Kaufberatung zum Sägekettenschärfgerät Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Ein Sägekettenschärfgerät sorgt dafür, dass Ihre Kettensäge Höchstleistungen erbringen und mit scharfen Schneidezähnen agieren kann.
  • Wer ein Sägekettenschärfgerät kaufen möchte, sollte auf eine gute Handhabung und einen gut ausgeleuchteten Arbeitsbereich achten. Ein schwenkbarer Schleifkopf, eine Tiefenbegrenzung und eine winkelverstellbare Spannvorrichtung sind hierbei entscheidend.
  • Beim Blick auf die technischen Daten sind die Leerlaufdrehzahl, die Leistungsaufnahme und der Scheibendurchmesser entscheidend – falls Sie Ersatzscheiben kaufen müssten.

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Neue Kettensägen sind sehr scharf, doch nach einigen Einsätzen lassen die Schneidezähne nach. Die Säge schneidet nicht mehr so leicht, es entstehen Brandspuren im Holz. Damit macht das Arbeiten keinen Spaß. Wenn Sie Ihre Kettensäge nur ein- oder zweimal im Jahr benutzen, bringen Sie die Kette einfach zu einem Fachmann, der sie wieder schärft. Wenn Sie Ihre Säge jedoch häufiger in Gebrauch haben, lohnt es sich, in einen Sägekettenschärfer zu investieren.

Worauf es neben den Maßen eines Sägekettenschärfgeräts (Größe, Breite, Höhe, Länge) ankommt und ob es die Geräte in unterschiedlichen Farben und Designs gibt, hat die Redaktion von Heimwerker.de in diversen Sägekettenschärfgeräte-Tests im Internet recherchiert und in der folgenden Kaufberatung 2021 zusammengefasst. Auch worauf es in puncto Akkulaufzeit, Kabellänge und die Größe der Scheiben ankommt sowie ob ein Gerät mit Akku oder Kabel die bessere Wahl ist, ist Thema in diversen Sägekettenschärfer-Tests im Internet.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Für Heimwerker empfehlenswert sind automatische Sägekettenschärfgeräte. Sie liefern gute Ergebnisse und sind preiswert. Profi-Sägekettenschärfgeräte sind vollautomatische Sägekettenschärfgeräte, doch der Anschaffungspreis mit 2.000 Euro oder mehr sprengt den Rahmen der meisten Heimwerker.

1. Wie funktioniert ein Sägekettenschärfgerät?

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Das Funktionsprinzip ist immer gleich: In die Spannvorrichtung spannen Sie die Kette ein und starten den Schärfvorgang.

Das automatische und das vollautomatische Sägekettenschärfgerät haben das gleiche Funktionsprinzip. Sie bestehen aus einem Schwenk- bzw. Schleifkopf. Darin ist die passende Schleifscheibe befestigt. In die Kettenspannvorrichtung spannen Sie die Sägekette ein und beginnen dann mit dem Schärfen. Beim automatischen Sägekettenschärfgerät müssen Sie die Sägekette immer einen Schneidezahn weiterschieben und die Sägekette in die richtige Position bringen.

Wichtig ist der richtige Winkel. Doch das ist in der Anleitung zum Sägekettenschärfgerät genau beschrieben und lässt sich je nach Hersteller und Marke nachlesen. Als grober Richtwert gilt: Ein Winkel zwischen 25 und 35 Grad bringt bei den meisten Modellen die besten Ergebnisse.

Sicherheitshinweis der Heimwerker.de-Redaktion: Beim Arbeiten mit einem Sägekettenschärfgerät sollten Sie unbedingt die passende Schutzkleidung tragen. Die Mindestausstattung besteht aus Schutzbrille, Gehörschutz und Handschuhen. Wenn Sie mit der Kettensäge arbeiten, sollten Sie zusätzlich eine Schnittschutzhose und eine Schnittschutzjacke tragen.

2. Was ist beim Kauf eines Sägekettenschärfgerätes laut Tests im Internet zu beachten?

Lautstärke

Die meisten Kettenschleifgeräte sind laut bis sehr laut. Die Lautstärke der Geräte ist mit mehr als 80 dB angegeben. Deshalb sollten Sie beim Arbeiten mit dem Schleifgerät unbedingt einen Gehörschutz tragen.

