Schalter und Steckdosen einbauen

Die Zeiten, als Schalter und Steckdosen im elfenbeinfarbenen Standard-Design eingebaut wurden und nur die Funktionen "Ein" und "Aus" kannten, sind vorbei. Denn moderne Schalter und Steckdosen haben nicht nur mehr in Sachen Form und Farbe zu bieten, sondern auch beim Thema Sicherheit und Komfort. Dadurch gibt es sie in unterschiedlichen Ausführungen, die wir in diesem Beitrag vorstellen.

Außerdem erklären wir, wie man einen Schalter und eine Steckdose selber installiert. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn die Arbeit an Elektroanschlüssen birgt für fachfremde Personen große Risiken.


Hinweise vor dem Einbau

Die Arbeit an Elektroanschlüssen ist immer mit einem hohen Gesundheitsrisko verbunden. Aus diesem Grund sollten Heimwerker diese Sicherheitshinweise beachten und sich im Zweifelsfall an einen Elektriker wenden.
Vor der Installation der Steckdose muss immer der Strom abgeschaltet und die Sicherung, z. B. mit einem Klebestreifen, versehen werden, um versehentliches Einschalten durch eine andere Person zu verhindern. Anschließend muss man mit einem Spannungsmesser die Leitung auf Spannungsfreiheit überprüfen. Jetzt führt man an einer anderen Steckdose einen Gegentest durch, um sicherzustellen, dass das Gerät einwandfrei funktioniert und sich tatsächlich keine Spannung auf dem ersten Anschluss befindet. Erst danach sollte die Steckdose oder der Schalter innerhalb der Installationszonen eingebaut werden.

Anleitung: Steckdose und Schalter anschließen

Nach den Sicherheitsvorkehrungen lässt sich die Steckdose anschließen:
Zuerst löst man die Schraube aus dem Mittengewinde der Steckdose und zieht die Abdeckung heraus. Dabei löst sich automatisch auch der Rahmen. Anschließend werden die beiden Spreizkrallenschrauben herausgedreht, damit man den Steckdoseneinsatz herausziehen kann. Danach wird der stromführende Leiter, der Schutz- und der Neutralleiter gelöst.

Den stromführenden Außenleiter und den Neutralleiter schließt man an den Klemmen der nebeneinander liegenden Kontaktbuchsen an. Der grüngelbe Schutzleiter gehört an die mittlere Anschlussklemme. Die beiden äußeren Schrauben dienen zur Befestigung der Spreizkrallen. Das Aderende wird links vom Schraubenschaft unter den Schraubenkopf geschoben, damit es sich beim Andrehen nicht herausschiebt.
Durch die Verbindung der einzelnen Anschlussklemmen untereinander lassen sich übrigens auch zwei oder drei Steckdosen miteinander koppeln. Nun drückt man den Einsatz in die Dose und zieht die beiden seitlichen Schrauben an, sodass die Spreizkrallen in der Einbaudose auseinandergedrückt werden.

Achtung! Die Montagekralle des Steckereinsatzes darf keine Leitungen berühren oder sogar beschädigen. In Hohlwanddosen halten keine Spreizkrallen. Hier wird der Schaltereinsatz rechts und links durch die seitlichen Langlöcher hindurch mit den Geräteschrauben in den Hohlwanddosen befestigt.

Danach montiert man in dieser Reihenfolge weiter:

  1. Zuerst wird der Rahmen und dann die Abdeckung auf den Steckdoseneinsatz gesetzt.
  2. Die Mittelschraube wird angezogen.
  3. Abschließend prüft man nach dem Einschalten des Stromes die Funktionsfähigkeit mit dem Phasenprüfer.

Auch die Schaltereinsätze werden mit Spreizkrallen – bei Hohlraumdosen mit Geräteschrauben – befestigt. Danach geht es in der hier gezeigten Reihenfolge weiter:

  1. Den Rahmen über den Einsatz halten
  2. das Zwischenstück eindrücken und die Wippe einrasten lassen.

Zusätzlich lassen sich an allen handelsüblichen Steckdosen sowohl Kindersicherungen als auch Nacht- und Orientierungslichter anbringen.

