Energie sparen im Haushalt - Heizkosten senken

Die Kosten für Gas und Strom steigen von Tag zu Tag. Die Anbieter erhöhen ihre Preise beinahe wöchentlich, denn weltweit steigt die Nachfrage, aber die Energiequellen werden rar. Darum möchten wir Ihnen hier einen Überblick verschaffen, wie Sie mit ein paar einfachen Tricks Energie einsparen und somit Ihre Strom- und Gasrechnung senken können.

Besonders beim Heizen läßt sich relativ viel einsparen, wenn man vernüftig heizt und lüftet. Wenn Hausbesitzer und Mieter nur ein paar unserer Tipps befolgen, lassen sich die Energiekosten während der Heizsaison deutlich reduzieren. Oft macht sich eine Modernisierung an der Heizungsanlage auch relativ schnell bezahlt.

Ein paar Grundregeln: Den Heizkörper nicht mit Gardinen oder Möbelstücken verdecken. Nur Stoßlüften, statt Fensterkippen.  Und als Test die Raumtemperatur einfach einmal um ein Grad senken - man merkt es kaum, aber es hat langfristige Auswirkungen.

Architekt und Bausachverständiger Konrad Fischer, prominenter Kritiker der sogenannten "energetischen Sanierung", bespricht in dieser bissigen Rezension das "Jahrbuch Energieeffizienz in Gebäuden" von 2013. Welche neuen "Energieeinsparquoten", "Bonifikations-" und "Prämienmodelle" erwarten Mieter und Hauseigentümer nach der kommenden Wahl? – Und was kostet das jeden einzelnen, unabhängig davon, ob er an die Wirksamkeit der Maßnahmen glaubt? Energieeffizienz in Gebäuden

Tipps für die Heizkostensenkung

  1. Lassen Sie Räume nie ganz auskühlen! Es ist wesentlich teurer, einen Raum von Null aufzuheizen, als ihn dauerhaft auf mindestens 17 Grad zu halten! Aber hier ist Vorsicht geboten: Ein Raum sollte niemals unter 16 Grad fallen, denn so kann Schimmelbildung begünstigt werden!

  2. Überwachen Sie die Zimmertemperatur mit einem Thermometer, denn die Zimmertemperatur sollte nie über 20 Grad liegen! Jedes Grad mehr kann bis zu 6 Prozent mehr kosten. Sinnvoll ist es in diesem Zusammenhang auch, nur einzelne Räume aufzuheizen. Wenn Ihre Thermostate alt und nicht gut einzustellen sind, dann schaffen Sie sich schnellstens neue an. Eine nützliche Varinte stellen da programmierbare Heizkörperregler dar.

  3. Wenn Ihre Heizungsanlage älter als 15 Jahre ist, sollten Sie über die Installation eines neuen Gerätes nachdenken. So können bis zu 40% des Energieverbrauchs eingespart werden. 
    Mehr hierzu unter Heizungsmodernisierung oder unter Heizungscheck.

  4. Lüften Sie richtig! Anstatt Fenster dauerhaft auf Kippe zu haben, sollten Sie lieber einmal die Stunde für 5 Minuten stoßlüften.

  5. Schließen Sie nachts die Rollläden und ziehen Sie die Vorhänge zu. So bleibt die warme Luft länger in der Wohnung.

  6. Dämmen Sie die Wand hinter dem Heizkörper! Dies ist vor allem bei besonders dünnen Außenwänden vom Vorteil. Hiefür eignet sich am besten eine spezielle Heizkörperfolie.

  7. Lüften Sie die Heizungsanlage regelmäßig und bringen Sie automatische Heizungsventile an! 
    Mehr hierzu unter Heizung entlüften

  8. Verzichten Sie auf zusätzliche elektrische Heizlüfter, denn das sind reine Stromfresser!

  9. Eine regelmäßige Wartung der Heizungsanlage ist unumgänglich! So bleibt die Zuverlässigkeit der Anlage erhalten, und die eingesetzte Energie wird optimal genutzt. 
    Mehr hierzu unter: Heizungswartung: Heizungsanlage warten

  10. Neben der jährlichen Wartung, sollten Sie auch alle paar Wochen mal den Wasserstand in der Heizung überprüfen. Ist der Pegel zu niedrig, sollten Sie schnellstmöglich Heizungswasser nachfüllen.

