Sicherheit bei Gartengeräten und während der Gartenarbeit

Tipps für ein sicheres Werkeln im heimischen Garten

Säge mit Rost

So bequem einige Gartengeräte zu bedienen sind, so schnell verleiten sie den Hobbygärtner zum Leichtsinn. Besonders riskant ist ein unsachgemäßer Umgang mit Elektrogeräten und Schneidwerkzeugen. Es ist daher äußerst wichtig, jedes Gerät vor dem Einsatz oder der Inbetriebnahme auf seine Funktionstüchtigkeit und intakte Beschaffenheit hin zu kontrollieren, um Unfälle bereits vorab vermeiden zu können.

Kommt es doch einmal zu einer Verletzung, sollte schnell Hilfe eintreffen und erfolgen können. Begeben Sie sich daher niemals in eine möglicherweise riskante Situation während der Gartenarbeit, wenn keine anderen Menschen in Rufnähe sind. Zudem sollten Sie stets ein geladenes Mobiltelefon bei sich tragen, um im Notfall den Rettungsdienst auch aus der hintersten Gartenecke rufen zu können.

Wir geben hilfreiche Tipps für ein sicheres Arbeiten mit Gartengeräten im Hausgarten.

Gerätecheck zu Beginn der Freiluftsaison

Wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen zum Verweilen im Freien einladen, beginnt auch die neue Gartensaison. Wer einen gepflegten und schönen Garten sein Eigen nennen möchte, setzt auf die Hilfe nützlicher Gartengeräte, die entweder hand- oder elektrobetrieben sein können.

Bereits vor dem Winter empfiehlt sich eine Wartung der Gartengeräte, sodass Metallteile über die feucht-kalten Monate keinen Flugrost ansetzen und vor Materialverschleiß geschützt sind. Doch auch vor der ersten Inbetriebnahme bzw. Nutzung von Gartengeräten im Frühjahr sollte ein kurzer Check erfolgen, ob weiterhin eine intakte Beschaffenheit vorliegt: Beispielsweise müssen verrostete Sägeblätter ausgetauscht werden, Elektrogeräte werden auf mögliche Kabelbrüche oder Wackelkontakte hin geprüft und stumpfe Klingen von Gartenscheren und Motorsägen werden durch einen Profi wieder frisch geschärft.

Räumen Sie der Sicherheit in Ihrem Garten einen hohen Stellenwert ein und schützen Sie sich und Ihre Familienmitglieder bereits präventiv vor Verletzungen und schwerwiegenden Unfällen.

Regelmäßige Wartung motorisierter Gartengeräte

Kettensäge
Achten Sie beim Umgang mit scharfen Gartengeräten darauf, dass keine Mitmenschen oder freilaufenden Tiere in unmittelbarer Nähe stehen.

Eine regelmäßige Pflege und geziete Wartung der Gartengeräte verlängert nicht nur die Lebensdauer der häufig sehr teuren Gerätschaften, sondern erhöht zudem auch Ihre eigene Sicherheit. Neben einem Check vor jeder Inbetriebnahme motorbetriebener Gartengeräte sollten Sie zudem ausgeschriebene Pflege- und Warnhinweise der Hersteller beachten.

Achtung: Vor jeder Reinigung oder Wartung werden Elektrogeräte vom Stromnetz getrennt. Bei Benzinrasenmähern wird die Zündkerze vor der Sichtung der Schneidwerkzeuge rausgedreht.

Überprüfen Sie zudem, ob die Kabelisolation weiterhin intakt ist, oder ob beispielsweise kleine Nagetiere die Kabel über den Winter beschädigt haben. Ziehen Sie alle Befestigungsschrauben in regelmäßigen Abständen nach und lassen Sie defekte Geräte vom Fachmann überholen. Auch Schleifarbeiten sollten bei rotierenden Schneidwerkzeugen (wie etwa beim Rasenmäher) lieber dem Profi überlassen werden, um eine Unwucht zu vermeiden.

Sachgemäßer Umgang mit Elektrogeräten

Stromkabel
Fehlerstrom kann lebensgefährlich werden. Achten Sie auf eine sachgemäße Handhabung.

Selbst die beste und aufwändigste Wartung führt nicht zu einer gesteigerten Sicherheit, wenn anschließend der Umgang mit dem gefährlichen Gartengerät unsachgemäß und leichtsinnig erfolgt. Experten empfehlen daher ein erneutes Lesen der Gebrauchsanleitung nach einer längeren Anwendungspause. Hier können modellabhängige Eigenarten schnell erneut ins Gedächtnis gerufen werden.

Setzen Sie bei Arbeiten mit Elektrogeräten im Außenbereich auf einen sogenannten Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schlater), der bei Fehlerstrom eingreift und so lebensbedrohliche Situationen unterbindet. Ein solcher Stecker wird einfach zwischen den Gerätestecker und die Steckdose eingesetzt. Verwenden Sie zudem nur Kabeltrommeln, die im Außenbereich eingesetzt werden dürfen.

Tipp: Ziehen Sie bei Störungen sicherheitshalber den Stecker aus der Steckdose, um die Stromversorgung zu unterbrechen.

