St. Martinstag: Tradition und Geschichte

Historisches zum St. Martinsfest am 11. November

Am 11. November ist Martinstag. Dieser Tag ist gespickt mit Bräuchen und Traditionen rund um den heiligen Sankt Martin. Doch wer war der Mann, dem wir Jahr für Jahr bunte Laternenumzüge und saftige Gänsebraten zu verdanken haben?

Die Geschichte von St. Martin und dem Bettler:

Martin von Tours lebte in der Zeit von 317 bis 397 nach Christus. Als Sohn eines römischen Offiziers war er überall im Land für seine Großzügigkeit bekannt und beliebt. Die am besten überlieferte Geschichte ereignete sich an einem Februarmorgen, als der 22-jährige Martin mit seinem Burschen von einem nächtlichen Ritt heimkehrte. Es war ein harter Winter mit klirrendem Frost und ein heftiger Schneesturm blies den Reitern ins Gesicht. Am Stadttor stand ein zerlumpter Bettler, der vor Kälte zitternd kaum noch die Worte über die Lippen brachte: "Eine Gabe, guter Herr". Da Martin gerade seinen ganzen Sold an arme Bauern verschenkt hatte, damit sie ihre Steuern zahlen konnten, nahm er einfach seinen weiten Mantel und halbierte ihn mit einem Schwertstreich. Die eine Hälfte warf er dem Bettler über die Schultern, damit dieser nicht mehr frieren musste.

St. Martin und die Gänse

Kurze Zeit später sollte Martin zum Nachfolger des verstorbenen Bischofs von Tours ernannt werden. Doch seine Bescheidenheit war so groß, dass er sich im Gänsestall versteckte: In der Dunkelheit suchten ihn die Menschen mit Laternen und einige stimmten Lieder an. Erst als die Gänse laut schnatterten und ihn so verrieten, entdeckte man ihn. 371 nach Christus wurde er Bischof von Tours. Das Andenken an ihn überdauerte die Jahrhunderte: So folgt man Sankt Martin noch heute mit Liedern und Laternen und lädt anschließend zum Gänseessen ein.

Traditionen zu Sankt Martin

Zu den bekanntesten Traditionen gehört das Basteln der Laternen und das Singen der Lieder während der Martinszüge. Am Ende der Zuges wird vielerorts die Geschichte von St. Martin und dem Bettler an einem großen Martinsfeuer aufgeführt. Danach erhalten Kinder meistens eine Tüte mit kleinen Leckereien, wie Äpfeln, Nüssen und einem Weckmännchen. In anderen Gegenden zieht man mit seinen Laternen von Haus zu Haus und trägt den Bewohnern Martinslieder vor, die zur Belohnung Süßigkeiten verteilen. Außerdem wird an diesem Tag in einigen Haushalten eine Martinsgans zubereitet.

St. Martin: Das Pferd kam später

St. Martin und der Bettler in einer Darstellung im Kirchenfenster

Jeder kennt die Geschichte der Mantelteilung St. Martins: Hoch zu Roß gibt er dem Bettler zu seinen Füßen die Hälfte des Mantels ab. Aber falsch: Er saß gar nicht auf einem Pferd. Die Darstellung auf dem Pferd entspringt einer Vorstellung aus dem frühen Mittelalter. Ehrenwerte Personen kamen als Ritter. Wie der Name schon sagt, sind Ritter zu Roß unterwegs. So erhielt auch St. Martin kurzerhand ein Pferd. Außerdem galt sein Mantel als Eigentum des Militärs, weshalb manche Quellen sagen, dass er drei Tage Arrest über sich ergehen lassen mußte, bevor er seinen Dienst als Offizier quittierte und sich zum Bischof von Tours weihen ließ. Als Bischof verbrachte weitere wundersame Taten, z. B. soll er Kranke geheilt und Totgeglaubte erweckt haben. Weitere Legenden und Hintergründe zur Geschichte finden Sie auf der Seite Martin von Tours.

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Bildnachweis
1. "Traditionen am Sankt Martinstag"von Frank Vincentz CC BY-SA 3.0 (Wikipedia) Lizenz: [CC BY-SA 3.0] Copyright: [Frank Vincentz CC BY-SA 3.0]
2. "Martin von Tours – Kirchenfenster"von Reinhardhauke CC BY-SA 3.0 (Wikipedia) Lizenz: [CC BY-SA 3.0] Copyright: [Reinhardhauke CC BY-SA 3.0]

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