Grundierung und Vorstreichfarbe

Grundlage des Streicherfolgs: Wand grundieren mit Vorstreichfarbe und Grundierungen

Vorstreichfarbe und Grundierungen sind ein wesentlicher Bestandteil von Anstrichsystemen. Sie sind ausschlaggebend für ein zufriedenstellendes und lange anhaltendes Streichergebnis. Mit der Zeit setzen sich hartnäckige Flecken wie Nikotin, Ruß und Fett an den Wenden fest. Selbst beim Überstreichen mit günstiger Malerfarbe schlagen die Flecken immer wieder durch. Nur spezielle Isolierfarben bringen eine zufriedenstellende Lösung. Die Auswahl der richtigen Grundierung erfolgt nach Art und Zustand des Untergrundes, nach der gewünschten Schutzfunktion und dem geplanten Endanstrich.

Das Gebindeetikett der ausgewählten Farbe enthält alle notwendigen und wichtigen Informationen: von der Untergrundvorbehandlung über Produkteigenschaften, Anstrichaufbau, geeignete Verarbeitungswerkzeuge, Reinigung, Verdünnung, Lagerung, Streichreichweite, Inhaltsstoffen, Sicherheitsratschläge bis hin zur umweltgerechten Entsorgung. Die textliche Information wird durch bildliche Darstellung und Piktogramme unterstützt. Der Heimwerker ist aufgrund der Verpackungsgestaltung in der Lage, das für seine Bedürfnisse am besten geeignete Produkt auszuwählen, um so sein gewünschtes Streichergebnis zu erreichen.

Tiefengrund für Gipskartonplatten und Gipsfaserplatten

Gipskarton grundieren und streichen

Gipskartonplatten kommen meistens bei der Verkleidung von nachträglich eingezogenen Wänden und beim Dachausbau zum Einsatz, denn sie sind einfach zu verarbeiten und eignen sich als speziell imprägnierte Platten sogar für Feuchträume, wie Küche und Badezimmer. Außerdem bieten sie verschiedene Methoden der Gestaltung, z. B. lassen sie sich streichen, tapezieren und sogar fliesen.
Wer aber Gipskarton streichen oder tapezieren möchte, muss zuvor einen Tiefengrund auftragen. Andernfalls verliert die Farbe auf dem stark saugenden Untergrund an Deckkraft und die Tapete lässt sich später nur schwer entfernen. Die Grundierung ist jedoch sehr einfach, sodass auch Personen mit geringen Renovierungserfahrungen sie selber durchführen.

Die folgenden Tipps erklären, wie herkömmliche Gipsplatten und Gipsfaserplatten mit Tiefengrund behandelt werden und was beim Streichen zu beachten ist.

Gipskartonplatten bestehen aus einem Gipskern sowie Deckschichten aus Pappe und zeichnen sich durch ihre geringes Eigengewicht sowie einen guten Widerstand gegenüber Feuer aus. Deshalb dienen sie häufig zur Decken- und Wandverkleidung. Allerdings gehören sie zu den stark saugenden Untergründen, sodass eine Grundierung vor dem Streichen und Tapezieren unbedingt erforderlich ist. Für Gipsplatten ist spezieller Tiefengrund, auch Haft- oder Tiefgrund genannt, erhältlich.

Fehlt vor dem Streichen des Gipskartons die Grundierung, nehmen die Platten den Großteil des in der Farbe enthaltenen Bindemittels auf. Dadurch wird ihre Deckkraft und Festigkeit reduziert, sodass die Farbe bei späteren Anstrichen abplatzen kann. Sind die Gipskartonplatten regelmäßig dem Sonnenlicht ausgesetzt, verfärben sich die Inhaltsstoffe und es entstehen unschöne Flecken.

Ein ähnliches Problem ergibt sich beim Tapezieren: Wird die alte Tapete entfernt, bleibt sie an der Kartonage hängen und beschädigt unter Umständen die obersten Pappschichten. Die daraus entstehenden Risse lassen sich nur mit Spachtelmasse wieder reparieren. Um dies zu verhindern, sollten Heimwerker den Tiefengrund vor dem Anbringen der Tapete auf den Gipsplatten auftragen. Noch besser eignen sich spezielle Grundierungen für Tapzieruntergründe. Dazu erfahren Sie weiter unten Näheres.

