Kaufberatung zum Hundehütte Test bzw. Vergleich 2019

  • Hundehütten sind das persönliche Zuhause Ihres Hundes: Sie sind Rückzugsort, Schlafplatz und Kälteschutz in einem. Wie auch ein Hundekorb, eine Hundehaftpflichtversicherung oder nicht zuletzt die Hundeleine sollte ein kleines Gartendomizil fester Bestandteil des Zubehörs Ihres Vierbeiners sein.
  • Beim Kauf einer Hundehütte ist vor allem die passende Größe und eine gute Isolation von Bedeutung.
  • Darüber hinaus sind Holz als Material und ein aufklappbares Dach für Hund und Halter von Vorteil.

hundehütte test

Der Hund ist des Menschen bester Freund – über neun Millionen Menschen in Deutschland teilten ihren Haushalt 2016 mit mindestens einem Hund (Quelle: VuMA). Viele Hundehalter betrachten den treuen Begleiter als Familienmitglied und die meisten Hundefreunde wissen sehr genau, wie sie dem Vierbeiner den Himmel auf Erden bescheren können: Viel Auslauf, häufiges Spielen und Streicheln, Kontakt zu anderen Hunden, regelmäßiges Füttern – Hunde könnten es schlechter haben.

Vergessen wird hierbei hin und wieder, dass Hunde ebenfalls einen Rückzugsort benötigen, um zur Ruhe zu kommen. Solch ein Rückzugsort sollte im Haus, aber im Idealfall auch draußen in Form einer Hundehütte vorhanden sein. Wir haben uns der Thematik angenommen und den Hundehütten Vergleich 2019 durchgeführt. Hier präsentieren wir Ihnen unseren Hundehütten Vergleichssieger und eine Kaufberatung, die Ihnen kurz und kompakt alle wesentlichen Kaufkriterien vorstellt. So finden Sie für Ihren “besten Freund” auch die beste Hundehütte.

1. Ist eine Hundehütte sinnvoll?

Auch Hunde brauchen Zeit für sich

Hunde waren lange Zeit eher Nutz- als Haustiere. Daraus hat sich mancherorts ein Verhältnis abgeleitet, das den Hund in ständige Verfügbarkeit drängt. Will der Mensch spielen, streicheln oder bestrafen, hat der Hund oft keine Wahl und muss sich fügen. Umso wichtiger ist es, dem Tier auch seine eigenen Auszeiten zu ermöglichen, indem es klar definierte Orte gibt, die für Freiraum und Ruhe stehen.

Eine Hundehütte, auch Hundehaus genannt, ist im Garten das, was im Haus der Hundekorb ist: Ein fester Platz für den Hund, an dem er sich wohl fühlt und der nur für ihn bestimmt ist. Solch ein Rückzugsraum ist enorm wichtig für die Vierbeiner, da auch sie bei aller Mobilität und Aktivität einmal durchschnaufen müssen und ihre Ruhe benötigen.

Vorteile bietet ein Hundehaus auch für Sie, da Sie neben einem glücklicheren auch einen selbstständigeren Hund begrüßen dürfen: Insbesondere bei gut eingezäunten Gärten bietet es sich an, den Hund beispielsweise für einige Stunden draußen herumtoben zu lassen. Dies macht Hunden in der Regel mehr Spaß, als die Zeit in der Wohnung zu verbringen – insbesondere wenn sich mehrere Hunde im Haushalt befinden. Mit einer Hundehütte besteht dann bei eintretender Müdigkeit, Kälte oder Nässe die Möglichkeit für die Tiere, sich in ihr kleines Zuhause zu legen. Wir haben die wesentlichen Vor- und Nachteile einer Hundehütte noch einmal für Sie zusammengefasst.

  • Rückzugsort für den Hund
  • Schutz vor Kälte und Nässe im Freien
  • der Hund kann auch mal längere Zeit (eigenständig) im Freien verbringen
  • die meisten Hütten halten der Witterung lange stand
  • das Hundehaus muss gelegentlich gereinigt werden
  • ggf. ist eine weitere Isolierung nötig

2. Welche Hundehütten-Typen gibt es?

Es gibt verschiedene Kategorien von Hundehütten, die sich zum Teil geringfügig, zum Teil aber auch wesentlich unterscheiden. Wir stellen Ihnen im Folgenden alle wichtigen Varianten vor, die von den Herstellern und Marken auf den Markt gebracht werden.

