Kaufberatung zum Raumthermostat Test bzw. Vergleich 2019

  • Ein Raumthermostat regelt Ihre Heizung so, dass Sie in der Wohnung immer eine voreingestellte Temperatur haben. Je nach Montage und System können auch mehrere Thermostate an unterschiedlichen Orten im Haus oder der Wohnung genutzt werden. Kühlsysteme lassen sich ebenfalls über ein Thermostat ansteuern.
  • Raumthermostate unterscheiden sich sowohl durch die Montageart, als auch durch die Konstruktionsweise voneinander. Üblich sind Unterputz- und Aufputz- sowie analoge und digitale Thermostate. Manche Geräte können auch freistehend verwendet werden.
  • Die Alternative ist eine Raumthermostat-App. Leider bieten nicht alle Hersteller die Anbindung an das WLAN an, wodurch das Potenzial kaum ausgeschöpft wird. Digitale Raumthermostate gibt es bereits ab ungefähr 50 Euro.

Raumthermostat test

Über was ein gutes Raumthermostat für Ihre Heizung verfügen sollte, erfahren Sie in unserem Ratgeber. Auf heimwerker.de haben wir uns die auf dem Markt verfügbaren Bauformen und Typen angeschaut. Einzuteilen sind Raumthermostate in:

  • digital und analog
  • Unterputz und Aufputz
  • fest installiert oder freistehend

Hier erfahren Sie außerdem, welche wichtigen Kaufkriterien in Raumthermostat-Tests zählen.

1. Die verschiedene Montagemöglichkeiten von Raumthermostaten

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Moderne Thermostate sind sehr leicht zu bedienen.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Raumthermostate einzuteilen und zuzuordnen. Neben dem digitalen oder analogen Betrieb wird vor allem nach der Montageart unterschieden. Üblich sind hier Unterputz, Aufputz und freistehende Modelle. Diese können in unterschiedlichen Varianten vorkommen. So gibt es beispielsweise analoge und digitale Aufputz-Raumthermostate.

Freistehende Geräte bilden hier eine Ausnahme. Diese werden nicht fest montiert, sondern können relativ frei in den eigenen vier Wänden platziert werden. Die Steuerung erfolgt hier ausschließlich digital, da die Signale über Funk an einen Empfänger am Stellantrieb weitergeleitet werden. Wir auf heimwerker.de haben eine Übersicht zu den üblichen Bauformen erstellt:

Kategorie Beschreibung
Unterputz-Raumthermostat
  • wird unauffällig in die Wand integriert
  • alle üblichen Schalterrahmen können verbaut werden
  • empfohlen für den Neubau bzw. das Eigenheim
Aufputz-Raumthermostat
  • Raumthermometer wird in einer Dose vor der Wand montiert
  • moderne Modelle sind ebenfalls recht unauffällig
  • ideal zum Nachrüsten
Freistehendes Raumthermostat
  • Raumthermostat zum Stellen
  • regelt die Heizung durch Raumthermostat  mit Funk
  • nur als digitale Variante

Hinweis: Freistehende Raumthermostate werden meistens per Batterie betrieben.

1.1. Geld sparen mit einem programmierbaren Raumthermostat

Digitale Raumthermostate haben den Vorteil, dass sie sich programmieren lassen. Ein Raumthermostat mit elektronischer Zeitschaltuhr kann durchaus seine Vorteile haben. In anderen Fällen hingegen ist diese Betriebsart eher überflüssig oder sogar problematisch. Der wichtigste Faktor sind hierbei Sie selbst. In unserer Pro-Contra-Liste erfahren Sie mehr darüber, ob Sie diese Funktion nutzen sollten:

  • Temperatur kann sehr präzise eingestellt werden
  • Heizkosten lassen sich verringern, da nur zu bestimmten Uhrzeiten geheizt wird
  • ein „Frostwächter“ verhindert auch bei langer Abwesenheit das Einfrieren von Leitungen im Winter
  • kaum Einsparungen, wenn Sie immer zu Hause sind
  • Datenschutz ist bei Raumthermostaten mit WLAN-Anbindung manchmal ein Problem
  • Reparaturservice wird in manchen Tests als mangelhaft beurteilt

1.2. Analog oder digital: Einfachheit gegen Komfort

Wie Sie in unserem Ratgeber bereits erfahren haben, gibt es sowohl analoge, als auch digitale Raumthermostate. Genauer gesagt sind damit elektromechanische und elektronische Raumthermostate gemeint. Analoge, also elektromechanische Raumthermostate, gibt es bereits lange. Die gewünschte Temperatur wird bei diesen meistens über eine Drehscheibe eingestellt.

