Gartenmöbel

Gartenmöbel überwintern: Mit diesen 4 Tipps machen Sie Gartenmöbel winterfest

  • Moderne Gartenmöbel aus Aluminium oder Polyrattan sind winterfest und können daher den Winter im Freien verbringen.
  • Bei Holzmöbeln gilt es, zwischen Harthölzern und heimischen Hölzern zu unterscheiden. Kiefer, Fichte und Lärche benötigen auf jeden Fall eine Imprägnierung.
  • Die Polster Ihrer Gartenmöbel sollten Sie bestenfalls schon im Herbst im Keller oder der Garage lagern. Durch die höhe Luftfeuchtigkeit kann sich in ihnen Schimmel bilden.

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Im Spätherbst wird der Aufenthalt auf der Terrasse zunehmend ungemütlicher: Die Tage werden kürzer und kälter. Jetzt wird es Zeit, die Gartenmöbel winterfest zu machen, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und so optimal auf den kommenden Frühling vorzubereiten.

Moderne Gartenmöbel aus Aluminium, Polyrattan oder hochwertigen Textilien sind in der Regel winterfest und eignen sich daher für ein Überwintern im Garten.

Dennoch können starke Fröste und UV-Strahlung auch an robusten Gartenmöbeln ihre Spuren hinterlassen. Daher gilt der allgemeine Grundsatz: Eine geschützte Lagerung im Winter verlängert die Nutzungsdauer Ihrer Möbel und hält sie bei geringem Pflegeaufwand optisch ansprechend.

Erfahren Sie im folgenden Artikel, wie Sie Ihre wertvollen Gartenmöbeln aus unterschiedlichen Materialien optimal vor Frost und Feuchtigkeit schützen können.

1. Pflege von Garten- und Balkonmöbeln

Möbelpolster rechtzeitig lagern

Spätestens im Herbst, wenn die ersten Blätter fallen und die Tage nasser werden, müssen die Sitzauflagen über Nacht im Innenraum gelagert werden. Die feuchte Herbstluft und der morgendliche Tau lassen die Auflagen klamm werden. Können sie im Anschluss nicht ausgiebig trocknen, entsteht ein unangenehmer Geruch oder sogar gesundheitsgefährdender Schimmel. Im Winter werden die Sitzkissen schließlich gar nicht mehr benötigt.

Im Herbst wird es Zeit, das Gartenmobiliar auf den kalten und feuchten Winter vorzubereiten. Generell lassen sich robuste Gartenmöbel aus Metall restaurieren und Kunststoff oder subtropische Hartholzmöbel problemlos im Freien überwintern, Schutzmaßnahmen sind kaum erforderlich.

Dennoch sollten Sie stets bedenken, dass Witterungseinflüsse wie starker Frost, Feuchtigkeit und UV-Strahlen Ihren Möbeln auf Dauer schaden, das Material wird spröde und rissig oder die Farbe verblasst. Es wird daher empfohlen, hochwertige Gartenmöbel und empfindliche Hölzer gezielt zu pflegen und zu schützen.

Wenn möglich, dann lagern Sie Ihre Gartenmöbel in einem kühlen und trockenen Raum wie dem Keller oder der Garage. Achten Sie darauf, dass der Raum nicht zu stark beheizt wird, da besonders Holzmöbel hohe Temperaturschwankungen nur schlecht vertragen.

Ist eine Lagerung im Innenbereich nicht möglich, so empfiehlt sich eine Verwendung von speziellen Schutzhüllen. Bedecken Sie die im Freien stehenden, trockenen Möbel mit den Hüllen und befestigen Sie diese abschließend, um ein Wegfliegen zu verhindern.

Tipp: Schutzhüllen werden nie luftdicht verschlossen, da Gartenmöbel unter den Folien zu schwitzen beginnen. Ein gleichmäßiger Luftaustausch verhindert eine Schimmelbildung effektiv.

Vor der Einlagerung werden alle Gartenmöbel und -utensilien an einem warmen und trockenen Herbsttag von grobem Schmutz befreit, Scharniere oder Möbel aus Metall können mit einer dünnen Ölschicht gezielt vor Rost geschützt werden. Auch Markisen sollten vor dem einbrechenden Winter noch einmal gereinigt werden.

