Kaufberatung zum Feuerlöscher Test bzw. Vergleich 2019

  • Bei Feuerlöschern gibt es verschiedene Füllungen, zwischen denen Sie wählen können: Pulver, Schaum oder CO2. Pulver und Schaum ersticken die Flammen, indem sie sich über diese legen, während CO2 den Sauerstoffgehalt der Umgebung reduziert und so die Flammen verkümmern lässt.
  • Ihr Feuerlöscher-Testsieger sollte der DIN EN3-Prüfnorm entsprechen und mindestens die Brandschutzklasse AB, besser aber noch ABC abdecken. So können Sie verschiedene, in Brand geratene Materialien löschen. Bei der Füllmenge haben Sie mehrere Wahlmöglichkeiten.
  • Eine Feuerlöscherpflicht für den Privathaushalt besteht nicht, allerdings ist vorgeschrieben, dass Sie, wenn Sie einen haben, ihn alle zwei Jahre einer Feuerlöscherprüfung unterziehen. Das muss ein geprüfter Experte tun. Bei sorgsamem Umgang und regelmäßiger Wartung kann er bis zu zehn Jahre verwendet werden, bevor Sie den Feuerlöscher entsorgen müssen.

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Vorbeugender Brandschutz ist ein Thema, mit dem sich vor allem Eigenheimbesitzer gründlich auseinandersetzen sollten, gibt es doch zahlreiche Maßnahmen, die das Risiko eines Brandes schon vorab senken können. Für die Basisausstattung und den Ernstfall ist ein Feuerlöscher günstig. Dieser kann verschiedene Füllmaterialien und Fassungsvermögen aufweisen und hat darüber hinaus weitere Eigenschaften, die wir Ihnen in unserem Feuerlöscher-Vergleich 2019 auf Heimwerker.de näherbringen.

1. Was ist Pflicht, was ist Kür beim Feuerlöscher?

Flammendes Vertrauen

Feuerwehrleute stehen beim Vertrauen, was ihnen von den deutschen Bürgern entgegengebracht wird, traditionell weit oben in der Rangliste. So auch im Jahr 2015, als sie in einer Umfrage mit 96% den Spitzenplatz belegten (Quelle: GfK). Doch so hoch das Vertrauen auch sein mag, so ungern wollen Sie sicherlich auf die Dienste der Feuerwehr angewiesen sein.

Um sich für kleinere Brände zu wappnen, können Sie zwischen unterschiedlichen Feuerlöscherarten wählen. Es herrscht in den eigenen vier Wänden keine Feuerlöscherpflicht, allerdings sollten Sie sich schon Gedanken machen, was Ihr Feuerlöscher-Testsieger können sollte. Wenn Sie einen Feuerlöscher kaufen, sollten Sie darauf achten, ob er das europäische DIN EN3-Zertifikat hat, denn dieses besagt, dass er eine strenge Feuerlöscherprüfung bestanden hat.

Eine weitere Verordnung besagt, dass Sie eine Feuerlöscher-Wartung alle zwei Jahre von einem Sachverständigen durchführen lassen müssen. Pluspunkte sammeln Hersteller, die diesen Feuerlöscher-Test für ihre Kunden kostenfrei anbieten.

Bevor wir Ihnen die Feuerlöscherarten erklären, geben wir Ihnen einen Überblick über die gängigen Vor- und Nachteile:

  • schnelles Löschen von Feuer
  • gegen diverse brennbare Materialien einsetzbar
  • einfache Handhabung
  • in verschiedenen Größen erhältlich
  • CO2 kann Atemnot verursachen
  • Pulver sorgt für Verschmutzungen

2. Pulver, Gas oder Schaum? Mit diesen Füllungen bekämpfen Feuerlöscher Flammen

Wussten Sie, dass ein Feuerlöscher verschiedene Stoffe nutzen kann, um ein Feuer effektiv zu bekämpfen? Wir stellen Ihnen auf Heimwerker.de drei häufig anzutreffende Typen vor.

Kaufkriterien Beschreibung

CO2-Löscher

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  • auch Kohlenstoffdioxidlöscher genannt, befindet sich das Flüssiggas bei diesen Löschern in dem Behälter
  • Flammen werden wortwörtlich erstickt, indem das Gas den Sauerstoffgehalt herabsetzt
  • da Lebensdauer der Flammen auch vom Vorhandensein von Sauerstoff (mindestens 15 %) abhängig ist, erweist sich CO2 als wirksames Gegenmittel
  • einen Haken hat das Ganze aber: nicht ungefährlich für ungeübte Anwender, denn auch der Mensch ist auf Luft angewiesen
  • CO2-Feuerlöscher exzessiv zu nutzen, kann schnell zu Atemnot führen, weshalb das Tragen einer Sauerstoffmaske ideal wäre

Pulverlöscher

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  • Feuerlöscherpulver auch wegen der vergleichsweise niedrigen Kosten als Füllung sehr weit verbreitet
  • Pulver liegt ein Salzgemisch zugrunde, das sich sehr gut verteilen lässt und auch in kleine Spalten vordringt
  • Beachten Sie: Pulver mit Feuerlöscher-Schaum zu kombinieren, kann die Löschwirkung vermindern, denn das Pulver zersetzt den Schaum mitunter recht schnell
  • spezielles SV-Pulver tut das nicht, weshalb das im Zweifel die bessere Wahl ist, wenn Sie mehrere Feuerlöscherarten nutzen