Auf- und Unterputz-Steckdose

Mehrfachstecker ersetzen fehlende Steckdosen in Wohnräumen

Ob man eine Auf- oder Unterputz-Steckdose verbaut, hängt von dem Einsatzort und der gewünschten Funktion ab: Während in Werkstätten, Kellern und Hobbyräumen in der Regel Aufputz-Steckdosen eingebaut werden, verwendet man in Wohnräumen in die Wand eingelassene Unterputz-Steckdosen. Diese können ohne Stemm- oder Verputzarbeiten erweitert, umgestaltet und sogar deinstalliert werden. Die Zahl der Unterputz-Steckdosen in einem Raum ist ohne Wandarbeiten nur mit Mehrfachsteckern erweiterbar. Allerdings haben sich diese mittlerweile von einer Notlösung zu einer sicheren Variante entwickelt, um einen Raum mit mehr Anschlüssen auszustatten.

Voraussetzung für diese Elektroanschlüsse ist immer eine fachgerecht verlegte Stromzuleitung und eine sorgfältige Installation. Im Innenbereich sind Leitungen und Unterputz-Einbaudosen in der Regel schon vorhanden, sodass sich die Bewohner lediglich für die gewünschten Steckdosen entscheiden müssen. Diese sind in vielen Designs und in unterschiedlichen Modellen erhältlich, z. B. mit Netzschalter, als Funksteckdose mit Fernbedienung oder sogar abschließbar.

Spezielle Steckdosen

Steckdosenaufsatz mit Netzschalter

Steckdosen für Feuchträume

In Feuchträumen, wie Küche und Bad, sind in der Regel sog. Feuchtraum-Steckdosen integriert. Diese besitzen einen Sicherheitsdeckel, der die Feuchtigkeit abhält. Sie sind in verschiedenen Farben und Ausführungen erhältlich und lassen sich problemlos in die Raumgestaltung integrieren.

Sicherheitssteckdosen für Hobbykeller

Ebenso gibt es spezielle Modelle, die überall dort eingesetzt werden, wo Heimwerker regelmäßig werkeln, z. B. im Hobbykeller, in Gartenlauben und -häusern. Im Gegensatz zu den Feuchtraum-Steckdosen ist ihr Design schlicht gehalten. Sie sind als einzelne und Mehrfachsteckdosen mit und ohne Netzschalter, Sicherheitsdeckel und mit Kindersicherung erhätlich.

Steckdosen mit Netzschalter für Elektrogeräte

Geräte verbrauchen im Standby-Modus weiterhin Strom, obwohl sie nicht verwendet werden. Bei Fernseher, Receiver, DSL-Modem und PC-Bildschirm kommt im Laufe des Jahres so ein ordentlicher passiver Verbrauch im Haushalt zusammen. Doch das muss nicht sein! Hier schaffen Steckdosen mit Schalter Abhilfe. Während schaltbare Mehrfachstecker durchaus bekannt sind, ist die schaltbare Unterputz-Steckdose hierzulande eher selten.
Geräte ohne Netzschalter können mit einer Schalter-Steckdose vollständig ausgeschaltet werden.

Mehrfachstecker mit Überspannungsschutz

Mehrfachstecker haben ihren Status als ungeliebtes Provisorium heute weitgehend verloren: Ausgestattet mit Überspannungsschutz, Sicherungen und einem oder mehreren Schaltern können sie durchaus neben festinstallierten Lösungen bestehen. Zum Anschluss von Computersystemen, TV- und Video-Kombinationen oder Stereoanlagen sind sie bestens geeignet. Feuchtigkeitsunempfindliche Mehrfachstecker mit einem oder mehreren Deckeln können auch draußen oder in Feuchträumen eingesetzt werden. 

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Bildnachweis
1. "Steckdose"von piu700 / pixelio.de (Pixelio) Copyright: [piu700 / pixelio.de]
2. "Mehrfachsteckdose"von ©iStockphotos.com / Prill Mediendesign & Foto Copyright: [©iStockphotos.com / Prill Mediendesign & Foto]
3. "Schuko Schaltensteckdose [beschnitten]"von Thiemo Schuff (Wikimedia Commons) Lizenz: [CC BY-SA 3.0 DE] Copyright: [Thiemo Schuff CC BY-SA 3.0 DE]

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