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Fliesen verlegen heißt: Untergrund vorbereiten– Kleben– Ausfugen. Der letzte Arbeitsschritt ist optisch von entscheidender Bedeutung. Fehler oder Mängel fallen jedem sofort ins Auge. Was sollte man also über Fugenmörtel wissen und bei der Verarbeitung - dem Verfugen - beachten? Kurzinhalt: Der Markt bietet eine Vielzahl von verschiedenen Fugenmörteln an. Die Auswahl richtet sich nach Fliesenart, Fliesenformat und Fugenbreite, Farbton, Flexibilität sowie Erhärtungsgeschwindigkeit.  - Auswahlhilfe für Fugenmörtel im Baumarkt
Der Baumarkt bietet eine Vielzahl von verschiedenen Fugenmörteln für Heimwerker an. Die Auswahl richtet sich nach den verwendeten Fliesensorten.
Bei Steingut, Steinzeug oder Mosaik gibt es in der Regel keine Probleme bei der Verfugung. Anders sieht es dagegen bei Feinsteinzeug und Natursteinbelägen aus.
Feinsteinzeug ist zwar ein sehr robuster Belag, die polierten Sorten können aber leider auch anfällig für Verfärbungen sein. Hier sollte ein abriebfester und schnell erhärtender Fugenmörtel gewählt werden. Durch seine schnelle Abbindung werden Verfärbungen durch in Poren eingeriebene Pigmente vermieden.
Unter den Naturstein-Belägen ist der Marmor als besonders kratzempfindlich bekannt. Ein spezieller Natursteinfugenmörtel, der kein Quarzmehl enthält und so die Marmoroberfläche schont, ist das Produkt der Wahl. Die DIN 18157 nennt Richtwerte für Fugenbreiten in Abhängigkeit von Fliesenart und Fliesenformat. Kleine Fliesen und schmale Fugen, große Fliesen und breite Fugen – so hieß es früher. Heute ist das nicht immer der Fall. Großformatige Natursteinplatten z.B. werden oft mit schmalen Fugen verlegt. Umso wichtiger sind die Packungsangaben der Hersteller für die Fugenbreiten, für die der Fugenmörtel geeignet ist. Ein Fugenmörtel für Fugen bis 5 mm sollte nicht für 20 mm breite Fugen eingesetzt werden. Gerissene Fugen wären die Folge. Neben den Standardfarbtönen Weiß und Grau gibt es gerade bei den Fugenmörteln für schmale Fugen eine große Farbtonpalette von Pastelltönen über Intensivtöne bis zu immer neuen Modefarbtönen. Ein Tipp aus der Praxis: für Bodenfugen sind dunkle Farbtöne vorzuziehen, da sie unempfindlicher gegen Schmutz sind.  - Fugenmörtel (Foto: Henkel:Ceresit)
Bei der Verlegung auf starren Untergründen, wie z.B. Beton, Zementestriche, muss der Fugenmörtel nicht flexibilisiert sein. Auf beweglichen Untergründen, wie z.B. Spanplatten, Gipsfaser- und Gipskartonplatten, oder Untergründen, die Temperaturschwankungen ausgesetzt sind, wie z.B. Heizestriche, Balkone, Terrassen, ist der Einsatz von flexiblen Fugenmörteln dringend zu empfehlen. Als Faustregel gilt: wenn die Fliesen flexibel geklebt sind, dann ist auch flexibel zu verfugen. Für flexible Fugenmörtel stehen zwei Varianten zur Auswahl: Fugenmörtel, die mit Kunststoffpulvern flexibilisiert sind, und nicht-flexibilisierte Fugenmörtel, denen eine flüssige Kunststoffdispersion anstelle des Anmachwassers zugesetzt wird. Wenn Fliesenarbeiten unter Zeitdruck stehen, d.h. der Belag schnell genutzt werden soll, wie z.B. auf Treppen oder im Bad, wartet man nur wegen des Fugenmörtels nicht gern. Schnell abbindende Fugenmörtel können meist nach 2-4 Stunden schon begangen werden. Fliesen sind gegen viele Chemikalien beständig, nicht aber ein zementhaltiger Fugenmörtel. Wenn also ein Fliesenbelag mit heißem Fett, Fruchtsäften, sauren Lebensmitteln oder Chemikalien belastet wird, sollte ein Epoxid-Fugenmörtel zum Einsatz kommen. Für die Anwendung in Dusche und Bad werden auch spezielle Fugenmörtel angeboten. Sie zeichnen sich durch besonders wasserabweisende Eigenschaften aus.
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