Spannvorrichtungen und Schleifscheibe sorgen am Sägekettenschärfgerät dafür, dass die Schneidezähne der Sägekette alle wieder gleichmäßig scharf werden. Bei den meisten Geräten ist mindestens eine Schleifscheibe im Lieferumfang enthalten.

Der Kettenschärfer vibriert sehr stark beim Schleifen. Damit sich diese Vibrationen nicht auf das Schleifergebnis auswirken, ist es notwendig, das Gerät fest an der Arbeitsfläche zu befestigen. Sie sind mehr für den stationären Gebrauch gedacht. Besonders angenehm und sicher halten Sie das Sägekettenschärfgerät in der Hand, wenn die Griffe mit rutschfesten Gummiüberzügen versehen sind. Dabei sind Farbe und Design der verschiedenen Geräte herstellerspezifisch.

2.1. Welche Arten von Sägekettenschärfgeräten gibt es?

Grundsätzlich lassen sich zwei Typen unterscheiden: das Elektro-Sägekettenschärfgerät und das Sägekettenschärfgerät mit Akku.

Sägekettenschärfgeräte-Typ Merkmale
Elektro-Sägekettenschärfgerät mit Kabel

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  • feste Installation in der Werkstatt
  • Anschluss an das Stromnetz
  • Betrieb mit jeder haushaltsüblichen Steckdose möglich
  • unbegrenzte Nutzungsdauer
  • die meisten Geräte haben ein eher kurzes Kabel mit 1 bis 2 m Länge
  • hochwertige Geräte auch für den professionellen Einsatz geeignet
  • nur stationäre Nutzung möglich
Akku-Sägekettenschärfgerät

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  • muss ebenfalls fixiert werden
  • braucht keine externe Stromversorgung
  • arbeitet mit 12 Volt Spannung
  • mit entsprechendem Zubehör funktioniert das Gerät auch mit einer Fahrzeugbatterie
  • mobile Einsatzmöglichkeiten, wo es keine Stromversorgung gibt
  • die Akkulaufzeit beträgt bei guten Geräten bis zu 3,5 h
  • bis zu 2.000 Ladezyklen möglich

2.2. Welches Material ist empfehlenswert?

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Bezüglich der Materialwahl gilt: Metall und Gusseisen sind robuster als Kunststoff und sorgen für ein gutes Schärfergebnis.

Auf dem Markt gibt es sehr günstige Sägekettenschärfgeräte aus Kunststoff. Die Geräte sind nicht so stabil und es bedarf viel Gefühl, um damit ein ordentliches Schleifergebnis zu erzielen. Wesentlich stabiler sind Sägekettenschärfer aus Gusseisen oder Metall. Zudem arbeiten sie auch viel präziser.

Das Gewicht der Sägekettenschärfgeräte ist sehr unterschiedlich, in Abhängigkeit von den verwendeten Materialien. Das spüren Sie schon, wenn Sie das Sägekettenschärfgerät in die Hand nehmen. Sie können davon ausgehen, dass die schwereren Geräte aus hochwertigeren Materialien hergestellt und besser ausgestattet sind. Das Gewicht spielt allerdings insofern keine Rolle, da die Geräte fest installiert sein müssen, um ordentlich damit arbeiten zu können.

2.3. Was ist mit Blick auf die Leerlaufdrehzahl und die Kettenspannvorrichtung zu beachten?

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Hohe Umdrehungszahlen versprechen mit einer großen Scheibe ein genaueres Schleifergebnis, allerdings auch einen hohen Materialabtrag.

Die Leerlaufdrehzahl der verschiedenen Geräte bewegt sich zwischen circa 2.500 U/min und 5.000 U/min. Hohe Umdrehungszahlen, in Verbindung mit einer großen Schleifscheibe, versprechen ein genaueres Schleifergebnis. Allerdings entstehen dabei auch mehr Wärme und mehr Lärm. Dadurch kann der Werkstoff beschädigt werden.