Hundehütten-Typ Eigenschaften
Hundehaus mit Spitzdach

hundehütte spitzdach

ansprechende hausähnliche Optik

hält der Witterung gut stand

 

x das schräge Dach lässt keine optimale Raumnutzung zu

x erschweren zum Teil die Reinigung

Hundehaus mit Flachdach

hundehütte flachdach

lässt sich oft aufklappen

dadurch leichter zu reinigen

erleichtert so ein Hineinsetzen von Welpen und kleinen Hunden

hält der Witterung gut stand

oft besseres Raumangebot: auch für größere Hunde geeignet

 

x optisch etwas weniger überzeugend

Hundehöhle

hundehöhle vergleich

aus Stoff oder Kunstfell hergestellt

sehr bequem für den Hund

besonders gut für Welpen und kleine Hunde geeignet

geringe Anschaffungskosten

einfach zu transportieren

 

x zum Teil schwierig zu reinigen

x nicht wetterfest: Weniger für die Nutzung im Freien geeignet

Hundezwinger

hundezwinger

deutlich größer als Hundehütten oder -höhlen

mehr Bewegungsspielraum für den Vierbeiner

besonders robust und widerstandsfähig

 härtet den Hund auf natürliche Weise ab: dickere Fettschicht, dichteres Fell

 

x geringe/kaum Wärmedämmung

x wenig ansprechende Optik: Gitterstäbe lassen den Zwinger einer Gefängniszelle ähneln

Wägen Sie ab: Möchten Sie Ihrem Hund ein möglichst gemütliches, zugleich aber widerstandsfähiges Outdoor-Häuschen bieten, raten wir zu einer Spitz- oder Flachdachhütte aus Holz oder Kunststoff. Für eine besonders bequeme Reinigung empfiehlt sich ein Flachdach-Hundehaus, aber auch Spitzdachhütten können mitunter den Vorteil eines aufklappbaren Dachs aufweisen.

Soll Ihr Hund hingegen maximalen Bewegungsspielraum haben und zugleich einige seiner Körperfunktionen kräftigen, raten wir dazu, sich einen Hundezwinger zu kaufen. Hier müssen Sie aber häufig mit weniger schönen Reizpunkten in Ihrem Garten leben, gleichen die Hundezwinger doch nicht selten einem Hundekäfig.

Ist die Hundehütte für den Indoor-Bereich gedacht und soll höchstens gelegentlich sowie für kürzere Zeit im Garten Verwendung finden, können Sie auch zu einer Hundehöhle greifen. Diese Hundehütte aus Stoff eignet sich jedoch in der Regel nur für kleine Hunde.

3. Kaufkriterien für Hundehütten: Darauf müssen Sie achten

Einmal für den perfekten Hundehütten-Typ entschieden, gibt es weitere Aspekte, die es zu beachten gilt. Schließlich sollen sowohl Ihr Vierbeiner als auch Sie selbst mit dem neuen Häuschen im Garten oder auf der Terrasse zufrieden sein. Wir stellen Ihnen alle wesentlichen Kaufkriterien vor, damit Sie Ihren persönlichen Hundehütten Testsieger finden.

3.1. Die Größe der Hütte

hundehütte für große hunde
Große Hundehütten bieten manchmal sogar einen sonnigen Ausblick von der hauseigenen Terrasse.

Der zunächst wichtigste Aspekt ist die Größe der Hundehütte. Eine Deutsche Dogge benötigt eine Hundehütte für größere Hunde, ein kleinerer Hund kommt selbstverständlich mit weniger Raum aus. Halten Sie also beispielsweise einen Schäferhund oder einen Retriever, benötigen Sie eine entsprechend große Hundehütte mit einer rund 50 cm hohen Öffnung und einer Höhe von ungefähr 72 cm (Werte für Rüden – Hündinnen sind etwas kleiner). Im Fall der Deutschen Dogge müsste es schon eine Hundehütte im XXL-Format (Türoffnung bei Rüden mind. 64 cm hoch, Höhe mind. 96 cm) oder gleich ein Hundezwinger sein.

Für kleinere Rassen reicht hingegen auch eine kleine Hundehütte aus, die zugleich den Vorteil hat, nicht so viel Platz im Garten einzunehmen.

Tipp: Wenn Sie nicht sicher sind, wie groß das Hundehaus für Ihren Vierbeiner ausfallen sollte, ist guter Rat nicht fern. Messen Sie einfach die Widerristhöhe Ihres Hundes aus und vergleichen Sie diese mit der Höhe der Eingangsluke Ihrer Wunsch-Hundehütte.

Die Höhe des Eingangs kann ruhig ein paar Zentimeter geringer ausfallen als der Widerrist des Hundes. Ein paar Zentimeter mehr schaden aber natürlich nicht. Wie Sie den Widerrist Ihrer Fellnase richtig vermessen, zeigen wir Ihnen in folgendem YouTube-Video.

Anhand folgender Berechnung finden Sie darüber hinaus, welche Maße die beste Hundehütte für Ihren tierischen Begleiter haben sollte:

  • Höhe = 1,2 x Widerristhöhe des Hundes (Schulterhöhe)
  • Länge = 1,2 x Länge des Hundes
  • Breite = Länge des Hundes
  • Türöffnung = 0,8 x Widerristhöhe des Hundes

Beispiel: Ein Boxer ist circa 80 cm lang (Nase bis Schwanzansatz), und hat eine Widerristhöhe von rund 60 cm. Hieraus ergibt sich: Die perfekte Hundehütte für unseren Beispiel-Hund sollte mindestens 72 cm hoch, 96 cm lang und 80 cm breit sein sowie eine Eingangshöhe von mindestens 48 cm aufweisen.