Tiefengrund auftragen

Neben speziellen Tiefengründen für stark saugende Untergründe gibt es lösemittelfreie, universelle Haftgründe, die sich ebenfalls für Gipsplatten eignen. Sie regulieren die Saugfähigkeit des Untergrundes und erleichtert die Bearbeitung. Vorhandene Beschädigungen sollten zuvor mit Spachtelmasse ausgebessert werden. Außerdem sollten Tiefengrund und Farbe möglichst von dem gleichen Hersteller stammen, um Verfärbungen zu vermeiden.

Die Grundierung wird mit einer Deckenbürste, Malerrolle oder einem Maurer-Quast unverdünnt auf die Gipskarton- und Gipsfaserplatten aufgetragen und gleichmäßig verstrichen. Je nach Produkt beträgt die Trockenzeit zwischen drei und zwölf Stunden. Als Alternative zum Haftgrund eignet sich ebenfalls unverdünnter Tapeziergrund, mit dem die Platten behandelt werden. Nach der Behandlung mit Haftgrund lässt sich der Gipskarton normal streichen oder tapezieren.

Grundierung mit dem Quast auftragen
Mit Quast oder Deckenbürste lässt sich eine Universalgrundierung schnell auftragen.

Vor dem Tapezieren: Grundierung auf die Wand streichen

Wenn eine Tapete optimal halten und sich leicht verarbeiten lassen soll, muss der Untergrund perfekt sein. Wände und Decken sollten deshalb trocken, sauber, eben, intakt, tragfähig und einheitlich saugfähig sein. Sind sie das nicht, ist eine Grundierung vor dem Tapezieren erforderlich.

Die Anwendung ist nicht weiter schwer: Mit einem Quast oder einer Deckenbürste lässt sich eine Universalgrundierung schnell auftragen. Beachten Sie die Herstellervorschriften wegen der Trocknungszeiten und einer eventuell notwendigen Verdünnung mit Wasser. Welche Grundierung Sie verwenden, richtet sich nach dem Untergrund. Eine Orientierung bietet unsere kleine Tabelle:

Untergrund Grundierung Eigenschaften Auftrag
Neuer Putz und einheitlich gefärbter Putz Universal-Grundierung für Tapeten Transparent, wasserdampfdurchlässig, saugregulierend, verfestigend Mit Pinsel oder Quast unverdünnt (bei stark saugenden Untergründen) oder nach Herstelleranleitung verdünnt
Alter und rauer Putz, uneinheitlich gefärbter Untergrund, Gipskartonwände Pigmentierte Spezialgrundierung Deckend gefärbt, saugregulierend, verfestigend, nassfest Mit der Rolle unverdünnt auftragen, leicht verdünnt auch spritzbar
Nicht saugfähige Wände Haftgrundierung Gefärbt, haftvermittelnd, auch gekörnt erhältlich Mit Rolle oder Pinsel auftragen
Pigmentierte Grundierung rollen
Mit dem Wechsel von gespachtelten Fugen und grauen oder grünen Platten kann eine Gipskartonwand durch dünne Tapeten hindurchscheinen. Hier ist eine pigmentierte Grundierung sinnvoll.
Haftgrund mit der Rolle streichen
Saugt die Wand gar nicht oder nur schwach, muss eine haftvermittelnde Grundierung vorgestrichen werden. Der Haftgrund ist ebenso einfach zu verarbeiten wie die übrigen Grundierungen.

Tiefengrund, ganz gleich ob lösemittelfrei oder lösemittelhaltig, kann beim Tapezieren etwas heikel werden. Er eignet sich zwar – wie weiter oben beschrieben –  grundsätzlich dazu, die Saugkraft zu stark saugender Untergründe zu reduzieren, diese Wirkung ist aber schwer dosierbar. Verwendet man ihn statt einer speziellen Grundierung, sperrt man allzu leicht die Wand nahezu vollständig ab, und die Haftung der Tapete verschlechtert sich. Zudem wird die Fähigkeit eines Kalk-, Gips- oder Lehmputzes behindert, überschüssige Luftfeuchtigkeit zu speichern und bei Bedarf wieder an die Raumluft abzugeben.

Hier ist es also sinnvoll, ein Produkt zu verwenden, das einerseits auf die Wand abgestimmt und andererseits vom Hersteller ausdrücklich als Grundierung vor dem Tapezieren vorgesehen ist. Damit liegt man anwendungstechnisch auf der sicheren Seite und kann bei der Regulierung der Saugfähigkeit nicht so leicht übers Ziel hinausschießen.