Mit einem Kettenschleifgerät mit 3.000 U/min und einer Schleifscheibe mit großem Außendurchmesser erreichen Sie sehr gute Schleifergebnisse und der Materialabtrag an der Sägekette ist nicht so hoch.

Normalerweise müssen Sie die Sägekette aus dem Schärfgerät nehmen, um die Zahnreihe zu wechseln, und die Sägekette andersherum wieder einsetzen. Wollen Sie dies in einem Durchgang tun, brauchen Sie ein Schleifgerät mit schwenkbarer Kettenspannvorrichtung und beidseitig schwenkbarem Schwenkkopf. Diese Ausstattung haben die etwas hochpreisigeren Profi-Sägekettenschärfgeräte fast alle.

2.4. Kann das Gerät den Tiefenbegrenzer ebenfalls abschleifen?

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Um manuell nacharbeiten zu können, eignet sich eine Feile. Sie kann für den Feinschliff sorgen.

Der Tiefenbegrenzer sollte 0,65 mm Höhendifferenz aufweisen. Beim Schleifen der Kette ist es deswegen wichtig, auch den Tiefenbegrenzer abzuschleifen. Einige Sägekettenschärfgeräte sind mit Tiefenbegrenzer inklusive Messskala ausgestattet. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, müssen Sie manuell nacharbeiten. Dafür ist es sinnvoll, zum Sägekettenschärfgerät eine entsprechende Feile zu haben.

In diversen Sägekettenschärfgeräte-Tests im Internet kursiert in diesem Zusammenhang regelmäßig die Frage, ob ein Sägekettenschärfgerät einer Feile vorzuziehen ist. Die Antwort lautet: manchmal ja. Das sind die Vor- und Nachteile einer Feile im Überblick:

    Vorteile
  • geringer Materialverschleiß, schonendes Schleifverfahren
  • günstigere Anschaffung
  • feiner Schliff, schärfere Zähne
  • schnell einsatzbereit (da stromlos)
    Nachteile
  • anstrengende Handarbeit
  • zeitintensiv
  • ungleichmäßiges Schärfen
  • Abweichung vom idealen Winkel

2.5. Welche Scheibe für das Sägekettenschleifgerät ist die richtige?

Wenn Sie für Ihr Sägekettenschärfgerät Ersatzscheiben kaufen wollen, müssen Sie auf den Durchmesser, den Innendurchmesser und die benötigte Breite achten.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Eine Diamantscheibe für das Sägekettenschärfgerät zu kaufen, ist dann sinnvoll, wenn Sie das Gerät regelmäßig und viel benutzen. Die Anschaffungskosten sind um einiges höher als bei konventionellen Schleifscheiben. Mit einer Diamantscheibe können Sie mit Ihrem Sägekettenschärfgerät auch Hartmetall-Sägeketten schärfen.

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Für Heimwerker empfehlenswert sind automatische Sägekettenschärfgeräte. Sie liefern gute Ergebnisse und sind preiswert. Profi-Sägekettenschärfgeräte sind vollautomatisch.

2.6. Braucht eine Sägekettenschärfgerät viel Strom?

Auf allen Geräten ist die Leistungsaufnahme in Watt angegeben. Daraus können Sie den Stromverbrauch in etwa ableiten oder ausrechnen. Dazu müssen Sie in etwa wissen, wie lange Sie das Gerät jeden Monat nutzen. Diese Zahl multiplizieren Sie mit der Wattzahl und erhalten die Wattstunden, um daraus dann die Stromkosten auszurechnen:

Leistung x Betriebszeit = Stromverbrauch in Wh

Den so errechneten Wert teilen Sie noch durch 1.000 und dann können Sie das Ergebnis mit Ihrem Strompreis pro kWh multiplizieren, um so den Stromkosten zu erhalten.

2.7. Was kostet ein Sägekettenschärfgerät?

Sägekettenschärfgeräte gibt es grundsätzlich in drei Kategorien.

