Kaufberatung zum Mikroskop Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Mikroskope üben auf Jung und Alt gleichermaßen eine große Faszination aus, denn Mikroskope machen das sichtbar, was das bloße Augen nicht zu sehen vermag. Der Unterschied zwischen einem Mikroskop für Kinder und für Erwachsene sind die Funktionen. Einfacher zu bedienen sind Kindermodelle, mehr Möglichkeiten bieten professionelle Mikroskope.
  • Auch wenn binokulare Mikroskope, durch die Sie mit beiden Augen gleichzeitig blicken können, komfortabler sind, zeigt sich in diversen Mikroskop-Tests im Internet doch: Die am häufigsten angebotenen Modelle sind monokular, also zur Durchsicht mit einem Auge konzipiert.
  • Die meisten Mikroskope sind nach wie vor klassische Geräte: Sie klemmen das Präparat oder Blatt ein und begutachten es in der Vergrößerung. Moderne Geräte ermöglichen den Anschluss per USB oder haben eine Kamera. So können Sie Ihre Untersuchungsergebnisse sogar direkt digitalisieren.

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Manchmal reicht das menschliche Auge nicht aus, um die Wunder der Natur zu erfassen. Durch alte und neue Technik ist es möglich, verborgene Details für das menschliche Auge sichtbar zu machen, wenn das Sehvermögen dafür nicht ausreicht. Der erste Schritt ist eine Lupe, um etwas zu vergrößern. Mikroskop und Teleskop helfen dabei, ganz kleine oder ganz weit entfernte Objekte sichtbar zu machen. Um innere oder äußere Strukturen von Blättern, Insekten, Bakterien, Textilien, Mineralien oder Metallen zu erforschen, ist ein Mikroskop notwendig. In der Biologie und in der Medizin sind sie unersetzlich. Auch im Unterricht lernen Kinder Strukturen mit einem Mikroskop besser kennen. Und sogar in der Kategorie der Elektrotechnik ist das Mikroskop im Einsatz. Unter dem Mikroskop ist das Löten von Kleinstteilen möglich.

In diversen Mikroskop-Tests im Internet weisen Nutzer und Hersteller darauf hin, dass beim Kauf die Maße (Größe in cm, Gewicht in kg) wichtig sind. Auch die Entscheidung, ob ein Modell für Einsteiger, Fortgeschrittene oder ein professionelles Mikroskop gekauft werden soll, muss vor dem Kauf getroffen werden. Hilfreich ist dabei ein Blick auf Objektansicht, Beleuchtung, Ausstattung und Einsatzbereich. Weitere wichtige Vergleichsfaktoren hat die Redaktion von Heimwerker.de in dieser Kaufberatung 2021 zusammengestellt.

1. Wie ist der Aufbau eines Mikroskops?

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Auflicht ist nötig, um Oberflächendetails zu erkennen. Durchlicht beleuchtet Präparate von unten.

Die Lichtquelle ist der wichtigste Bestandteil des Mikroskops. Es gibt Mikroskope mit Auflicht. Dabei ist die Lichtquelle oberhalb des Objekttisches angebracht. Bei Durchlicht-Mikroskopen befindet sich die Lichtquelle unterhalb des Objekttisches. Das Objektiv des Mikroskops befindet sich über dem Objekttisch. Es leitet die Lichtstrahlen an das Mikroskop-Okular weiter. Weitere optische Elemente können den Vergrößerungsfaktor erhöhen.

Um Dinge genauer zu betrachten, die eine große Oberfläche haben, wie beispielsweise ein Blatt oder ein kleiner Stein, ist ein Mikroskop mit Auflicht von oben die bessere Wahl. Durchlicht ist dann nötig, wen Sie ein Präparat buchstäblich durchleuchten wollen. Die besten Mikroskope bieten beide Möglichkeiten – Durchlicht und Auflicht.

