Kinder im Garten – Kinder für die Gartenarbeit faszinieren

Kinder im Garten – Kinder für die Gartenarbeit faszinieren

Kinder im Garten

Eltern grübeln häufig, wie sie zusammen mit ihren Kindern schöne Stunden verbringen und zugleich ihre Kinder ideal fördern können. Ein Betätigungsfeld, das Unterhaltung und Förderung verspricht, liegt ganz in Ihrer Nähe: Die Rede ist von Ihrem Garten.

Kinder sind die geborenen Entdecker, möchten lernen und ihre Welt sinnlich begreifen. All dieses ist bei der Gartenarbeit möglich.

Im Folgenden erfahren Sie unter anderem, wie Gartenarbeit Ihre Kinder fördert und wie Sie die Gartenarbeit motivierend und altersgerecht planen können.

Wie Gartenarbeit Kinder fördert

Die Ausbildung der Sinne: Riecht jede Blume gleich? Wie fühlt sich ein Regenwurm an? Wie riecht eine Wiese und wie frisch gemähtes Gras? Haben alle roten Blumen im Garten exakt den selben Farbton? Welcher Vogel singt da?

Durch die Gartenarbeit werden alle Sinne Ihrer Kinder angesprochen: Sie können die Natur hautnah erleben, Erfahrungen sammeln und experimentieren. Die Wahrnehmung im Kindesalter gezielt zu schulen, ist dabei eine der besten Vorbereitungen auf ein lebenslanges Lernen.

Verantwortung kennenlernen und übernehmen

Gartenbewässerung
Kinder können altersgerechte Aufgaben im Garten übernehmen – etwa das Blumengießen.

Ihre Kinder können ihrem Alter entsprechend bei der Gartenarbeit Verantwortung kennenlernen und selbst übernehmen. Verdeutlichen Sie Ihren Kindern beispielsweise, dass man als Gärtner einiges dafür tun muss, damit Pflanzen sich wohlfühlen und gedeihen.

Sind Ihre Kinder bereits im Vorschul- oder Grundschulalter, können Sie mit ihnen zusammen ein kleines Beet anlegen, um das sich die Kinder kümmern dürfen. Stehen Sie dabei mit Rat und Tat zur Seite, überlassen Sie Ihren Kindern aber die Möglichkeit, selbst Verantwortung zu tragen und somit Erfolge erleben zu dürfen, die sie sich selbst zurechnen können.

Ihre Kinder lernen dabei auch, dass es sich lohnt, sich ab und an zu überwinden und auch Aufgaben zu erfüllen, die einmal nicht allzu spannend wirken. Zudem sammeln sie einen großen Erfahrungsschatz, der ihnen hilft, auch andere Aufgaben anzugehen. Lernen Kinder die Natur kennen, begreifen sie im zunehmenden Alter immer mehr, dass der Mensch auf seine Umwelt und deren Unversehrtheit angewiesen ist. Dies trägt dazu bei, dass Ihre Kinder beizeiten ein Verständnis dafür entwickeln, dass Natur geschützt werden muss.

Wissen gewinnen

Gartenarbeit
Durch die Gartenarbeit lernen Kinder Verantwortung zu übernehmen.

Was brauchen Blumen, damit sie gedeihen? Wie entstehen Früchte und welche Rolle spielen dabei Insekten? Warum leben Regenwürmer in der Erde und wie bauen Vögel ein Nest? Ihr Garten wirft zahlreiche Fragen auf, die Sie Ihren Kindern beantworten können.

Das Beste dabei: Die Antworten bleiben nicht bloß graue Theorie. Ihre Kinder können im Garten zum Beispiel selbst beobachten, dass Insekten Blütenpollen von einer Blüte zur nächsten Blüte befördern, sich später Fruchtstände entwickeln und die Früchte am Baum reifen müssen, bis sie genießbar sind.

Ermutigen Sie Ihre Kinder zu solchen Beobachtungen und stehen Sie Ihnen erklärend zur Seite. Merken Ihre Kinder, dass sie die Natur erforschen können, können sie auch in anderen Bereichen einen natürlichen Ehrgeiz entwickeln.

