Kaufberatung zum Starthilfekabel Test bzw. Vergleich 2019

  • Starterkabel sind unverzichtbar, wenn Sie einem Auto Starthilfe geben wollen und sollten zur Grundausstattung gehören. Wenn Sie das Starthilfekabel anschließen, beginnen Sie immer erst bei Plus und dann bei Minus. Wenn Sie Angst vor Anschlussfehlern haben, bietet sich ein Modell an, das über Adapter für die Zigarettenanzünder beider Fahrzeuge funktioniert.
  • Wenn Sie nicht auf ein anderes Auto mit Spenderbatterie angewiesen sein möchten, empfiehlt sich eine Starthilfe mit eigenem Akku. Den laden Sie vorher per Strom auf und können ihn dann selbstständig nutzen, um sich selbst im Notfall Starthilfe zu geben.
  • Sie haben die Wahl zwischen Starterkabeln mit Aluminium- oder Kupferdrähten. Kupfer ist robuster und leitet schneller, ist aber teurer und seltener verbaut. Insgesamt wichtiger ist der Kabelquerschnitt, den Sie je nach Motorart und Hubraumgröße wählen sollten.

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Zu fast vier Millionen Pannen musste der ADAC im Jahr 2015 ausrücken (Quelle: ADAC). Neben echten physischen Schäden wie etwa einem geplatzten Reifen oder einem kaputten Motorteil mussten und müssen die Helfer oft auch gestrandeten Kunden helfen, weil die Autobatterie leer oder zu schwach war, um das Auto zu starten.

Wenn sie nicht defekt ist, erweist sich zum Überbrücken der schwachen Batterie meist ein Starthilfekabel als günstig. Bevor Sie aber aufgrund von Optik Ihren persönlichen Starthilfekabel-Testsieger küren, legen wir Ihnen die Kaufberatung unseres Starthilfekabel-Vergleichs 2019 ans Herz, denn je nach Batteriegröße und Anschlussart müssen Sie teils ein spezielles Starthilfekabel kaufen.

1. Nicht verpflichtend, aber klug – Starthilfekabel gehören zur Grundausstattung

Gut gedacht, schlecht gemacht

Einen Starthilfekabel-Test kann die Stiftung Warentest aktuell noch nicht vorweisen, allerdings kann sie von einem Fall berichten, der die Folgen der falschen Verkabelung gut veranschaulicht. Eine Helferin schloss die Starterkabel falsch an und zerstörte so per Kurzschluss das Steuergerät des anderen Autos. Die Versicherung weigerte sich, die 3.800 Euro zu zahlen, da das Überbrücken laut Gericht nicht in die Kategorie “typische Gebrauchsweise des Autos” falle.

Ein Starterkabel dabei zu haben ist zwar nicht gesetzlich verpflichtend, wie es etwa beim Verbandskasten oder dem Warndreieck der Fall ist, doch zur Grundausstattung eines jeden Autos sollte es in Ihrem eigenen Interesse trotzdem gehören. Nicht jeder ist Mitglied bei einem Automobilclub oder möchte gleich tief in die Tasche greifen, um einen professionellen Pannendienst zu rufen. Oft bieten sich auch andere, hilfsbereite Verkehrsteilnehmer an, um Ihrer Batterie Starthilfe zu geben. Wenn es Ihnen dann an einem Starthilfekabel mangelt, ist der Frust vorprogrammiert.

Immer vorausgesetzt, dass die Batterie nicht komplett kaputt ist, ist es letztlich egal, ob Ihnen ein Profi oder eine nette Privatperson aus der Not hilft. Ein Starthilfekabel fungiert als Transportweg für Elektrizität, die es aus einer Spenderbatterie in die Empfängerbatterie leitet. Man spricht daher auch vom Überbrückungskabel, das für gewöhnlich im Zweier-Set daher kommt. Beide Kabel bekommen von den Marken bzw. Herstellern meist verschiedene Farben, damit Sie pro Pol-Verbindung dasselbe Starterkabel verwenden (z.B. rot für den Minuspol, schwarz für den Pluspol).

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Isolierte Krokodilklemmen schützen vor Stromschlägen.

Innen ist das Starthilfekabel mit gewundenen Drähten gefüllt. Diese können entweder aus Kupfer oder Aluminium gefertigt sein. Je nach Material gibt es Unterschiede, wie gut sie den Strom leiten, wie hoch ihr Gewicht ist und auch der Kaufpreis wird dadurch beeinflusst. Kupfer leitet schneller und ist robuster, findet aber immer weniger Verwendung, weil es teurer als Aluminium ist.

An jedem Ende eines Kabels ist je eine Polzange, die – einer Greifzange ähnlich – an den Polen der Autobatterien angeklemmt werden. Eine Kunststoffisolierung sorgt dafür, dass der Anwender keinen direkten Kontakt zum fließenden Strom bekommt.