Weitere klassische Bestandteile des Mikroskops sind das Okular. Daran schließt sich ein kleines Rohr namens Tubus an. Die Drehvorrichtung darunter heißt Revolver. Daran sind die Objektive festgemacht. Unterhalb befindet sich der Objektivtisch, der Kreuztisch und der Kondensor. Der Fuß hält das Mikroskop sicher auf dem Tisch. Das Stativ führt von der Halterung zum Okular.

2. Welche Arten von Mikroskopen überzeugen in Tests im Internet?

Bei Mikroskopen gibt es große Unterschiede. Ein monokulares Mikroskop hat eine Linse zum Reinschauen, ein binokulares oder Stereo-Mikroskop ist für beide Augen konzipiert. Das USB-Mikroskop überträgt Bilder per USB an einen Computer. Mikroskope mit Bildschirm haben meistens kein Okular.

Mikroskop-Typ Eigenschaften
Licht-Mikroskop

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  • gibt es monokular und binokular
  • die Mikroskop-Vergrößerung hängt von den verwendeten Linsen ab
  • mit Auflicht oder Durchlicht
Digitales Mikroskop

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  • hat ein Display
  • hat Anschlussmöglichkeiten für andere Endgeräte
  • liefert Bildmaterial, das sich weiterverarbeiten lässt
monokulares Mikroskop

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  • hat nur ein Okular
  • Betrachtung nur mit einem Auge möglich
  • kann bei längerem Betrachten von Objekten zu Kopfschmerzen führen
binokulares Mikroskop

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  • hat zwei Okulare
  • Betrachtung von Objekten mit beiden Augen gleichzeitig
  • schont die Augenmuskulatur und die Netzhaut
USB-Mikroskop

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  • gibt es monokular und als binokulares Mikroskop für beide Augen
  • Mikroskop ist mit Kamera ausgestattet
  • überträgt die Beobachtungsdaten an den PC oder das Smartphone
Elektronenmikroskop

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  • gibt es nicht für den Privatgebrauch
  • kommt in der Forschung und Wissenschaft zum Einsatz
  • funktioniert anstatt mit Licht mit Elektronen

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Mit einem modernen digitalen Mikroskop macht das Mikroskopieren mehr Spaß. Sie lassen sich an einen Monitor anschließen, sodass gleich mehrere Personen die Präparate unter dem Mikroskop sehen können. So sind interessante Diskussionen möglich. Neuerdings gibt es sogar die Variante „Mikroskop mit Bildschirm und Okular“.

3. Was sind die Vorteile eines binokularen Mikroskops?

Da der Mensch es gewohnt ist, mit beiden Augen zu sehen, sind binokulare Mikroskope insbesondere bei häufiger Nutzung empfehlenswert. Die Bildqualität an sich ist davon nicht beeinflusst. Allerdings ist das Anschauen der Objekte und Präparate unter dem Mikroskop mit beiden Augen viel entspannter. Wer immer ein Auge zukneifen muss, kann mit der Zeit Kopfschmerzen bekommen. Außerdem ist es für das Gehirn einfacher, sich ein Bild zu machen, wenn von beiden Augen die Informationen kommen.

    Vorteile
  • natürliche Art zu sehen
  • entspanntes Sehen
  • große Auswahl an Produkten
    Nachteile
  • meist teurer

Für binokulare Mikroskope gibt es viele Einsatzbereiche. Sie eignen sich als Mikroskop für die Schule und auch für die private Nutzung. Ein typisches Mikroskop steht auf einem stabilen Fuß. Objektiv und Objekttisch lassen sich mit Drehreglern leicht einstellen. Einfache Modelle sind auch für Kinder geeignet.

4. Was ist beim Kauf eines Mikroskops zu beachten?

Der Preis ist ein wichtiges Auswahlkriterium. Es gibt einfache und günstige Modelle für etwa 20 Euro und es gibt teure Modelle, die mehrere hundert Euro kosten können. Es hängt immer davon ab, wofür das Mikroskop sein soll.

mikroskop-vergroesserung

Durch günstige Mikroskop-Klassiker blicken Sie mit einem Auge. Diese Modelle erfüllen ihren Zweck. Mehr Möglichkeiten bieten digitale Mikroskope.