Nikotinsperre - Nikotinflecken und Rostflecken überstreichen

Isolierfarben zur Abdeckung hartnäckiger Nikotinverfärbungen

Nikotinverfärbungen in einer Gaststätte: So werden die Nikotinflecken mit Nikotinsperre überstrichen.

Nikotinflecken lassen sich erst mit einem speziellen Sperrgrund ("Nikotinsperre") dauerhaft abdecken. Denn Fleckenbildung durch Ausbluten und Durchschlagen von löslichen Substanzen aus dem Untergrund ist selbst bei den Profis des Malerhandwerks besonders gefürchtet.

Besonders stark betroffen waren (vor den offiziellen Rauchverboten) vor allem Gaststätten- und Kneipenwände. Doch auch in Privatwohnungen starker Raucher müssen bei Renovierungsarbeiten immer wieder gelbliche Nikotinflecken überdeckt werden.

Versucht man, die Flecken mit herkömmlichen Dispersionsfarben zu überstreichen, ist der Erfolg oft nur von kurzer Dauer. Denn das in der Farbe enthaltene Wasser löst das Nikotin an, welches dann durch die Beschichtung durchschlägt und sich wieder gelblich an der Oberfläche zeigt - dann aber über die gesamte Wand verteilt.

Außerdem muss oft auch noch der Geruch der Nikotinablagerungen überdecktwerden. Der Geruch entsteht, weil beim Rauchen schädliche Schwebstoffe abgesondert werden, die sich an der Wand ablagern. Wenn diese Schwebstoffe (z.B. durch wasserlösliche Dispersionen) wieder gelöst werden, entsteht der Geruch auch lange nach Auszug des Rauchers immer wieder neu. Die Nikotinsperre bindet diesen unangenehmen Geruch aber direkt in der Wand.

Die Nikotinsperrfarben als Isoliergrund sind in Baumärkten und Maler-Fachhandel erhältlich. Sie sind in der Regel deutlich teurer als normale Dispersionsfarben, was sich bei hartnäckigen Verfärbungen und Gerüchen jedoch rentiert. Verarbeitet wird die Nikotinsperre wie eine normale Innenfarbe. Besonders betroffene Stellen und starke Verfärbungen sollten eventuell vorgestrichen werden (s. Abbildung).

Isolierfarben, die Lösemittel oder Weichmacher enthalten, sollten aus gesundheitlichen Gründen vermieden werden.

Nikotinsperrgrund eignet sich ebenfalls zum Überdecken weiteren Unschönheiten auf der Wand:

  • Rostflecken
  • Dunkle Astlöcher in Holztäfelungen
  • Ölflecken oder Fettflecken
  • Rußflecken
  • Angetrocknete Wasserflecken

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Sperrgrund

Tapeten sollten vor einem neuen Wandbelag mit Sperrgrund gestrichen werden. Foto: Knauf Bauprodukte

Auch wenn qualitativ gute Wandfarben in der Regel erstklassig abdecken: Ruß, Nikotin und Vergilbungsflecken, aber auch Omas Tapete lassen sich nicht einfach überstreichen. Vorher muss eine spezielle Grundierung aufgetragen werden. Ohne diese Vorarbeiten hält die Freude am frisch renovierten Zuhause möglicherweise nicht lange an, denn meistens kommen die Flecken wieder. Besser ist es also, vor dem Streichen oder Tapezieren die entsprechenden Bereiche zu behandeln. Grundierungen gibt es für viele Untergründe und Anlässe, in diesem Fall kommt jedoch nur ein so genannter Sperrgrund in Frage.

Sperrgrund enthält weiße Farbpigmente und deckt im Unterschied zu farblosen Voranstrichen Flecken oder alte Tapetenmuster wirkungsvoll ab. Mit seinen „sperrenden“ Eigenschaften verhindert er, dass dunkle oder vergilbte Stellen bzw. gemusterte Untergründe nach einiger Zeit wieder durchscheinen. Bei starken Verfärbungen etwa in Zimmerecken oder an der Decke sollte bei Bedarf sogar mehrfach grundiert werden. Gleichzeitig reguliert eine Sperrgrundierung die Saugfähigkeit des Untergrundes und bietet dem folgenden Wandbelag eine gute Haftung.

