Papiertapete und Mustertapete tapezieren

Papiertapeten: Bunte Vielfalt

Die Papiertapete stellt mit allen ihren Varianten den größten Anteil unter den verschiedenen Tapetensorten dar. Die Bahn (oft aus Recycling-Papier) ist auf der Vorderseite üblicherweise in mehreren Farbdurchläufen bedruckt. Fond-Tapeten erhalten vorher einen durchgehenden, lichtbeständigen Farbauftrag, der das Vergilben verhindert.

Die meisten Papiertapeten werden mit einer sogenannten Gaufrage-Walze unter hohem Druck zwischen Negativ- und Positivwalze reliefartig geprägt. Für hochwertige Prägungen werden zwei Papierbahnen aufeinanderkaschiert. Diese standfeste, sogenannte Duplex-Präge bleibt bei sachgerechter Tapezierung an der Wand erhalten.

Im Folgenden erfahren Sie Wissenswertes zur Wandgestaltung mit Papiertapete und Mustertapete.

Papiertapeten sind starken Modeschwankungen unterworfen und werden jährlich in neuen Musterkollektionen vorgestellt. Für Abschlüsse oder Spezialeffekte sind zu vielen Kollektionen passende Bordüren erhältlich. Die Mustertapete ist eine Form der Papiertapete mit aufgedruckten Muster.

Achten Sie beim Kauf einer Mustertapete auf Rapport und Verschnitt. Je größer das jeweilige Muster ist, desto mehr Verschnitt muss eingeplant werden. Der jeweilige Musterversatz ist dabei auf der Tapetenrolle angegeben. Zur Zeit erleben "Retrotapeten" – Mustertapten mit Designs im Stil der siebziger Jahre – ein Comeback und werden flächendeckend oder häufiger noch als Farbakzent verarbeitet.

Herstellung und Eigenschaften der Papiertapete

Die Tapetenbahn kann aus einer oder zwei Papierbahnen bestehen, d.h. dann werden zwei Bahnen vor dem Musterdruck miteinander verklebt. Das vordere Papier ist neu, das rückseitige, aufkaschierte ist oft Recyclingpapier. Das Gewicht bestimmt die Qualität: Leichte Papiertapeten wiegen zwischen 90 und 120 g, mittelschwere Papiertapeten zwischen 120 und 150 g und schwere Papiertapeten über 150 g pro m²- Rohpapier.

Tapetenpapiere sind teilweise gut lichtbeständig und werden in Flexodruck, Tiefdruck oder auch noch mit Leimdruck bedruckt. Bei einer Fondtapete erhält das Papier einen durchgehenden Farbauftrag, auf dem anschließend das Tapetenmuster aufgedruckt wird. Die Qualität und die Lichtbeständigkeit werden so besser. Außerdem können Papiertapeten glatt oder leicht geprägt sein, bei doppelschichtigem Papier bleibt die Prägung (Gaufrage) wesentlich besser erhalten.

Die Bahn (oft aus Recycling-Papier) ist auf der Vorderseite in mehreren Farbdurchläufen bedruckt. Fond-Tapeten erhalten vorher einen durchgehenden, lichtbeständigen Farbauftrag, der das Vergilben verhindert. Die meisten Papiertapeten werden außerdem mit einer Gaufrage-Walze leicht geprägt. Prägetapten werden unter hohem Druck zwischen Negativ- und Positivwalze reliefartig geprägt. Für hochwertige Prägungen werden zwei Papierbahnen aufeinanderkaschiert. Diese standfeste, sogenannte Duplex-Präge bleibt bei sachgerechter Tapezierung an der Wand erhalten.

Wände gestalten: Wand vorbereiten, tapezieren und streichen

Vorbereiten, tapezieren, streichen, Wände gestalten: Arbeiten, die regelmäßig in den heimischen vier Wänden anfallen und problemlos vom Heimwerker übernommen werden können. Für ein gutes Ergebnis sind hochwertige Markenprodukte die wichtigste Voraussetzung. Folgend findet man eine ausführliche Anleitung für die Neugestaltung der Zimmerwände.

Wände vorbereiten und grundieren

Um das eigentliche Tapezieren zu erleichtern und ein gutes Tapezier-Ergebnis zu erzielen, trägt man im ersten Schritt eine Grundierung auf. Denn schöne Tapeten sind vor allem das Ergebnis einer sorgfältigen Vorbereitung. Damit beim Tapezieren alles glatt geht und dauerhaft sicher hält, spielen optimal aufeinander abgestimmte Grundierungen und Kleister eine wichtige Rolle. Welche Grundierung für welchen Untergrund die beste ist und welcher Kleister zu welcher Tapete passt, erfährt man durch die Beratung eines Fachmanns im nächstgelegenen Baumarkt. Die Wand muss vor der ersten Behandlung glatt, trocken und sauber sein.

