Kaufberatung zum Daunendecken Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Daunendecken gibt es in verschiedenen Wärmegraden, sodass Sie für jede Jahreszeit das passende Modell wählen können.
  • Je höher der Daunenanteil ist, desto hochwertiger ist auch die Daunendecke. Reine Daunendecken sind deutlich leichter als Modelle mit Federanteil und besitzen zudem bessere Wärmeeigenschaften.
  • Vor dem Kauf einer Daunendecke sollten Sie sich detailliert über deren Herstellung informieren. Kaufen Sie Daunendecken am besten nur bei zertifizierten Händlern, die auf Tier- und Umweltschutz achten.

Daunendecken-Test
Daunendecken gehören zu den Klassikern im Schlafzimmer und sind in Form von leichten Sommer-Daunendecken oder als stark wärmende Winter-Daunendecken erhältlich. Sie werden mit Gänse- oder Entendaunen und Federn gefüllt. Sie dürfen nur dann als solche bezeichnet werden, wenn der Anteil an Daunen mindestens 60 Prozent der Füllung ausmacht.

Gängige Tests im Internet geben Aufschluss über die verwendeten Füllmaterialien, die Verarbeitung, das Material des Bezugs, das Gewicht und das Anschmiegverhalten der einzelnen Decken. Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Eigenschaften und Funktionalitäten Ihnen bei einer Daunendecke wichtig sind und nutzen Sie unsere heimwerker.de-Kaufberatung zum Daunendecken-Vergleich 2021 als praktische Entscheidungshilfe. In der FAQ am Ende beantworten wir Ihnen außerdem die wichtigsten Fragen rund um das Thema Daunendecken.

1. Was ist eine Daunendecke?

Wärmendes Polster

Daunen oder Flaumfedern sind Unterfedern mit langen, weichen, nicht miteinander verhakten Federästen und einem verkürzten Kiel. Sie dienen den Vögeln als wärmendes Polster und erfüllen bei Daunendecken als Füllung die gleiche Funktion.

Bei einer Daunendecke handelt es sich um eine spezielle Form von Bettdecken, die zu mindestens 60 Prozent aus Daunen bestehen. Am häufigsten werden dabei die Daunen von Wassergeflügel (Gänse- oder Entendaunen) verwendet, wobei Gänsedaunen als wertvoller gelten.

Die beiden Kernelemente eines Daunenbetts oder Daunenkissens stellen die Füllung (aus Daunen oder einer Daunen-Federmischung) und die Einschütte (das sogenannten Inlett) aus Textilgewebe dar. Damit die Füllung nicht verrutschen kann, werden Daunendecken im Karo-Muster gesteppt. Bei extra warmen Daunendecken mit einem hohen Füllgewicht sorgen eingenähte, mehrere Zentimeter hohe Innenstege für mehr Volumen und somit für eine Verstärkung der wärmenden Eigenschaften.

Gut zu wissen: Ein hoher Daunenanteil sorgt für bessere Wärmeeigenschaften bei einem vergleichsweise geringem Eigengewicht. Reine Daunendecken sind überdies deutlich leichter als Modelle mit Federanteil. Je höher der Daunenanteil ist, desto hochwertiger ist also auch die Daunendecke.

Daunendecke über Stuhl

Der Wärmegrad einer Daunendecke gibt Aufschluss über die Isolierung der Körperwärme.

Generell lassen sich Daunendecken in 5 Kategorien einteilen:

  • Reine Daunendecken bestehen zu 100 Prozent aus Daunen vom Wasser- oder/und Landgeflügel.
  • Leicht fedrige Daunendecken bestehen zu 80 bis 90 Prozent aus Daunen und zu 10 bis 20 Prozent aus Federn.
  • Fedrige Daunenbetten bestehen zu 60 Prozent aus Daunen und zu 40 Prozent aus Federn.
  • Dreiviertel-Daunenbetten bestehen zu 30 Prozent aus Daunen und zu 70 Prozent aus Federn.
  • Halb-Daunenbetten bestehen zu 15 Prozent aus Daunen und zu 85 Prozent aus Federn.

1.2. Die Vor- und Nachteile einer Daunendecke im Überblick

    Vorteile
  • Füllung und Textilgewebe (Baumwolle) sind zu 100 Prozent natürlicher Herkunft
  • ausgezeichnete Wärmeeigenschaften
  • geringes Gewicht
  • gleichmäßige Wärmeverteilung
  • milbenfest und schimmelresistent
  • umweltfreundliche Herstellung ohne Einsatz von Gift- und Schadstoffen
  • hervorragendes Temperatur- und Feuchtigkeitsmanagement
  • allergieneutral
    Nachteile
  • hoher Anschaffungspreis
  • Daunen legen sich schneller platt als Federn
  • Naturprodukt, daher ist in der Anfangszeit unangenehmer Eigengeruch möglich
  • Hersteller von Billigprodukten halten sich nicht immer an Umwelt- und Tierschutz-Richtlinien

2. Welche Wärmegrade gibt es bei Daunendecken?

Der Wärmegrad einer Daunendecke gibt Aufschluss über die Isolierung der Körperwärme. Daunendecken werden in 5 Wärmestufen eingeteilt, die entweder für den Winter, den Sommer oder das ganze Jahr geeignet sind.

