Holzoberflächen behandeln

Vier schonende Holzanstriche für den Innenbereich

Holzoberflächenbehandlung

Holz ist ein schönes, aber auch ein sehr anfälliges Material. Es ist daher besonders wichtig, auch im Innenraum für eine haltbare und pflegeleichte Holzoberfläche zu sorgen, an der man lange seine Freude haben kann. Generell sollte man sich darüber bewusst werden, ob es sich bei dem zu behandelnden Holz um eine kaum oder stark beanspruchte Fläche handelt – entsprechend wichtig ist das Auftragen einer geeigneten Schutzschicht. Hier bietet der Handel eine Auswahl an gängigen Möglichkeiten der Holzanstriche: Der Vorteil von Ölen und Wachsen liegt in ihrer Umweltfreundlichkeit, Lasuren und Lacke überzeugen durch ihre Langlebigkeit.

Im Folgenden erfahren Sie wissenswerte Einzelheiten über die unterschiedlichen Vor- und Nachteile des jeweiligen Holzanstriches und erhalten generelle Tipps zum richtigen Auftragen des Produktes und einer entsprechenden Pflege der Holzoberfläche.

Natürliche Produkte für den Innenbereich

Für alle beschriebenen Anstricharten gilt, dass sie außer den pflanzlichen Bindemitteln (z. B. Leinöl, Holzöl oder Dammarharz) und Farbpigmenten noch Lösemittel enthalten. Diese haben beispielsweise die Aufgabe, Harze zu lösen oder für einen guten Verlauf zu sorgen. Naturfarbenhersteller benutzen traditionell ätherische Citrusschalenöle oder in geringerem Umfang echtes Balsamterpentinöl aus Pinien.

Hersteller, die mit ausgesuchten pflanzlichen Rohstoffen bei der Herstellung von Ölen und Wachsen arbeiten, verfügen über Produkte, die der DIN EN 71/3 über Sicherheit von Kinderspielzeug entsprechen und nach der Trocknung selbstverständlich für den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind.

Schleifarbeiten zur Vorbehandlung einer Holzoberfläche

Alte Farbe
Alte Farbreste müssen vor einer neuen Oberflächenbehandlung abgeschliffen werden.

Ist die Aufarbeitung eines alten Möbelstücks geplant, muss in einem ersten Schritt festgestellt werden, ob es sich um Massivholz oder funiertes Holz handelt. Letzteres ist deutlich anfälliger und darf nicht so stark abgeschliffen werden, da generell weniger Material zur Verfügung steht. Unschöne Kratzer oder Löcher können vor dem Schleifen mit farblich abgestimmter Holzspachtelmasse oder einem sogenannten Porenfüller geschlossen werden.

Tipp: Die Füllmasse lässt sich mit Hilfe eines Spachtels ideal verteilen. Halten Sie die Trocknungszeiten der Herstellerangaben ein. Überschüssige Paste kann im nächsten Schritt einfach mit abgeschliffen werden, sodass eine ebene Fläche entsteht.

Ist eine grundlegende oberflächliche Veränderung des Möbelstücks geplant, wollen Sie beispielsweise einen geölten Tisch lackieren oder eine alte und wenig farbintensive Lasur durch eine knallige Lackierung ersetzen, so müssen alle Oberflächen bis zum rohen Holz abgeschliffen werden. Bei kleineren Erneuerungsarbeiten, etwa beim Auffrischen geölter Flächen, reicht ein leichtes Anschleifen mit einer 180er oder 240er Körnung.

Idealerweise verwenden Sie für große Flächen (etwa den Fußboden oder eine Tischplatte) einen Schwing- oder Dreiecksschleifer mit zunächst grobem Schleifpapier – eine 80er Körnung ist für die ersten Arbeiten am Material ideal. Unzugängliche Stellen und Rundungen sollten generell lieber manuell abgeschliffen werden, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen.

