Das perfekte Sofa – Welcher Stoff ist der beste?

Ein Sofa verleiht jedem Wohnzimmer den letzten gemütlichen Schliff. Als harmonischer und gemütlicher Mittelpunkt trägt es maßgeblich zur Behaglichkeit in einem Raum bei und verleiht ihm ein ganz eigenes Gesicht. Bei der Auswahl des Sofas sollte man entsprechend viel Zeit investieren. Dabei geht es nicht nur um die Form, sondern vor allem um den Stoff.

Die wichtigsten Kriterien bei der Stoffauswahl

Ehe es um das Aussehen eines Stoffes geht, schaut man sich erst einmal die Stoffqualität an. Anhand einiger einfacher Kriterien lässt sich schnell feststellen, ob er einer dauerhaften Beanspruchung zuverlässig standhält. Dabei geht es vor allem um die folgenden Aspekte:

  • Scheuerbeständigkeit

  • Pill-Bildung

  • Reibechtheit

  • Lichtechtheit

Die Scheuerbeständigkeit

Will man viele Jahre Freude an seinem Sofa haben, sollte man sich für einen abriebfesten Stoff entscheiden. Wie widerstandsfähig ein Stoff ist, stellt man mit dem sogenannten Martindale-Verfahren fest. Dabei reibt man einen Standardwollstoff mit einem bestimmten Gewicht an dem zu testenden Stoff. Man führt den Test solange durch, bis zwei Fäden reißen bzw. ein Faserausfall auftritt. Dabei zählt man die Umdrehungen, die bis zur Beschädigung notwendig sind (Scheuertouren). Je mehr Scheuertouren notwendig sind, desto hochwertiger ist der Stoff. Auf scheuertouren.de findet man weiterführende Informationen zum Thema. Hier sieht man unter anderem, wie viele Scheuertouren Polstermöbel in öffentlichen und privaten Nutzungsbereichen haben sollten.

Die Pill-Bildung:

Bei Pills handelt es sich um kleine Faserknoten, die an der Oberseite des Stoffs entstehen. Sie bilden sich, da sich bei längerem Gebrauch des Sofas kleine Faserteile ablösen und sich an der Oberfläche miteinander verknäulen. Dieses Phänomen tritt vor allem bei Flachgeweben auf. Wie die Scheuerbeständigkeit lässt sich auch die Pillbildung mit dem Martindale-Verfahren messen. Dabei entnimmt man nach 2.000 und 6.000 Reibezyklen Stoffproben und vergleicht sie miteinander. Je weniger Pill-Bildung auftritt, desto hochwertiger ist der Stoff. Bei der Auswertung steht 1 für sehr starke Pillbildung und 5 für keine Pills.

Die Reibechtheit:

Ist ein Stoff reibecht, überträgt sich seine Farbe auch bei längerem Gebrauch nicht auf andere Textilien. Beim Test wird der Stoff sowohl im trockenen als auch im nassen Zustand geprüft. Bei brillanten Farben sind die Ergebnisse in der Regel besser als bei satten dunklen Farben. Auch hier gibt man die Abriebfestigkeit mit Werten von 1 bis 5 an.

Die Lichtechtheit:

Der letzte Aspekt, der bei der Auswahl des Stoffs eine Rolle spielt, ist die Lichtechtheit. Hier geht es darum, ob der Stoff unter dem Einfluss von Licht ausbleicht. Helle, brillante Farben sind in den meisten Fällen anfälliger als dunkle. Darüber hinaus sind Kunstfasern oftmals lichtechter als natürliche Fasern. Man wertet die Lichtechtheit mit den Zahlen 1 bis 8, wobei 8 am besten ist.

Den richtigen Textilstoff auswählen

Die Auswahl bei den Stoffen ist sehr vielfältig. Hier gibt es einerseits Naturfasern, andererseits Kunstfasern. Ersteren gehören pflanzliche Fasern wie Baumwolle, Ramie und Flachs an. Tierische Fasern sind unter anderem Wolle und Seide. Bei den Kunstfasern unterscheidet man natürliche Polymere wie Viskose und Acetat und synthetische Polymere wie Polyacryl und Polyester. Naturfasern zeichnen sich durch ihren angenehmeren Komfort und die hohe Farbechtheit aus. Kunststoffe punkten mit Pflegeleichtigkeit und Robustheit. Um die Eigenschaften der Sofas zu optimieren, verwendet man in der Regel Kombinationen verschiedener Materialien. Sieht man sich z. B. auf www.cnouch.de nach einem Sofa um, bekommt man die Anteile in den Produktinformationen genau aufgelistet. So steht hier beispielsweise 45% Polyacryl, 35% Polyester und 20% Baumwolle.

Das ist bei der Auswahl eines Ledersofas zu beachten

Ein Ledersofa strahlt einen ganz eigenen Luxus aus. Viele Menschen mögen es wegen seines rauen Charmes und der natürlichen Verarbeitung. Auch hier kann man sich zwischen verschiedenen Ausführungen entscheiden. Dazu gehören:

  • Anilin-Leder

  • Semianilin-Leder

  • Gedecktes Leder

Am hochwertigsten ist das Aninlin-Leder. Dabei handelt es sich um nicht geschliffenes naturnarbiges Leder. Dadurch bleiben Farb- und Strukturverläufe in ihrer beeindruckenden Vielfalt erhalten. Sofas aus Anilin-Leder haben einen entsprechend hohen Preis. Wer sich für eine preiswertere Variante entscheidet, nimmt Semianilin-Leder und gedecktes Leder. Sie sind geschliffen, geprägt und dauerimprägniert. Hier überzeugt die gleichmäßige Oberfläche mit der einheitlichen Farbgebung. Besonders gut passen naturbelassene Ledersofas zu warmen Wandfarben. Hier können sie ihre charakteristische Ausstrahlung auf besonders ansprechende Art und Weise entfalten. Wichtig ist dabei natürlich ein gleichmäßiger Farbanstrich im richtigen Ton. Bei heimwerker.de findet man viele praktische Tipps, die man dabei beachten sollte.

Abschließend ein paar Tipps zur Lederpflege




Bildnachweis
1. "Das perfekte Sofa" (Originalbild): keresi72, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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