rosen über Kopfstecklinge vermehrt werden. Schneiden Sie hierzu einen 10 bis 15 cm langen Steckling unterhalb eines Blattknotens ab und entfernen Sie alle unteren Blätter. Anschließend wird der Steckling in ein Substrat aus Torf und Sand (1:1) gesetzt und mit einer speziellen Wachstumsfolie umgeben. Alternativ können Sie auch einen beheizten Vermehrungskasten nutzen.

Stellen Sie den Steckling nun an einen hellen, jedoch nicht sonnigen Platz und halten Sie die Anzuchterde leicht feucht – nicht nass! Hier droht Wurzelfäulnis bedingt durch Staunässe. An milden Tagen sollte die Plastikfolie bzw. der Deckel des Vermehrungskastens angehoben werden, um einen Sauerstoffaustausch zu ermöglichen und Pilzkrankheiten zu vermeiden.

Nach drei Monaten haben sich ausreichend viele Wurzeln gebildet und der Steckling kann in ein größeres Pflanzgefäß umgesetzt werden.

Rose schneiden

Verwelkt
Verwelkte Blüten werden regelmäßig abgeschnitten.

Ein jährlicher Rückschnitt fördert die Triebbildung und Blühfreudigkeit der Zimmerpflanze. Kürzen Sie die Triebe nach der Ruhephase – noch vor Beginn des Neuaustriebs – um die Hälfte ein. Der Schnitt erfolgt dabei direkt über einer neuen Triebknospe, die möglichst nach außen zeigen sollte, um eine schöne Wuchsform zu erzielen. Zudem wird die Rose seltener von Krankheiten befallen, wenn der Busch innen lichter wächst – die Blätter können dann schneller trocknen.

Während der Wachstumszeit werden lediglich welke Blätter und Blüten entfernt. Achten Sie hierbei darauf, dass ein mindestens 5 cm langer Stielansatz erhalten bleibt.

Generell gilt: Nicht verholzte Triebe können problemlos mit einem scharfen Messer gekürzt werden, während bei verholzten Triebe nur eine robuste Gartenschere hilft. Schneidwerkzeug muss stets sauber, idealerweise sogar desinfiziert, und scharf sein, um eine Krankheitsübertragung oder Quetschungen des Pflanzengewebes zu vermeiden.

5 Tipps für Rosen als Schnittblume

Rose
Rosen werden schräg angeschnitten, um die Wasseraufnahme zu optimieren.

Eine gute Rosenpflege ist zunächst abhängig vom richtigen Zeitpunkt der Ernte, die dann erfolgen sollte, wenn viel Wasser in den Pflanzenzellen gespeichert ist. Zudem gibt es bei der Pflege einzelne Schritte zu beachten, um lange Freude an den Schnittblumen zu haben:

  1. Die Stiele schräg anschneiden, damit die Pflanze möglichst viel Wasser aufnehmen kann. Ideal wäre es, wenn die Pflanze unter fließendem Wasser angeschnitten wird, um Luft in den Stielen zu vermeiden.
  2. Unnötige Blätter und Stacheln werden entfernt, da diese zu Fäulnis führen und der Schnittblume viel Kraft rauben.
  3. Rose zunächst in heißes Wasser einführen, anschließend in eine saubere Vase mit lauwarmem Wasser stellen. Das Wasser sollte höchstens 4 cm hoch sein, um ein verfrühtes Faulen des Stängels zu vermeiden.
  4. Das Wasser alle zwei Tage wechseln und die Vase kräftig durchspülen, um sie von möglichen Bakterien zu befreien.
  5. Die schrägen Schnitte werden ebenfalls alle zwei Tage erneuert.
Rosenkrankheiten

Gezüchtete Rosen für die Kübelhaltung sind häufig resistent, jedoch können auch sie von Rosenkrankheiten befallen werden. Wir haben für Sie die typischsten Krankheitsbilder und gängige Behandlungsmethoden zusammengefasst. Rosenkrankheiten

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Bildnachweis
1. "Rosen auf Gartentisch" (Originalbild): susanna70, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Rosen in Tontöpfen" (Plant Pots and Roses) von James Lumb (Naughty Architect), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
3. "Rose mit Regentropfen" (Originalbild): Русский (ban7), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Rosenstrauch im Blumenkasten" (IMG_1605a) von Kari Haley (Savil95), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
5. "Rosenjungpflanze" (Misc. 116) von Stephen Kruso, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Verwelkte Rose" (Withered Roses - Vissna rosor) von Mats Hagwall (hagwall), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
7. "Rosen im Glas" (Originalbild): condesign, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
8. "Rosentaupilz" (Rose: Powdery mildew) von Scot Nelson, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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