Elektronische Geräte haben den ganz einfachen Vorteil, deutlich exakter zu sein. Sie lassen sich sehr genau einstellen und verfügen außerdem über nützliche Zusatzfunktionen, die bei einem analogen Modell undenkbar wären. Da analoge Raumthermostate manuell bedient werden, ist die Bedienung sehr einfach und selbsterklärend. Auch wenn die Eingewöhnungsphase bei einem programmierbaren digitalen Modell daher im Vergleich länger ausfällt, lohnt sich der Aufwand allein schon wegen des höheren Komforts.

2. Das Raumthermostat fürs Smartphone: Flexibilität per App

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Einfache Modelle lassen sich direkt an der Wand befestigen.

Die neueste Innovation ist die Regelung der Raumtemperatur per App. Mit einem Thermostat auf dem Smartphone können Sie die Temperatur von unterwegs aus kontrollieren und schon heizen, während Sie noch auf dem Heimweg sind. Mit einem smarten Raumthermostat haben Sie nicht nur alle Möglichkeiten eines programmierbaren digitalen Thermostats – Sie müssen für Anpassungen der Temperatur nur das Smartphone zücken und haben alle Informationen auf dem Display zur Verfügung.

Zumindest in der Theorie. In der Praxis greifen viele App-Thermostate leider nur auf Bluetooth zurück. Es ist also kaum ein Raumthermostat mit WiFi ansteuerbar. Die Bedienung durch Bluetooth ist aber nur in einem Radius von zehn Metern möglich.

Zwar kann ein WLAN-fähiges Raumthermostat als Smarthome-Anschluss dienen, doch unterstützen manche Hersteller diese Funktion leider aktuell noch nicht. Somit haben diese Apps auch keine Vorteile gegenüber einem normalen Funk-Raumthermostat.

Info: Nicht nur für die Steuerung der Heizung ist ein Raumthermostat geeignet. Auch mit einem Kühlkreislauf lässt sich ein solches Thermostat verbinden. Die meisten Raumthermostate sind zum Heizen und Kühlen geeignet.

2.1. Ausstattung und Extras: Frostschutz für die Wohnung

Je nachdem, ob Sie sich für ein analoges oder ein digitales Raumthermostat entscheiden, können Sie mit verschiedenen Zusatzfunktionen rechnen. Ein eingebauter Frostschutz verhindert beispielsweise das Auskühlen der Wohnung bis zu einem Grad, ab dem es zu gefrorenen Leitungen kommen kann. Diese „Eiswächter“ sind empfehlenswert, wenn Sie im Winter über längere Zeiträume von Tagen (oder Wochen) nicht zu Hause sind.

Damit Sie sich einfacher für das beste Raumthermostat entscheiden können, haben wir einige nützliche Funktionen für Sie gesammelt:

  • Vernetzung beim Gebrauch mehrerer Thermostate
  • Anlegen mehrerer individueller Nutzerprofile
  • Frostwächter-Funktion
  • Abwesenheitsschaltung
  • planbare Tages- und Wochenprogramme

2.2. Welche Kriterien bei jeder Kaufberatung zählen

Wo kann ein Raumthermostat eingesetzt werden?

Ein Raumthermostat kann für die meisten Heiz- und Kühlsysteme verwendet werden. So ein Raumthermostat von der Gastherme bis zur Fußbodenheizung ideal. Mit einem Raumthermostat für Heizkörper werden auch diese genauer einstellbar.

Ob ein Raumthermostat-Testsieger auch in Ihrem Fall wirklich die beste Wahl ist, können Sie selbst anhand der zentralen Kaufkriterien überprüfen. Wichtig ist es zu wissen, ob ein Modell überhaupt für Sie geeignet ist. Dies lässt sich anhand des Thermostattyps und des Montageorts feststellen. Auch die Abmessung (LxBxT) in cm, der Montagedurchmesser in mm und die Arbeitsspannung in Volt sind grundlegende Kriterien.

Weitere Infos zur Heizungssteuerung und der maximale Schaltstrom in Ampere sind für die Sicherheit wichtig. Bei den Funktionen sollten Sie auf eine präzise Temperaturkontrolle in Grad und die Programme achten (z. B. inkl. einstellbarem Wochenprogramm). Details zur Bedienung wie „inklusive Touchscreen“ oder „inklusive Tastensperre“ helfen Ihnen außerdem dabei, die Bedienbarkeit bewerten zu können.

2.3. Ein gutes Raumthermometer allein reicht nicht

Raumthermostat-Tests 2019 sind sich einig über die Vorteile, die elektronische Thermostate gegenüber analogen Systemen haben. Auch bieten die vielen Einstellmöglichkeiten tatsächlich die Möglichkeit, Energie zu sparen. Voraussetzung ist jedoch eine ordentliche Dämmung und ein gewisses Grundwissen über ein sparsames Heizverhalten. Das smarte WLAN-Raumthermostat, das uns das Denken abnimmt, gibt es bisher noch nicht. Auch bei einer Bodenheizung ist ein Raumthermostat eine gute Investition.

