Walnussbaum (Echte Walnuss)

Walnussbaum im Garten pflanzen und pflegen

Echte Walnuss

Der Walnussbaum gedeiht in hiesigen Breiten an sonnigen, warmen Standorten.  Normalerweise trägt ein Walnussbaum erst nach 15-20 Jahren Früchte. Heute gibt es auch kleinere Walnusssorten, deren Kronen nur ca. vier bis sechs Meter breit werden und die oft schon im zweiten Standjahr Früchte bringen.

Im Folgendne erfahren Sie Wissenswertes zum Pflanzen und Pflegen vom Echten Nussbaum im eigenen Garten.

Die Walnuss: Ein Baum mit überraschenden Eigenschaften

Eigentlich ist die Walnuss (Juglans regia) ja der Hausbaum schlechthin: Erst spät im Mai treibt er aus, früh im Herbst fallen die Blätter wieder ab. Im Frühjahr wirft er also erst dann Schatten, wenn man ihn sich schon wünscht, und schon im frühen Herbst lässt er die schwächer werdende Sonne wieder durch seine dann blattlose Krone hindurch scheinen.

Auch sagt man dem Walnussbaum im Garten zusätzliche Vorteile nach: Er soll durch den Duft seiner Blätter unliebsame Fliegen und Mücken fernhalten.

Diese insektenvertreibende Wirkung machte man sich früher sogar zunutze. Man verkochte die grüne Schale und die Blätter des Baumes zu einem braunen Sud. Mit diesem natürlichen Insektenschutzmittel wurden dann die Pferde eingerieben - so waren die Tiere vor Mücken und Stechfliegen geschützt.

Allerdings wurde dadurch mancher Schimmel zum Braunen: Der Sud enthält nämlich einen kräftigen, schwer wieder abzuwaschenden braunen Farbstoff, der auch als solcher verwendet wurde. So kann man sich damit die Haare braun färben - allerdings braucht man Mut, denn manchmal werden sie auch schwarz.

Vom Nussbaum geerntet: Wallnüsse und teures Nussöl

Doch nicht nur als Färbemittel und Insektenschutz ist die Walnuss nützlich. Aus den Nüssen kann ein hervorragendes, gesundheitlich sehr wertvolles Öl gewonnen werden, dem man eine Schutzwirkung für Herz und Gefäße nachsagt. Heute gibt es jedoch auch viele andere, z.T. sehr günstige Öle, so dass die aufwändige Herstellung des Walnussöls wirtschaftlich nicht mehr interessant zu sein scheint.

Dies wird als der Grund dafür angesehen, warum zum Beispiel in der Schweiz der Nussbaumbestand innerhalb der letzten 50 Jahre um 75 % abgenommen hat.

Aber vielleicht ist die Wahl zum „Baum des Jahres" ein guter Anlass, wieder mal ein Walnussöl zu kaufen oder auch eine Walnuss zu pflanzen.


(Quelle: IDgS)  Weitere Informationen: www.baum-des-jahres.de

Die Geschichte des Nussbaums

Die Walnuss stammt ursprünglich aus dem Balkan und dem Gebiet des heutigen Kaukasus, Armenien und Nordiran. Doch schon zu Beginn der Sesshaftwerdung des Menschen in Europa, in der Jungsteinzeit, war sie nach archäologischen Untersuchungen hoch begehrt - nicht wegen ihres Holzes, sondern wegen der Früchte.

Walnüsse sind leicht und nährstoffreich, haltbar und bestens verpackt: der ideale Reiseproviant also. Man baute den Nussbaum in den Siedlungen an und hat vermutlich schon damals eine Art züchterische Auslese betrieben, indem die größten Früchte gepflanzt wurden. Somit entwickelten sich im Laufe der Jahrtausende aus der Wildform mit nur zwei Zentimeter kleinen, dreieckigen Früchten die uns heute bekannten Sorten mit etwa fünf Zentimeter großen Nüssen.

Spätestens die Römer brachten die Walnuss dann aus ihrem östlichen Einflussbereich bis nach Gallien. Hier wuchsen schließlich die besten Früchte - bis heute sind diejenigen aus dem Bereich Grenoble und aus der Dordogne die begehrtesten Walnuss-Herkünfte in Europa. Aus der "Nux gallica", wie die alten Römer sie nannten, der "Nuss aus Gallien", wurde, übertragen ins Mittelhochdeutsche, die "Wälisch Nuz". Welsch, wälisch, walhisch stand für alles Fremde aus dem romanischen Raum - der Name Walnuss war geboren.

