Kaufberatung zum Outdoor-Wasserfilter Test bzw. Vergleich 2019

  • Outdoor-Wasserfilter dienen der Wasseraufbereitung vor Ort und sind zum Beispiel bei Campern, Bergsteigern und Wanderern ausgesprochen beliebt.
  • Vereinfacht erklärt funktionieren Outdoor-Wasserfilter nach dem Sieb-, dem Anziehungs- oder einer Kombination dieser Prinzipien. Gefahrenstoffe werden von dem Filter entweder gebunden oder die Partikel dieser Substanzen sind so groß, dass sie nicht durch das Filtersieb passen und daher im Filter verbleiben.
  • Moderne Outdoor-Wasserfilter kombinieren meist eine Reihe von Filtertechnologien für einen möglichst umfassenden Gesundheitsschutz. Die kleinsten Filtermodelle sind so kompakt, dass Sie diese auf eine PET-Flasche aufschrauben und das gefilterte Wasser unmittelbar aus der Flasche trinken können.

outdoor-wasserfilter-test

Wer einen längeren Camping- oder Trekking-Trip plant, wird nicht jederzeit Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Große Mengen an Wasser in Flaschen abgefüllt mitzunehmen, ist nicht praktikabel. Angesichts der empfohlenen Trinkwassermenge von zwei bis fünf Litern pro Tag bei Outdoor-Aktivitäten kann Ihnen ein Outdoor-Wasserfilter somit hervorragende Dienste leisten.

Solch ein Filter dient der Wasseraufbereitung in freier Wildbahn fernab jeglicher Zivilisation. Indem Sie den passenden Filter verwenden, kommen Sie nicht nur gegen Schmutzpartikel an. Vielmehr kann auch ein Schutz vor Viren, Bakterien, Schwermetallen und anderen Gefahrenstoffen gewährleistet werden.

Dies setzt jedoch voraus, dass Sie sich für einen hochwertigen Filter entscheiden, der möglichst vielen Gefahrenstoffen den Gar ausmacht. Wie Sie solch einen Filter mit Leichtigkeit finden, verrät Ihnen die nachfolgende Kaufberatung im Detail, damit Sie eine wohlüberlegte Kaufentscheidung treffen können.

1. Outdoor-Wasserfilter selber bauen oder fertig kaufen

Auf Heimwerker.de finden Sie im weiteren Verlauf heraus, was einen hochwertigen Wasserfilter für Ihre nächste Outdoor-Expedition auszeichnet. Fertige Filter gibt es wie Sand am Meer. Doch was, wenn Sie einen Filter selbst bauen möchten? Hier erfahren Sie, warum dies keine gute Idee ist:

  • Bau aus Naturmaterialien möglich, sofern Sie das nötige Wissen mitbringen
  • Wasserfilter auch in Notlagen selbst bauen, wenn kein gekaufter Filter bereitsteht
  • günstige Kosten für einige selbstgebaute Filter
  • Fehler beim Bau Ihres DIY-Wasserfilters können katastrophale Folgen für Ihre Gesundheit haben
  • mehrfache Filtration bei vielen selbstgebauten Wasserfiltern vonnöten
  • Materialqualität wirkt sich auf die Filterleistung aus – womöglich funktioniert Ihr Filter aufgrund der verwendeten Materialien am Ende nicht so, wie Sie es geplant hatten
  • höherer Zeitaufwand im Vergleich zur Verwendung eines fertigen Filters

2. Outdoor-Wasserfilter-Typen: Viele Modelle setzen auf die sogenannte Umkehrosmose

Wanderer filtert Wasser aus einem See.
Outdoor-Wasserfilter dienen der Wasseraufbereitung, z. B. beim Campen, Bergsteigen oder Wandern.

Filter, die Hohlfasermembranen zur Wasserfilterung nutzen, gelten als gängiger Standard unter den Outdoor-Wasserfiltern. Diese Filter funktionieren nach dem Prinzip der sogenannten Umkehrosmose.