  11. Schaffen Sie sich eine neue neue Heizungspumpe an, um die Heizkosten zu senken.

    Lesen Sie hier alles über Hocheffizienspumpen im Speziellen oder generell über Heizungspumpen.

  12. Moderne Fenster sorgen dafür, dass die Wärme im Haus bleibt und nicht durch undichte oder schlecht isolierte Fenster nach draußen entweichen kann.

  13. Lassen Sie warmes Wasser in der Dusche oder in der Badewanne nicht gleich ablaufen und öffnen Sie nicht direkt das Fenster, denn das warme Wasser gibt Wärme frei. Öffnen Sie statt des Fensters einfach die Badezimmertür und lassen Sie der Wärme freien Lauf. Aber auch hier ist die Schimmelgefahr allgegenwärtig.

  14. Wenn Sie abends auf der Couch frieren, ziehen Sie sich doch einfach einen kuschelig warmen Pullover drüber oder decken Sie sich mit einer Wolldecke zu, anstatt die Heizung nochmal 2 Grad höher zu stellen.

Thermovlies gegen kalte Wände

Die besten Energiesparmaßnahmen nutzen wenig, wenn die meiste Energie über kalte Wände verloren geht. Dadurch erwärmt sich der Raum ungleichmäßig und an kühlen Stellen, wie Übergänge von Decke zu Wänden und in Fensternischen, kann sich Schimmel bilden. Ein Thermovlies, das mit der Wandklebetechnik direkt auf der Tapete aufgebracht werden kann, sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung und verringert die Bildung von Kondensationswasser. – Ein weiterer Vorteil: Das Thermovlies ist rissüberbrückend, lässt sich mit Raufasertapete tapezieren und nach Belieben überstreichen.

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Heizkosten senken

Wenn Sie mehr zu dem Thema Heizkosten senken erfahren möchten, dann haben wir noch eine weitere Seite mit hilfreichen Tipps für Sie. Wir zeigen Ihnen unter anderem, wie Sie Elastische Dämmtapete oder Reflektionsfolie für Heizkörper anbringen oder wie Sie Rollladenkästen dämmen.

Gelangen Sie hier zu: Heizkosten sparen

Reflektionsfolie für Heizkörper

Um noch mehr Energie zu sparen, lohnt es sich bei fast jedem Heizkörper eine sogenannte Reflektionsfolie anzubringen. Diese Aluminiumbeschichtete Folie wird hinter den Heizkörper an die Wand angebracht. Dadurch wird verhindert, dass der Heizkörper nicht mehr die dahinter liegende Wand (meist auch noch eine Außenwand) wärmt. Durch die Folie wird die Wärme wieder zurück in den jeweiligen Heizraum gestrahlt. Eine solche Anschaffung von knapp 5 Euro rentiert sich schon nach sehr kurzer Zeit

Sparen bei der Warmwasserbereitung und beim Wasserverbrauch

Wie Sie (Warm)Wasser sparen

Im Badezimmer:

  1. Auch wenn Sie es lieben, genüsslich stundenlang in der Badewanne zu liegen, sollten Sie sich überlegen, nicht doch häufiger die Dusche zu benutzen. Hier verbrauchen Sie nämlich nur zwischen 50 und 80 Liter Wasser, anstatt 150 bis 200 Liter.
  2. Mit einem Sparduschkopf wie einem Wasserspar Duschkopf mit Massagestrahl können Sie noch mal 50 Prozent sparen.
  3. Haben Sie eine Spartaste an der Toilettenspülung? Dann versuchen Sie sich anzugewöhnen, diese auch zu benutzen!
  4. Verwenden Sie Zahnputzbecher, anstatt den Mund bei laufendem Wasser auszuspülen!
    Wie Sie außerdem noch Wasser am Waschbecken einsparen können, sehen Sie hier: Bis zu 40% Einsparung am Waschbecken
  5. Haben Sie ein Pissoir im Badezimmer? Wenn ja, haben Sie schonmal darüber nachgedacht auf ein Trockenurinal umzurüsten?
    Welche Vorteile Trockenurinale gegenüber herrkömmlichen Pissoires haben, das finden Sie hier: Wasserloses Urinal: Urinale ohne Wasser
  6. Reparieren Sie tropfende Wasserhähne umgehend, denn ansonsten verschwinden bis zu 6 Litern am Tag sinnlos im Abfluss.
    Wie es funktioniert, sehen Sie hier: Wasserhahn tropft - Dichtung wechseln und Wasser sparen

