Hütte & Korb

Hundehütte selber bauen

Hundehütten bieten unseren vierbeinigen Freunden, neben Schutz vor Wind, Kälte und Sonne, auch einen Rückzugsort und ein eigenes kleines Reich. Das gilt nicht nur für Hofhunde. Auch Hausbewohner können uns in einer Hundehütte bei langen Sommerabenden bequem Gesellschaft leisten.

Dafür sollte eine Hundehütte nicht nur groß genug, sondern auch bequem und gut gedämmt sein. Unser Beispiel zeigt eine Hundehütte, welche mit Betoplanplatten stabil genug und durch wasserfesten Leim und wasserfestes Sperrholz auch jedem Wetter Stand hält. Zusätzlich sollten auch unempfindliche Edelstahl-Schrauben genutzt werden.

Optional bietet eine angesetzte Terrasse Platz für ein Sonnenbad oder einen sauberen Futterplatz.

Werkzeugliste

Maschinen: Werkzeuge:
  • Stichsäge
  • Akkuschrauber
  • Tischkreissäge
  • Exzenterschleifer
  • Zwingen
  • Spitzbohrer
  • Pinsel
  • Klebeband
  • Kartuschenpresse
  • Handsäge

Materialliste

Stk. Bez. Länge Breite Dicke Material
  Bodenplatte
1 1 Unterseite 966 656 4 Betoplan
2 1 Oberseite 900 590 4 Betoplan
3 2 Längsleiste 900 35 20 Lärche
4 3 Querleiste 520 35 20 Lärche
5 1 Schwelle 320 33 24 Lärche
  Vorder- und Rückwand
6 2 Außenseiten 695 638 9 BFU 100
7 2 Innenseiten 695 590 4 Betoplan
8 4 Seitenleiste 590 35 20 Lärche
9 4 obere Bogenleiste 350 35 20 Lärche
10 2 Türseitenleiste 325 35 20 Lärche
11 2 Türbogenleiste 210 35 20 Lärche
  Seitenwände
12 2 Außenseite 966 55 9 BFU 100
13 2 Innenseite 948 55 4 Betoplan
14 4 Längsleiste 448 35 20 Lärche
15 6 Querleiste 481 35 20 Lärche
  Dach
16 1 Oberseite 990 760 4 BFU 100
17 1 Unterseite 900 670 4 Betoplan
18 3 Dachträger 635 140 18 Betoplan
19 2 Randleiste 900 35 30 Lärche
  Beschläge
20 4 Eckleiste 90 25 x 25 2 Kunststoff
21 4 Kulissenscharnier       verzinkt
  Auflagerost
22 4 Tragbalken 1450 50 60 Lärche
23 8 Latten 1650 80 20 Lärche
24 7 Latten 650 80 20 Lärche

(*BFU 100 = wasserfest verleimtes Furniersperrholz)

Zeichenplan

Hier klicken um die Zeichnung im Großformat zu speichern.

Schritt 1: Vorarbeiten und die Bodenplatte

Bohren der Holzleisten
Holzgerüst der Seitenwände verschrauben

Schneiden Sie sich als erstes die Betoplan-Platten (Positionen 2 und 13) und Leisten der Positionen 3, 4, 14 und 15 zu. Sollten Ihnen dazu die nötigen Werkzeuge fehlen, werden solche Arbeiten oft auch im Baumarkt übernommen.

Sind alle Holzleisten zugesägt, können diese gebohrt und mit dem Boden und den Seitenteilen verschraubt werden. Die entsprechenden Löcher sollten vorgebohrt werden, um ein Platzen des Holzes zu vermeiden. Schraubzwingen helfen bei der Fixierung und ermöglichen einen korrekten Zusammenbau.

Innenverkleidung fixieren und anschrauben
Seitenwände dämmen und Kleber auftragen

Schritt 2: Isolierung und Eingangstür

Außenverkleidung aufleimen
Anriss der Giebelseite mit einem Hilfszirkel

Im nächsten Schritt werden die Seitenteile mit den Holzleisten nach oben gelegt und die Zwischenräume mit Styropor oder Styrodur ausgekleidet. Diese Dämmung schützt die Hundehütte vor zu viel Wärme oder Kälte. Abschließend können die zugesägten Außenseiten (Position 12) mit PU-Kleber verklebt und gespannt werden.

Für den Anriss der Giebelform auf der Vorderseite (Position 7), wird ein Hilfsloch nach Zeichnung gebohrt und ein einfacher Zirkel angefertigt. Dieser besteht aus einer Holzleiste mit zwei Löchern in einem Abstand von 500 mm. Ein Loch wird mit der Bohrung in der Vorderseite verschraubt und durch das andere mit einem Bleistift der Radius von 500 mm angerissen.