Anschaffungskosten Eignung
Geräte bis 50 Euro für den gelegentlichen oder kurzfristigen Gebrauch geeignet
Geräte von 50 bis 100 Euro stabil und höherwertig
Geräte für mehr als 100 Euro hochwertig; Sägekettenschärfgerät mit Rechts-Linkslauf

3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Sägekettenschärfgeräten-Vergleich

3.1. Wie ist zu erkennen, ob eine Schleifscheibe defekt ist?

Um zu erkennen, ob die Scheibe noch funktionstüchtig ist, machen Sie eine einfache Klangprobe. Kleine Scheiben können Sie auf einen Dorn stecken, die größeren können Sie auf den Boden stellen. Dann klopfen Sie die Scheibe ab und verwenden dabei einen nichtmetallischen Gegenstand. Defekte Scheiben haben einen dumpfen Klang und scheppern leicht. Scheiben, die funktionstüchtig sind, lassen einen klaren Klang hören. Im Zweifel sollten Sie die Scheibe lieber austauschen.

3.2. Was ist das beste Sägekettenschärfgerät?

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Eine pauschale Aussage darüber, welches Sägekettenschärfgerät das Beste ist, können nur Sie selbst nach einem umfangreichen Vergleich treffen. Das hängt nämlich auch von der Nutzung ab.

Aus den Reihen der Verbraucherschützer gibt es darauf keine Antwort. Die Stiftung Warentest hat noch keinen Sägekettenschärfgerät-Testsieger gekürt. Ihre Wahl hängt nämlich ganz davon ab, wie oft oder wie lange Sie Ihre Kettensäge benutzen und inwiefern Sie entsprechend scharfe Sägeketten brauchen. Wenn Sie jeden Winter Ihr Brennholz selbst schneiden, kommen Sie um ein gutes Sägekettenschärfgerät nicht herum. Wenn Sie allerdings nur einmal im Jahr ein paar Bäume im Garten damit stutzen, können Sie auch Ihren Dremel als Sägekettenschärfgerät benutzen. Dafür gibt es spezielle Aufsätze. Eine weitere Möglichkeit ist ein manuelles Sägekettenschärfgerät. Mit einem manuellen Sägekettenschärfgerät erhalten Sie auch gute Ergebnisse. Der gesamt Vorgang dauert nur etwas länger. Versierte Handwerker können mit ihrem Sägekettenschärfgerät einen Kantenschliff machen, der für einige Sägeketten notwendig ist.

3.3. Welcher Winkel beim Kettenschärfen?

Je nach Sägekette ist ein anderer Winkel beim Schleifen anzuwenden. Sie können in der Anleitung zu Ihrem Sägekettenschärfgerät nachlesen, wie Sie das Sägekettenschärfgerät richtig einstellen. Anhand entsprechender Tabellen können Sie den Kettentyp leicht identifizieren. Als Faustregel gilt: Der Schärfwinkel sollte zwischen 25 und 35 Grad liegen. Dieser Schleifwinkel sorgt für eine gute Leistung und eine verringert Vibrationen beim Schneiden. Für Halbmeißelketten wird in diversen Sägekettenschärfgeräten-Tests im Internet der 30-Grad-Winkel empfohlen, für Vollmeißelketten der 25-Grad-Winkel. Für den Unterschliff ist der 10-Grad-Winkel richtig. Ketten von Oregon werden im 55- bis 60-Grad-Winkel geschliffen.

3.4. Was kostet das Schärfen einer Sägekette?

Bei den meisten Anbieter zahlen Sie zwischen 5 und 10 Euro, wenn Sie Ihre Sägekette schleifen lassen. Die Profis haben auch Sägekettenschärfgeräte für Hartmetall-Sägeketten. Das Schleifen dieser Ketten kostet etwa 20 Euro.

3.5. Welche Hersteller bieten gute Sägekettenschärfgeräte an?

Neben den bekannten Marken Stihl, Güde, Makita, Husqvarna und Einhell gibt es auch Marken wie Oregon oder Maxx und die Eigenmarken verschiedener Baumärkte wie Obi. Discounter wie Aldi oder Lidl sind nicht die richtige Adresse, um dort ein Sägekettenschärfgerät zu kaufen. Stattdessen lohnt sich ein umfassender Sägekettenschärfgerät-Vergleich.

Güde GmbH & Co. KG sagt zu unserem Vergleichssieger