Kaufberatung zum Starthilfegerät Test bzw. Vergleich 2021

Das Wichtigste in Kürze
  • Mit einem Starthilfegerät können Sie Ihr Auto starten, wenn die Batterie einmal leer ist. Das Gerät wird einfach mit der Autobatterie verbunden und liefert so den zum Starten benötigten Strom.
  • Ein Starthilfegerät sollte unbedingt auf den Fahrzeugtyp abgestimmt werden. Dieselfahrzeuge und Fahrzeuge mit vielen elektronischen Verbrauchern an Bord benötigen ein Starthilfegerät mit einer deutlich höheren Leistung. Darüber hinaus gibt es spezielle Starthilfegeräte für Traktoren und andere landwirtschaftliche Fahrzeuge.
  • Starthilfegeräte mit Lithium-Ionen-Akku entladen sich bei Kälte sehr schnell und werden damit im schlimmsten Fall nutzlos. Daher sollten sie möglichst nicht im Kofferraum aufbewahrt werden.

Starthilfegerät-Test

Eine leere Autobatterie ist statistisch gesehen in Deutschland die häufigste Pannenursache und vor allem im Winter werden die Fahrer davon im wahrsten Sinne „eiskalt“ erwischt. Während man die Batterie früher umständlich mithilfe eines Überbrückungskabels und eines fremden Fahrzeuges wieder aufladen musste, erfreuen sich seit einigen Jahren mobile Starthilfegeräte immer größerer Beliebtheit.

Die kompakten Leichtgewichte können aber nicht nur Ihre Batterie wieder in die Gänge bringen, sondern sind meist auch mit einer Reihe praktischer Zusatzfeatures ausgestattet. In unserer heimwerker.de-Kaufberatung zum Starthilfegeräte-Vergleich 2021 erfahren Sie, wie ein Starthilfegerät für PKWs & Co. richtig verwendet wird und auf welche Kriterien Sie beim Kauf grundsätzlich achten sollten.

1. Was ist ein Starthilfegerät und wie wird es genutzt?

Mann mit Starthilfekabel

Starthilfegerät an Auto-Batterie: Der rote Plus- und der schwarze Minus-Pol des Starthilfegerätes werden an die Batterie des Autos angeschlossen. Beim Minus-Pol kann es sich auch um ein Metallstück im Bereich des Motorblocks handeln.

Starthilfegeräte sind kleine Kraftpakete und bestehen in den meisten Fällen aus einem Lithium-Ionen-Akku, der über einen 230-Volt-Hausanschluss oder die Bordsteckdose eines Fahrzeuges aufgeladen wird. Ist die Batterie Ihres Autos leer, schließen Sie die Starthilfekabel an den 12-Volt-Ausgang des Starthilfegerätes an und verbinden Sie sie mit den Kontaktstellen der Batterie. Das rote Kabel kommt dabei an den Plus-Pol, das Schwarze an den Minus-Pol (den Massepunkt des Autos). Bei Letzterem kann es sich beispielsweise auch um ein Metallstück im Bereich des Motorblocks handeln.

Anschließend wird das Fahrzeug wie gewohnt gestartet. Läuft der Motor an, können Sie das Starthilfegerät von der Batterie entfernen. In den meisten Fällen sind Starthilfegeräte für Diesel und Benziner gleichermaßen geeignet. Starthilfegeräte mit Kompressor, z. B. einige Starthilfegeräte von Würth, sind aufgrund ihrer Zusatzfeatures vielseitig einsetzbar und eignen sich unter anderem auch zum Aufpumpen von Reifen.

1.2. Welche Vor- und Nachteile hat ein Starthilfegerät im Vergleich zum Starterkabel?

    Vorteile
  • benötigt kein „Spenderfahrzeug“ mit voller Batterie
  • lässt sich auch für andere Zwecke nutzen (z. B. als Stromquelle für Smartphones, Laptops oder Tablets)
  • Starthilfegeräte sind für Diesel und Benziner gleichermaßen geeignet
  • abhängig vom Modell auch für größere Fahrzeuge geeignet
  • hohe Mobilität
  • verfügt über praktische Zusatzfeatures wie Kompressor oder Taschenlampe
    Nachteile
  • Starthilfegerät muss vor Gebrauch geladen werden
  • Starthilfegeräte mit Lithium-Ionen-Akkus sind kälteempfindlich
  • teurer in der Anschaffung
  • kann (speziell bei Kälte) nicht im Kofferraum aufbewahrt werden

2. Welche Arten von Starthilfegeräten gibt es?

Starthilfegeräte werden grundsätzlich nach ihrer Leistung in Kategorien eingeteilt. Daneben unterscheidet man aber auch noch verschiedene Arten, die sich in Hinblick auf die Funktionen und Einsatzgebiete unterscheiden. In der nachfolgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Starthilfegeräte-Typen und ihre Eigenschaften noch einmal für Sie zusammengefasst:

