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Die Autobatterie ist die elektrische Energiequelle am Kraftfahrzeug und wird benötigt um elektrische Verbraucher zu speisen.
Falls die Batterie über keine ausreichende Ladekapazität verfügt um den Motor zu starten, muss sie aufgeladen oder ersetzt werden. Heimwerker.de zeigt ihnen wie sie die anfallenden Arbeiten am besten durchführen und gibt ihnen hilfreiche Tipps.
Die Autobatterie ist meist ein Bleiakkumulator, dessen Hauptaufgabe darin besteht, den elektrischen Strom für den Anlasser des Verbrennungsmotors zu liefern. Daher wird sie auch oft als Starterbatterie bezeichnet.
Neben dem Anlasser versorgt sie auch die übrigen elektrischen Verbraucher im Fahrzeug. Geladen wird sie durch den Generator, bei laufendem Verbrennungsmotor.
Beim Startvorgang wird die Batterie stark beansprucht mit Ladeströmen bis zu 1000 Ampere. Besonders im Winter ist es wichtig, dass diese Leistung auch bei niedrigen Temperaturen abgerufen werden kann, deshalb haben Starterbatterien einen sehr geringen Innenwiderstand.
Starterbatterien setzen sich in der Regel aus Bleiakkumulatorzellen zusammen, welche in Reihe geschaltet sind. Somit addieren sich die Nennspannungen von 2,12V pro Zelle. Um nun eine Batterie mit 12V oder 24V Nennspannung zu erreichen, benötigt man 6 bzw. 12 solcher Zellen in Reihe.
Starterbatterien lassen sich in drei Typen unterteilen:
- Flüssigbatterie (Elektrolyt ist flüssig in der Batterie enthalten)
- Vliesbatterie (Elektrolyt ist in einer Glasfasermatte enthalten)
- Gelbatterie (Elektrolyt ist in einer Gelmasse enthalten)
Die verschiedenen Typen arbeiten mit dem selben elektrochemischen Prozess, jedoch ist der Elektrolyt bei der Vlies- und der Gelbatterie auslaufsicher in einer Glasfasermatte bzw. einem zähflüssigem Gel enthalten. Im Gegensatz zur klassischen Flüssigbatterie sind diese Typen wartungsfrei allerdings aber auch deutlich teurer.
Sollte es nun dazu kommen, dass die Starterbatterie entladen ist können sie zunächst versuchen diese zu überbrücken. Mit zwei Starthilfekabeln, einem hilfsbereiten Autofahrer mit laufendem Wagen und dem nötigen Know-how bekommen sie ihr Fahrzeug schnell wieder zum laufen.  - Starthilfekabel
Fachmännisches Überbrücken einer Autobatterie - so empfiehlt es der ADAC:
1. Zündung und alle Stromverbraucher bei beiden Fahrzeugen ausschalten
2. Mit dem roten Starthilfekabel die Pluspole der beiden Batterien verbinden.
3. Ein Ende des schwarzen Kabels am Minuspol der Spenderbatterie befestigen.
4. Das freie Ende des schwarzen Kabels mit einem Massepunkt des Pannenautos verbinden (z.B. ein Metallteil im Motorraum oder der Motorblock selbst). Wichtig: Das Kabelende darf nicht direkt am Minuspol der Empfängerbatterie angeschlossen werden.
5. Aufpassen, dass die Kabel nicht in den Bereich des Kühlerventilators oder des Keilriemens gelangen können.
6. Den Motor des Spenderfahrzeugs starten.
7. Danach das Pannenfahrzeug starten und den Motor laufen lassen.
8. Vor dem Abklemmen des Minuskabels sollte am liegen gebliebenen Fahrzeug ein großer Stromverbraucher (zum Beispiel heizbare Heckscheibe oder Scheinwerfer) eingeschaltet werden. So werden Spannungsspitzen in der Bordelektrik vermieden.
9. Starterkabel vollständig abklemmen (erst schwarz/minus, dann rot/plus). Nach dem erfolgreichen Startversuch sollte man möglichst eine längere Stecke fahren, da sich der Akku so am besten füllt.  - Energiestation
Alternative zum Starthilfekabel: Starthilfe/Energiestation
Mit der sogenannten Energiestation besteht ebenfalls die Möglichkeit die entladene Starterbatterie zu überbrücken. Die Geräte sind mobil und verfügen über eine eigene Stromversorgung. Oft werden diese Energiestationen auch mit integriertem Kompressor und Arbeitsleuchte als Zusatzausstattung angeboten.