Achtung: Bei jeglicher Art von Schleifarbeiten sollte stets eine Staubmaske getragen werden, da kleinste Partikel entstehen und eingeatmet werden können. Diese Masken können in jedem Baumarkt erworben werden.

Atemschutz
Bei Schleifarbeiten sollte stets eine Atemmaske getragen werden, da kleinste Partikel durch die Luft fliegen.

Ist die zu behandelnde Fläche komplett abgeschliffen, können Sie zu feinerem Schleifpapier (120er oder 180er Körnung) greifen. Wenn Sie ab jetzt manuell schleifen, können Sie die Feinarbeit perfektionieren. Kontrollieren Sie gelegentlich Ihre Arbeitsfortschritte durch sanfte Streichbewegungen mit der Innenhandfläche, so entdecken Sie schnell übersehene raue Stellen auf der sonst schon glatten Oberfläche.

Es ist wichtig, dass die Vorbereitung der Holzoberfläche gründlich erfolgt. Sollten nach dem Abschleifen doch noch unbehandelte Stellen existieren, so würde die Farbpigmentierung des Produktes hier stärker und somit das Endergebnis unbefriedigend ausfallen.

Nach erledigter Schleifarbeit sollten grobe Holzspäne mit einem Staubsauger abgesaugt und anschließend feine Staubpartikel nochmals zusätzlich mit einem weichen Tuch sanft entfernt werden. Abhängig vom angestrebten Holzanstrich sollte dieses Tuch feucht oder trocken sein – achten Sie hier auf die Herstellerangaben.

Ist die Oberfläche schließlich trocken, staub- und fettfrei, sind die Vorbereitungen abgeschlossen und es kann mit dem eigentlichen Anstrich begonnen werden.

Tipp: Wenn Sie den modernen Shabby-Chic-Look erzielen möchten, können einige alte Farbreste und raue Strukturen auf der Oberfläche verbleiben – diese ermöglichen den charakteristischen Used-Look.

Holzoberflächen mit Öl behandeln

Nach einer Holzoberflächenbehandlung wirkt der Fußboden noch hochwertiger und ist deutlich besser geschützt.

Vor- und Nachteile des Ölens von Holz

Das Ölen einer Holzoberfläche hat den entscheidenden Vorteil, dass man bei dem verwendeten Produkt auf ein reines Naturerzeugnis zurückgreifen kann, das es unter den Bezeichnungen Möbel- oder Holzöl im Fachhandel zu erwerben gibt. Neben seiner Umweltfreundlichkeit lässt sich das Öl leicht auftragen und bringt die individuelle Holzmaserung des Möbelstücks durch eine Intensivierung der spezifischen Holzfarbe ideal zur Geltung.

Da es sich zwar um eine natürliche, daher aber leider auch wenig haltbare Methode zur Holzoberflächenbehandlung handelt, muss der Vorgang des Ölens in regelmäßigen Abständen wiederholt werden. Auch im Umgang mit Wasser ist bei geölten Oberflächen Vorsicht angebracht: Werden Flüssigkeiten nicht schnell mit einem Tuch aufgesaugt, können unschöne Wasserflecken entstehen, die sich nur noch schwer, etwa durch erneutes Abschleifen, wieder entfernen lassen. Sogenannte Fußboden- oder Hartöle sind diesbezüglich deutlich widerstandsfähiger und können beispielsweise zum Veredeln und Pflegen von Küchenarbeitsplatten eingesetzt werden.

Eine geölte Holzoberfläche verfügt weiterhin über offene Poren und wirkt auf diese Weise ausgleichend auf das Raumklima.

Blick
Mit einem abschließenden "schrägen Blick" erkennen Sie bereits behandelte Stellen.