Starthilfegeräte-Typ Eigenschaften/Geeignet für
Starthilfegerät mit Lithium-Ionen-Akku

Starthilfegerät Noco

  • die am häufigsten verwendete Starthilfe-Geräte-Art
  • eingeschränkter Funktionsumfang bei Kälte
Starthilfegerät mit Kompressor

Starthilfegerät mit Kompressor

  • Starthilfegerät mit Zusatzfeatures
  • integrierter Kompressor (z. B. zum Aufpumpen von Reifen, Luftmatratzen oder Bällen)
  • vielseitig einsetzbar
Starthilfegerät mit Kondensator

Starthilfegerät mit Kondensator

  • benötigt keine Li-Batterie für den Startvorgang
  • geringeres Gewicht als konventionelle Starthilfegeräte
Starthilfegerät mit Powerbank

Starthilfegerät mit Powerbank

  • auch für tiefenentladene Batterien geeignet
  • etwas schwerer als konventionelle Starthilfegeräte

4. Worauf sollte man laut gängiger Online-Tests beim Kauf eines Starthilfegerätes achten?

Starthilfegeräte haben in den letzten Jahren immer mehr an Popularität gewonnen und die Auswahl an verschiedenen Geräte auf dem Markt ist riesig. Fahrzeughalter stehen oftmals vor dem Problem, das passende Modell für ihre individuellen Ansprüche finden. Wenn Sie vorhaben, ein Starthilfegerät zu kaufen, sollten Sie sich vorab über die folgenden Faktoren Gedanken machen:

LKW auf Autobahn

Handelsübliche 12V-Starthilfegeräte können für Autos (Diesel oder Benzin), Roller oder Motorräder genutzt werden. Für LKWs, Busse, Traktoren und andere landwirtschaftliche Fahrzeuge benötigen Sie hingegen ein spezielles Starthilfegerät (12/24 V).

  • Diesel- oder Benzinmotoren mit großem Hubraum benötigen für den Start besonders viel Strom. Wir empfehlen ein Starthilfegerät mit einem Spitzenstrom von 400 – 800 Ampere, damit es zu möglichst vielen Fahrzeugen kompatibel ist.
  • Die Akku-Größe beeinflusst die Anzahl der Startvorgänge, die Sie mit der Starthilfegerät-Powerbank durchführen können. Die besten Starthilfegeräte verfügen über eine entsprechend hohe Kapazität. Für Fahrzeuge mit Benzin-Motor empfehlen wir mindestens 10.000 mAh, für Diesel-Fahrzeuge 15.000 mAh.
  • Die Spannung des Starthilfegerätes muss zur Bordspannung passen. Autos besitzen überwiegend eine Bordspannung von 12 V und LKWs 24 V. Bei Motorrädern, Rollern und Quads sind es hingegen oftmals nur 6 V.
  • Achten Sie bei der Auswahl Ihres Starthilfegerätes auch immer darauf, für welche Leistung das betreffende Modell ausgelegt ist. Für stärker motorisierte Autos mit großem Hubraum oder Busse und LKWs ist ein Starthilfegerät mit höherer Leistung erforderlich.
  • Da zum Starten eines Fahrzeuge hohe Strommengen erforderlich sind, sollte ein gutes Starthilfegerät auch über eine Reihe von Sicherheitsfunktionen verfügen, die das Arbeiten damit sicherer machen. Dazu zählen neben einem Überhitzungsschutz und diversen LED-Anzeigen auch ein Schutz vor Kurzschlüssen, Überladung und Verpolung, wie sie unter anderem bei den Starthilfegeräten von Noco und den Starthilfegeräten von Würth zu finden sind.
  • Ein Starthilfegerät ist zugleich eine Art Powerbank, die auch andere Geräte mit Strom versorgen kann. Aus diesem Grund verfügen viele Starthilfegeräte über zusätzliche Anschlüsse (z. B. USB), über die Sie Smartphones, Tablets oder Kameras damit verbinden können. Bei einigen Modellen lassen sich über zusätzliche Anschlüsse bzw. entsprechende Adapter sogar Kühlboxen oder Handstaubsauger anschließen.
  • Die meisten modernen Starthilfegeräte sind längst nicht mehr nur für das Starten von Fahrzeugen gedacht, sondern bieten auch eine Reihe praktischer Zusatzfunktionen wie beispielsweise Warnleuchten oder Taschenlampen. Außerdem gibt es Starthilfegeräte mit integriertem Kompressor, die sich im Falle einer Reifenpassen als äußerst praktisch erweisen.

heimwerker.de-Tipp: Bei Starthilfegeräten mit Booster können durch Betätigen der Boost-Funktion auch tiefenentladene Fahrzeugbatterien ohne Probleme fremdgestartet werden.

5. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um den Starthilfegerät-Vergleich

Starthilfegerät am Auto

Hin und wieder haben auch lokale Discounter wie Lidl oder Aldi günstige Starthilfegeräte im Angebot.

5.1. Gibt es bereits einen Starthilfegeräte-Testsieger der Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat bisher keinen Test zu Starthilfe-Geräte durchgeführt, daher gibt es auch keinen Testsieger. Auch von Ökotest gibt es bislang keine Ergebnisse zu diesem Thema. Im Internet finden sich aber zahlreiche andere unabhängige Starthilfegeräte-Tests und -Vergleiche, anhand derer sich Rückschlüsse auf die Qualität und Leistungsfähigkeit der einzelnen Modelle ziehen lassen.

5.2. Sind Starthilfegeräte auch für Motorräder geeignet?

Starthilfegeräte eignen sich auch gut für Motorräder, da diese über weniger Hubraum verfügen als Automobile. Achten Sie bei der Verwendung aber auf die korrekte Spannungseinstellung, damit keine Schäden an Ihrem Fahrzeug entstehen.

Gut zu wissen: Handelsübliche Starthilfegeräte können für PKWs (Diesel oder Benzin), Roller oder als Starthilfegerät fürs Motorrad genutzt werden. Für LKWs, Busse, Traktoren und andere landwirtschaftliche Fahrzeuge benötigen Sie hingegen ein spezielles Starthilfegerät.

5.3. Welche Hersteller und Marken für Starthilfegeräte gibt es?

Im KFZ- und Autozubehör-Fachhandel (z. B. bei ATU) werden neben Starthilfegeräten bekannter Marken wie Dino, Würth, Kunzer oder APA auch noch Geräte der folgenden Hersteller vertrieben:

  • Revolt
  • Einhell
  • KS
  • HP
  • Walther
  • Black & Decker

Ab und zu gibt es günstige Starthilfegeräte aber auch bei Aldi oder Lidl und auch im Internet werden Sie diesbezüglich fast immer fündig.

5.4. Wie lange kann / sollte man nach einer Starthilfe fahren?

heimwerker.de-Tipp: Finger weg von Billig-Geräten!

Lassen Sie unbedingt die Finger von Billig-Geräten, für die es keinen positiven Test-Urteile gibt. Diese könnten zu einem Kurzschluss und irreparablen Schäden an Ihrem Fahrzeug führen.

Starthilfegerät

Günstige Starthilfegeräte gibt es oftmals schon für unter 40 Euro. Lassen Sie aber unbedingt die Finger von Billig-Geräten, für die es keinen positiven Test-Urteile gibt. Diese könnten zu einem Kurzschluss und irreparablen Schäden an Ihrem Fahrzeug führen

Nach einem erfolgreichen Start sollten Sie den Motor keinesfalls direkt wieder ausmachen, da sich die Batterie erst wieder selbständig aufladen muss. Schalten Sie das Radio, die Klimaanlagen und sämtliche weiteren „Stromfresser“ aus und fahren Sie einige Kilometer (ca. 15 – 20 Minuten). Im Anschluss sollte sich die Batterie wieder erholt haben.

5.5. Was kostet ein Starthilfegerät?

Günstige Starthilfegeräte zum Batterie-Aufladen gibt es im Handel schon ab etwa 40 Euro. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass das gewählte Modell auch zu Ihrem Fahrzeugtyp passt. Profi-Starthilfegeräte mit Booster, (z. B. Starthilfegeräte für LKWs und Busse), können abhängig von der Leistung und vom Funktionsumfang auch 2.000 Euro oder mehr kosten.

5.6. Wie kann man Probleme mit der Batterie bewusst verhindern?

Damit es erst gar nicht zu Problemen mit der Auto-Batterie kommt, sollten Sie die folgenden Ratschläge beherzigen:

  • Vermeiden Sie kurze Strecken: Automobile verbrauchen auch im Stand Strom, wodurch die Batterie entleert wird. Um sich wieder aufzuladen, benötigt Sie allerdings längere Strecken. Daher sollten Sie den morgendlichen Weg zum Bäcker lieber zu Fuß zurücklegen.
  • Batterie laden: Neben handelsüblichen Starthilfegeräten gibt es auch Starthilfegeräte mit Kondensatoren und spezielle Batterieladegeräte, mit denen Sie Ihre Auto-Batterie in regelmäßigen Abständen aufladen können. Diese Vorgehen kann Sie vor allem im Winter vor unangenehmen Überraschungen bewahren.
  • Minimieren Sie den Stromverbrauch: Verzichten Sie, soweit möglich, auf Extras wie die Sitzheizung oder laute Musik, denn all diese Dinge können mehr Energie verbrauchen, als die Lichtmaschine in der kürze der Zeit nachladen kann.

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