Tomatengewächshaus

Tomatenhaus bauen und leckeres Gemüse anpflanzen

Ein spezielles Gewächshaus für Tomaten

Ein Tomatenhaus ist ein spezielles Tomatengewächshaus für die Anzucht von Tomaten. Tomatenpflanzen müssen vor Kälte und Regen geschützt werden, da sonst die Früchte von Krautfäule oder Braunfäule befallen werden können.

Ein Tomatengewächshaus ist deshalb so wichtig, weil die Tomate ursprünglich aus dem Süden Amerikas stammt und demnach ein warmes und trockenes Klima benötigt, um reifen zu können. Ziemlich genau das Gegenteil von dem, was in Deutschland herrscht.

In einem Tomatenhaus können mehrere Stauden untergebracht werden. Diese kann man bereits, sofern es die Temperaturen erlauben, im April anbauen, um sie schon im Mai ernten zu können. Als Tomatengewächshaus dienen meistens entweder sogenannte Folientunnel oder auch normale Gewächshäuser. Wem beides nicht so recht in den Garten passen will, der sollte sich ein individuell angepasstes Tomatenhaus bauen. Die verwendete Folie muss unter allen Umständen UV-beständig und lichtdurchlässig sein. Solche Folien kann man im Fachhandel kaufen und werden meistens als Tomatenhauben bezeichnet.

In unserem Gewächshaus dürfen Tomaten nicht zusammen mit anderen Pflanzen gehalten werden, da das rote Gemüse wesentlich weniger Wasser als andere Gemüsepflanzen benötigt.

Bauanleitung für ein Tomatengewächshaus

Werkzeug

  • Schraub- oder Klemmzwingen
  • Zollstock oder Bandmaß
  • Streichmaß
  • Schmiege
  • Spitzer Bleistift
  • Absetzsäge oder Feinsäge
  • Gehrungssäge
  • Bohrmaschine mit Holzbohrer
  • Stechbeitel und Schreinerklüpfel
  • 4 Dübelspitzen
  • Schleifklotz und Schleifpapier

Materialliste

  • 4 Vierkanthölzer: 6 x 6 x 160 cm (Rahmenteile)
  • 4 Vierkanthölzer: 6 x 6 x 80 cm (Rahmenteile)
  • 5 Vierkanthölzer: 6 x 6 x 180 cm (Eck- und Seitenpfosten)
  • 2 Vierkanthölzer: 6 x 6 x 200 cm (Dachpfosten)
  • 6 Vierkanthölzer: 6 x 6 x 45 cm (Dachsparren)
  • 24 Holzdübel
  • Holzleim
  • UV-beständige und lichtdurchlässige Folie
  • Nägel

Im Folgenden stellen wir ein Modell mit traditionellen Holzverbindungen wie Überblattung sowie Schlitz und Zapfen (Zapfenlänge: 2 Zentimeter) vor. Die klassischen Holzverbindungen sehen besonders elegant aus und halten ganz ohne zusätzliche Verbindungsmittel wie Schrauben oder Nägel. Wer auf die Optik seines Tomatenhauses und seines Gartens im Allgemeinen achtet, sollte daher auf traditionelle Holzverbindungen setzen. Die Mühe lohnt sich.

Das selbst gebaute Gewächshaus hat eine Grundfläche von 160 x 88 Zentimetern, eine Rahmenhöhe von 188 Zentimetern und eine Dachhöhe von ca. 215 Zentimetern. Breite und Höhe aller Viekanthölzer betragen jeweils 6 Zentimeter. Die Angaben der Bauanleitung können aber natürlich den eigenen Bedürfnissen und Gegebenheiten im Garten angepasst werden.

Bau der Rahmen

Zuerst werden der obere und untere Rahmen des Tomatenhauses benötigt. Die zwei Rechtecke haben eine Grundfläche von etwa 1,4 Quadratmetern und bieten genügend Platz für einen Hobby-Gärtner.

Beim Bau des Tomatenhauses mit einer Verbindug aus Schlitz und Zapfen werden aus den Enden der kurzen Rahmenteile mit einer Feinsäge Zapfen herausgeschnitten und in die Enden der langen Rahmenteile mit einem Stechbeitel Schlitze gestemmt – und zwar nicht nur für die Zapfen der kurzen Seitenteile, sondern auch für diejenigen der vier Eckpfosten. Da der Eingang des Tomatengewächshauses an einer der Längsseiten liegen soll, werden die beiden Rahmen nur an einer langen Seite mit einem Seitenpfosten verbunden. Auf der gegenüberliegenden Längseite wird sich dann der Eingang des Tomatenhauses befinden. Jedes lange Rahmenteil weist somit vier bzw. fünf Schlitze auf, wie unsere Skizze zeigt.