Mikroskop-Sets sind ideal für Anfänger geeignet, weil sie alles enthalten, was zum Start notwendig ist. Das Mikroskop-Set besteht meistens aus mehreren Objektträgern, Werkzeugen, um die Präparate zu zerlegen, und verschiedenen vorbereiteten Präparaten, um direkt mit dem Forschen starten zu können. Das ist bei einem Mikroskop für Kinder besonders wichtig.

Manchmal gibt es günstige Mikroskope sogar bei Discountern wie Aldi oder Lidl, allerdings haben diese Modelle meist den Nachteil, dass Sie sie eher als Schnäppchen kaufen. Wir raten Ihnen hingegen dazu, ein Mikroskop zu kaufen, dessen Produktdaten sie eingehend verglichen haben. So gewährleisten Sie, dass Sie nach einem umfassenden Preis-Leistungs-Vergleich das beste Mikroskop kaufen.

Bezüglich der Preise lässt sich über verschiedene Hersteller und Marken hinweg diese Grobeinteilung in diversen Mikroskop-Tests im Internet beobachten:

  • Es gibt kleine Taschenmikroskope schon für weniger als 20 Euro.
  • Ein Lichtmikroskop für den Hausgebrauch kostet zwischen 50 und 100 Euro.
  • Hochwertige Mikroskope für den privaten Gebrauch gibt es ab etwa 130 Euro.

Tipp der Heimwerker.de-Redaktion: Ein Mikroskop, das mehr Möglichkeiten hat, ist meist auch teurer. Die große Preisspanne zwischen einfachen Modellen und einem teuren Mikroskop erklärt sich über die Ausstattung, die Verarbeitungsqualität und die technische Leistung.

4.1. Wie groß und schwer sind Mikroskope?

Gewicht und Größe spielen bei der Auswahl ebenfalls eine wichtige Rolle. Häufig ist es wichtig, dass sich das Mikroskop leicht verstauen lässt, sodass es nicht allzu groß und schwer sein darf. Je leichter das Mikroskop ist, umso leichter ist es zu bedienen und lässt sich dann auch transportieren, beispielsweise zu Freunden, in die Schule oder einfach vom eigenen Zimmer ins Wohnzimmer, um den Eltern etwas Interessantes zu zeigen. Dabei sind die batteriebetriebenen Geräte wesentlich flexibler einsetzbar.

4.2. Was ist bei einem Mikroskop für Einsteiger zu beachten?

Ein Mikroskop für Einsteiger sollte einfach zu handhaben sein und nur mit wenigen zusätzlichen Funktionen ausgestattet sein. Die Bedienung ist im Allgemeinen nicht sehr schwierig, sodass es sehr schnell geht, bis sich ein Anfänger mit dem Mikroskop und seinen grundsätzlichen Funktionen vertraut gemacht hat.

Für ältere Kinder oder schon etwas fortgeschrittene Forscher ist ein digitales Mikroskop gut geeignet, berichten Nutzer in diversen Mikroskop-Tests im Internet. Es hat den großen Vorteil, dass es das zu untersuchende Objekt auf dem Smartphone, dem Tablet oder dem PC-Monitor anzeigt. Diese Mikroskope haben häufig eine Halterung, mit der sich das Smartphone leicht befestigen lässt, sodass die Hände frei bleiben.

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Ein Mikroskop für Kinder ist sehr einfach in seinen Funktionen, bietet aber Nachwuchsforschern in der Mikroskopie jede Menge Spaß beim Ausprobieren.

4.3. Welche Vergrößerung ist für eine gute Objektansicht erforderlich?

Auflösung

Digitale Mikroskope haben meist eine höhere Vergrößerung. Hier sind Mikroskope mit 1000x und Mikroskope mit 2000x erhältlich.