Querschnitt: Ein wichtiges Kriterium ist der Querschnitt des Kabels, der abhängig vom Motor und dessen Hubraum zu wählen ist. Für Benzinmotoren mit einem Hubraum bis 2.500 cm³ reicht ein Kabel-Querschnitt von 16 mm² aus, ein Hubraum bis 5.500 cm³ erfordert einen Querschnitt von 35 mm². Damit ein Starthilfekabel den Test beim Dieselmotor meistert, sollte der Querschnitt mindestens 25 mm² betragen.

2. Klassisch, mit Akku oder als Adapter? Diese Optionen haben Sie

Welches für Sie das beste Starthilfekabel ist, ist auch zum Teil abhängig von dem Bedienkomfort, den Sie sich davon erhoffen. Das Starthilfekabel richtig anschließen, um die Batterie zu überbrücken, kann für unerfahrenere Benutzer eine Herausforderung darstellen. Deswegen gibt es drei Arten von Starterkabeln.

Starterkabel-Typ Beschreibung
Akku-Starterkabel

 

 

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Ein Starthilfekabel mit Akku bietet Ihnen von seiner Funktionsweise her die meiste Eigenständigkeit. Sie können den mitgelieferten Stromspeicher aufladen und dann anstelle einer Spenderbatterie verwenden, um in Eigenregie dem Auto Starthilfe zu geben.

 

Die auch Krokodilzangen genannten Anschlussklammern müssen Sie dabei natürlich trotzdem an den Polen der Autobatterie anschließen. Sie sind aber nicht auf fremde Hilfe angewiesen, wenn Sie im Vorfeld darauf geachtet haben, den Akku auch per Stromanschluss aufgeladen zu haben und in Abständen den Füllstand zu überprüfen.

Zigarettenanzünder

 

 

 

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Wenn Sie sich für ein Zigarettenanzünder-Starthilfekabel entscheiden, müssen Sie nicht direkt die Kabel an den Polen anschließen, um der Autobatterie Starthilfe zu geben. Das ist besonders für Autobesitzer zu empfehlen, die Sorgen haben, einen Fehler beim Anschluss der Kabel an die Batterie zu machen und so einen teuren Kurzschluss herbeizuführen.

 

Indem Sie stattdessen den Adapter in den Zigarettenanzünder Ihres Autos und in den des anderen Pkw stecken, wird ebenfalls Strom in den schwächelnden Akku übertragen. Das ist vom Bedienkomfort her deutlich angenehmer, funktioniert bei den meisten Modellen aber nur mit 12-Volt-Batterien.

Standard-Starterkabel

 

 

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Der bewährte Klassiker sind die Starthilfekabel, die Sie jeweils mit dem Pluspol und dem Minuspol beider Autos verbinden, damit die Spenderbatterie ihrem schwächelnden Artgenossen auf die Sprünge helfen kann. Damit Sie selbst vor Stromschlägen geschützt sind, ist eine Isolierung der Polzangen wichtig.

 

Achten Sie darauf, welche Spannung die Starthilfekabel transportieren können. Möchten Sie einem Motorrad Starthilfe geben, sind das recht geringe 6 Volt. Betrifft die Starthilfe ein Auto, kann dieses je nach Größe 12 Volt- oder sogar 24 Volt-Batterien verwenden. Auch wenn die meisten Modelle beides abdecken, lohnt im Vorfeld ein Blick auf die technischen Daten.

Die folgende Grafik zeigt Ihnen, wie Sie die beiden Kabel mit Spender- und Empfängerbatterie verbinden müssen, um Starthilfe zu leisten:

Starthilfe
Wenn Sie die Reihenfolge der einzelnen Schritte beim Starthilfe geben beachten, sollte der Motor des Pannenfahrzeugs problemlos wieder starten.

Richtig anschließen: Die korrekte Reihenfolge beim Anschluss der Starterkabel mit den Batteriepolen ist wichtig. Gehen Sie wie folgt vor:

  • Pluspole verbinden: Schließen Sie das rote Kabel jeweils am Pluspol von Spender- und Empfängerbatterie an.
  • Minuspol der Spenderbatterie verbinden: Klemmen Sie dann ein Ende des schwarzen Kabels an den Minuspol des Spender-Kfz.
  • Massepunkt des Empfängers anschließen: Befestigen Sie nun das andere Ende des schwarzen Kabels am Massepunkt des Pannenfahrzeugs oder einem anderen metallischen Teil des Motorblocks.

Achtung: Unter keinen Umständen dürfen Sie das Kabel an den Minuspol der schwachen Batterie anschließen, sonst droht ein Kurzschluss.