Kaufberatung zum Funk-Rauchmelder Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Rauchmelder sind kleine, praktische Alltagshelfer, die Sie mithilfe eines lauten Alarmtons auch auf kleinste Mengen Rauch aufmerksam machen. Für gehörlose Menschen gibt es spezielle Modelle, bei denen der Funk-Rauchmelder nicht piept, sondern der Alarm durch ein optisches Signal angezeigt wird.
  • Rauchmelder nutzen für die Alarmgebung physikalische Eigenschaften. Fotooptische Rauchwarnmelder setzen auf das sogenannte „Streulichtverfahren“, wohingegen bei Ionisationsrauchmeldern ein radioaktiver Strahler zum Einsatz kommt.
  • Es gibt Funk-Rauchmelder mit wechselbarer Batterie oder fest verbauter Lithium-Ionen-Batterie. Auswechselbare Batterien müssen aufgrund ihrer kürzeren Lebensdauer zwar immer wieder ersetzt werden, sind dafür aber in der Anschaffung deutlich günstiger.

Funk-Rauchmelder-Test
In allen Haushalten Deutschland gilt eine Rauchmelderpflicht (allerdings keine Funk-Rauchmelder-Pflicht), denn dieser kann Ihnen im Falle eines Brandes das Leben retten. Für große Wohnungen und Häuser eignen sich Funk-Rauchmelder, die sich untereinander vernetzen lassen und gleichzeitig Alarm schlagen. Smarte Funk-Rauchmelder mit App bieten neben dem akustischen Signalton auch noch eine Push-Benachrichtigung, die Sie auf Ihrem Smartphone informiert, falls Sie sich außer Haus befinden.

Doch einige Rauchmelder können noch mehr. In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Funk-Rauchmelder-Vergleich 2021 verraten wir Ihnen, welche Arten von Rauchmeldern es gibt, welche Vor- und Nachteile Funk-Rauchmelder haben und worauf Sie beim Kauf generell achten sollten. Außerdem beantworten wir Ihnen in der FAQ am Ende die wichtigsten Fragen rund um das Thema Funk-Rauchmelder aus der heimwerker.de-Redaktion.

1. Funk-Rauchmelder oder normaler Rauchmelder?

Rauchmelder im Einfamilienhaus

Dank ihrer Vernetzung sind Funk-Rauchmelder vor allem für große Wohnungen und Einfamilienhäuser sinnvoll. Insgesamt sind bis zu 15 Funk-Rauchmelder miteinander vernetzbar.

Ionisationsrauchmelder und Radioaktivität

Im anglo-amerikanischen Raum kommen verstärkt sogenannte Ionisationsrauchmelder zum Einsatz, bei denen ein radioaktiver Strahler verbaut ist. Dabei sorgt eine radioaktive Substanz dafür, dass zwischen zwei Metallplatten Strom fließen kann. Durch die Ladung wird eine elektrostatische Anziehung auf Rauchpartikel ausgeübt. Damit schafft es der Ionisationsrauchmelder, selbst mikroskopisch kleine Partikel zu erkennen. Beachten Sie aber, dass bei dieser Form von Rauchmeldern im Falle eines Brandes radioaktives Material austreten kann und der Brandschutt daher als Sondermüll entsorgt werden muss.

Bei großen Wohnungen und Einfamilienhäusern sind Funk-Rauchmelder sinnvoll, denn ihre Stärke liegt in der Vernetzung. Insgesamt sind bis zu 15 Funk-Rauchmelder miteinander vernetzbar. Die dafür notwendigen Bauteile werden je nach Anbieter bereits im Rauchmelder integriert oder müssen nachträglich montiert werden. Schlägt ein Rauchmelder an, ertönt auch bei allen anderen Alarm, wodurch Sie ihn auch in einem weiter entfernten Zimmer nicht überhören können.