Benötigte Materialien:

  • Seifenlauge (optional)
  • Bürste (optional)
  • Schleifpapier (120er oder 180er Körnung)
  • Möbelöl / Holzöl
  • weiches Tuch
  • Staubsauger
  • Staubmaske
  • Poliervlies

Holz ölen

Vor dem Ölen sollte das Möbelstück gründlich gereinigt werden. Da im Innenbereich nur selten grobe Verschmutzungen anfallen, bieten sich hierzu eine sanfte Seifenlauge und eine mittelharte Bürste an – ein leichtes Abwischen kann auch ausreichend sein, entscheiden Sie hier ganz intuitiv. Ist das Material getrocknet, sollte die Oberfläche gründlich abgeschliffen oder, wenn das Möbelstück bereits einmal geölt wurde, nur leicht angeschliffen werden, um die Holzfasern zu öffnen und die typische Maserung des Objektes wieder besser sichtbar zu machen.

Vor dem Ölen ist darauf zu achten, dass die Oberfläche trocken, staub- und fettfrei ist – ist dies der Fall, kann mit dem Anstrich begonnen werden.

Zum gleichmäßigen Auftragen des Öls empfehlen Experten die Verwendung eines leichten Tuchs. Überschüssige Flüssigkeit wird sofort gleichmäßig verteilt und in das Material eingearbeitet. Wenn Sie stattdessen lieber einen Pinsel verwenden möchten, dann achten Sie bitte besonders darauf, dass überdurchschnittlich feuchte Stellen zum Abschluss mit einem Lappen in das Holz eingearbeitet oder gegebenenfalls abgetragen werden. Durch einen abschließenden "schrägen Blick" sollte die gleichmäßige Verteilung überprüft werden.

Nach einer Trocknungszeit von mindestens 24 Stunden kann die Oberfläche mit einem Poliervlies zum Glänzen gebracht werden. Ist das behandelte Material ein auffällig offenporiges Holz, sollte der Vorgang im Anschluss gegebenenfalls wiederholt werden.

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Hartöle und Hartwachs für beanspruchte Holzfußböden

Wasserabweisend
Nach einer gezielten Oberflächenbehandlung wird der Holzboden wasserabweisend.

Was wird in einem Haus schon stärker beansprucht als der Fußboden? Wir treten ihn mit Füßen und doch soll er Behaglichkeit und Gemütlichkeit vermitteln. Holz- oder Korkfußböden sind besonders beliebt und besitzen viele positive Eigenschaften. Aber Schmutz und Feuchtigkeit setzen diesen Oberflächen täglich stark zu.

Für diesen speziellen Anwendungszweck sind Hartöle und Hartwachse aus natürlichen Rohstoffen die ideale Lösung. Sie bieten einen guten Tiefenschutz gegen eindringende Flüssigkeiten und beide Produkte im System schaffen atmungsaktive und antistatische Oberflächen von zeitloser Schönheit. Der Untergrund wird mit dem Öl bis zur Sättigung eingestrichen und nach erfolgter Trocknung wird Hartwachs dünn aufgetragen und poliert.

Holzpflege mit Wachs

Bienenwachs
Holzwachse werden als Naturprodukt oft aus Bienenwachs hergestellt.

Vor- und Nachteile von Wachsbehandlungen

Eine weitere schonende Möglichkeit der Holzpflege ist das Wachsen. Im Vergleich zum Ölen hat diese Methode den entscheidenden Vorteil, dass die Oberfläche glatter, glänzender und wasserabweisend wird und dennoch seine Atmungsaktivität und das erwünschte natürliche Aussehen beibehält. Holzwachse werden häufig aus Bienen- und Pflanzenwachsen sowie pflanzlichen Ölen und Harzen hergestellt. Das reine Naturprodukt eignet sich dank seiner antistatischen Wirkung zudem ideal für die Oberflächenbehandlung von Möbeln in Haushalten mit Hausstauballergikern.

Doch auch diese umweltfreundliche Holzoberflächenbehandlung bringt einige Nachteile mit sich, denn auch hierbei handelt es sich um eine Methode, mit der nur eine leichte bis mittlere Belastbarkeit erzielt werden kann. Zudem ist das Material im Anschluss hitzeempfindlich.