Mit den folgenden fünf Lagerempfehlungen sind Ihre Gartenmöbel im Frühling schön und gepflegt:

  1. Lagern Sie Ihre Gartenmöbel trocken, idealerweise im Innenraum.
  2. Achten Sie auf eine frostfreie Umgebung, um Materialschäden zu vermeiden.
  3. Beheizen Sie den Lagerraum nur mäßig, Temperaturschwankungen schaden dem Material.
  4. Sorgen Sie für eine gute Belüftung, um einer Schimmelbildung entgegenzuwirken.
  5. Schützen Sie Ihre Möbel vor UV-Einstrahlung, so bleiben die Farben und das Material lange erhalten.
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2. Gartenmöbel aus Holz überwintern: Nadelhölzer sollten eingelagert werden

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Holz reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und braucht einen entsprechenden Schutz.

Bei der richtigen Pflege von Holzmöbeln für den Außenbereich gilt es zwischen subtropischen Harthölzern wie Teak, Robinie, Lärche, Eukalyptus oder Akazie und heimischen Nadelhözern wie Fichte oder Kiefer zu unterscheiden.

Die Besonderheiten der Harthölzer sind ihr dicht gewachsenes Material und ihr hoher Ölgehalt, wodurch sie deutlich robuster werden und bei Bedarf im Freien überwintern können.

Wie bei jedem anderen Holz gilt jedoch auch hier der Grundsatz, dass gezielte Wetterschutzmaßnahmen die Lebensdauer des Möbelstücks erhöhen. Eine starke UV-Einstrahlung lässt das Holz altern und ausbleichen, eine gezielte Oberflächenbehandlung mit Hartholzöl im Frühling kann den Schaden jedoch wieder beheben.

Tipp: Pflegen Sie Ihre Hartholzmöbel schon vor dem Winterschlaf, indem Sie bei starker Verwitterung die Oberfläche abschmirgeln und im Anschluss die trockene sowie staub- und fettfreie Fläche mit Spezialölen oder einer passenden Lasur, etwa einer Teakmöbel-Lasur, versiegeln.

Empfindliche Nadelhölzer sind deutlich anfälliger und vertragen weder Feuchtigkeit noch Kälte. Sie müssen daher im Innenbereich gelagert werden, wobei darauf zu achten ist, dass der Raum kühl und trocken bleibt.

Vermeiden Sie Temperaturschwankungen, ansonsten können sich unschöne Risse im Material bilden. Lagern Sie Ihre Nadelholzmöbel daher idealerweise im Keller oder der Garage, hier sind die klimatischen Bedingungen optimal.

Für eine gezielt Pflege der Möbel aus weichem Nadelholz wird die Holzoberfläche nach der Reinigung mit Sandpapier leicht angeraut, und ein pflegendes Öl nach Herstellerangaben eingearbeitet. Diese Pflegeprodukte sollten Sie ohne Probleme in jedem Baumarkt kaufen können.

3. Gartenmöbel aus Metall winterfest machen: Bei Alu und Edelstahl keine weiteren Maßnahmen

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Gartenmöbel aus Edelstahl rosten nicht, sollten jedoch vor Witterungseinflüssen geschützt werden.

Metallmöbel sind vergleichsweise pflegeleicht: Viele Metallmodelle bestehen aus leichtem Aluminium oder Edelstahl und können problemlos im winterlichen Garten verweilen, da sie nicht rosten.

Schmiedeeiserne Gartenmöbel sind in den meisten Fällen bereits mit einem schützenden Beschichtungslack versehen, der die Möbelstücke vor Rost bei anhaltender Feuchtigkeit bewahrt.

Blättert der Lack bereits ab oder haben sich die ersten Risse gebildet, sollte mit einem Spezialprodukt aus einem gut sortierten Fachmarkt entsprechend der Herstellerangaben nachgearbeitet werden. Fragen Sie hier nach einer Kaufberatung im Geschäft.

Hinweis: Häufig werden zusätzliche Kunststoffteile als Fußkappen oder Gelenkelemente eingebaut. Ist dies der Fall, kann eine Schutzhülle für Gartenmöbel das empfindliche Material vor UV-Strahlen schützen.