Robert Raschke, Trainer der DIY Academy, empfiehlt einen lösemittelfreien Sperrgrund. Er eignet sich für tapezierte, gestrichene oder verputzte Wände und Gipsplatten. Bei oberflächlichen Schimmelflecken muss vorher auf jeden Fall sichergestellt sein, dass die Ursache beseitigt ist. Erst dann kann die Stelle mit einem speziellen Reiniger behandelt, getrocknet und überstrichen werden

Isolierfarben: Komplettlösung gegen Flecken

Tipp-Ex für Wände

Auch diese Erfahrung können Renovierer sich sparen: Nikotinspuren lassen sich nicht einfach mit einer dunklen Wandfarbe überstreichen, denn dunkle Farben decken keineswegs besser ab. Bei Nikotinflecken oder Rostflecken hilft nur ein vorheriger Anstrich mit einem Sperrgrund, der die Flecken dauerhaft verbannt. Gleiches gilt für Holzlacke: Unbehandelte Holzoberflächen aus Kiefer sollten vor einem farbigen Anstrich unbedingt mit einem speziellen Acryl-Holzsperrgrund vorbereitet werden. Denn dieser sperrt die Holzinhaltsstoffe und verhindert, dass sie als gelblichbraune Verfärbung an die Oberfläche durchdringen. „Durchbluten“ nennt der Fachmann dieses Phänomen. Empfehlenswert ist in jedem Fall eine umweltfreundliche Grundierung auf Reinacrylatbasis. Im Außenbereich schützen spezielle Produkte zusätzlich vor Fäulnis, Bläue oder Pilzbefall und erweisen sich somit als unverzichtbare Schutzmaßnahme für alle Outdoorhölzer. Auch bei Balkongeländern aus Metall bildet erst eine geeignete Grundierung den notwendigen Rostschutz. Tipp des Paint Quality Institutes: Garagentore bestehen meistens aus verzinktem Metall, hier kommt nur eine NE(Nicht Eisen)-Grundierung in Frage.

Wer kennt das Problem nicht? Nikotin-, Ruß-, Fett- und Wasserablagerungen sind hartnäckige Flecken die immer wieder durchschlagen. Überstreichen mit herkömmlicher Wandfarbe genügt einfach nicht. Nur spezielle Absperrfarben bringen die richtige Lösung gegen diese hartnäckigen Flecken.

Im allgemeinen Sprachgebrauch bezeichnet man Grundierungen, die die schädlichen Einwirkungen des Untergrundes auf die nachfolgende Beschichtung verhindern können, als Isolierfarben. Eines der bekanntesten Produkte ist das "Universal Isolierweiss", das in Malerkreisen als "Kronengrund" bezeichnet wird. Gute Isolierfarben verhindern nicht nur das Austreten oder Durchschlagen löslicher Stoffe aus dem Untergrund, sie helfen auch gegen Nikotinablagerungen, wie sie durch starkes Rauchen entstehen, und gegen Wasserflecken, die durch einen Wasserschaden entstanden sein können. Neben Rußverschmutzungen und Wasserflecken können mit Hilfe von Isolierfarben auch Teerflecken, Verfärbungen durch Holzinhaltsstoffe und Kugelschreibern, Filzstiften andere Flecken dauerhaft abgesperrt werden.

Absperrgrund und deckender Anstrich zugleich

Um ein Durchwandern von unerwünschten Stoffen aus dem Untergrund sicher zu verhindern, müssen solche Isolierfarben einen porendichten Film bilden. Auch sollten sie schnell trocknen, matt und spannungsarm sein, nur dann sind sie eine brauchbare Grundlage für eine nachfolgende Beschichtung mit herkömmlichen Wandfarben. Neben transparenten Isoliergründen, die vorwiegend zum Absperren von astreichen oder tropischen Hölzern eingesetzt werden, gibt es auch Isolier- und Deckfarben die neben ihrer absperrenden Wirkung gleichzeitig deckend weiß sind. Eine solche Produktinnovation des "2 in 1" bietet dem Kunden einen doppelten Nutzen, ist Absperrgrund und deckender Anstrich zugleich.