Wer sich für das Wachsen entscheidet, hat die Wahl zwischen einem zähflüssigen Balsam oder einer festeren Paste, die es in matten als auch glänzenden Farbnuancen zu erwerben gibt. Entsprechend fällt das Auftragen des Produktes aus: Selbstglänzendes Holzwachs muss zum Schluss nicht erneut poliert werden. Welche Variante gewählt wird, hängt auch mit dem schlussendlichen Einsatzbereich zusammen.

Flachpinsel
Flüssigholzwachse können leicht mit einem Flachpinsel aufgetragen werden.

Benötigte Materialien:

  • Schleifpapier (120er oder 180er Körnung)
  • Wachsbalsam / Hartwachs / Flüssigholzwachs
  • weiches Tuch / Flachpinsel (für Flüssigholzwachs)
  • Staubsauger
  • Staubmaske
  • Poliervlies

Holz wachsen

Auch vor dem Wachsen sollte das Holzobjekt gesäubert, angeschliffen und abschließend vom Staub befreit werden. Nur so kann das alte Produkt komplett entfernt und das Holz für die neue Pflege optimal vorbereitet werden.

Flüssigholzwachs wird zügig mit einem Flachpinsel aufgetragen, cremiges Wachs wird mit einem weichen Mikrofasertuch schonend in das Objekt eingearbeitet. Nach einer Trocknungszeit von 60 Minuten sollte die Fläche erneut angeschliffen und zum Abschluss mit einem Poliervlies poliert werden. Dieser letzte Schritt entfällt bei selbstglänzenden Produkten.

Tipp: Holzwachs ist auch zur punktuellen Nachbehandlung von beanspruchten Stellen ideal geeignet. Wenn Sie Ihren Holzboden zusätzlich mit spezieller Fußboden-Holzpflege putzen, hält die schützende Wachsschicht länger. Nach einigen Monaten muss allerdings auch hier eine erneute Oberflächenbehandlung erfolgen.

Oberflächenbehandlung mit Lasuren

Mit einer Lasur erzielen Sie ein mattes Endergebnis, die Oberfläche lässt sich kaum polieren.

Vor- und Nachteile einer Holzlasur

Die Lasur ist eines der beliebtesten Holzoberflächenbehandlungsmittel, da sie schonend und pflegend ins Holz einzieht, ohne dabei die Poren zu verschließen. Der Anwender kann zwischen unterschiedlichen Farben für dekorative Zwecke wählen. Im Vergleich zur Lackierung lässt sich die Lasur leichter gleichmäßiger verarbeiten und die Holzmaserung bleibt noch optisch erhalten.

Wer eine glänzende Oberfläche erzielen möchte, sollte Abstand von der Lasur nehmen, da sie nur schwer poliert werden kann. Weiterhin ist sie aufgrund ihrer enthaltenen chemischen Inhaltsstoffe wenig umweltfreundlich und gleichzeitig anfällig für Wasserflecken.

Sandpapier
Nach der Lasur haben sich die Holzfasern aufgerichtet und die Oberfläche fühlt sich kratzig an. Gehen Sie daher abschließend erneut mit einem feinen Sandpapier über die Holzoberfläche.

Benötigte Materialien:

  • wasserlösliche Möbellasur
  • Holzstab als Rührhilfe
  • Pinsel (idealerweise mit Kunststoffborsten)
  • Schleifpapier (80er, 120er, 180er)
  • Staubsauger
  • Staubmaske
  • weiches Tuch

Holz lasieren

Alle zu bearbeiteten Flächen müssen vor dem Lasieren abgeschliffen werden, damit die wasserlösliche Lasur ins Holz eindringen kann. Hierfür eignet sich ein grobes Schleifpapier mit einer 80er Körnung. Unbehandelte Holzobjekte werden mit einer 120er Körnung lediglich angeschliffen, bis eine glatte Fläche entsteht. Anschließend den Schleifstaub entfernen und die Oberfläche trocken abwischen.