Neben der Vernetzung mittels Funk gibt es auch einige Rauchmelder, die sich per WLAN untereinander verbinden lassen. Dabei handelt es sich fast immer um fotooptische Rauchmelder, die problemlos in ein bestehendes Smart-Home-System integriert werden können. Eine funktionierende WLAN-Verbindung ist für diese Form der Rauchmelder obligatorisch. Funk-Rauchmelder mit WLAN bieten zudem den Vorteil, dass Sie Ihr Gerät mittels App im Auge behalten können und so beispielsweise informiert werden, falls die Kapazität der Batterie zu Neige gehen sollte.

Gut zu wissen: Seit dem 01. Januar 2021 gibt es in allen deutschen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht, die besagt, dass Kinderzimmer, Schlafzimmer und Flure, die als Fluchtweg genutzt werden, über einen funktionierenden Rauchmelder verfügen müssen. Ob Mieter oder Vermieter für die Installation zuständig sind, entnehmen Sie den jeweils geltenden Regelungen für Ihr Bundesland.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wichtigsten Rauchmelder-Kategorien und ihre Funktionsweise noch einmal im Detail:

Rauchmelder-Typ untereinander vernetzbar mit Smart-Home-System vernetzbar Pushnachricht (z. B. bei Alarm) Status via App auslesbar
Einfacher Rauchmelder X X X X
Vernetzbarer Rauchmelder (Funk oder Kabel) X X

(sofern vom Hersteller angegeben)

Smart-Home-Rauchmelder
Funk-Rauchmelder mit App

1.1. Die Vor- und Nachteile eines Funk-Rauchmelders im Überblick

    Vorteile
  • schnelle Reaktion
  • günstig in der Anschaffung
  • zuverlässige Funktion
  • einfache Montage
  • als Funk-Rauchmelder mit Zentrale auch Smart-Home-fähig
  • batteriebetrieben
    Nachteile
  • viele Modelle nicht für Küche und Bad geeignet
  • teilweise geringe Batterie-Lebensdauer
  • Fehlalarme durch Staub- oder Rauchentwicklung

2. Worauf sollten Sie laut gängiger Funk-Rauchmelder-Tests beim Kauf achten?

Rauchmelder schlägt Alarm

Bei den meisten Rauchmeldern zeigt eine LED-Anzeige den aktiven Betriebsstatus an. Für Schlafräume gibt es aber auch spezielle Funk-Rauchmelder ohne Blinken.

Im Falle eines Brandes kann ein zuverlässiger Rauchmelder Ihnen mit seinem lauten Alarm das Leben retten. In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Kriterien für einen Funk-Rauchmelder recherchiert und für Sie zusammengetragen.