Ebenso kann der Türbogen durch ein weiteres Loch im Abstand von 205 mm angerissen werden.

Mit der Stichsäge wird die Tür sowie der Dachbogen ausgesägt und dieser ebenso auf die Rückwand übertragen.

Kontur der Giebelwände sägen
Bogenleisten zusägen

Schritt 3: Giebel aussägen

Bogenleisten positionieren und anzeichnen
Kontur der fertigen Giebelwand sägen

Damit beide Giebelwände (Position 7) exakt dieselbe Form erhalten, werden beide verspannt und die runde Dachform beschliffen. Zusätzlich werden an der Türöffnung die Leisten (Position 10 und 11) positioniert und angezeichnet.

Ebenso müssen die Leisten des Dachaufbaus (Position 8 und 9) vorbereitet werden.

Um eine exakte Lage zu garantieren, wird an den Seitenleisten (Position 8) erst der obere Winkel ausgerichtet, zugesägt und die richtige Lage der oberen Bogenleisten ermittelt. Dazu ist es wichtig, dass diese nach dem runden Zuschnitt eine geschlossene Kante ergeben (siehe Zeichnung oben). Erst wenn alles richtig positioniert und angezeichnet ist, werden die Seitenleisten (Position 8) unten auf die exakte Länge gekürzt.

Dachträger zusägen
Winkel der Dachabschlussleiste sägen

Nach einer guten Vorbereitung können die Giebel verleimt werden. Dazu werden alle Leisten (Positionen 8, 9, 10 und 11) einzeln ausgerichtet und mit den Giebelwänden (Position 7) verklebt. Der vorherige Anriss hilft bei der Ausrichtung.

Im nächsten Schritt werden die Zwischenräume wieder mit Styropor gedämmt und die Giebelaußenseiten (Position 6) können aufgeleimt werden. Nach der angegebenen Trocknungszeit wird alles nach der Kontur der Giebelinnenseiten gesägt.

Die Giebelseiten sind somit fertig und der Giebelbogen kann auf die Dachträger (Position 18) übertragen und diese zugesägt werden. Ebenso ist es jetzt möglich den exakten Winkel der Dachabschlussleisten (Position 19) zu ermittelt und diese auf der Tischkreissäge zu sägen.

Schritt 5: Das Dach

Dachabschlussleiste und Dachträger verschrauben
erste Seite der Dachoberseite leimen und fixieren

Um die Abschlussleisten (Position 19) richtig positionieren zu können, müssen die Dachträger (Position 18) angepasst werden. Dazu wird das Maß der Abschlussleisten übertragen und die Ecken der Dachträger entsprechend eingekürzt. Abschließend sind Dachträger und Abschlussleisten zu verleimen und zu verschrauben.

Nun kann das Dachgerüst mit der Dachoberseite (Position 16) verleimt werden. Für diesen Arbeitsschritt ist ein weiterer Helfer nötig, da zwischen dem Auftrag des Klebers und der Verspannung mit Schraubzwingen nicht zu viel Zeit vergehen sollte.

komplett aufgeklebte Dachoberseite
Dachunterseite anschrauben

Schritt 6: Endmontage und Lackierung

Scharniere an den Seitenwänden befestigen
Lack aufbringen

Im letzten Aufbauschritt wird die Dachunterseite (Position 17) unter das Dach geschraubt. Dazu ist es nötig, dass die Positionen der Scharniere (Position 21) angezeichnet und ausgespart werden.

Ist das Dach aufgesetzt, können die Positionen der Scharniere auf die Seitenwände übertragen und dort angeschraubt werden. In diesem Fall dienen die Scharniere nicht dazu das Dach zu bewegen. Sie sollen die Möglichkeit geben, es durch Entfernung der Scharnierbolzen, ohne Werkzeuge zu öffnen.

Abschließen können alle Flächen geschliffen und mit wetterfester Farbe gestrichen werden. Als zusätzlicher Schutz werden alle Außenecken mit Profilleisten abgedeckt.

Hundehütte selbst bauen

Wenn der geliebte Vierbeiner gerne draußen im Garten liegt, dann stellt sich der Hundebesitzer bald die Frage, ob es auf dem Boden nicht zu kalt, zu nass, zu sonnig oder zu hart ist.Als Heimwerker steht dann das nächste Projekt schnell fest: Eine Hundehütte selbst bauen bzw., ein Katzenhaus bauen – je nach Art des tierischen Familienmitglieds.