Bei Lichtmikroskopen ergibt sich die maximale Vergrößerung aus der Kombination von Objektiv- und Okularvergrößerung. Ein Okular mit 10-facher und ein Objektiv mit 40-facher Vergrößerung ergeben zusammen eine Vergrößerung um das 400-fache.

Handelsübliche Lichtmikroskope für Anfänger haben 20-fache, 40-fache, 80-fache oder 100-fache Vergrößerungen. Das ist leicht zu erkennen. Die Mikroskope sind entsprechend beschriftet. Eine starke Vergrößerung allein reicht allerdings nicht. Wenn die Auflösung schlecht ist, sind die vergrößerten Bilder unscharf.

5. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Mikroskop-Vergleich

5.1. Welches ist die richtige Beleuchtung – Auflicht oder Durchlicht?

Die Lichtquelle ist wichtig. Je besser ein Objekt beleuchtet ist, umso genauer lässt sich das vergrößerte Bild betrachten. Dabei lassen sich Auflicht- und Durchlicht-Mikroskope unterscheiden, die das Objekt entweder von schräg oben oder von unten beleuchten. Als Leuchtmittel sind meistens LED- oder Halogen-Lampen eingebaut. Die Helligkeit lässt sich am Mikroskop regulieren. Als Faustregel für die Praxis gilt: Blätter, Mineralien, Insekten und andere sehenswerte Gegenstände mit großer Oberfläche lassen sich gut mit Auflicht unter dem Mikroskop betrachten. Durchlicht ist für das Inspizieren des Inneren von Präparaten wichtig.

5.2. Welche Ausstattung bringt ein gutes Mikroskop mit?

Wichtiges Mikroskop-Zubehör sind Objektträger, Objektdeckel und Pinzetten in unterschiedlichen Größen. Mit Letzteren lassen sich die Untersuchungsobjekte bewegen, wenden und drehen. Wichtig ist auch Reinigungslösung für das Objektiv und die Objektträger. Hightech-Mikroskope haben eine Kamera, die sowohl Fotos als auch Videos erstellen kann. Es bietet sich an, eine Schutzhülle für das Mikroskop zu kaufen oder einen passenden Koffer, in den auch gleich das Zubehör hineinpasst.

5.3. Womit ist das Objektiv des Mikroskops beschriftet?

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Objektivserie, Maßstabzahl und Objektivklasse sind die Werte, die auf einem Objektiv stehen sollten.

Auf die Objektive sind die wichtigsten technischen Daten aufgedruckt oder manchmal auch eingraviert. Zu den Angaben gehören beispielsweise Objektivserie, Maßstabzahl und Objektivklasse.

5.4. Welche Marken und Hersteller für Mikroskope sind bekannt?

Mikroskope gibt es für jeden Anspruch. Während Hersteller wie Carl Zeiss oder Leica in erster Linie professionelle Mikroskope herstellen, gibt es erschwingliche Modelle von Bresser oder Kosmos. Weitere Marken sind beispielsweise Olympus, Will Wetzlar oder Eschenbach. Die Stiftung Warentest nutzt zwar hier und da ein professionelles Mikroskop, um Produkte genau unter die Lupe zu nehmen. Ein Mikroskop-Test der Verbraucherschützer existiert jedoch nicht. Demzufolge gibt es auch keinen erklärten Mikroskop-Testsieger seitens der Stiftung Warentest.

5.5. Wozu sind 3D-Mikroskope gut?

3D-Mikroskope heißen auch Lichtblattmikroskope. Es handelt sich dabei um innovative, hochauflösende Mikroskope, mit deren Hilfe Forscher Gewebeproben dreidimensional darstellen können, ohne sie zu zerschneiden. Die Vergrößerung ist dabei so groß, dass einzelne Zellen sichtbar werden.

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