  • Die meisten Funk-Rauchmelder haben eine Alarm-Lautstärke von 85 Dezibel. In verschiedenen Funk-Rauchmelder-Tests im Internet überzeugten die Geräte zudem mit ungleichmäßigen Signalen in mehreren Frequenzbereichen. Diese stellen einen größeren Störfaktor für das Gehör und somit eine effektivere Warnung dar.
  • Dank der kleinen Maße ist der einfachste Weg für die Montage eines Rauchmelders ein Klebestreifen mit Magnethalter, mit dem Sie ihn einfach an der Wand oder Decke befestigen können. Es gibt aber auch Modelle mit Kunststoffhalterungen, die geschraubt werden müssen.
  • Ihr neuer Funk-Rauchmelder sollte idealerweise mit einem Testknopf bzw. einer Stopp-Taste ausgestattet sein, mit dem Sie ihn bei einem Fehlalarm schnell zum Schweigen bringen können.
  • Funk-Rauchmelder mit Bi-Sensor-Prozessor-Technologie können nicht nur Rauch erkennen, sondern sind zudem auch sensibel für Hitze. Aus diesem Grund lösen sie beispielsweise in Küchen weniger öfter einen Fehlalarm aus.
  • Bei den meisten Rauchmeldern blinkt durchgehend alle 40 Sekunden eine LED-Anzeige, die den aktiven Betriebsstatus anzeigt. Das kann speziell in Schlafräumen sehr störend sein. Entscheiden Sie sich daher für Ihr Schlafzimmer stattdessen für ein Modell ohne fortlaufendes Blinklicht.
  • Rauchmelder mit Verschmutzungskompensation reagieren mit zunehmender Betriebszeit weniger empfindlich auf den darin angesammelten Staub und Schmutz, wodurch weniger Fehlalarme ausgelöst werden. Besitzen Sie noch einen Rauchmelder ohne diese Funktion, sollten Sie ihn alle zwei Jahre per Hand reinigen.
  • Feuerwehren empfehlen generell, einen Funk-Rauchmelder mit Q-Prüfsiegel zu wählen, da diese die Mindestanforderungen für in Deutschland zugelassene Rauchmelder (CE-Zeichen und DIN EN 14604) erfüllen und auf ihre Fehlalarmanfälligkeit geprüft wurden. Hersteller von Rauchmeldern können zusätzlich auch noch ein Siegel der Prüfinstitute KRIWAN und VdS erwerben, die die Geräte auf Qualität, Widerstandsfähigkeit und die Batterielebensdauer testen.
  • Moderne Rauchmelder sind mittlerweile fast alle mit einer fest verbauten Langzeitbatterie ausgestattet. Auch die Stiftung Warentest hat sich in ihrem aktuellen Test ausschließlich auf Geräte mit nicht austauschbaren Batterien konzentriert. Auch die besten Funk-Rauchmelder sollten nach 10 Jahren ohnehin ausgetauscht werden – das entspricht in etwa der Lebenszeit der darin verbauten Lithium-Ionen-Batterie.

Gut zu wissen: Trotz einer üblichen Batterielaufzeit von 10 Jahren gibt es auch Funk-Rauchmelder-Modelle, bei denen nur eine Laufzeit von 5 bis 7 Jahren garantiert wird. Vor allem bei Smart-Home Geräte sollten Sie auf die Batterie achten, da bei diesen eine zweite Batterie verbaut ist, die in der Regel nur 2 bis 5 Jahre durchhält. Informationen zum aktuellen Ladestand können Sie der zugehörigen App entnehmen.

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Funk-Rauchmelder-Vergleich

3.1. Wie viele Rauchmelder brauche ich?

Grundsätzlich sollten Sie beim Rauchmelder-Kauf mit einem Gerät pro Zimmer kalkulieren – ausgenommen Bad und Küche. Überprüfen Sie vorab, in welchen Zimmern es elektrische Geräte oder andere Brandquellen gibt oder in welchen Räumen Personen schlafen, die mitunter schnell gewarnt werden müssen.

heimwerker.de-Tipp: Funk-Rauchmelder sind auch als 3er, 6er oder sogar 10er Funk-Rauchmelder-Set mit 10 Jahresbatterie erhältlich, mit dem Sie Ihre ganze Wohnung auf einmal bestücken können. Gehen Sie eine Checkliste mit zu bestückenden Räumen durch, um sicher zu gehen, welches Funk-Rauchmelder-Set Sie benötigen. Hekatron-Funk-Rauchmelder gibt es beispielsweise als Sets in allen Mengen zwischen 1 und 10 Stück.

3.2. Sind die Funkmodule bei Funk-Rauchmeldern fest verbaut?

Rauchmelder mit Gebäudeplan

Grundsätzlich sollten Sie mit einem Rauchmelder pro Zimmer kalkulieren. Funk-Rauchmelder sind auch als 3er, 6er oder sogar 10er-Funk-Rauchmelder-Set mit 10 Jahresbatterie erhältlich.