Isolierfarbe gegen Salzausblühungen an Mauerwerk

Die besondere Problematik der Salzausblühungen an Mauerwerk stellt noch höhere Anforderungen an das Grundiermittel. Sogenannte Mauer- Isolierfarben schaffen durch einen Zuschlag von Zement eine gute Verbindung zum Untergrund. Sie eignen sich gegen Ausblühungen an Gartenmauern, Ziegeln oder Putzen im Außen- und Innenbereich und schützen durch Neutralisation vor Salzausblühungen. Doch Farben gegen Mauerfeuchte können kein Allheilmittel sein. Die Ursache von Mauerausblühungen im Sockelbereich ist meist aufsteigende Feuchtigkeit und diese kann nachhaltig nur durch geeignete bauliche Maßnahmen gestoppt werden.

Geltende Normen: DIN 18363, DIN 55945, DIN 18550, DIN 18558

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Redaktion heimwerker.de , d. 27-12-16 23:34:

Hallo Ariane,

solch individuelle Fragen sind ohne Rückfragen immer schwer zu beantworten. Bitte wende Dich an unser Forum, dort findest Du sicher Gleichgesinnte, die Dir mit ihren Erfahrungen helfen können.

Viele Grüße,
Deine Redaktion von heimwerker.de

Ariane , d. 14-12-16 16:59:

Hallo!

Ich ziehe in eine Wohnung, in der 20 Jahre lang ein Kettenraucher gelebt hat. Nun sind die Wände komplett aus Rigidur (Estrich- Rigips).

1) Einige Räume waren tapeziert, die Tapete haben wir runtergerissen. Leider sind selbst die "nackten" Rigipsplatten mit Nikotin behaftet.

2) Andere Räume wurden einfach direkt gestrichen (auf die Rigipsplatten) und sind entsprechend nikotin- braun.

Wie sollte man am besten vorgehen? Erst Tiefengrund, dann Nikotinsperre, dann mit normaler Dispersionsfarbe streichen?

Vielen Dank schonmal für die Hilfe!

Redaktion - heimwerker.de , d. 22-09-16 06:46:

Hallo Julie,

Auf einer "nur" gestrichenen Wand wird später jeder noch so kleine Absatz deutlich sichtbar sein. Müssen kleine Löcher ausgebessert werden, so muss auch geschliffen und peinlich auf die Übergänge geachtet werden. Laien sind damit häufig überfordert und ärgern sich später über das Ergebnis, obwohl Kalkfarbe absolut ihre Vorzüge hat.
Tiefgrund bindet kleine lose Partikel und egalisiert das Saugverhalten der Wand. Wurde die Wand bereits beschichtet und besitzt eine gute und nicht poröse Oberfläche, kannst Du die Kalkfarbe natürlich auch ohne Tief- oder Haftgrund auftragen.

Viele Grüße,
Dein Team von heimwerker.de

Julie , d. 21-09-16 21:50:

Hallo!

Ich will im Keller die Einliegerwohung mit Kalkfarbe streichen. Bisher war Tapete direkt auf dem Beton. Jetzt haben wir die Tapete entfernt.
Wie ist jetzt mein weiteres Vorgehen?
Ich hab mir im Internet zusammengesucht:
1) Löcher (durch Bilder aufhängen, Dübel,...) mit Reparatur-Spachtel ausgleichen.
Schleifen??
2) Tiefgrund drauf?? Stimmt das?
3) Kalkfarbe

Ist es richtig, Tiefgrund aufzutragen? Dieser verschließt doch die Wand und die Funktion "Atmungsaktivität" der Kalkfarbe ist gestört, oder?
Hält die Kalkfarbe auf dem Tiefgrund?

Danke jetzt schonmal für eure Hilfe!

Redaktion - heimwerker.de , d. 12-09-16 06:55:

Hallo Bernd,

es ist schon möglich, OSB-Platten zu lackieren. Das bedeutet jedoch zumeist einen enormen Aufwand und nicht selten ist das Endergebnis eher unbefriedigend.
Wichtig ist in erster Linie eine glatte Oberfläche. Hierfür sollten bereits geschliffene OSB-Platten verwendet werden. Aber auch diese müssen erneut überschliffen werden. Nach einer intensiven Reinigung muss ein Auftrag von Sperrgrund erfolgen. Dieser verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit und somit ein Verziehen der Platten. Es ist daher auch wichtig, lösemittelhaltige Farben zu verwenden. Diese trocknen schneller und belasten die OSB-Platten weniger mit Feuchtigkeit.
Spezielle OSB-Lacke sind natürlich der sicherste Weg und in der Verarbeitungsanleitung ist auch deutlich aufgeführt welcher Sperrgrund verwendet werden muss und inwieweit die Verwendung im Wohnbereich geeignet ist.

