Gartenpavillon aus Holz bauen

Bauanleitung für einen Pavillon aus Holz

Pavillons im Garten sind nicht nur echte Hingucker, sondern bieten bei wetterunsicheren Gartenpartys die Möglichkeit, unter dem schützenden Dach weiterzufeiern. Wie Heimwerker mit einfachen Mitteln einen schönen, stabilen und dauerhaften Gartenpavillon errichten, zeigen wir in dieser Pavillon-Bauanleitung.

Um einen Pavillon selber zu bauen, brauchen Sie nur die unten genannten Materialien und Werkzeuge. Die Grundfläche aus Betonplatten erspart die Errichtung eines Betonfundaments, trotzdem ist der Aufbau filigran und ohne unnötige Zwischenstützen realisierbar. 

Außerdem möchten wir noch mit einem orthografischen Missverständnis aufräumen: Selbst wenn es anders ausgesprochen wird: Es heißt "Pavillon" und nicht "Pavillion".

Diese Anleitung zum selber bauen wurde uns freundlicherweise von Roland Schröder zur Verfügung gestellt.

Baumaterialien für den Holzpavillon

MaterialPreis

8 Beton-Gehwegplatten, 50 x 50 cm

8 €

21 gehobelte Bretter, 220 x 12 x 1,8 cm

141 €

Dachlatten, 12 laufende Meter

17 €

5 m² Rauhspund-Bretter

30 €

3 Spanplatten, 155 x 225 x 1,9 cm

113 €

Stützpfosten, 70 mm Kantholz, 270 cm

15 €

Kreisplatte Massivholz, Ø 40 cm, 17 mm Stärke

5 €

6 Leisten, Kantenlänge, 2 x 4 cm, Länge: 115 cm

12 €

7 m² Dachpappenschindeln

26 €

3 Liter Vorstreichfarbe

15 €

3 Liter passender Buntlack

15 €

ca. 50 Holzschrauben, 4,5 x 60 mm

5 €

ca. 50 Holzschrauben, 4,5 x 20 mm

5 €

ca. 200 Dachpappennägel

5 €

12 Flachverbinder, 80 x 160 mm

12 €

Holzleim

3 €

Erforderliche Werkzeuge

  • Akkubohrschrauber
  • 3 mm-Holzbohrer
  • Handkreissäge bzw. Stichsäge
  • Zollstock oder Maßband
  • Bleistift
  • Lineal
  • Hammer
Schema der Bodenplatten und Bodenkonstruktion des Pavillons

Pavillon selber bauen

Bodenplatte bauen für den Pavillon

Ein Pavillon aus Holz braucht ein stabiles Fundament: Hierzu werden zunächst die 8 Betongehwegplatten – wie auf dem Bild beschrieben – nebeneinander gelegt. Anschließend werden die Latten entsprechend der Zeichnung zurechtgesägt. Die Maße müssen dabei nur ungefähr sein. Im nächsten Schritten verlegen Sie die Latten auf den Steinen.
Auf diese Latten werden nun die Rauhspundbretter geschraubt: Dafür drücken Sie Nut und Feder zusammen und befestigen die Bretter dann mit den längeren Schrauben an der Querverlattung.
Im letzten Schritt werden die Rauhspundbretter einmal rundherum mit der Stichsäge abgesägt, sodass ein gleichseitiges Sechseck entsteht. Insgesamt muss die Breite des Sechsecks allseitig 250 cm betragen.

Zuschnitt der Rahmen

Da es sich um einen sechseckigen Pavillon aus Holz mit Spitzdach handelt, ist der Zuschnitt etwas trickreich. Wir empfehlen für den weiteren Bau eine Handkreissäge mit Anschlag oder eine Stichsäge.
Die Bretter für die Pfosten werden angeschrägt, damit sie später das Dach tragen. Wer keinen Winkelmesser verwendet, geht folgendermaßen vor: Legen Sie das 220 cm-Brett quer auf die Werkbank und machen an der linken, oberen Kante 7 cm von der Ecke des Brettes entfernt eine Markierung. Nun ziehen Sie einen Strich von der Markierung bis zur linken, unteren Ecke des Brettes, – fertig ist der Winkel zum Sägen. Insgesamt muss dieser Vorgang für alle Pfosten 12-mal durchgeführt werden.
Nach einem ähnlichen Prinzip werden die Pfostenriegel gebaut. Da sie die Sechseckkonstruktion bilden, müssen sie ebenfalls angeschrägt werden: Zunächst werden aus den langen Brettern 12 Stücke à 121,5 cm abgesägt. Diese schrägen Sie an beiden Seiten an, indem Sie jeweils an beiden Ecken 7 cm abmessen und die Stelle markieren. Diese Stelle wird anschließend mit den beiden unteren Ecken verbunden. Entlang der Linie wird die Schräge nun abgesägt. Diesen Vorgang wiederholen Sie insgesamt 12-mal.