Wärmestufe Beschreibung
Wärmegrad 1
  • extra leichte Sommer-Daunendecke für Raumtemperaturen von 22° C oder mehr
  • eignet sich für Personen, die schnell schwitzen
  • es gibt nur wenige Daunenbetten der Wärmeklasse 1
Wärmegrad 2
  • Übergangsdecke für milde Temperaturen (Raumtemperatur von 20° C)
  • eignet sich für Personen, die gerne etwas kälter schlafen
  • es gibt nur wenige Daunenbetten der Wärmeklasse 2
Wärmegrad 3
  • Übergangsdecke für kühlere Temperaturen (Raumtemperatur 16° C)
  • kann das ganze Jahr über verwendet werden
  • eignet sich für Personen mit ausgeglichenem Temperaturempfinden
  • die besten Daunendecken für Kinderbetten
  • alle leichteren Daunendecken entsprechen in der Regel der Wärmeklasse 3
Wärmegrad 4
  • Winter-Daunendecken für Raumtemperaturen um die 12° C
  • eignet sich für unbeheizte Schlafräume und leicht kälteempfindliche Personen
  • die Mehrheit der Daunendecken gehört der Wärmeklasse 4 an
Wärmegrad 5
  • extra warme Winter-Daunendecken für Raumtemperaturen um die 10° C oder darunter
  • eignet sich für schlechte gedämmte Schlafräume und stark kälteempfindliche Personen
  • Daunendecken mit einem Füllgewicht ab 1.200 g werden der Wärmeklasse 5 zugeordnet

heimwerker.de-Tipp: Mit den sogenannten Ganzjahres- oder 4 Jahreszeiten-Daunendecken gibt es noch eine sechste Wärmeklasse, die alle vier Standardwärmegrade vereint. Daunendecken dieses Typs bestehen aus zwei Teil-Decken, die jeweils einem kühleren Wärmegrad angehören und sich je nach Saison mithilfe von Druckknöpfen einzeln oder verbunden einsetzen lassen.

3. Bedeuten Daunen auch immer gleich Tierquälerei?

Gänsedaunen

Bei vielen Herstellern sind Daunendecken mittlerweile als „ohne Lebendrupf“ zertifiziert.

Tierschützer sind von Daunendecken in der Regel nicht sehr begeistert. Der Grund dafür liegt in den Qualen, die die Vögel erleiden müssen, um ihre Daunen abzugeben. Denn diese werden ihnen bei lebendigem Leib herausgerissen. Diese sehr schmerzhafte Prozedur, die als „Lebendrupf“ bezeichnet wird, muss eine Gans innerhalb ihres kurzen Lebens bis zu vier Mal ertragen.

Zwingend notwendig ist sie allerdings nicht, denn es wäre an und für sich kein Problem, dem Vogel das überschüssige Gefieder (schmerzfrei!) während der Mauser abzunehmen. Diese Methode ist allerdings weniger ergiebig, daher griffen einige Billighersteller zu den umstrittenen Maßnahmen. Um die Daunen ausschließlich von geschlachteten Tieren zu gewinnen, reichten weder der Bestand der Geflügelart noch der Bedarf an Gänsefleisch aus. Mittlerweile ist der Lebendrupf aber in den meisten Daunen-Herkunftsländern (darunter beispielsweise Ungarn) verboten.

Kein Lebendrupf: Ist die Daunendecken mit dem Siegel „Traumpass-DIN-Geprüft“ oder den Kennzeichnungen Daunasan®, Daunafresh® oder anderen vergleichbaren Zertifikaten versehen, können Sie sicher sein, dass sämtliche Daunen und Federn darin ausschließlich von geschlachtetem Geflügel stammen.

4. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Daunendecken-Vergleich

Decke waschen

Daunendecken waschen und trocknen: Hochwertige Daunendecken sind für den Trockner geeignet und sollten auch darin getrocknet werden, um sie vollständig von Restfeuchte zu befreien.

4.1. Wie wird eine Daunendecke richtig gewaschen?

Es hält sich zwar immer noch hartnäckig das Gerücht, dass Daunendecken nicht in der Waschmaschine gewaschen werden dürfen, inzwischen ist aber fast jede Daunendecke in der Maschine waschbar.

Waschen Sie Daunendecken immer nur einzeln und im Schonwaschgang in einer Waschmaschine mit einem Trommelvolumen ab 7 Kilogramm. Nutzen Sie für die Reinigung ein Flüssigwaschmittel und verzichten Sie unbedingt auf Weichspüler, da dieser die Federn verkleben könnte. Daunendecken müssen nur etwa alle 3 Jahre gewaschen werden.

heimwerker.de-Tipp: Federbetten sind zwar generell bis 60 °C waschbar, wir empfehlen, diese aber dennoch nur bei 40 °C zu reinigen. Die geringere Temperatur reicht aus, um die Daunendecke von Milben zu befreien und schont zugleich die Umwelt und den Geldbeutel.