Diese Outdoor-Wasserfilter verfügen über halbdurchlässige Membranen, durch welche das Wasser unter Druck gepresst wird, um die gewünschte Filterleistung zu erzielen. Das Wasser passt problemlos durch die Membranen durch. Diverse Schwebstoffe sind jedoch zu groß und werden vom gefilterten Wasser getrennt.

Solch ein mobiler Wasserfilter ist dazu in der Lage, Protozoen, Bakterien und andere Krankheitserreger aus dem Wasser zu filtern. Chemikalien und Schwermetallen ist diese Art von Outdoor-Wasserfilter jedoch nicht gewachsen. Daher könnten auch die folgenden Filterarten für Sie interessant sein:

Wasserfilter-Typ Kurzbeschreibung
Aktivkohlefilter
  • zum Filtern vieler an- sowie organischer Substanzen aus dem Wasser geeignet
  • filtert Schwermetalle und zahlreiche Chemikalien aus dem Wasser, welches Sie trinken möchten
  • Filterleistung stark begrenzt
  • häufig in Kombination mit einem Osmosefilter im Einsatz
Filter mit Elektroadsorption
  • sehr gut zum Herausfiltern von Protozoen und Bakterien aus dem Trinkwasser geeignet
  • zusätzlich mit einem Ionentauscher erhältlich, um gegen noch mehr Krankheitserreger anzugehen
  • durch die Elektroadsorption werden negativ geladene Teilchen von dem Filter gebunden

Wer sich möglichst umfassend schützen möchte, entscheidet sich am besten für einen Outdoor-Wasserfilter, welcher die verschiedenen Filtertechniken miteinander kombiniert. Dann sind Sie vor mehr Erregern und Gefahrenstoffen geschützt und können von einer höheren Trinkwasserqualität ausgehen, auch wenn diese Kombi-Outdoor-Wasserfilter teurer in der Anschaffung sind. Zudem schmeckt mehrfach gefiltertes Wasser meist besser und riecht angenehmer.

3. Outdoor-Wasserfilter-Test: Material und Filterleistung in l zählen

Ihr Reiseziel entscheidet darüber, welche dieser Stoffe für Sie die größte Gefahr darstellen. Bei einer Trekking-Tour hierzulande sind schwermetall- und chemikalienbelastete Gewässer eher die Ausnahme als die Regel.

Um sicherzugehen, dass Sie Trinkwasser unterwegs und auf Reisen sicher filtern können, bietet sich ein individueller Camping-Wasserfilter-Test an. Auch wenn der Geschmack des gefilterten Wassers für viele Verbraucher ausschlaggebend ist, ist die Filterleistung das zentrale Qualitätskriterium. Am besten schützen Sie sich und Ihre Mitreisenden vor allen der nachfolgenden Gefahrenstoffe:

Hohe Anforderungen an Outdoor-Wasserfilter vor allem in Asien und Afrika

In Deutschland gibt es Umweltschutzauflagen, deren Einhaltung streng kontrolliert wird. In Asien und weiten Teilen Afrikas ist dies nicht der Fall. Daher finden Sie in Flüssen häufig Schwermetalle und andere bedenkliche Chemikalien vor. Besonders bei einer Reise außerhalb von Europa muss Ihr Outdoor-Wasserfilter daher allen genannten Gefahrenstoffen gewachsen sein.

  • filtert Bakterien
  • diverse Chemikalien
  • Outdoor-Wasserfilter gegen Schwermetalle
  • Protozoen
  • Outdoor-Wasserfilter gegen Viren

Grundsätzlich ist es sinnvoll, so viele Informationen wie möglich über das jeweilige Gewässer einzuholen, bevor Sie gefiltertes Wasser aus dem Fluss oder See trinken.

Neckar, Rhein und Ruhr gelten als die Industrieflüsse in Deutschland schlechthin, sodass von einer entsprechend schlechten Wasserqualität auszugehen ist.