Problemlösungspotenzial und Kreativität

Kind im Garten
Lassen Sie Ihr Kind kreativ werden und beispielsweise Beetumrandungen aus Steinen entwerfen.

Auch bei der Gartenarbeit müssen Kinder Lösungen für kleine Probleme finden und kreativ werden. Lassen Sie Ihr Kind beispielsweise überlegen, an welchen Ort Sie zusammen die Tulpenzwiebeln setzen möchten, damit die Blumen im nächsten Frühling alle Beteiligten erfreuen und sich harmonisch in das Gesamtbild des Gartens einpassen.

Auch mit kleinen Misserfolgen – etwa mit dem Verwelken einer Blume – lernen Kinder durch die Gartenarbeit umzugehen. Zudem bietet der Garten viel Material, das Ihr Kind für spätere gemeinsame Bastelstunden sammeln kann. Die Beete selbst lassen sich mit viel mehr als nur mit Blumen und Nutzpflanzen verschönern: Ihr Kind kann hierbei beispielsweise Beetumrandungen aus Steinen entwerfen oder die Beete mit gesammelten Muscheln aus dem letzten Urlaub verschönern.

Selbstbestätigung durch Erfolge

Erfolgserlebnisse zeigen Ihrem Kind, dass das eigene Handeln im wahrsten Sinne des Wortes Früchte tragen kann. Ihr Kind erkennt, wenn es beispielsweise die ersten selbst gesäten Radieschen ernten kann, dass es sich gut um die Pflanze gekümmert hat und nun belohnt wird. Dies steigert auch das Selbstbewusstsein und zeigt Ihrem Kind, dass es viel erreichen kann.

Empathie

Bei der Gartenarbeit wird Ihr Kind viele Tiere wie Käfer, Regenwürmer, Bienen, Vögel und Ameisen kennen lernen. Hier bietet sich für Sie die Gelegenheit, Ihrem Kind Mitgefühl für andere Lebewesen beizubringen. Zeigen Sie Ihrem Kind zum Beispiel, wie Nistkästen und Futterhäuschen den Tieren helfen und beobachten Sie gemeinsam, wie die Tiere diese Angebote nutzen.

Tipps für altersgerechte Gartenarbeit

Lachender Junge
Kinder haben im Grünen viel Spaß und lernen zudem mit Freude etwas fürs Leben.

Wichtig ist es, dass Sie Ihrem Kind die Gartenarbeit altersgerecht näher bringen. Vermeiden Sie dabei sowohl eine Über- als auch Unterforderung. Ein Zweijähriger kann sich noch nicht um sein eigenes Beet kümmern und wird mit Unverständnis oder Frustration reagieren, wenn er mit zu vielen Misserfolgen konfrontiert wird.

Andersherum entsteht schnell sehr viel Langeweile, wenn Sie einem Schulkind lang und breit das Gießen von Blumen beibringen möchten, obwohl es schon viel mehr leisten könnte.

Im Folgenden finden Sie daher ein paar Tipps, wie Sie die Gartenarbeit altersgerecht gestalten können.

Für die ganz Kleinen

Kind bei Gartenarbeit
Kinder können gesammelte Eicheln einpflanzen oder ihr eigenes Beet anlegen, für welches sie die Verantwortung übernehmen.

Sobald Ihre Kinder laufen können, möchten sie auch ihre Umwelt entdecken. Der Garten ist hierbei ein Paradies für die Sinne und schult die Motorik. Bei sehr kleinen Kindern müssen Sie allerdings ein wenig Acht darauf geben, dass nicht wirklich alles, was der Garten hergibt, direkt in den Mund gesteckt wird.

Zweijährige können Sie bereits in die wirkliche Gartenarbeit mit einbeziehen: Zeigen Sie Ihnen beispielsweise, wie man Blumen einpflanzt, Blumen gießt oder reife Früchte einsammelt. Lassen Sie Ihre Kinder dabei auf jeden Fall auch selbst tätig werden. Lob wirkt dabei motivierend, auch wenn noch nicht jeder Handgriff sitzt.