Funk-Rauchmelder benötigen ein Funkmodul, um untereinander kommunizieren zu können. Dieses ist in den meisten Fällen fest verbaut, einige Hersteller verkaufen ihre Rauchmelder aber auch ohne Funk und bieten das Funkmodul separat an.

3.3. Gibt es auch Funk-Rauchmelder für gehörlose Menschen?

Für gehörlose Menschen gibt es spezielle Funk-Rauchmelder, die den Alarm in Form eines optischen Signals anzeigen, das im Ernstfall besonders hell oder schnell blinkt. Bei einigen Geräten erfolgt die Anzeige auch mittels Farbwechsel. Alternativ besteht noch die Möglichkeit, dass im Falle eines Brandes eine Nachricht an Smartphone des Wohnungseigentümers gesendet wird und dort eine Vibration auslöst.

3.4. Welche Marken und Hersteller für Funk-Rauchmelder gibt es?

Es gibt inzwischen zahlreiche Anbieter, die Funk-Rauchmelder zu ihren Produkten zählen. Die renommiertesten Marken und Hersteller für Funk-Rauchmelder sind:

  • Abus
  • Gira
  • HomeMatic
  • Sebson
  • Hekatron
  • Flamingo
  • Logilink
  • Smartwares
  • Merten

3.5. Wo kann ich einen Funk-Rauchmelder kaufen?

Erste Anlaufstellen für den Erwerb eines Funkrauchmelders und Zubehör sind Elektronikmärkte oder das Internet. Aber auch bei Discountern wie Aldi und Lidl finden Sie immer mal wieder günstige Funk-Rauchmelder im Angebots-Prospekt. Hier sind die Geräte häufig sogar als Funk-Rauchmelder-Set erhältlich.

3.6. Gibt es bereits einen Funk-Rauchmelder-Testsieger von Stiftung Warentest?

Montage eines Rauchmelders

Datenschutzrechtlich sind Funk-Rauchmelder ein Knackpunkt. Ein Abschirmen des Funk-Rauchmelders ist speziell in Mehrfamilienhäusern jedoch keine Option, da Sie damit gezielt die jährliche Wartung behindern.

Die Stiftung Warentest hat zwar keinen speziellen Test zu Funk-Rauchmeldern durchgeführt, in einem allgemeinen Rauchmelder-Test wurden aber letztmalig im Dezember 2020 insgesamt 17 Meldesysteme auf Qualität und Zuverlässigkeit überprüft, darunter auch Funk-Rauchmelder von Techem und Rauchmelder von Hekatron wie der Genius-Funk-Rauchmelder. Die detaillierten Ergebnisse und den Testsieger können Sie auf den Seiten der Verbraucherorganisation einsehen.

3.7. Was kostet ein Funk-Rauchmelder?

Einfache Funk-Rauchmelder kosten zwischen 10 und 25 Euro. Für Funk-Rauchmelder mit Zentrale, die zusätzlich über eine Smart-Home-Steuerung verfügen und den Alarm auch als Benachrichtigung auf Ihr Smartphone senden, liegt der Preis zwischen 30 und 90 Euro. Für die zugehörige Basis müssen Sie allerdings auch noch einmal zwischen 100 und 300 Euro veranschlagen.

3.8. Wie sieht es bei Funk-Rauchmeldern mit dem Datenschutz aus?

Beim Einsatz von Funk-Rauchmeldern ist der Datenschutz ein rechtlicher Knackpunkt, da sich nicht ausschließen lässt, dass die Geräte Profile zu den Wohnungsnutzern erstellen und diese an Dritte weitergeben. 2015 wurde jedoch von oberster gerichtlicher Instanz entschieden, dass der Einbau von Funk-Rauchmeldern zulässig ist und nicht gegen die Persönlichkeitsrechte der Mieter verstößt. Ein Abschirmen des Funk-Rauchmelders ist speziell in Mehrfamilienhäusern jedoch keine Option, da Sie damit gezielt die jährliche Wartung behindern.

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