Informieren Sie sich im Detail, welche Art von Filtersystem bei Ihrem Outdoor-Wasserfilter zum Einsatz kommt und ob es sich um eine mechanische oder elektrochemische Wasseraufbereitung handelt.

Das Gewicht in g und die Maße in cm entscheiden darüber, wie leicht Sie Ihren Outdoor-Wasserfilter bei Ihren Reisen transportieren.

Achtung: Ein Outdoor-Wasserfilter eignet sich auf Ihrer Urlaubsreise nicht nur für den Outdoor-Einsatz. Teilweise ist die Wasserqualität dermaßen schlecht, dass Sie auch Leitungswasser oder Wasser aus einem Trinkwasserbrunnen zur Sicherheit besser durch einen geeigneten Filter laufen lassen.

Mann filtert Wasser aus einem Brunnen.
Outdoor-Wasserfilter binden bzw. filtern Schadstoffe aus dem Wasser.

Ein leichter und platzsparender Transport ist genauso wichtig wie eine leichte Reinigung. Wenn Sie Ihren Outdoor-Wasserfilter für Schwermetalle und andere Gefahrenstoffe nicht korrekt säubern, wirkt sich dies negativ auf die Wasserqualität aus. Eine einfache Anwendung ist wünschenswert.

Ist das Trinken direkt aus Gewässern möglich? Beinhaltet Ihr Wasserfilter die Möglichkeit der Wassermitnahme in Wasserbeuteln oder können Sie diesen direkt als Trinkflasche nutzen?

Sofern Sie Ihren Outdoor-Wasserfilter auf eine PET-Flasche aufschrauben können, gestalten sich die Einsatzmöglichkeiten besonders vielseitig. Zum Schluss spielen auch diese Kriterien bei jedem unabhängigen Outdoor-Wasserfilter-Test eine entscheidende Rolle:

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Marke – zum Beispiel ein MSR-Wasserfilter, ein Outdoor-Wasserfilter von Katadyn, ein Miniwell-Outdoor-Wasserfilter oder ein Outdoor-Wasserfilter von Sawyer
  • Filterleistung in Liter
  • Material
  • Farbe und Design

Besonders bei der Filterleistung gibt es zwischen einem Cosupa-Outdoor-Wasserfilter und den Filtern anderer Marken enorme Unterschiede. Sie können zum Beispiel einen Aktivkohle-Outdoor-Wasserfilter günstig kaufen, der gerade einmal 100 bis 200 Liter Wasser filtert, während andere Modelle eine Filterleistung von tausenden, mehreren hunderttausend oder mehreren Millionen Litern Wasser aufweisen. Dieser Faktor wirkt sich entscheidend auf das Preis-Leistungs-Verhältnis Ihres Filters aus.

4. Outdoor-Wasserfilter reinigen

Bevor ein Reisender einen Outdoor-Wasserfilter erneut verwendet, muss er diesen unter Umständen reinigen. Ob Sie Ihren Outdoor-Wasserfilter reinigen müssen, ist von der Filterart abhängig. Es gibt Filter am Markt, die eine Reinigung überflüssig machen.

Diese Filter bieten sich an, wenn Sie das Wasser aus dem Wasserfilter jederzeit ohne Sorge vor einer Verunreinigung trinken wollen. Im Dauergebrauch sind Sie sonst dazu aufgefordert, alle drei bis sieben Tage eine Reinigung vorzunehmen. Das gilt auch, wenn Sie Ihren Outdoor-Wasserfilter selber bauen.

Ob Sie nun einen Cosupa-Outdoor-Wasserfilter kaufen oder sich für den Aktivkohle-Outdoor-Wasserfilter einer anderen Marke entscheiden, das nötige Reinigungszubehör sollte im Lieferumfang beiliegen. Meist nutzen Sie dazu eine Reinigungsspritze.

Mit dieser Spritze drücken Sie Wasser in der entgegengesetzten Richtung durch die Outdoor-Wasserfilter-Pumpe. Wer diesen Aufwand nicht betreiben möchte, muss wissen, dass die Wasserfilter, die ohne Reinigung auskommen, entsprechend schneller zu ersetzen sind.