Klostergärten und Kräuterbüchlein

Nicht nur die Früchte machten im Laufe der Jahrtausende die Walnuss zu einer bedeutenden Nutzpflanze. Im ausgehenden Mittelalter wurden die getrockneten grünen Fruchtschalen der Walnuss zerstampft; sie dienten als Ersatz für den teuren Pfeffer. Hieronymus Bock schreibt dazu in seinem Kräuterbuch von 1539: "... und so man ein wenig gedörrter salbei dazu nimpt schmeckts nit übel". Hildegard von Bingen verwendete um 1150 Nussbaum blätter "gegen Eingeweidewürmer", 200 Jahre später empfahl Konrad von Megenberg Nüsse als Heilmittel bei Pilzvergiftungen, wiederum 200 Jahre später heißt es in Mattiolis Kräuterbuch, der Wurzelsaft sei ein starkes Abführmittel.

Einen Sud aus den Walnuss-Blättern hat die Volksmedizin bei verschiedenen Leiden genutzt: Baden darin hilft bei Hauterkrankungen wie juckenden Ausschlägen, Schuppenflechte, Akne, auch bei Allergien oder schlecht heilenden Wunden. Sogar bei Schweißfüßen ist dieser Sud hilfreich. Dem Walnussblätter-Tee hingegen sagt man eine blutreinigende Wirkung nach; auch soll er bei Durchfall und Magen-Darm-Erkrankungen helfen.

Nussbäume werden bereits im Alten Testament erwähnt und man geht davon aus, dass Walnussbäume gemeint waren. Sie wurden schon damals im Nahen Osten nicht nur wegen der Nüsse und des daraus gewonnenen Öls, sondern auch wegen ihres Holzes gepflanzt.

Walnussholz: Edles Holz in dunklen Tönen

Das Holz der Walnuss zeigt je nach Herkunft und Standort ganz unterschiedliche Farbvariationen. So ist der kaukasische Nussbaum graubraun bis fast schwarz, der französische eher braun, also deutlich heller. Es wird für Drechselarbeiten und Kleinmöbel, für Klaviere, Täfelungen und Parkett genutzt.

Wegen des schönen Kontrasts zu hellen Hölzern ist es oft im Zierparkett alter Herrensitze und Schlösser enthalten, findet in Schachbrettern und anderen Intarsienarbeiten Verwendung. Auch Weberschiffchen wurden gerne aus Nussbaum hergestellt.

Möchte man das Holz nutzen, darf man den Baum aber nicht so einfach fällen, sondern muss ihn ausgraben („ausstocken", „austopfen", „auskesseln") - bei keiner anderen Baumart wird dieses teure Verfahren angewendet. Doch das wertvollste Maserholz befindet sich nun einmal im unteren Stammteil einer Walnuss und reicht als Wurzelknolle bis weit in die Erde hinein. Diese Maserungen der Wurzelknollen, aber auch der Astgabelungen und der Kröpfe am Stamm sind sehr beliebt, zeigen sie doch eine lebhafte, trotzdem unaufdringliche Zeichnung.

Wohl jeder Jäger hat etwas Nussbaum im Schrank, denn aufgrund seiner besonderen Holzeigenschaften ist dieses Holz ideal für Gewehrschäfte. Es ist zäh, wenig elastisch und arbeitet nicht, wenn es einmal trocken ist. In Bezug auf Druck- und Biegefestigkeit erreicht es bessere Werte als Eiche und ist zudem splitterfest.

Das Angebot an Nussbaum ist jedoch sehr begrenzt. Deshalb gibt es kaum größere Vollholzmöbel dieser Holzart, meist wird furniert. Und da die Baumschulen seit langem auf die Züchtung von Nussbäumen mit hohem Nussertrag Wert legen, nicht auf die von Sorten mit langem Stamm, wird sich das Angebot mittel- bis langfristig kaum erhöhen lassen.

Vielfach wird neben dem europäischen auch amerikanischer Nussbaum im Handel angeboten, doch dann stammt das Holz meist von einer Walnussverwandten, der Schwarznuss. Auch Handelsbezeichnungen wie Afrikanischer Nussbaum , Viola-Nuss, Tanganyika-Nuss sollen auf die Walnuss hindeuten, haben aber mit ihr nichts zu tun.

Walnuss als Waldbaum?

Eigentlich hat die Walnuss keine Feinde, denn ihre Bitterstoffe halten die meisten Tiere vom Fraß ab. Die Walnuss braucht vor allem Licht - immer wieder Licht. Das gibt es im Wald nur begrenzt, da streben ja noch andere Bäume in die Sonne. Noch ein weiteres Problem gibt es für sie: Spätfröste. Werden die Bäume nach dem Blattaustrieb Ende Mai noch von einem Frost überrascht, frieren die jungen Triebe ab und nur „schlafende Knospen" können den Schaden für die Blattmasse dann noch in gewisser Weise auffangen. Damit erklärt sich auch die Verbreitung der Walnuss (und ihre Seltenheit als Waldbaum): Sie bevorzugt Weinbauklima - und damit Flächen, die vom Menschen anderweitig genutzt werden als durch Waldbau.

(Quelle: IDgS)

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