3. Preise von Raumthermostaten im Vergleich: digitale Geräte ab 50 Euro

Der Preis für ein Raumthermostat reicht von einigen wenigen bis zu über 200 Euro. Welchen Bautyp Sie wählen und wie großzügig die Ausstattung ist, hat dabei einen großen Einfluss. Zum Vergleich: Ein simples, analoges Raumthermostat von Gira kostet um die 50 Euro. Für ein digitales-Unterputz-Raumthermostat zahlen Sie hingegen schon knapp den dreifachen Preis.

Ganz so teuer muss es jedoch nicht sein. Ein vergleichbares Raumthermostat der Marke Busch-Jäger ist schon für um die 75 Euro erhältlich. Wer ein günstiges Raumthermostat sucht, muss daher nicht zwangsläufig auf ein analoges Modell zurückgreifen. Voraussetzung ist jedoch, dass Ihr Budget-Rahmen über 50 Euro liegt.

Achtung: Der Energieverbrauch von digitalen Thermostaten liegt höher als der von elektromechanischen Modellen.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Raumthermostat

4.1. Welche Marken und Hersteller gibt es?

Auf heimwerker.de präsentieren wir Ihnen die wichtigsten Hersteller:

  • Gira
  • Busch Jäger
  • Vaillant
  • Eberle
  • Floureon
  • SM-PC
  • Anself
  • Innogy

4.2. Welches Raumthermostat eignet sich für eine Fußbodenheizung?

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Moderne Modelle lassen sich auch über das Smartphone steuern.

Auch eine Fußbodenheizung kann mit einem Raumthermostat geregelt werden. Ein Raumthermostat für die Fußbodenheizung gibt ein Signal an die Stellantriebe aus, sobald die Temperatur zu hoch oder zu niedrig ist. Dementsprechend werden entsprechende Heizkreise geöffnet oder aber geschlossen. Die meisten älteren Bodenheizungen kommen ohne Raumthermostat aus. Der Betrieb einer solchen Heizung ohne entsprechendes Thermostat ist zwar möglich, jedoch unpraktisch.

Die Regelung der Heizung läuft dann witterungsgeführt, was bedeutet, dass ein Selbstregeleffekt einsetzt. Ein Raumthermometer für die Fußbodenheizung kann hingegen schon bei kleinen Temperaturveränderungen direkt reagieren. Sowohl analoge, als auch digitale Raumthermostate sind geeignet.

4.3. Wie schließt man ein Raumthermostat an?

Welche exakten Arbeitsschritte der Anschluss erfordert, hängt davon ab, ob es sich um ein Raumthermometer zum Aufputz, Raumthermometer zum Unterputz oder ein freistehendes Gerät handelt. Grundsätzlich muss das Thermostat jedoch mit dem Stellantrieb verbunden werden, damit es die Wärmezufuhr regulieren kann. Hierzu sind ein oder mehrere Installationskabel nötig, die vier Leiter enthalten müssen. Diese sind:

  • Schutzleiter
  • Neutralleiter
  • Phase
  • Draht für die Steuerung des Stellantriebes

Diese einzelnen Drähte müssen mit den entsprechenden Klemmen verbunden werden. Hierzu kann auch ein Schaltplan genutzt werden, der meistens in der Anleitung eines Raumthermostats enthalten ist. Achten Sie bei Elektroarbeiten immer auf die wichtigen Sicherheitsvorkehrungen.

Hinweis: Das hier genannte Beispiel gilt für 230 V-Thermostate.

4.4. Gibt es einen Raumthermostat-Test von der Stiftung Warentest?

Wenn Sie ein Raumthermostat kaufen möchten, sind Prüfportale wie Stiftung Warentest und Ökotest oft die ersten Anlaufstellen für seriöse Informationen zu aktuellen Produkten. Der letzte Test mit Raumtemperaturreglern ist aus dem Jahr 2017. Ebenso wichtig wie die Heizungssteuerung ist dem Test nach jedoch eine gute Dämmung. Die größten Unterschiede bei den Raumthermostaten selbst gab es beim Komfort und der Bedienung.

4.5. Wo platziert man ein Raumthermostat?

Bei der Montage eines Raumthermostats müssen einige Vorgaben erfüllt werden. Nur so kann der fehlerfreie Betrieb gewährleistet werden. Hierzu zählt die richtige Höhe des Raumthermostats. Diese sollte zwischen 1,40 m und 1,60 m liegen. In dieser Höhe gibt es die wenigsten Abweichungen.

Abzuraten ist von einer Position, bei der das Raumthermostat sehr oft wechselnden Temperaturverhältnissen ausgesetzt ist. Ungeeignet sind daher Orte in der Nähe von Fenstern, bei denen durch das Lüften starke Zugluft entsteht. Ebenfalls darf ein Thermostat auch nicht in direkter Nähe zu Heizkörpern platziert werden.