Kleine Kinder können Sie auch mit in den Garten nehmen, wenn Sie selbst ein paar Aufgaben zu erledigen haben. Können die Kinder hierbei einmal nicht helfen, können Sie mit kleinen Spielchen, die in Ihrem Blickfeld stattfinden sollten, für Unterhaltung und Anregung sorgen. Lassen Sie Ihr Kind beispielsweise im Herbst das schönste gefärbte Blatt finden, regen Sie es an, Blumen, die auf der Wiese wachsen, zu pflücken und lassen Sie Ihr Kind auch eigene Ideen entwickeln.

Versuchen Sie, diese Spielchen mit Wissensvermittlung zu ergänzen, etwa indem Sie erklären, warum die Blätter im Herbst von den Bäumen fallen oder warum Sie die gepflückten Blumen in eine Vase stellen.

Kleine Aufgaben selbst erfüllen

Kind pflegt Pflanze
Kleine Kinder können Balkonpflanzen gießen und später ihre eigenen Nutzpflanzen ernten.

Je älter Ihre Kinder werden, desto mehr Aufgaben können sie bei der Gartenarbeit spielerisch übernehmen. Besonders viel Spaß wird es schon Dreijährigen machen, mit Ihnen erste Blumen einzupflanzen, die Erde hierfür vorzubereiten und fertige Beete spielerisch zu pflegen, indem sie Unkraut sammeln.

Erklären Sie Ihren Kindern, wie man Pflanzlöcher aushebt, warum man die Pflanzen nach dem Einpflanzen leicht andrückt und sie wässert. Lassen Sie Ihr Kind hierbei auch die eine oder andere Entscheidung – zum Beispiel bei der Blumenauswahl – treffen, dies hebt die Motivation ungemein. Die Kleinen werden sehr stolz sein, wenn sie mit Ihnen zusammen ein schönes und vor allem buntes Blumenbeet angelegt haben.

Noch verstärken können Sie diese Freude, wenn Ihr Kind nach getaner Arbeit das Beet dem anderen Elternteil, der Oma oder dem Opa präsentieren darf und hierfür eine Extraportion Lob einstreicht.

Verantwortung übernehmen

Kind pflanzt ein
Kinder lieben es, mit den Händen in der Erde zu wühlen und mit Wasser zu matschen. Geben Sie Ihrem Kind diesen Freiraum.

Wer seine Kinder bereits im Kleinkindalter für die Gartenarbeit interessieren konnte, wird begeistert sein, was der Nachwuchs schon kann, wenn er erst einmal fünf, sechs oder sieben Jahre alt ist. Nun ist langsam die Zeit gekommen, in der Sie Ihrem Kind mehr Verantwortung zukommen lassen können.

Damit hierbei keine Überforderung entsteht, empfiehlt es sich, dem Kind die Hege für ein kleines Beet oder für mehrere kleine Blumen- und Kräuterkübel zu übertragen. Besonders geeignet sind schnell wachsende Pflanzen: Sie werden der kindlichen Ungeduld am besten gerecht und zeigen zeitig erste Erfolge.

Etwas Eigenes zu besitzen, um das sich Ihr Kind kümmern kann, wird es stark motivieren. Nicht nur Blumen sind dabei der Renner, fast noch spannender für Kinder sind Gemüsebeete. Hier bietet sich die Chance, auf konkrete, auch für Kinder gut fassbare Erfolge hinzuarbeiten und zu kosten, wie die Früchte der eigenen Arbeit schmecken.

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Gartenarbeit für Teenager

Schlepparbeit
Herabgefallene Äste lassen sich eindrucksvoll wegtragen. Hier können kleine Jungs ihre Stärke zeigen.

Die Basis für das Interesse an der Natur wird im Kindesalter gelegt. Teenager für die Gartenarbeit zu begeistern, ist allerdings nicht immer einfach, auch wenn Sie früher viel Zeit mit Ihren Kindern im Garten verbracht haben. Die Interessenlagen verschieben sich im Teenageralter. Hier helfen eventuell größere Projekte im Bereich Gartenarbeit weiter, wie etwa das Anlegen eines Teiches und die damit verbundene spätere Pflege von Fischen oder das Züchten anspruchsvoller Pflanzen.