Achten Sie zudem darauf, dass Sie das Kabel während der Gartenarbeit nicht unbeabsichtigt beschädigen, indem es in das laufende Gerät kommt. Beim Rasenmähen und Heckeschneiden wird das Kabel daher stets in einem ausreichenden Abstand zum Schneidwerk geführt. Auch andere Menschen und freilaufende Tiere sollten sich nicht in unmittelbarer Nähe befinden, wenn scharfe Geräte wie Rasenmäher, Heckenscheren oder Motorsägen im Einsatz sind.

Prüfsiegel für motorisierte Gartengeräte

In Deutschland sind drei gängige Prüfsiegel für motorbetrieben Gartengeräte zu finden, die für Qualität und Sicherheit stehen. Mindestens eines dieser Siegel sollte sich auf Ihrem Gerät befinden – sehen Sie ansonsten von einem Kauf ab.

Das dreieckige VDE-Zeichen bestätigt die Einhaltung der Schutzanforderungen und ist an elektronischen Geräten zu finden. Das GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit und besagt, dass das Elektrogerät nach anerkannten Regeln der Technik konstruiert und produziert wurde. Das CE-Zeichen bezeugt, dass dieses Gerät grundlegende Sicherheitsanforderungen der EU erfüllt.

Safety first – sicheres Arbeiten im Garten

Nagel mit Rost
Sorgen Sie für Ordnung. Rostige Nägel stellen ein hohes Verletzungsrisiko dar und sollten entfernt werden.

Nicht nur im Umgang mit motorisierten Gartengeräten kann es zu schwerwiegenden Unfällen kommen. Die Gartenarbeit birgt generell bereits Risiken, die mit wenigen Maßnahmen auf ein Minimum reduziert werden können.

Als erste und wichtigste Regel gilt: Die Gartenarbeit erfolgt nur mit einem bestehenden Tetanusschutz. Durch kleinere Verletzungen, etwa durch Schnitte und Schürfwunden durch spitze Dornen, splitternde Gartenzäune oder abstehende Zweige, können die Tetanus-Erreger in den Körper eindringen und zum Wundstarrkrampf führen. Die Bakterien leben beispielsweise in der Gartenerde oder im Straßenstaub. Die Schutzimpfung sollte alle 10 Jahre aufgefrischt werden.

Sorgen Sie zudem für Ordnung im Garten und lassen Sie scharfe Gegenstände wie Scheren, Harken oder ähnliches nicht auf dem Boden liegen. Rostige Nägel gehören entfernt und elektrische Geräte werden nach dem Gebrauch stets vom Stromnetz getrennt, sodass spielende Kinder nicht gefährdet sind.

Gartenwege und Terrassenbereiche sollten durch umweltfreundliche LED-Solarleuchten ausgestrahlt werden, so erhöhen Sie auch in der Dunkelheit die Sicherheit in Ihrem Garten. Wenn Sie zusätzlich einen Bewegungsmelder anschließen, kann diese Maßnahme sogar als Einbruchsschutz dienen.

Gefahrenquellen für Kinder und Tiere im Garten

Kinder im Garten
Kinder können Gefahren nur schlecht vorhersehen. Sorgen Sie daher bereits präventiv für eine sichere Umgebung.

Um den Garten auch für Kleinkinder sicher zu gestalten, sollten Eltern und Verwandte auf einige Aspekte besonders achten. Zunächst sind alle Wasserbereiche durch einen kleinen Zaun oder eine ausreichend stabile Abdeckung zu sichern. Diese Maßnahmen beziehen sich auf Pools, Gartenteiche und auch Regentonnen.

Tipp: Selbst wenn keine Kinder im Garten spielen, können auch kleinere Tiere wie Igel oder Eichhörnchen im Wasser ertrinken – ein unabgedeckter Pool wird so oft für freilaufende Katzen zur tödlichen Falle. Legen Sie als Alternative zur Abdeckung immer ein breiteres Brett als Ausstiegshilfe in die Regentonnen sowie an den Rand eines Teichs oder Pools mit niedrigem Wasserstand.

Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen Rutschen, Schaukeln und andere Spielgeräte auf ihre Standfestigkeit und ziehen Sie Schrauben gegebenenfalls nach. Holzelemente am Sandkasten oder Klettergerüst sollten auf abstehende Splitter hin untersucht werden – feines Schleifpapier kann hier im Notfall helfen. Zudem sollten Außensteckdosen mit einer entsprechenden Kindersicherung ausgestattet werden.

Unnötige Gefahren stellen Giftpflanzen dar. Erkundigen Sie sich daher bereits vor dem Kauf, ob die Pflanze giftig ist oder bedenkenlos eingesetzt werden kann. Für zusätzliche Sicherheit sorgen Schlösser: Ob am Geräteschuppen oder Gartentörchen – sichern Sie jeden Bereich, der für Kinder unzugänglich sein soll, wie etwa Schränke mit scharfen Gartengeräten oder Ausgänge zur Straße.

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Bildnachweis
1. "Rostige Säge" (Originalbild): Rudy and Peter Skitterians (Skitterphoto), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
2. "Arbeiten mit Kettensägen" (Originalbild): David Mark (tpsdave), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
3. "Strom" (Originalbild): Gerd Altmann (geralt), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
4. "Rostige Nägel" (Originalbild): CJ, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
5. "Kind auf Schaukel" (Originalbild): Unsplash, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com

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