Viele Grüße
Dein Team von heimwerker.de

Bernd , d. 11-09-16 07:03:

Hallo,
ich bin gerade am Innenausbau eines Holzständerhauses. Beliebtes und bevorzugtes Baumaterial sind hier im Norden (Estland) OSB-Platten. Im Internet finde ich Hinweise, die Platten mit Acryl-Latex zu grundieren. Geht das auch im Innenbereich oder gibt es da unerwünschte Ausdünstungen? Welche Möglichkeiten gibt es überhaupt, diese Platten mit einem dauerhaften Farbanstrich zu versehen?

Redaktion – heimwerker.de , d. 17-08-16 06:35:

Hallo Mr Löwe,

das hängt sicherlich von der Intensität des Geruchs ab. Ist dieser nicht ganz so arg, kann bereits Tiefgrund ausreichend sein. Dieser ist recht günstig und versuchsweise solltest Du als erstes nur diesen verarbeiten, lüften lassen und anschließend eine "Geruchsprobe" nehmen. hat es bereits geholfen können die Renovierungsarbeiten weiter geführt werden. Riecht es dagegen weiterhin nach Qualm, hilft nur noch eine Nikotinsperre.

Viele Grüße,
Dein Team von heimwerker.de

Mr Löwe , d. 15-08-16 21:52:

Wenn ein Zimmer verraucht war und wir diesen Geruch durch Renovierung verschwinden lassen wollen, können wir, um die Atmungsfähigkeit der Wände großflächig zu erhalten vor dem Tapezieren mit den Putz mit Tiefgrund behandeln, um die in die Wand diffundierten Rauchanteile zu binden? Oder muss unbedingt eine Nikotinsperre verwendet werden,die ja die Wand dann versiegelt?

Mailin , d. 13-06-16 17:31:

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Das werde ich ausprobieren!

Redaktion - heimwerker.de , d. 13-06-16 06:34:

Hallo Mailin,

wenn Du den Bereich vorher mit Tiefengrund behandelst, wird die neue Wandfarbe nicht von der Wand aufgesaugt und sollte ausreichend decken.

Viele Grüße,
Dein Team von heimwerker.de

Mailin , d. 12-06-16 13:51:

Hallo!
Ich habe einen Heizkörper wieder montieren lassen, dafür musste an beiden Rohren etwa eine Fläche von 10*20 cm geöffnet werden. Die ist nun mit grobem, dunklen Putz wieder geschlossen. Ich würde gerne, ohne dass ich die gesamte Wand behandeln muss, die Stellen wieder weiß streichen. Die Wand ist sonst tapeziert und mit Latexfarbe gestrichen.

Wie schaffe ich es, den groben, dunklen Putz zu verdecken und eine gleichmäßige, weiße Fläche wieder zu bekommen?

Danke für Tipps!

Redaktion - heimwerker.de , d. 31-05-16 14:30:

Hallo Elli,

Die "Atmungsfähigkeit" der Wände wird mitunter überbewertet. Maximal 1 - 2 cm tief ist der Putz in der Lage Luftfeuchtigkeit aufzunehmen. Das Wort Atmen verleitet zu sehr davon auszugehen, dass ein nutzbarer Luftaustausch durch die Wand stattfindet. Aber dennoch, ein Sperrgrund beeinflusst dieses Verhalten natürlich. Bedenke jedoch, dass auch in einem gefliesten Badezimmer die Wände versiegelt sind und eine Beeinträchtigung des Wohnklimas nicht wahrzunehmen ist. Du kannst also getrost eine Nikotinsperre oder einen Sperrgrund auftragen.
Ob über oder unter der Tapete hängt natürlich von der Tapete ab. Handelt es sich um Raufaser und wird diese anschließend gestrichen, ist auch ein Auftrag auf der Tapete möglich, erschwert allerdings ein späteres Ablösen der Tapete.