Aus der Mitte der kurzen Rahmenteile werden außerdem Ausklinkungen für eine Überblattung gestemmt, da an den Stirnseiten des Tomatenhauses jeweils ein Dachpfosten befestigt wird. Bei einer bündigen Verbindung von zwei Teilen muss das Material um die Hälfte der Materialstärke abgetragen werden, damit beim Zusammenfügen der Gegenstücke die Überblattung genauso stark wie die einzelnen Holzteile ist.

Zusammensetzen des Grundgerüstes

Um das Grundgerüst für das Tomatenhaus zu bauen, werden der die beiden Rahmen mit den vier Eck- und dem einen Seitenpfosten zusammengesteckt und verleimt. So erhält das Grundgerüst unseres Tomatengewächshauses schon einmal einen festen Stand. Dazu wird zunächst der untere Rahmen an einer passenden Stelle im Garten platziert. Darauf werden die vorbereiteten Eck- und Seitenpfosten montiert. Anschließend erfolgt der Abschluss des Grundgerüstes mit dem oberen Rahmen.

Wie die Skizzen zeigen, werden bei der Konstruktionsweise mit den gesteckten Holzverbindungen nur zwei Holzteile eingesetzt, um den Aufbau für die Dachkonstruktion herzustellen. In die zwei Meter langen Dachpfosten sind auf Höhe des unteren und oberen Rahmens Ausklingungen für eine Kreuzüberblattung gearbeitet, sodass die Dachpfosten bündig mit den Rahmenteilen abschließen können. Das obere Ende der Dachpfosten ist in Form eines Satteldaches abgearbeitet, um die Dachsparren aufnehmen zu können. Mit einer Schmiege findet man das richtige Winkelmaß. In diesem Fall beträgt der Winkel in der Spitze des Dachpfosten 124 Grad. Eine Firstpfette gibt es bei unserem Beispiel nicht.

Dach und Verkleidung bauen

Bei der Dachkonstruktion mit Überblattung auf Gehrung werden im letzten Bauschritt keine Schrauben benötigt. Dafür muss man allerdings auch etwas mehr Zeit und Mühe für die Herstellung der Holzverbindungen investieren. Die sechs Dachsparren werden zunächst an einem Ende für eine Überblattung auf Gehrung abgearbeitet. Normalerweise braucht die Überblattung keine weiteren Verbindungsmittel außer Holzleim, da die Kontaktfläche zwischen den beiden Gegenstücken sehr groß ist. Besonders sicher wird die Verbindung allerdings, wenn auch Schrauben, Nägel oder Holzdübel verwendet werden. Am besten sieht die Verbindung mit durchgehenden Holzdübeln aus, die bündig mit dem Holz abschließen und auch Zierelemente eingesetzt werden können.

Die verbliebenen Enden der Dachsparren werden für eine Verbindung mit dem oberen Rahmen abgeschrägt und mit vier Dübellöchern versehen. Auch hier ist wieder eine Schmiege nützlich, mit der man den Winkel des Dachpfostens auf die Dachsparren übertragen kann. Um die richtige Position für die Runddübel auf dem Rahmen zu finden, verwendet man am besten Dübelspitzen. Diese werden in die Bohrlöcher der Dachsparren eingesetzt und hinterlassen mit ihrem Dorn eine Markierung, wenn man die Dachsparren an die gewünschte Position an den oberen Rahmen hält. Alternativ kann man auch Poket holes durch den Rahmen bohren und Dachsparren und Rahmen unsichtbar mit Schrauben verbinden. Die Schrauben verschwinden samt Schraubenköpfen im Holz.

Bevor der Tomatenanbau beginnen kann, muss noch die UV-beständige und lichtdurchlässige Folie angebracht werden. Diese kann man einfach über die Holzbalken legen und mir ein paar kleinen Nägeln positionieren. Möchte man die ganze Sache noch ein wenig witterungsfester gestalten, sollten die Holzbalken vor dem Bau mit einer speziellen Lösung behandelt werden. Darüber hinaus kann man statt Folie auch Glas, Acrylglas oder Kunststoff-Wellplatten verwenden, um das Tomatenhaus im Garten zu verkleiden.

Wer sich nicht an die Variante mit den traditionellen Holzverbindungen herantraut oder nicht die nötigen Werkzeuge dafür hat, kann auch ein einfacheres Modell mit Metallwinkeln bauen, das in Aufbau und Abmessungen ähnlich gestaltet sein kann. Neben den Metallwinkeln benötigt man genügend Schrauben und weitere Bauteile, die die Konstruktion zusätzlich verstärken. Dafür eigenen sich beispielsweise diagonale Latten oder Zugseile, die ein Umkippen des Tomatengewächshauses verhindern.

Tomatengewächshaus online kaufen

Preis: 49,99 EUR

eKomi Bewertung: 3 Sterne


Von: Nga Tran

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