5. Die passende Marke: Überblick über die führenden Wasserfilteranlage-Brands

Bevor Sie einen Filter zur Wasseraufbereitung von Osmosewasser kaufen, ist ein Markenvergleich sinnvoll. Auf Heimwerker.de schicken die folgenden Hersteller Ihre Produkte in das Rennen um den Titel „bester Outdoor-Wasserfilter“.

  • Grayl
  • Moko
  • Sawyer
  • Axmda
  • MSR
  • Care Plus
  • Katadyn
  • Vestergaard

6. Outdoor-Wasserfilter-Testsieger 2019 und früher: unabhängige Prüfurteile im Überblick

Es liegt bisher kein unabhängiger Outdoor-Wasserfilter-Test der Stiftung Warentest oder aus dem Hause Öko-Test vor. Allerdings erinnert der Indoor-Wasserfilter-Test aus dem Jahr 2015 daran, dass keiner der Wasserfilter für den Hausgebrauch gut abgeschnitten hat.

Dies zeigt, wie wichtig es ist, einen Wasserfilter nicht unbedarft, sondern besser erst im Anschluss an einen detaillierten Outdoor-Wasserfilter-Vergleich zu kaufen. Die Kaufberatung auf Heimwerker.de hat Ihnen bereits zusammenfassend verraten, welche Hersteller zur Auswahl stehen und welche Kriterien von Bedeutung sind, damit Sie dieser Herausforderung gewachsen sind.

7. Wichtige Fragen und Antworten zum Thema Outdoor-Wasserfilter

7.1. Wie funktioniert ein Outdoor-Wasserfilter?

Frau trinkt sauberes Wasser aus der Flasche.
Kleine Outdoor-Wasserfilter schrauben Sie direkt auf Ihre Trinkflasche.

Wie Ihr Camping-Wasserfilter funktioniert, hängt davon ab, für welche Art von Filtersystem Sie sich entschieden haben. Entweder kommen mechanische Siebe oder organische Substanzen zum Einsatz, um ungewollte Stoffe aus Ihrem Wasser zu filtern.

Sofern Sie Stoffe, die im Wasser gelöst sind, aus dem Trinkwasser entfernen wollen, werden Sie zum Beispiel auf einen Aktivkohlefilter zurückgreifen. Auch Ionenaustausch- und Magnesium- sowie Calcium-Kationen-Filter funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Der Filter bindet die gelösten Stoffe stärker als das Wasser und zieht sie aus dem Wasser heraus.

Einfache Filter machen sich das Siebprinzip zunutze. Alle Partikel, die zu groß sind, werden aus dem Wasser herausgefiltert. In dieser Kategorie sind die folgenden Filter angesiedelt:

  • Kiesfilter
  • Steinfilter
  • Kunststofffilter
  • Metallfilter
  • Sandfilter

7.2. Kann man mithilfe eines Outdoor-Wasserfilters risikolos aus Gewässern trinken?

Dies ist nur dann gefahrenlos möglich, wenn Ihr Filter zu den Gefahrenstoffen in dem jeweiligen Gewässer passt. Ein Partikelfilter kann zum Beispiel keine organischen Verbindungen eliminieren, sodass ein Gesundheitsrisiko für Sie bestünde, wenn Sie Wasser, welches nicht mit einem Outdoor-Aktivkohle-Wasserfilter gesäubert wurde, trinken.

Selbst ein High-End-Filter kann Ihnen mit seiner hohen Filterleistung keine absolute Sicherheit geben. Wenn Sie gefiltertes Wasser aus Gewässern trinken, besteht immer ein Restrisiko, dass gefährliche Erreger auf diesem Weg in Ihren Körper gelangen. Sie tun daher gut daran, dieses Wasser nur zu trinken, wenn dies eine absolute Notwendigkeit darstellt.