Hochwertige Daunendecken sind Trockner-fest und sollten auch darin getrocknet werden, um sie vollständig von Restfeuchte zu befreien. Wählen Sie hierzu ebenfalls einen Trockner mit großer Trommel und fügen Sie Wasch- oder Tennisbälle hinzu, um die Daunen in der Decke beim Trocknen aufzulockern.

4.2. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Daunendecken-Testsieger gekürt?

Die Stiftung Warentest hat im November 2020 einen Test zu Daunendecken durchgeführt, bei dem zehn Bettdecken mit Preisen von 100 bis 450 Euro Ihre Qualität beweisen mussten. Zum Testsieger wurde dabei eine Daunendecke von Vita Schlaf gekürt, die zugleich auch das teuerste Modell im Feld war. Aber auch einige günstige Daunendecken konnten mit guten Noten abschneiden. Den kompletten Artikel inklusive Testtabelle können Sie gegen eine geringe Gebühr auf den Seiten der Verbraucherorganisation einsehen.

4.3. Eignen sich Daunendecken auch für Allergiker?

Hausstaubmilbe

Hausstaubmilben nisten vorwiegend in Matratzen, das bedeutet, dass auch Allergiker nicht grundsätzlich vor dem Kauf einer Daunendecke zurückschrecken müssen.

Hausstaubmilben nisten vorwiegend in Matratzen, das bedeutet, dass Sie als Allergiker nicht grundsätzlich vor dem Kauf einer Daunendecke zurückschrecken müssen. Es gibt aber einige Dinge, die Sie beachten sollten, um das Risiko einer allergischen Reaktion möglichst gering zu halten:

  • Lüften Sie Ihre Schlafräume regelmäßig, um einem feuchten, milbenfreundlichen Klima vorzubeugen.
  • Waschen Sie Ihre Bettwäsche in regelmäßigen Abständen bei mindestens 60 Grad, um eventuell vorhandene Milben abzutöten.
  • Tauschen Sie Ihre Bettwäsche nach längerem Gebrauch ggf. gegen ein neues Modell aus.
  • Ziehen Sie Schutzbezüge („Encasings“) über Ihre Bettwäsche, um sich vor Hausstaubmilben zu schützen.

4.4. Welche Marken und Hersteller von Daunendecken gibt es?

Aus diversen Daunendecken-Tests geht hervor, dass es Daunendecken in den unterschiedlichsten Preisklassen gibt. Zu den bekanntesten Marken und Herstellern von Daunendecken gehören:

  • Vita Schlaf
  • Schlafkönig
  • Schäfer
  • Hanskruchen
  • Manteuffel
  • Böhmerwald
  • Irissette
  • Häussling

4.5. Wo kann man Daunendecken kaufen?

Daunendecke gefaltet

Daunendecken gibt es z.B. bei IKEA, Karstadt oder Galeria Kaufhof. Die gängigen Maße für normale Daunendecken sind 135 x 200 cm und für etwas breitere Daunendecken 155 x 220 cm.

Daunendecken können Sie im stationären Fachhandel oder online, z. B. bei Amazon, Otto oder Baur, erwerben. Auch der stationäre Handel bietet eine Reihe von Verkaufsstätten. So gibt es Daunendecken beispielsweise bei IKEA, Karstadt oder Galeria Kaufhof. Auch das Dänische Bettenlager bietet zahlreiche Daunendecken an. Auch lokale Discounter wie Aldi oder Lidl haben regelmäßig Daunendecken im Angebot.

Ganz gleich, wo Sie Ihre Daunendecke letztendlich kaufen, sollten Sie darauf achten, dass Ihre Anforderungen in Hinblick auf Maße, Waschbarkeit und Wärmegrad erfüllt sind.

Daunendecken entsorgen: Hochwertige Daunendecken sind 100% Bio. Auf dem Wertstoffhof können Sie alte Daunen oftmals mit dem Grüngut entsorgen, der Bezug der Daunendecke gehört allerdings in den Restmüll.

4.6. Was kostet eine Daunendecke?

Die Preise für Daunendecken (z. B. von IKEA) beginnen bei etwa 150 Euro und hängen maßgeblich von der Größe der Decke und der Füllung ab. Große, hochwertige Modelle mit reiner Daunenfüllung können sogar bis zu 1.000 Euro kosten. In Deutschland sind die gängigsten Größen für Daunendecken 135 x 200 cm und für etwas breitere Daunendecken 155 x 220 cm. Daunendecken für Kinder sind in ihren Abmessungen entsprechend kleiner und daher meist auch etwas günstiger. Ebenso wie andere Bettdecken und Kissen sind Daunendecken bereits für Kinder ab 3 Jahren geeignet.

mwHANNAH sagt zu unserem Vergleichssieger