3.2. Das Material der Hütte

Das Material des Hundehauses ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, wenn Sie sich eine Hundehütte kaufen möchten. Für gewöhnlich bestehen Hundehütten entweder aus Holz oder aus Kunststoff. Wir stellen die wesentlichen Merkmale beider Materialien für Sie gegenüber.

Hundehütte aus Holz

hundehütte holz

Hundehütte aus Kunststoff

hundehütte aus kunststoff

robust und nicht anfällig für Kratzer

witterungsbeständig

gute Wärmedämmung und gutes Raumklima

ansprechende Optik

ökologisch

 

x höherer Anschaffungspreis

x geringerer Schallschutz: bei lautem Bellen von Nachteil

robust, aber kratzeranfällig

witterungsbeständig

leichter zu reinigen

geringerer Anschaffungspreis

 

 

x Kunststoff kann schädliche Inhaltsstoffe enthalten

x weniger ansprechende Optik

Kunststoffhütten haben demnach vor allem Vorteile beim Preis und bei der Reinigung. Wir empfehlen dennoch eine Hundehütte aus Holz, da die bessere Wärmedämmung und positivere Öko-Bilanz unserer Einschätzung nach etwas wichtigere Vorteile sind. Trotzdem können Kunststoffhütten in vielen Aspekten mit den Holz-Hundehäusern mithalten, weshalb Sie auch mit einer Hundehütte aus Kunststoff einen guten Griff machen können.

3.3. Die Isolierung der Hundehütte

hundehütte isoliert
Ein Windschutz am Eingang trägt auch zur Isolierung bei.

Eine gute Isolierung ist obligatorisch für eine Hundehütte – insbesondere, wenn sie auch im Herbst oder im Winter genutzt werden soll. Hierzu gehören zunächst Standfüße, die den Boden der Hütte vom Gartenuntergrund abheben. Dadurch entsteht im Zwischenraum eine Luftschicht, die als Isolation dient. Des Weiteren sind Doppel-Wände und -Dächer von Vorteil, die zwischen Innen- und Außenwand eine Isolation, beispielsweise durch Styropor, aufweisen.

Sollte Ihr Hund besonders kälteempfindlich sein oder ist Ihre Hundehütte nicht gut isoliert, können Sie auch selbst Hand anlegen und die Isolation der Hundehütte verbessern. Hierzu bieten sich zum Beispiel eine wärmeisolierende Unterlage, Stroh und Decken an, sodass Ihr Vierbeiner ein gemütliches und warmes Hundebett vorfindet.

3.4. Dachluke und Reinigung

hundehütte mit dachluke herausnehmbarer boden
Dachluke und herausnehmbarer Boden: So fällt die Reinigung leicht.

Für eine einfache Reinigung empfiehlt sich eine Dachluke, die über Scharniere zu öffnen ist. Bei manchen Modellen lässt sich das Dach sogar komplett abnehmen.

Darüber hinaus können manche Hütten auch mit einem herausnehmbaren Boden punkten, der die Reinigung nochmals spürbar erleichtert.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Hundehütte

4.1. Kann man eine Hundehütte auch selber bauen?

Wenn Sie eine handwerkliche Begabung haben, können Sie Ihre Hundehütte selber bauen. Dafür spricht, dass Sie Ihrem Hund ein noch persönlicheres Geschenk machen und die Hütte komplett nach eigenen Vorstellungen gestalten können.

Eine besonders günstige Hundehütte entsteht so aber nicht, schließlich müssen Material und Arbeitsstunden berücksichtigt werden. Überlegen Sie sich also zunächst, ob Sie die Hundehütte selber bauen möchten oder ob der Kauf im Internet bzw. Fachmarkt nicht womöglich doch eher Ihren Vorstellungen entspricht.

4.2. Was kann ich dafür tun, dass sich mein Hund an die Hundehütte gewöhnt?

hundebett hundekissen
Auch eine Hundehütte kann gemütlich eingerichtet werden.

Wenn Ihr Vierbeiner nicht gleich Gefallen an seiner neuen Behausung findet, besteht kein Grund zur Verzweiflung. Locken Sie ihn beispielsweise immer wieder mit etwas Futter in die Hütte oder legen Sie von ihm benutztes Zubehör wie ein Hundesofa oder ein Hundekissen aus seinem Hundekorb in die Hütte.

Mit diesen kleinen Hunde-Erziehungshilfen gewöhnt er sich schnell an seine persönlichen vier Wände und richtet sich mit der typischen Drehung um die eigene Achse sein Hundebett ein.

4.3. Hat die Stiftung Warentest einen Hundehütten Test durchgeführt?

Bislang lässt sich leider kein Hundehütten Test bei der Stiftung Warentest finden. Allerdings hat sie sich 2016 ausführlich mit einem Hundefutter Test befasst, in dem sie festgestellt hat, dass von 23 getesteten Produkten sieben Hundefutter die Note sehr gut verdient haben.