Mit Hilfe eines Holzstabs kann die Lasur aufgerührt werden, bis sich abgesetzte Substanzen miteinander verbunden haben. Nehmen Sie generell nicht zu viel Produkt mit dem Pinsel auf und arbeiten Sie zügig in gleichmäßigen Strichen in Faserrichtung, dabei stets die Übergänge beachten und gut verstreichen. Ist die gesamte Fläche lasiert, wird das Möbelstück zum Trocknen beiseite gestellt – beachten Sie hier die individuellen Herstellerangaben zur benötigten Trocknungszeit.

Tipp: Rühren Sie die Lasur immer wieder auf, um ein gleichmäßiges Produkt auftragen zu können.

Nach der Trocknungszeit fühlt sich das Holz rau und kratzig an, weil sich die Holzfasern, bedingt durch die Feuchtigkeit der Lasur, aufgerichtet haben. Schleifen Sie die Oberfläche erneut mit einer feinen 180er oder 240er Körnung an und entfernen Sie den Schleifstaub mit einem Staubsauger oder weichen Tuch. Je nach Farbwunsch können Sie nun eine weitere Schicht Lasur auftragen – vergessen Sie dann jedoch das erneute abschließende Schleifen nicht! Optional können Sie das Holz nun auch noch mit Öl oder Wachs behandeln.

Lackieren von Holzoberflächen

Shabby-chic Look
Alte Möbel werden gerne mit dem sogenannten "Shabby Chic Look" aufgewertet.

Vor- und Nachteile einer Holzlackierung

Durch eine Lackierung erhält das Möbelstück eine wasserfeste Schutzschicht, die sehr strapazierfähig und haltbar ist. Es gibt sowohl farblich deckende als auch klare Lacke in matter oder glänzender Ausführung – der Kreativität sind hier also keine Grenzen gesetzt.

Da ein Lack das Holz versiegelt, wird die Atmungsaktivität des Naturmaterials vollständig unterdrückt.  Ein weiterer Nachteil der Lackierung ist ihre geringe Umweltfreundlichkeit. Zudem muss bei Kratzern die gesamte Oberfläche erneut bearbeitet werden, was zeit- und kostenintensiv ist.

Lackierung
Lackierungen in bunten Farben ermöglichen einen völlig neuen Look.

Benötigte Materialien:

  • Schleifpapier (80er – 240er Körnung)
  • Schleifmaschine (Schwingschleifer oder Dreiecksschleifer)
  • Farblack oder / und Klarlack
  • Pinsel und Lackierrolle
  • Grundierung (optional)
  • Staubsauger
  • Staubmaske

Holz lackieren

Vor der Bearbeitung des Möbelstücks sollten alle abmontierbaren Einzelteile, etwa Knöpfe und Henkel, entfernt werden. Kleine Risse, Löcher oder abgesplitterte Flächen sollten ebenfalls vorab mit speziellem Porenfüller behandelt werden.

Für das Behandeln großer Flächen eignet sich eine Schleifmaschine, unzugängliche Stellen, wie Tischbeine oder Rundungen, sollten manuell abgeschliffen werden. Nach den Schleifarbeiten wird das Holz abgesaugt und zusätzlich mit einem weichen Tuch abgerieben.

Achtung: Für ein ideales Auftragen des Lacks sollte man auf spezielle Herstellerangaben achten – besonders wichtig sind hier die richtige Arbeitstemperatur und die einzuhaltende Trocknungszeit.