Sie können die gemeinsame Zeit, die Sie mit Ihrem Kind dabei im Garten verbringen, auch hervorragend nutzen, um Gespräche zu führen und Ihren Kindern in der schwierigen Phase des Erwachsenwerdens eine unaufdringliche, aber verlässliche Stütze zu sein. Gespräche, die sich natürlich und beiläufig während einer gemeinsamen Tätigkeit ergeben, sind oft wertvoller als Gespräche, zu denen Sie als Eltern unvermittelt auffordern.

Sind Sie darüber hinaus tatsächlich auf die Unterstützung Ihrer älteren Kinder in Sachen Gartenarbeit angewiesen, zeigen Sie Ihrem Nachwuchs auf, dass sie in einer Gemeinschaft leben, in der jeder den anderen ab und an unterstützen muss. Lassen Sie Ihrem Kind die Wahl, welche Arbeit es am liebsten übernehmen möchte, und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie die Leistungen anerkennen. Stellen Sie aber dennoch feste Regeln auf.

Sind Sie darüber hinaus tatsächlich auf die Unterstützung Ihrer älteren Kinder in Sachen Gartenarbeit angewiesen, zeigen Sie Ihrem Nachwuchs auf, dass sie in einer Gemeinschaft leben, in der jeder den anderen ab und an unterstützen muss. Lassen Sie Ihrem Kind die Wahl, welche Arbeit es am liebsten übernehmen möchte, und zeigen Sie Ihrem Kind, dass Sie die Leistungen anerkennen. Stellen Sie aber dennoch feste Regeln auf.

Einfluss auf die Ernährungsgewohnheiten und die Gesundheit

Erdbeere
Beim Erdbeerpflücken darf natürlich auch genascht werden.

Unterschätzen Sie nicht, dass Gartenarbeit für Kinder nicht nur lehrreich und entwicklungsfördernd ist, sondern auch wichtige Dienste für die Gesundheit Ihres Kindes leisten kann. Dieses gilt gleich in mehrfacher Hinsicht. Ziehen Kinder im eigenen Garten die ersten eigenen Möhren, Zucchini, Tomaten oder Radieschen heran, sind sie kaum zu bremsen, die Erfolge ihrer Arbeit auch verspeisen zu wollen.

Sie als Eltern schaffen so einen Anreiz, der gesunde Ernährung zu einem spannenden und vor allem selbst beeinflussten Erlebnis für Ihr Kind macht. Die Ernährungsgewohnheiten werden von diesen Erlebnissen stark beeinflusst, sodass es wahrscheinlich ist, dass Ihre Kinder auch im Erwachsenenalter Obst und Gemüse zu schätzen wissen.

Zudem bedeutet Gartenarbeit immer auch Bewegung an der frischen Luft. Auch Kinder, die sich nur wenig für bestimmte Sportarten interessieren, können Sie mit Gartenarbeit zu mehr Bewegung verführen. Alle Bewegungen dienen schließlich dazu, ein konkretes Ziel zu erreichen, an dem man sich auch dann noch erfreuen kann, wenn die Aktivität im Freien vorerst beendet ist.

Ihre Kinder können die Erfolge der Gartenarbeit in vielen Fällen mit ins Haus bringen: Etwa dann, wenn sie Gemüse und Obst ernten konnten, Bastelmaterial im Garten gesammelt oder einen schönen Strauß Blumen gepflückt haben. Hinzu kommt, dass der Kontakt mit der Natur – hier gehört auch einmal das Dreckigmachen hinzu – Allergien vorbeugen kann und Ihren Kindern somit einen guten Start in das Leben ermöglicht.

Vorsichtsmaßnahmen

Auf Stein tanzend
Kinder klettern gerne und erforschen die Umgebung. Achten Sie daher auf eine gesteigerte Sicherheit.