Hierbei geht es um einen schattigen Platz für Hund oder Katze, der gegen Kälte und Feuchtigkeit von unten und Regen von oben geschützt ist. Die Hundehütte darf dabei am besten auch noch ganz gut aussehen und sollte pflegeleicht sowie mobil sein. Nun, das lässt sich vergleichsweise leicht umsetzen. Damit sich das kleine Mobilwohnheim nicht verzieht, ist gutes Material Pflicht. In dieser Anleitung werden Siebdruckplatten verwendet. Sie werden beispielsweise auch für den Aufbau von Anhängern und dergleichen verwendet, das spricht für ihre Tauglichkeit.

Ein guter Holzschutz oder eine Holzart, die für die Außenanwendung geeignet ist, sind bestimmt gute Alternativen. Allerdings sollte bei der Auswahl des Holzschutzes immer ein umweltfreundliches, für die Tiere gut verträgliches Material zum Einsatz kommen.

Materialbedarf und Werkzeugliste

Material:

3 Siebdruckplatten 12 mm

  • 80 x 50 cm Siebdruckplatte je 14,08 EUR
  • oder 120 x 70 cm Siebdruckplatte je 34,50 EUR

Schleifpapier Set ca. 6,99 EUR

Holzlasur ca. 11,94 EUR

Werkzeug:

  • Stichsäge oder Oberfräse
  • Pinsel

Die Größe des Katzen- oder Hundehauses soll zur Größe Eures Vierbeiners passen. Also einfach mal einen bevorzugten Liegeplatz ausmessen und die Maße entsprechend abwandeln.

Schritt 1: Größe der Hundehütte oder des Katzenhauses planen

Das Hundehaus oder Katzenhaus hat die Form eines Dreiecks. Um die angestrebte Liegefläche tatsächlich zu erreichen, müssen die nicht nutzbaren spitzen Winkel berücksichtigt werden. Am besten zeichnet Ihr Euch einen Plan. Wenn Ihr eine Liegefläche von 60 x 60 cm plant, dann steht damit die Breite der Bretter bereits mit 60 cm fest. Die Länge entspricht etwa Liegefläche + 30 cm.

Im vorgenannten Beispiel müssten die Holzplatten also 90 mal 60 cm groß sein.

Schritt 2: Zuschnitt anzeichnen

Die Länge der Ausschnitte ist immer die halbe Breite der Holzplatten und die Höhe beträgt 2 cm. Wobei dies bei einer anderen Plattenstärke auch mehr sein kann, da die Platten in einem Winkel von 60 Grad ineinander geschoben werden. Der Abstand zur Außenkante beträgt immer 10 cm.

Schritt 3: Ausschnitte sägen oder fräsen

Wer eine Oberfräse hat, sollte diese nutzen, da die sich sehr genau an einer Schiene entlang führen lässt. Ansonsten führt auch eine Stichsäge zum Ziel. Immer so genau als möglich die angezeichneten Ausschnitte aussägen oder -fräsen.

Wer mit einer Stichsäge arbeitet, kann die Eckpunkte am Ende der Ausschnitte zuvor durchbohren, um die Säge für den kurzen Schnitt dort entsprechend einsetzen zu können. Die Bohrung muss einen Durchmesser haben, der mindestens der Breite des Sägeblatts entspricht.

Wir haben für diese Anleitung beide Verfahren benutzt, um diese zu vergleichen. In beiden Fällen haben wir eine Metallschiene mit Schraubzwingen angebracht. Erstaunlicherweise bringt in unserem Test unsere Stichsäge keinen sauberen Zuschnitt, während die Oberfräse überzeugt. Das kann allerdings auch am Sägeblatt liegen

Schritt 4: Schleifen

Unebenheiten werden glatt geschliffen. Angefangen mit einem eher groben Schleifpapier (z. B. 80er Körnung) und abschließend mit einem feineren (z. B. 240er Körnung).

Schritt 5: Holzschutz

Abhängig vom Material müssen alle offenen Flächen mit Holzschutz versehen werden.

Bei der Verwendung von Siebdruckplatten sind das nur die Sägekanten.

Ihr könnt beispielsweise eine lösungsmittelfreie Lasur in der passenden Farbe verwenden.

Schritt 6: Aufbauen

Der Aufbau ist denkbar einfach. Ein zusätzliches Paar Hände ist trotzdem wirklich hilfreich. Erst wird das Dach zusammengesteckt und dann die Bodenplatte eingeschoben. Fertig ist die selbstgebaute Hundehütte. Nun gilt es nur noch, das Haustier an den neuen Platz zu gewöhnen. Leckereien wirken in den meisten Fällen wahre Wunder.

 

Katzenhaus selber bauen

Ein Katzenhaus ist für die Katze das, was eine Hundehütte für einen Hund darstellt. Wer also seiner Katze den gleichem Komfort bieten will, wie seinem Hund, der kann ein schönes Katzenhaus bauen. Wie genau dies funktioniert zeigen wir Ihnen mit unserem Katzenhaus Bauplan.

 

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