Linoleum verlegen

Linoleum selber zu verlegen ist nicht so einfach und wer es sich nicht zutraut, sollte sich lieber an einen Fachbetrieb wenden. Mit dem nötigen handwerklichen Geschick ist es aber durchaus möglich, Linoleum auch selber zu legen.

Wichtige vorraussetzung sind dabei benötigte Werkzeuge, die man selten in der heimischen Werkstatt findet. Es ist aber möglich, sich benötigtes Werkzeug im Baumarkt oder Werkzeugverleih zu mieten.

Sind alle Hilfsmittel vorhanden, hängt das fertige Ergebnis von der Sorgfalt der eingebrachten Arbeit ab. Linoleum muss absolut wasserdicht verschweißt werden. Dringt später an einer undichten Stelle Wasser ein, kann das Linoleum aufquellen und eine Reparatur ist nicht mehr möglich. Dann muss der Bodenbelag großflächig oder komplett ausgetauscht werden.

Daher sollte gut überlegt sein, ob sich in dem Fall die Eigeninitiative lohnt.

Benötigte Werkzeuge und Hilfsmittel

Ohne richtiges Werkzeug sollte auf eine eigene Verlegung von Linoleum verzichtet werden. Benötigt wird neben einfachen Hilfsmitteln, wie Bleistift, Zollstock und Cuttermesser, auch nicht alltägliches Werkzeug.

  • Feiner breiter Zahnspachtel
  • Hand- und Bodenwalze
  • Wandschmiege
  • Konturenlehre
  • Anlegeschiene
  • Handschweißgerät
  • Abstoßmesser

Bodenvorbereitung

Der Untergrund ist die wichtigste Vorbereitung bei der Linoleumverlegung. Da Linoleum weich ist und ohne weitere Trittschalldämmung verlegt wird, ist später jeder kleine Fehler in der Vorbereitung sichtbar.

Es sollte darauf geachtet werden, dass der Boden absolut gerade und ohne jede Unebenheit ist. Risse im Estrich sollten unbedingt verschlossen und Unebenheiten abgefräst oder ausgeglichen werden. Ebenso ist darauf zu achten, dass der Untergrund absolut trocken ist und es keine Möglichkeit für aufsteigende Feuchtigkeit gibt. Kann dieses nicht gewährleistet werden oder befindet sich der Raum über einen ungedämmten Untergrund, besteht die Möglichkeit eine Isoliermasse aufzubringen. Diese verhindert aufsteigende Feuchtigkeit und schützt vor allzu kalten Füße.

Untergründe, wie Dielen oder bereits verlegte Fliesen sind für Linoleum ungeeignet, da sich die ungleichmäßige Oberfläche später im Linoleum abzeichnet. Auch hier kann ein Auftragen von Isoliermasse hilfreich sein.

Linoleum zuschneiden

Bevor Linoleum verlegt werden kann, sollte es mindestens zwei Tage im zu verlegenden Raum bei Zimmertemperatur ruhen. Gelagert wird es dabei locker aufgerollt in stehender Position.

Bahnen zuschneiden

Die erste Bahn wird an einer möglichst geraden Wand ausgerollt und mit einem Übermaß von etwa 5 cm pro Seite zugeschnitten. Dabei bitte nicht vergessen, dass auch seitlich ein Überstand eingeplant werden sollte.

Heizungsrohre und Vorsprünge

Ausschnitte für Heizungsrohre und andere Vorsprünge sollten genau zugeschnitten werden. Hilfreich hierfür sind Wandschmiege (Anreißer) und Konturenlehre. Mit einer Wandschmiege lassen sich ungerade Wandverläufe direkt auf das verlegende Material übertragen und dieses dann passgenau zuschneiden. Eine Konturenlehre besteht aus vielen kleinen Streifen, mit denen sich ein "Abdruck" von hervorstehenden Kanten und Rohren auf den Bodenbelag übertragen lassen und so exakt ausgeschnitten werden kann.

Linoleum kleben

Kleben der ersten Bahn

Ist die Bahn zugeschnitten, kann mit der Verklebung begonnen werden. Dazu klappen Sie das Linoleum der ersten Bahn auf eine Seite und tragen den Kleber mit einem feinen Zahnspachtel (Herstellerangaben beachten) auf der Länge einer halben Bahn auf.

Dabei ist auf eine gleichmäßige Verteilung zu achten und nicht mehr als nötig aufzutragen.

Nun kann diese Seite verklebt und ausgerichtet werden. Danach wiederholt sich diese Arbeit mit der anderen Hälfte. Dazu wieder das Linoleum zur Hälfte auf die bereits verklebte Fläche klappen, den Kleber auf der anderen Seite auftragen und das Linoleum verkleben.

Dabei das Linoleum mit der Rolle erst quer und dann längst andrücken. Austretender oder zu viel aufgetragener Kleber sollte sofort entfernt werden.

Weitere Bahnen verkleben

Weitere Bahnen werden im selben Verfahren mit einem Überstand von etwa 2 cm verklebt. Dabei peinlich darauf achten, dass kein Kleber auf die bereits verlegte Bahn gelangt. Abschließend werden die beide Bahnen im übereinander liegenden Bereich gleichmäßig geschnitten und mit der Handwalze fest angedrückt. Das ergibt eine sauber Schnittkante und beide Bahnen liegen exakt aneinander.

So fahren sie weiter fort, bis die gesamte Fläche verlegt ist. Je nachdem, ob das Linoleum hochgeschlagen oder bündig verlegt werden soll, lassen sich die Ränder mit einer Anlegeschiene sauber zuschneiden.

Linoleum verschweißen

Vor der weiteren Arbeit sollte der Kleber völlig getrocknet sein. Dazu bitte die Herstellerangaben beachten.

Mit der Fugenfräse wird nun an den Stößen eine etwa 3 mm breite und 3 mm tiefe Nut gefräst. Auch hier sollte man sich nach den Herstellerangaben richten. Um die Fräse sauber zu führen, ist eine lange Schiene oder gerade Holzlatte hilfreich.

Sind alle Stöße sauber ausgefräst, kann mit dem Einbringen des Schmelzdrahtes begonnen werden. Die Schmelzdrahtzuführung funktioniert bei einem Handschweißgerät automatisch und dieses muss nur langsam auf der gefrästen Nut entlang geführt werden. Mit etwas Übung für die richtige Geschwindigkeit, ist hier schnell ein sauberes Ergebnis möglich.

Im letzten Arbeitsgang wird der überstehende Schmelzdraht abgestoßen. Dazu gibt es Abstoßmesser als Handgeräte oder als kleine fahrbare Wagen mit zwei Klingen, welche einfach nur über die Naht geführt werden. Gerade als Laie sollte man sich für die zweite Variante entscheiden.

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Bildnachweis
1. "Linoleum verlegen": Henkel Ceresit /
2. "Linoleum zuschneiden": Henkel Ceresit /
3. "Linoleum kleben": Henkel Ceresit /

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