Hat ein Fahrzeug länger gestanden z.B. nach einer Winterpause, empfiehlt es sich den Zustand der Batterie zu überprüfen. Die Spannungsmessung kann mit einem normalen Multimeter durchgeführt werden, im Optimalfall greift man zu einem speziellen Batterietester.
Der Test sollte unter Last durchgeführt werden, da im Leerlaufbetrieb trotz entladener Batterie eine Spannung von 12V - 13V angezeigt werden kann. Somit ist diese Messung ohne Last weniger Aussagekräftig, kann aber zur schnellen Kontrolle genutzt werden.  - Batteriesäuretester
Die Spannungsprüfung unter Last sollte nur durchgeführt werden, wenn die Prüfung mit einem Batteriesäuretester eine Säuredichte von mindestens 1,2 bis 1,24 in allen Zellen ergibt. Dies entspricht einer Ladung von etwa 50% der Gesamtkapazität.
Zur Prüfung der Batteriesäure entfernen sie zunächst das Kabel vom Massepol und anschließend das vom Pluspol, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Danach bauen sie die Batterie aus. Dabei müssen unbedingt alle Verbraucher abgeschaltet sein! Anschließend öffnen sie alle Verschlussstopfen und stecken den Säureheber in die Verschlussöffnung. Saugen sie die Säure aus den Zellen einzeln an und prüfen sie jeweils die Messanzeige. Nach jeder Messung drücken sie die Säure aus dem Säuretester wieder vollständig in die entsprechende Zelle.
Bei der Prüfung der Batteriesäure sollten sie sehr vorsichtig und sorgfältig arbeiten, da Batteriesäure stark ätzend wirkt! Sind die Werte in Ordnung, so kann die Batterie wieder eingesetzt und angeschlossen werden. Dabei zuerst den Pluspol anklemmen und anschließend den Massepol.
Für den belasteten Test bedarf es Verbraucher, welche die Batterie stark beanspruchen, um einen korrekten Messwert zu erreichen.
Dazu ziehen sie die Zündkabel von den Zündkerzen oder der Zündspule ab und stellen ihr Messgerät auf Spannungsanzeige. Das rote Kabel des Messgeräts verbinden sie nun mit dem Pluspol (+), das schwarze Kabel mit dem Massepol (-). Als Verbraucher schalten sie die Scheinwerfer ein und betätigen für 5-8 Sekunden (nicht länger) den Anlasser. Beobachten sie dabei ihr Messgerät. Sollte die Spannung im Bereich von 9V-12V stehen ist die Batterie in Ordnung, liegt die Anzeige darunter sollte sie geladen werden.  - Batterie-Ladegerät
Bei einer zu stark entladenen Starterbatterie hilft oft nur noch ein Ladeprozess mit speziellem Batterieladegerät. Um den Ladevorgang korrekt durchzuführen, gehen sie wie folgt vor:
- Bauen sie die Batterie aus dem Fahrzeug aus bzw. klemmen sie die Batterie von den Batteriekabeln ab
- Sorgen sie für eine gute Raumbelüftung
- Benutzen sie ein Gleichstrom Ladegerät
- Verbinden sie den Pluspol der Batterie mit der Plusklemme und den Massepol mit der Minusklemme des Ladegeräts
- Schalten sie das Ladegerät ein, mit einem Ladestrom 1/10 der Batteriekapazität (Ah)
- Unterbrechen sie bei starker Erwärmung der Batterie (über 55°C) den Ladevorgang
- Die Batterie ist voll geladen, wenn innerhalb von 2 Stunden die Säuredichte und Ladespannung nicht mehr ansteigen
- Korrigieren sie bei Bedarf den Füllstand der Säure mit destilliertem Wasser
- Bauen sie die Batterie wieder in das Fahrzeug ein und klemmen sie die Batteriekabel an
 - Starterbatterie
Sollte der Versuch der Versuch die Batterie zu laden gescheitert sein, aufgrund zu hohen alters oder zu starker Beanspruchung, bleibt nur noch der Kauf einer neuen Starterbatterie.
Die Richtige Kapazität der Batterie z.B. 54Ah wird durch den Hersteller des Fahrzeugs bestimmt. Beim Kauf sollten sie eine Batterie gleicher Bauform und gleicher Kapazität wählen, wobei die Kapazität auch höher sein darf.
Achten sie unbedingt auf die Preise, denn die Batterien von namhaften Herstellern sind nur in wenigen Fällen wirklich besser, aber auf jeden Fall wesentlich teurer.
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