Viele Grüße,
Dein Team von heimwerker.de

Elli , d. 28-05-16 06:40:

Hallo!
Leider bin ich mir trotz vielen guten Infos unsicher, was ich am besten mache...
Wir haben hier ein Zimmer, dass verraucht war und neu tapeziert und gestrichen wurde - jetzt weiß ich, dass das nicht viel bringt...
Was wäre jetzt am besten zu tun? Kann ich auf die Tapete eine Nikotinsperre oder Sperrgrund auftragen, oder müsste die erst wieder runter? Gibt es eine Möglichkeit, ohne die Tapete runterzumachen?
Und wie ist es mit dem Raumklima? Wenn ich Sperrgrund auftrage, schadet das nicht der Atmungsfähigkeit der Wand?

Liebe Grüße,
Elli

Heimwerker.de-Redaktion , d. 12-08-15 06:57:

Hallo Marc,

Tiefengrund reguliert die Saugfähigkeit des Untergrundes, indem er die Poren schließt, sodass Anstriche und Tapeten besser haften. Zugleich verfestigt er die Oberfläche und macht sie staubfrei. Daher ist es ratsam, die Wand nach dem vollständigen Trocknen des Tiefengrundes zu streichen oder zu tapezieren. Die Trocknungszeit hängt von der Raumtemperatur, der Dicke des Auftrages, der Luftfeuchtigkeit und der Art des Produkts ab.

Viele Grüße,
Deine Team von heimwerker.de

Marc , d. 11-08-15 17:12:

Guten Tag!

Ich habe auch eine Frage zum Tiefengrund: Lässt die Wirksamkeit von Tiefengrund nach, wenn man erst einige Wochen nach Auftragen des Tiefengrunds die Wand einkleistert? Oder empfiehlt es sich eher, 12 bzw. 24 Stunden nach Auftragen des Tiefengrunds mit dem Kleistern loszulegen?

Beste Grüße
Marc

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Redaktion - heimwerker.de , d. 12-06-15 06:59:

Hallo Chantal,

vermutlich wurde kein Tiefgrund gestrichen, wodurch sich die Farbe mit der losen Putzoberfläche gelöst hat. Diesen solltest Du nun aufbringen.

Viele Grüße,
Dein Team von heimwerker.de

Chantal , d. 11-06-15 09:56:

Hallo
ich wollte im Bad gestern die weiße Wand auffrischen und musste leider feststellen dass beim Streichen meiner "Feuchtraumgeeigneten Farbe" die alte Farbe vom Putz runter geht.
Daraufhin habe ich die ganze alte - vermutlich Kalkfarbe - abgespachtelt.
Welche Grundierung muss ich nun verwenden damit ich die Feuchtraum-Farbe streichen kann ohne dass sie sich löst?

Grüße und Danke

Redaktion - heimwerker.de , d. 20-04-15 06:45:

Hallo Patty,

hier können viele Ursachen zugrunde liegen, welche sich nur durch intensivere Gespräche finden lassen. Melde Dich bitte dazu in unserem Forum an (Link oberhalb der Kommentare).

Viele Grüße
Dein Team von heimwerker.de

Patty , d. 19-04-15 18:57:

hallo zusammen
habe da ein großes problem mit meiner wohnung. es geht um vollgenes: anfang des jahrens (2015) habe ich die decken und wände mit alpina weiß gestrichen. im wohn- ess und arbeitsbereich (drei räume). alle wände sind aus beton ( neubauwohnung). da drunter ist ein lage raufasertapetetapete und diese ist mit netto weiß gestrichen worden. nach ca 1 monat fing es an zu richen nach ( katzenp. - schweißfuß - verdünnung) so würde ich es beschreiben. hat einer erfahrung damit und kann mir tips geben wie ich diesen geruch wieder weg bekomme. nicht nur der geruch ist unangenehm er löst auch bei mir schwindel aus. habe keine pflanzen in der wohnung. luftfeuchtigkeit sind gerade mal 41% in allen räumen.
vielen lieben dank für eure hilfe
mfg Patty

Heimwerker.de-Redaktion , d. 07-10-14 11:53:

Hallo Farmer,

die Klasse der Deckkraft einer Farbe gibt an, wie viele Pigmente in ihr enthalten sind. Farben der Klasse 1 decken besser als jene der Klasse 4. Hinzu kommt, dass sowohl transparente als auch farbige Isolierfarben erhältlich sind.
Wenn Du nur die betroffenen Stellen mit einer deckenden Isolierfarbe gestrichen und anschließend mit Dispersionsfarbe überstrichen hast, können die mit Sperrgrund behandelten Stellen durch die höhere Deckkraft durchscheinen. Eine Möglichkeit wäre es, die gesamte Wand mit einer deckenden Isolierfarbe zu streichen und ggf. nach dem Trocknen mit herkömmlicher Wandfarbe zu überstreichen.
Damit die Dispersionsfarbe deckt, sollte sie mindestens die gleiche Deckkraft-Klasse wie die Isolierfarbe haben. Evtl. sind mehrere Anstriche erforderlich, um die weißen Flecken zu überdecken.