Manch eine Mutter oder manch ein Vater mag grundsätzlich davon überzeugt sein, dass Gartenarbeit viele positive Einflüsse auf die kindliche Entwicklung haben kann, sich jedoch trotzdem schwer damit tun, ihr Kind aktiv ins Geschehen einzubinden. Allein das Risiko, dass sich das Kind bei der Gartenarbeit verletzten könnte, bereitet Kopfzerbrechen und führt zu einem Zögern.

Übertriebene Vorsicht ist hier allerdings fehl am Platz, mit ein paar Vorkehrungen können Sie ganz einfach dafür sorgen, dass sich das Verletzungsrisiko reduziert. Grundsätzlich gilt es, in einem Garten, in dem auch Kinder spielen, arbeiten und lernen, auf Chemikalien zu verzichten.

Kinder untersuchen gerne frei herumstehende Flaschen mit Dünger oder nehmen auch einmal einzelne Pflanzenbestandteile in den Mund. Aus letzterem Grund ist es ebenfalls ratsam, bei der Pflanzenauswahl vorsichtig vorzugehen. Auch harmlos aussehende Pflanzen wie Maiglöckchen können giftig sein. Erkundigen Sie sich am besten in einer Gärtnerei Ihrer Wahl, von welchen Pflanzen keine Gefahr ausgeht.

Die Werkzeuge, die Sie Ihrem Kind zur Verfügung stellen, müssen altersgerecht sein. Kleine Kinder sollten keinen Zugang zu Werkzeugen mit scharfen Kanten oder Spitzen haben. Sind die Kinder etwas größer, ist es allerdings auch nicht ratsam, nur Spielzeugwerkzeug anzubieten. Mit solchen Utensilien können auch Kinder nicht richtig arbeiten und die Motivation für die Gartenarbeit wird schnell schwinden.

Führen Sie Ihre Kinder langsam an den eigenständigen Gebrauch von Harken, Schaufeln und Co. heran. Manche Eltern haben auch Bedenken, wenn sich ihre Kinder bei der Gartenarbeit so richtig ins Zeug legen und sich nach getaner Arbeit mit Blättern im Haar, schmutzigen Händen und erdbeschmierten Bäckchen präsentieren. Hier gilt: Der Schmutz selbst ist im Grunde kein Problem, vielmehr können durch einen intensiven Naturkontakt wie oben bereits erwähnt Allergien vorgebeugt werden.

Bringen Sie Ihren Kindern allerdings bei, dass nach der Gartenarbeit Händewaschen und Co. Pflicht sind. Sorgen Sie zudem dafür, dass Ihr Kind einen Impfschutz gegen Tetanus besitzt, schließlich können schon bei kleinen Abschürfungen Bakterien in den Körper gelangen, die einen Wundstarrkrampf auslösen können.

Ausflüge außerhalb des Gartens

Ausflug
Kinder genießen die Zeit in der Natur.
Ausflug im Sommer
Hier gewinnen die neugierigen Kinder neuen Eindrücke.

Ausflüge mit der gesamten Familie in die freie Natur sind die perfekte Ergänzung zur Gartenarbeit. Durch Streifzüge durch Wälder und Wiesen können Sie Ihrem Kind noch mehr Einblicke in die Natur und die biologischen Abläufe bieten.

Gestalten Sie solche Ausflüge für Ihre Kinder spannend, indem Sie beispielsweise Pflanzenarten bestimmen, Tiere beobachten oder beim Vorbeiziehen an landwirtschaftlichen Flächen erklären, welche Lebensmittel sich aus Mais, Korn und Co. herstellen lassen. Lassen Sie allerdings auch Freiräume, in denen Ihre Kinder selber Entdeckungen machen können. Dabei ist es nicht schlimm, wenn sich der eigentliche Spaziergang verzögert oder verkürzt wird.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Kindern Zeit geben, selbst neue Aspekte in der Natur zu entdecken.

Sollten die kleinen Füße bei einem ausgedehnten Spaziergang einmal müde werden, können Sie Ihr Kind durch viele kleine Ablenkungen und Spielchen dennoch zum Weiterlaufen bewegen. Zählen Sie mit Ihrem Kind beispielsweise die Kühe auf der Weide, an der Sie gerade vorbeigehen, regen Sie Ihre Kinder zum Sammeln von Steinen, Kastanien oder Blättern an oder singen Sie mit Ihren Kindern ein Lied. Schnell sind dank dieser kleinen Ablenkungsmanöver müde Füße vergessen und das Ziel erreicht.