Rahmenkonstruktion des Pavillons

Montage der Rahmen

Die zugeschnittenen Pfostenbretter und Riegel werden – wie im nebenstehenden Bild gezeigt – miteinander verschraubt. Dazu müssen Sie mit einem 3 mm-Holzbohrer die Verschraubungen für die Riegel durch die Pfostenbretter hindurch vorbohren. Für einen besseren Halt sollten die schmalen Seiten der Riegel zusätzlich mit etwas Holzleim eingestrichen werden.

Anschließend werden die Riegel mit zwei Schrauben festgeschraubt. Die fertigen Rahmen befestigen Sie anschließend mit dem unteren Riegel auf der Bodenplatte mit jeweils drei Schrauben. Zusätzlich werden die Rahmen an den Pfostenbrettern mit jeweils zwei Schrauben verschraubt. So stellt die Konstruktion eine stabile Grundlage für das Dach dar.

Zur Montage des Dachs werden zunächst aus den Spanplatten insgesamt 6 große Dreiecke mit einer Grundseitenlänge von 150 cm und einer Schenkellänge von jeweils 180 cm ausgesägt. Dabei ist Präzision wichtig, damit später keine Zwischenräume zwischen den einzelnen Platten entstehen. Die Dichtigkeit des Dachs und die Stabilität der Konstruktion hängen davon ab.

Holzschutz durch Lasur oder Lackierung

Abschließend sollte die Konstruktion noch mit Holzschutzfarbe vor der Witterung geschützt werden. Dazu empfiehlt es sich, den selbst gebauten Pavillon entweder mit einer Holzschutzlasur einzustreichen oder mit einem dauerhaften Buntlack, der den Holzpavillon zum Mittelpunkt Ihres Gartens macht.
In jedem Fall muss ein Vorstrich durchgeführt werden. Hierzu gibt es im Handel spezielle Vorstreichfarbe, die in der Regel auf den Lack abgestimmt sein muss. Gemäß des Fotos ist ein Anstrich in weißer Farbe vorgesehen. Selbstverständlich dürfen Sie den Holzpavillon auch in grün, blau oder rot streichen, – je nach persönlichem Geschmack und der Farbauswahl.
Der Lack sollte in jedem Fall mit einer Rolle aufgetragen werden, damit die Farbe gleichmäßig verteilt wird. Zu beachten ist außerdem, dass es während der Verarbeitung weder zu direkter Sonneneinstrahlung noch zu Niederschlägen kommen sollte, da beides das Lackierergebnis negativ beeinträchtigt.
Je nach Farbton und Holzbeschaffenheit ist es möglicherweise notwendig, den Hauptanstrich zweimal durchzuführen, um eine zufriedenstellende Sättigung zu erreichen. In diesem Fall sollte der Pavillon einmal über Nacht gut durchtrocknen, bevor am nächsten Tag die zweite Schicht aufgetragen wird.
 
Nachdem der Lack sorgfältig durchgetrocknet ist, ist der Holzpavillon nutzbar. Wir wünschen Ihnen einen wunderschönen Sommer!

Preis: 1.399,99 EUR


Preis: 2.399,90 EUR


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Florian , d. 22-12-15 10:25:

Hallo,

super Beitrag und wie immer absolut hilfreich...

Danke und viele Grüße

Florian

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Bildnachweis
1. "Gartenpavillon aus Holz"von Roland Schröder (heimwerker.de) Copyright: [Roland Schröder]
2. "Fußboden-Konstruktionszeichnung"von Roland Schröder (heimwerker.de)
3. "Rahmen des Pavillons"von Roland Schröder (heimwerker.de)

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