Mit der Lackierrolle können große Flächen nun leicht lackiert werden, alternativ können Sie auch eine Schaumwalze verwenden. Für eine leichtere Anwendung können Sie das Produkt in eine breite Schale umkippen. Anschließend sollte mit gleichmäßigen Pinselstrichen nochmal nachgearbeitet werden. Unzugängliche Stellen können so gezielt bearbeitet werden. Achten Sie hier besonders auf Ecken und Kanten. Nach einer Trocknungszeit von 24 Stunden sollte eine zweite Farbschicht aufgetragen werden. Eine abschließende Versiegelung oder ein spezieller Überzugslack sorgen für eine zusätzlich erhöhte Widerstandskraft.

Tipp: Für eine besonders gleichmäßige Lackierung kann vor dem Anstrich eine spezielle Grundierung mit einer Walze und einem Pinsel aufgetragen werden. Dieser Schritt kann, muss aber nicht ausgeführt werden. Beachten Sie dabei die Herstellerangaben.

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Pflanzliche und synthetische Lösemittel

Selbst pflanzliche Lösemittel können bei sorgfältiger Qualitätskontrolle Stoffe enthalten, die bei sensiblen Menschen hautreizend wirken oder zu allergischen Reaktionen führen können. Das Gefährdungspotential von allergischen Reaktionen ist jedoch als weitaus geringer anzusehen als das von synthetischen Lösemitteln. Zudem sind pflanzliche Lösemittel aufgrund ihrer natürlichen Herkunft umweltfreundlicher, da sie biologisch schnell und vollständig abgebaut werden. 

Einige Naturfarbenhersteller verwenden andere Lösemittel, sogenannte Isoaliphate oder aromatenarme Testbenzine, die zwar hautfreundlicher als andere Lösemittel sind, aber aus Erdöl hergestellt werden und gesundheitsbelastender sind. Andere Produzenten von Naturfarben setzen deshalb seit vielen Jahren auf wasserverdünnbare Produkte.

Lösemittelfreie Oberflächenbehandlungen

Lösemittelfreie Bienenwachslasuren und lösemittelfreie, wasserbasierte Wohnraumlasuren und Imprägnierungsöle sowie wasserverdünnbare Lacke für Fußböden oder Fenster sind als Naturprodukte erhältlich. Wasserverdünnbare Naturfarben sind in gesundheitlicher Hinsicht besonders positiv und bieten zusätzlich in technischer Hinsicht ein hohes Qualitätsniveau mit kurzen Trockenzeiten, einer guten Beständigkeit gegen mechanische Belastungen und unter anderem Speichelbeständigkeit gemäß DIN. Daher sind diese Produkte ohne Probleme für die Behandlung von Kinderspielzeug aus Holz geeignet.

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Wendy , d. 09-03-17 11:08:

Eine sehr informative Zusammenfassung

Theo , d. 27-06-16 09:37:

Danke für die Hilfe!

Theo , d. 27-06-16 09:36:

Sehr gute Beiträge, ich mach mich direkt ans Werk!

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2. "Alte Farbreste" (planks one) von S amo, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
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5. "Schräger Blick" (Evan's bookcase) von Alsatian, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
6. "Wasserabweisende Oberflächenbehandlung" (New deck sealer - success) von Jamie McCaffrey, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
7. "Honig in Wachszellen"von PollyDot (pixabay.com) Lizenz: [CC0 1.0]
8. "Pinsel" (Originalbild): Unsplash, Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
9. "Holzboden" (Indoors BG No. 1) von Elné, https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
10. "Schleifpapier" (Rough-Sandpaper-_28805-480x360) von Emilian Robert Vicol (Public Domain Photos), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
11. "Lackierung" (Originalbild): LEEROY Agency (Life-Of-Pix), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
12. "Blau-rote Lackierung" (Blue and red) von Martin Abegglen (twicepix), https://www.flickr.com/, Lizenz: CC BY-SA 2.0, zugeschnitten, Farbkorrektur
13. "Couchtisch aus Teakholz" (Originalbild): Rhys Ludlow (rhyslud), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com
14. "Rustikaler Tisch" (Originalbild): Luca (rebel68), Lizenz: CC0 1.0 / pixabay.com