Übrigens: Auch als Erwachsener kann man nicht alles wissen. Es ist daher ratsam, bei ausgedehnten Spaziergängen durch Wald und Wiesen kleine Bücher mitzunehmen, die es Ihnen und Ihren Kindern beispielsweise erleichtern, bestimmte Baumarten, Pilzsorten oder Vögel zu bestimmen. Sind Ihre Kinder schon älter, werden sie es lieben, selbst in den Büchern zu schmökern und Mami und Papi einmal selbst etwas Neues über die Natur erzählen zu können.

Kein eigener Garten? Macht nichts!

Kind
Auch in Oma's Garten können die kleinen Entdecker viel erleben und sich ordentlich schmutzig machen.

Ausflüge in den Wald, auf Wiesen und Felder sind lehrreich und spaßig. Leider können Kinder hier allerdings nicht selbst die Verantwortung für Pflanzen übernehmen. Wenn Sie selbst keinen Garten besitzen, bedeutet dieses allerdings nicht zwangsläufig, dass Ihre Kinder auf die besondere Naturerfahrung verzichten müssen.

Vielleicht haben Oma und Opa, Onkel und Tante einen Garten und freuen sich auf lebhafte und tatkräftige Unterstützung durch kleine Gärtner. Wichtig für den Lernerfolg ist es in diesem Fall, dass Sie die Gartenarbeit im fremden Garten in Absprache mit dem Gartenbesitzer regelmäßig durchführen, damit Ihre Kinder auch abseits von Zuhause ihre Erfolge verfolgen können.

Auch bei der Auswahl des Kindergartens können Sie mitunter Einfluss darauf nehmen, ob Ihre Kinder das Gärtnern hautnah erleben können: Viele Kindergärten verfügen mittlerweile über Gärten, in denen die Erzieher mit den kleinen Schützlingen arbeiten und lernen. Darüber hinaus lassen sich kleine Gärtnererfolge auch in der Wohnung oder auf dem Balkon erleben.

Denken Sie beispielsweise einmal an die relativ anspruchslose Kresse, die auch auf der Fensterbank gezogen werden kann, oder an Balkonkästen, die Sie der Jahreszeit entsprechend mit Ihren Kindern gestalten können. Möchten Sie mehr, allerdings keinen Umzug, ziehen Sie doch einfach in Erwägung, einen Schrebergarten anzumieten.

Autor: Philip Kullmann, selbst Vater von drei Kindern, ist Geschäftsführer von MeinGartenversand, dem Versand-Portal für Gartenzaun und Sichtschutzwände.

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Sabine , d. 06-01-15 09:01:

Ich finde vor allem den Punkt "Verantwortung übernehmen" sehr gut getroffen und wichtig. Früher gab es in meiner Grundschule noch den sogenannten "Schulgarten" oder als Stadtprojekt "Das grüne Klassenzimmer". Nur leider sieht man sowas kaum noch oder es fehlen die finanziellen Mittel.

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Bildnachweis
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2. "Junge mit Gießkanne" (Originalbild): vikvarga, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Kind mit Gartenschlauch" (Amy watering the garden) von Dan Hughes, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
4. "Mädchen am Gartenzaun" (Originalbild): Jiřina (jirsev), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Spaß im Garten" (fun in the garden) von Philippe Put, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Mädchen beim Einpflanzen" (Originalbild): Kevin Phillips (kpgolfpro), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
7. "Mädchen bewässert Kartoffelpflanzen" (Watering the potatoes) von Ruth Hartnup (Ruth and Dave), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
8. "Kinderhände" (Child Tending Broken Baby Seedling) von Pink Sherbet Photography, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbgestaltung
9. "Kind trägt Ast" (autumn10 web) von Philippe Put, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
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14. "Schmutziges Kind" (That face) von Kasey Eriksen (KaseyEriksen), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur

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