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 - © Marion Heidemann-Grimm / www.pixelio.de
Der Gepard unter den Blumen
bbs/Dr. Stau auf glatten Straßen, kalter Schneeregen, graue Nebelfronten und frühe Dunkelheit: das ist der Winter. Daher ist gerade jetzt, wenn die Natur mit Wärme, Licht und Farbe geizt, ein behagliches Heim besonders wichtig. Am besten gibt es dort genau das, was draußen fehlt: durch Heizungen, Lampen und Kerzen sowie durch winterblühende Stimmungsmacher.
Unbedingt dazu gehört die Amaryllis (Hippeastrum), eine der schönsten winterblühenden Zimmerpflanzen. Der Aufwand für solcherlei Blütenpracht ist äußerst gering: Einige der großen braunen Amarylliszwiebeln, die jetzt im Handel angeboten werden, dazu Tontöpfe und Blumenerde – das war’s.
Pflanztipps und Pflegetipps für die Amaryllis
Ein Tipp: Je größer die Zwiebeln sind, desto größere Blüten sind zu erwarten. Die Töpfe sollten außerdem nicht viel größer als die Zwiebel sein. Bleibt zwischen Blumenzwiebel und Topfrand ein etwa daumenbreiter Abstand, reicht das völlig aus. Mindestens ein Drittel der Zwiebel sollte noch aus der Erde ragen. Die Wurzeln dürfen beim Pflanzen weder beschädigt noch geknickt werden.
Das Tolle an Amaryllis ist ihr Tempo. Die Zwiebeln brauchen nur sechs bis acht Wochen in molliger Wärme, bis sich daraus die vollen Blüten entwickelt haben. Ihr Lieblingsplatz ist ein Fensterbrett über einem Heizkörper. Die erste Zeit nach dem Pflanzen sollte nur sparsam gegossen werden. Erst, wenn die Blütenstiele etwa handhoch sind und sich die Blütenknospen zeigen, benötigen die Pflanzen mehr Wasser. Auch Düngergaben sind dann im Abstand von zwei Wochen willkommen. Werden sie ab der Blütezeit etwas kühler gestellt, verlängert sich diese.
Die Amaryllis lässt sich auch im folgenden Jahr wieder zum Blühen bringen. Hierzu werden nach der Blüte die verwelkten Blüten entfernt. Wenn der lange Blütenstängel vertrocknet ist, kann auch er abgeschnitten werden. Die sich neu bildenden, riemenförmigen, grünen Laubblätter hingegen schneidet man nicht ab. Von Mai bis September kann die Amaryllis gut draußen stehen. Je mehr Sonne sie erhält, desto mehr Kraft kann sie tanken. Da dadurch auch die Zwiebel wächst, muss die Pflanze unter Umständen umgetopft werden. Bis August wird sie regelmäßig gegossen und gedüngt. Im September beginnt die Ruhephase. Jetzt welken die Blätter und die Zwiebel kann Kraft für den Neuaustrieb schöpfen.  - © wrw / www.pixelio.de
Ab dem Spätherbst gibt es in den Gärtnereien wieder Amarylliszwiebeln, die Hobbygärtner selbst zum Blühen bringen können. Bei den Zwiebeln handelt es sich meist um den Ritterstern, der in Südamerika beheimatet ist. Nach Mitteilung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hat der Ritterstern drei Vegetationsphasen:
Blühphase im Winter, Wachstumsphase im Sommer, Ruhephase im Herbst.
Wenn die Zwiebeln im Herbst nach Europa kommen, haben sie die Ruhephase bereits hinter sich und können angetrieben werden. Dafür pflanzt man sie in einen relativ kleinen Topf, so dass nur die Hälfte der Zwiebeln mit Erde bedeckt ist. Erst wenn sich ein Blütenschaft zeigt, wird vorsichtig gegossen.
Nach der Blüte wird der Blütenschaft entfernt und die Pflanze wird hell gestellt. Nach den Eisheiligen im Mai darf sie nach draußen, benötigt aber viel Dünger, um Nährstoffe einlagern zu können. Im August wird die Wassergabe reduziert, im September ganz eingestellt. Dann welken die Blätter. Der Topf mit Zwiebel wird bis Ende November kühl und trocken gelagert. Im Dezember pflanzt der Hobbygärtner die Zwiebeln in ein wasserdurchlässiges Substrat und der Kreislauf beginnt von neuem.
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