4. Kunststoffmöbel richtig aufbewahren: Eine Hülle schützt vor Rissen

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Kunststoffmöbel neigen bei Frost zu Materialrissen, in denen sich Schmutz absetzen kann.

Gartenmöbel aus hochwertigem Kunststoff oder Kunststoffgeflechten (Polyrattan) sind leicht und handlich. Zudem benötigen sie keine gezielten Pflegemaßnahmen, sind häufig bereits UV-stabilisiert und zu vergleichsweise erschwinglichen Preisen in unterschiedlichen Formen und Farben zu erwerben. Viele Gartenfreunde greifen daher schnell zum Kunststoffprodukt.

Doch auch hier verstecken sich die Probleme im Detail: Kunststoffmöbel können durchaus im Freien überwintern, die Witterungseinflüsse und Temperaturschwankungen lassen mit der Zeit jedoch kleinste Materialrisse entstehen, in denen sich Schmutz und Bakterien absetzen.

Die Stabilität der Möbel bleibt erhalten, dennoch werden die Möbelstücke zunehmend unansehnlicher und sind schließlich kaum noch zu säubern.

Es empfiehlt sich auch hier, die Gartenmöbel unter Schutzhüllen oder in einem geschützten Innenraum wie dem Gartenhäuschen zu lagern. So bleiben Ihre Gartenmöbel lange sauber und schön.

5. FAQ: Wir beantworten die häufigsten Fragen zur Überwinterung von Gartenmöbeln

5.1. Welche Gartenmöbel sind winterfest?

Nicht alle Gartenmöbel benötigen einen extra Winterschutz. In der folgenden Tabelle erfahren Sie kurz und knapp, ob Ihre Gartenmöbel draußen überwintern können oder ob sie ihren Winterschlaf lieber drinnen vollziehen sollten:

Gartenmöbel-Material Art des Winterschutzes
Harthölzer (Robinie, Teak, etc.) kein Winterschutz nötig
Weichhölzer (Lärche, Fichte, Kiefer) nur mit Imprägnierung wetterbeständige Gartenmöbel
Metall kein Winterschutz nötig
Kunststoff mit Schutzhülle abdecken
Polyrattan kein Winterschutz nötig

5.2. Welches Öl eignet sich für Möbel im Außenbereich?

Eine einfache Variante, um Ihre Gartenmöbel zu schützen ist die Verwendung von Holzöl. Dieses ist Farblos und schützt Ihre Möbel nicht nur vor Feuchtigkeit, sondern auch vor UV-Strahlen.

Achten Sie darauf, dass Ihr Holzöl auf der Basis von natürlichen Stoffen besteht, wie beispielsweise Leinöl. So können keine chemischen Stoffe in Ihren Gartenboden gelangen und Sie schützen die Umwelt.

Hinweis: Einziger Nachteil dieses Holzöls ist, dass der Anstrich etwa einmal im Jahr aufgefrischt werden sollte.

5.3. Wie kann man Rattanmöbel überwintern?

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Möbel aus echtem Rattan sind für den Außenbereich eher ungeeignet.

Während es sich bei Polyrattan um einen Kunststoff handelt, ist Rattan ein natürlicher Rohstoff. Dieser ist leider nicht winterfest.

Rattan ist ein sehr flexibles Material, in dem mit der Zeit Risse entstehen. Hier sammelt sich schnell Feuchtigkeit und die Möbel quillen auf. Da Möbel aus Rattan generell nicht günstig sind, sollten Sie auf die Nutzung im Außenbereich verzichten.

Wollen Sie dennoch nIhr Glück versuchen, sollten Sie kein Rattangeflecht (Peddigrohr), sondern Rattanmöbel aus ganzen Rattanrohren, wie Beispielsweise einen Papasansessel verwenden.

Bildnachweise: adobe.stock/sonne_fleckl, adobe.stock/Paul Maguire, adobe.stock/kyrychukvitaliy, adobe.stock/artdealer, adobe.stock/aprilante (chronologisch bzw. nach der Reihenfolge der im Kaufratgeber verwendeten Bilder sortiert)