Schaum- / Wasserlöscher

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  • beim Schaumlöscher gilt das Prinzip, dass sich der Feuerlöscher-Schaum über die Feuerherde legen und die Flammen ersticken soll
  • finden oft Verwendung im Wohnbereich, weil sie sehr effektiv gegen Flammen sind
  • sorgt unbeaufsichtigte Kerze, ein Kleinkind oder Haustier für einen spontanen Brandherd, können Sie schnell handeln.
  • Wasserlöscher finden hingegen vor allem Gebrauch bei der Feuerwehr
  • Löschwassertechnik kann je nach Feuerart und -umfang auch aus Wasser aus dem Wasserhahn bestehen, wobei Sie dabei dann keinen starken Wasserdruck erzeugen können, wie es die Fachmänner mit ihren Schläuchen können

Gefährliche Gase: Wenn es irgendwo im Haus oder der Wohnung lichterloh brennt und Sie den Feuerlöscher bedienen, um die Flammen zu ersticken, sollten Sie dabei nicht vergessen, dass die beim Verbrennen entstehenden Brandgase ebenfalls sehr gefährlich sind. Viele Menschen kommen beim Ausbruch von Feuer mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus oder sterben an dem entstehenden Kohlenmonoxid. Dann hat der Feuerlöscher-Test zwar geklappt, aber Sie sind trotzdem nicht wohlbehalten entkommen. Wie auch die Stiftung Warentest hinweist, sind solche Gase ein hohes Todesrisiko, wenn Sie schlafen und davon nichts mitbekommen. Hier kann auch der beste Feuerlöscher nichts ausrichten, stattdessen sollte ein Rauchmelder installiert werden.

3. Was Ihr Feuerlöscher können muss

Mann in Uniform wartet Feuerlöscher

Ein Feuerlöscher muss regelmäßig auf seine Funktionstüchtigkeit untersucht werden.

In diesem Kapitel unserer Kaufberatung auf Heimwerker.de gehen wir auf wichtige Kategorien und Kriterien ein, die bei einem Feuerlöscher wichtig sind.

3.1. Löschmittel

Auf der anderen Seite wollen Sie nicht nur das Feuer in der Küche oder einem anderen Raum löschen, sondern müssen diesen anschließend auch wieder reinigen. Sie könnten sich fragen, ob das mit verdunstendem Schaum komfortabler wäre als mit dem feinkörnigen Pulver, das hinterher in jeder Ritze steckt.

Die Wahl des Löschmittels ist aus zwei Blickwinkeln zu betrachten. Einerseits die Handhabung: Während Pulver und Schaum in ihrer Dosierung und Wirkung sehr leicht zu steuern sind, kommt bei CO2 noch die Komponente des potentiellen Gesundheitsrisikos durch die Reduzierung des Sauerstoffs hinzu.

3.2. Menge

Bei der Menge kommt es darauf an, für welchen Zweck Sie den Feuerlöscher anzuwenden gedenken. Wollen Sie einen Feuerlöscher fürs Büro oder Autofeuerlöscher, müssen diese nicht so viel Fassungsvermögen haben. Insbesondere der Feuerlöscher fürs Auto muss zudem auch eine gewisse Handlichkeit aufweisen, damit Sie ihn schnell hervorholen können. Zudem darf er nicht zu viel Stauraum im Auto einnehmen und sollte daher kompakt sein.

3.3. Brandklasse

Mann löscht Feuer im Ofen mit dem Feuerlöscher in der Küche

Ein Feuerlöscher in der Küche kann im Ernstfall Leben retten.

A: Holz, Stroh, Kohle, Papier, Kunststoff. Bei der Brandklasse gibt es ebenfalls wieder europäische Standardklassen von A bis F, wobei E nicht vergeben ist. Sie bekämpfen die folgenden Feuer-Material-Kombinationen:

  • B: flüssige oder sich verflüssigende Stoffe
  • C: gasförmige, brennbare Stoffe
  • D: Metall
  • F: Öle und Fette (sog. Fettbrand)

Die meisten im deutschen Handel erhältlichen und oft verkauften Feuerlöscher weisen die Klassen AB oder ABC auf, was für die Mehrzahl der Fälle ausreicht. Geraten etwa in Küchen auch Töpfe oder Pfannen in Brand, ist ein spezieller Fettbrandfeuerlöscher eine eigene Lösung.

Was hilft sonst noch? Nicht wirklich echte Alternativen, aber ebenfalls brauchbare Hilfsmittel zur Unterstützung sind Feuerlöschspray und eine Löschdecke. Das Spray kann vor allem dann angewendet werden, wenn es sich um relativ kleine Feuerherde handelt, bei denen ein Feuerlöscher etwas übertrieben erscheint. Eine Löschdecke kann vor allem dann nützlich sein, wenn der Tank des Feuerlöschers leer ist, Sie aber trotzdem noch effektiv gegen Flammen vorgehen wollen. Dafür kann sie natürlich nicht sonderlich flexibel eingesetzt werden.


Riccardo Düring

Riccardo Düring

Ausbildung im Metallbereich, ambitionierter Heimwerker mit einem Hang zu technisch verspielten Projekten. Blogger und Produkttester aus Leidenschaft.