Bei stark saugenden Untergründen wird unverdünnt aufgetragen, bei schwach saugenden Flächen werden zwei Teile Grundierung mit einem Teil Wasser verdünnt. Ein Liter der Grundierung reicht für max. 10 qm Fläche.

Die Grundierung trägt man mit einer Kleisterbürste direkt auf die Wand auf. Die Fläche muss glatt, trocken und staubfrei sein. Damit nichts in die Augen gerät, sollte eine Schutzbrille getragen werden. Bereits nach zwei bis drei Stunden – jeweils abhängig von den Untergrund- und Umgebungsbedingungen – kann die Wand übertapeziert werden.

Papiertapete anbringen

Die Materialien für ein Kinderzimmer sind schnell zusammengestellt: eine rosa- gestreifte, eine rosa mit Herzen und eine unifarben rosa Tapete. Überzeugt haben die dezenten Muster und die zarten, pastelligen Rosa-Töne dieser Tapeten. Um den Raum optisch größer wirken zu lassen, blieb die vierte Wand weiß. Auf diese Weise vermittelt das Kinderzimmer Geborgenheit und schafft eine individuelle Umgebung: das eigene Reich eben.

Zunächst werden die Wände ausgemessen, um den Zuschnitt der Tapetenbahnen zu bestimmen. Die Tapete wird auf dem Tapeziertisch ausgerollt – mit der Rückseite nach oben. Die Maße der Wand werden auf die Bahn übertragen und angezeichnet.

Die Tapete wird mithilfe einer Schneidehilfe und eines scharfen Cuttermessers zugeschnitten. Dann kann man die Rückseite mit einer Kleisterbürste gleichmäßig einkleistern. Anschließend wird die Tapete von beiden Seiten zusammengelegt.

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Die Tapete 10 Minuten einweichen lassen. Dann wird die Bahn mit etwas Überstand an der Wandoberseite angesetzt und nach und nach an der Wand angebracht.

Mit einer Tapezierbürste wird die Tapete sauber glatt gestrichen. Anschließend kann man mit einer Moosgummirolle die Tapete luftblasenfrei andrücken. Sollte eine kleine Luftblase vorhanden sein, lässt sich die Tapete jetzt noch leicht schieben und ziehen.

Bei Mustertapeten muss genau auf den passenden Ansatz der Bahnen geachtet werden. Diese werden immer auf Stoß geklebt.

Papierprägetapete tapezieren

Papierprägetapeten sind in vielen verschiedenen Mustern erhältlich, daher ist beim Tapezieren der Rapport, d. h. Musterversatz, zu beachten, damit die einzelnen Bahnen an der Wand ein durchgehendes Muster ergeben. Das folgende Video erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Prägetapeten mit Rapport schnell und einfach tapezieren und die Muster der einzelnen Bahnen perfekt zueinander passen.

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Vliestapeten eignen sich für fast alle Untergründe. Der strapazierfähige Wandbelag wird durch Spezialprägeverfahren hergestellt und ist deshalb frei von PVC oder Vinyl. Außerdem ist er mehrfach überstreichbar und lässt sich später trocken von der Wand abziehen. Viele Vliestapeten sehen aus wie eine Raufasertapete und sind in verschiedenen Strukturen sowie als Mustertapeten erhältlich. Vliestapeten tapezieren

Tapete überstreichen

Nach dem Tapezieren folgte das Streichen. Es sollte eine qualitativ hochwertige Farbe sein, die sich vor allem schnell verarbeiten lässt. Die cremige Innenwandfarbe mit extrem hoher Deckfähigkeit dient dem Schlussanstrich für Wände und Decken im Innenbereich, besonders geeignet auch zum Überstreichen von stark verschmutzten oder farbig gestrichenen Untergründen.

Zunächst werden die Ecken gestrichen – dabei startet man am besten vom Fenster aus. Für kleine Flächen in den Ecken, über den Fußleisten und rund um die Heizkörper empfehlen wir einen Pinsel.

Es folgt die Decke: Für große Flächen eignet sich eine Rolle mit Stil. So geht die Arbeit schnell und effektiv von der Hand. Die Rolle nie am Rand ansetzen, sondern eher mittig. Erst wenn die Decke fertig gestrichen ist, sollte man sich an die Wände begeben.

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