Wasser in der Küche sparen:

  1. Starten Sie die Spülmaschine oder die Waschmaschine nur, wenn sie komplett voll ist und verwenden Sie , falls vorhanden, dass Sparprogramm (25% Ersparnis)!
  2. Wenn Sie einen Wasserboiler zu Hause haben, dann informieren Sie sich unter Boiler, Warmwasserspeicher und Warmwasserboiler.
  3. Benutzen Sie kein warmes Wasser zum Vorspülen von dreckigem Geschirr. Entsorgen Sie grobe Speisereste direkt im Biomüll und brausen Sie die Teller einmal kurz unter kaltem Wasser ab. Die Spülmaschine übernimmt den Rest schon.
  4. Spülen Sie immer nur mit Stopfen und niemals unter fließendem Wasser!

Strom sparen: Stromkosten reduzieren

Strom sparen

In der Küche:

  1. Kochen Sie immer mit Deckel oder mit einem Schnellkochtopf! Anderenfalls entweicht zu viel Luft und Sie verschwenden Energie.
  2. Stellen Sie Töpfe immer auf eine gleichgroße Platte und achten Sie darauf, dass der Topf einen ebenen Boden hat.
  3. Kochen Sie immer mit so wenig Wasser wie möglich. Bei Nudeln, Reis oder Gemüse reicht es, wenn es so gerade eben mit Wasser bedeckt ist.
  4. Stellen Sie niemals noch warmes Essen in den Kühlschrank! Es könnte sich Eis bilden und der Kühlschrank benötigt zu viel Strom um die ursprüngliche Temperatur beizubehalten.
  5. Lassen Sie die Kühlschranktür niemals zu lange geöffnet!

 Licht:

  1. Nutzen Sie so lange es geht das Tageslicht!
  2. Weiße Wände und helle Lampenschirme verstärken die Lichtstrahlen.
  3. Verwenden Sie Energiesparlampen, LEDs oder Leuchtstofflampen! So entlasten Sie auch zusätzlich noch die Umwelt.
    Mit dem Kostenrechner für Leuchtmittel können Sie bequem die Vorteile eines Leuchtmittels in Bezug auf die Gesamtkosten (Strom- und Anschaffungskosten) ermitteln.
  4. Vermeiden Sie eine "Festtags-Beleuchtung". Passen Sie die Lichtintensität immer wieder neu Ihrer aktuellen Tätigkeit an und schalten Sie Lampen aus, sobald sie nicht mehr benötigt werden.

Elektrogeräte:

  1. Lassen Sie Geräte nicht dauerhaft im Standby-Modus. Auch wenn der Fernseher, der Computer oder Stereo-Anlage nur wenige Watt an Leistung verbrauchen, summiert sich der Verbrauch doch bis zum Ende des Jahres.
  2. Schalten Sie vor allem den Monitor Ihres PCs immer aus. So vermeiden Sie einen Stromverbrauch von mehreren Tausend Watt im Jahr.
  3. Schließen Sie alle Elektrogeräte an Steckerleisten mit Schalter an, sodass alle Geräte komplett vom Stromnetz getrennt werden können

Eine dezentrale Warmwasserversorgung mit passendem Durchlauferhitzer kann den Energieverbrauch erheblich senken. Informieren Sie sich über das Thema mit unserem Artikel Warmwasserversorgung per App planen.

Dachdämmung

Dämmung

Extrem wichtig für einen geringen Energieverbrauch ist eine gute Dämmung der Wände und des Dachs, oft auch Isolierung genannt. So reduziert man einen Wärmeverlust an eine kältere Umgebung. Wir zeigen Ihnen, wie Sie vorgehen müssen, um den Durchgang von Wärmeenergie zu senken.

Gelangen Sie hier zu: Dachdämmung von innen oder Dachdämmung von außen oder zu: Wärmedämmverbundsysteme für Fassaden

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