Viele Grüße,
Heimwerker.de-Redaktion

Farmer , d. 07-10-14 11:29:

Ich brauche dringend einen Rat,
folgendes: Habe von meinem Sohn das Zimmer geweißt ( Alpina,Deckkraft 2 ),
habe dann festgestellt das sogenannte Fettflecken ( schlafen an der Wand,sich anlehnen etc etc ) durchdrücken,bin in den Baumarkt gegangen ( Hornbach ),dort sagte man mir ich soll Isolierfarbe ( Sperrgrund ) nehmen,gemacht getan so wie man es mir im Baumarkt sagte,stellen behandelt ( sogar zweimal ),dann das Zimmer nochmal geweißt,aber warum drückt nun die Isolierfarbe durch,liegt es daran das die Isolierfarbe Deckkraft 1 hat und meine Malerfarbe Deckkraft 2 hat,was habe ich falsch gemacht,brauche einen Rat,bin am verzweifeln !

vlg
Farmer

Heimwerker.de-Redaktion , d. 09-05-14 07:26:

Hallo Angela,

ob der alte Anstrich entfernt werden muss, hängt von der Art der Naturfarbe ab:
Ob es sich um Kalkfarbe handelt, kannst Du feststellen, indem Du mit der Hand über die Wand wischt und sie sich weiß färbt. Kalkfarbe ist nicht überstreichbar und muss vor einem neuen Anstrich vollständig entfernt werden.
Leimfarbe bildet einen Film auf der Wand und ist wasserlöslich, sodass sie nicht überstreichbar ist. Sie lässt sich leicht mit Wasser abwaschen.
Dagegen bildet Kaseinfarbe keinen Film auf der Wand, ist sehr wasserbeständig, jedoch nur bedingt für Feuchträume geeignet. Sie ist mehrmals überstreichbar.
Silikatfarben sind diffusionsoffen und hemmen die Bildung von Schimmelpilzen. Daher sollten Altanstriche und Tapeten vor dem Streichen entfernt werden.

Mehr Informationen zu den verschiedenen Farbsorten findest Du auf unserer Naturfarben-Seite. Um zu ihr zu gelangen, klickst Du oben rechts in der gelb unterlegten Navigation auf "Naturfarben".

Viele Grüße,
Heimwerker.de-Redaktion

Angela , d. 08-05-14 17:46:

Meine Wände sind mit einer Naturfarbe gestrichen, ich weiß aber leider nicht mehr, was für eine das war. Was muss ich beachten, wenn ich sie neu streiche? Muss ich die alte Farbe entfernen oder kann ich einfach drüberstreichen?

LG Angela

Heimwerker.de-Redaktion , d. 05-05-14 09:33:

Hallo Gabi,
zunächst muss der alte Anstrich in Maserungsrichtung abgeschliffen und der Staub gründlich entfernt werden. Lässt sich der alte Lack auf diese Weise nicht vollständig entfernen, hilft Ihnen ein Abbeizmittel. Den Link zu einer Anleitung zum Abbeizen finden Sie in der blauen Box "Abbeizen: Anleitung und Abbeizer für Farben".
Vor der Lackierung muss die Oberfläche staub- und fettfrei sein. Anschließend wird eine Kunstharz-Grundierung in zwei Anstrichen aufgetragen. Nach dem Trocknen folgt die Lackierung mit der gewünschten Farbe.
Wichtig ist, dass Grundierung und Farbe aus dem gleichen Farbsystem des Herstellers stammen.

Viele Erfolg.
Heimwerker.de-Redaktion

gabi , d. 02-05-14 09:11:

Hallo, könnten Sie mir evtl. helfen?
Ich habe das Problem mit ewig durchschlagendem Lack auf alten Holzmöbeln,
diese kommen trotz Haftprimer und Sperrgrund durch.
Das sehr alte Möbel soll weiß werden!!
Was kann ich machen?

MfG
Gabi Kubitza

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