Weihnachtsbaum selber bauen – Bauanleitung

Weihnachtsbaum selber bauen

Pünktlich vor Weihnachten wird das Haus geschmückt, die Fenster weihnachtlich gestaltet und die Weihnachtsdekoration auf den Tischen und Kommoden verteilt. Doch all die weihnachtliche Dekoration muss das restliche Jahr auch untergebracht und wenn möglich platzsparend verstaut werden.

Mit unserer Bauanleitung können Sie einen Weihnachtsbaum selber bauen, der nicht nur einzigartig aussieht, sondern sich auch noch platzsparend verstauen lässt. Flach benötigt er gerade mal eine Höhe von 18 mm, aufgestellt zeigt er sich jedoch in seiner vollen und runden Form.

Gerne kann die Bauanleitung genutzt werden, um verschieden große Weihnachtsbäume zu bauen. Bei Wunsch lässt sich sogar ein "echter" großer Weihnachtsbaum herstellen, der anschließend bunt geschmückt und sogar mit Kerzen bestückt werden kann. Verwenden Sie hierzu einfach unterschiedlich lange Dachlatten statt zugesägter Holzleisten.

Benötigtes Werkzeug und Arbeitsmaterial

Benötigtes Werkzeug

  • Anreißmittel (Bleistifft und Stahlmaß)
  • Mini-Handkreissäge, Tischkreissäge oder Handkreissäge
  • Tischbohrmaschine oder Akkuschrauber
  • Schwingschleifer (oder anderes Schleifwerkzeug)
  • optional Oberfräse oder Frästisch
  • Forstnerbohrer Durchmesser 16 mm

Unser vorgegebenes Maß bezieht sich auf ein Leimholzbrett, wie es in jedem Baumarkt erhältlich ist, kann jedoch ebenso den eigenen Wünschen angepasst werden. Verwendet wird in unserer Bauanleitung ein Brett mit den Maßen 300 x 600 x 18 mm.

Verwendetes Arbeitsmaterial

  • Leimholzplatte Buche oder ähnlich stabiles Holz 300 x 600 x 18 mm
  • Gewindestange M8 oder M6 (Bohrungen anpassen)
  • passende Mutter und Unterlegscheibe

Schritt 1 – Anriss nach Vorgabe, vorhandenem Holz oder eigenen Wünschen

Verwendet werden sollte ein festeres Holz, wie Buche oder Eiche. Das relativ weiche Kiefer/Fichte Leimholz neigt schnell zum Ausplatzen und ist eher ungeeignet. Mit etwas Gefühl oder einer dickeren Materialstärke, kann dieses aber ebenso verwendet werden. Wichtig ist in diesem Fall der Verlauf der Maserung. Da Fichten-Leimholz leicht entlang der Maserung bricht, sollte diese quer zur Höhe des Weihnachtsbaums liegen. Im gezeigten Beispiel wurde Buche verwendet und der Maserungsverlauf spielt eine untergeordnete Rolle.

Legen Sie im ersten Schritt das Brett hochkant vor sich und markieren Sie sich die Mitte, die mit einem senkrechten Bleistiftstrich gekennzeichnet wird. Der Strich darf deutlich sichtbar sein, da er später zum Bohren der gesägten Streifen benötigt wird. Markieren Sie sich als nächstes die gewünschte Höhe des Baumes auf der Mittellinie. Ein gutes Ergebnis erzielen sie mit einem Breiten-Höhen-Verhältnis von 3:4. Bei einem 30er Leimholzbrett erhalten sie somit eine Höhe von 40 cm.

Mit dem Verbinden der Markierung und der unteren Ecken, ergibt sich bereits die Grundform des selbst gebauten Weihnachtsbaumes. Aufgrund der späteren Sägeschnitte, wird er jedoch noch an Höhe verlieren.

Markieren Sie die Mittellinie
Markieren Sie die Mittellinie
Legen Sie die Höhe fest
Legen Sie die Höhe fest
Die Grundform ist angerissen
Die Grundform ist angerissen

Schritt 2 – Zuschnitt mit Mini-Tauchsäge, Handkreissäge oder Tischkreissäge

Nach dem Anriss des Baumes, kann dieser als Dreieck mit der Tischkreissäge, Handkreissäge oder auch einer Stichsäge ausgesägt werden. Wird das Sägeergebnis nicht ganz exakt, spielt das eine untergeordnete Rolle. Sinnvoll ist es jedoch, bereits jetzt die Schnittkanten zu beschleifen. Werden erst die Streifen gesägt, können die entstehenden kleinen Flächen nur schwer geglättet werden.

Aus einem Dreieck entsteht der Baum
Aus einem Dreieck entsteht der Baum

Um dem Weihnachtsbaum später ein "Volumen" zu geben, muss das ausgesägte Dreieck in mehrere Streifen gesägt werden. Welche Säge Sie hierfür nutzen, bleibt Ihnen überlassen. Je schmaler jedoch das Sägeblatt ist, desto weniger Verlust entsteht in der späteren Gesamthöhe. Vorteilhaft ist daher eine Mini-Tauchsäge mit einem dünnen Sägeblatt. Ebenso praktisch ist es, einen Seitenanschlag zu nutzen, der eine stets gleichbleibende Schnittbreite garantiert. Der Abstand der Schnitte sollte in etwa der ausgewählten Materialstärke (18 mm) entsprechen.

Anschließend können die gesägten Streifen beschliffen werden. Dabei jedoch darauf achten, dass der Mittelanriss weiterhin sichtbar ist.

Tipp: Beginnen Sie beim Schneiden mit der Langen Seite. Schleichen sich Abweichungen ein und werden die Schnitte nach mehreren Streifen schief, ist das an der Spitze später kaum zu sehen.

Sägen mit Mini-Tauchsäge und Anschlag
Sägen mit Mini-Tauchsäge und Anschlag
Der gesamte Baum in Streifen geschnitten
Der gesamte Baum in Streifen geschnitten

Schritt 3 – Bohren der Einzelteile

Das Bohren der Einzelteile sollte vorzugsweise auf einer Tischbohrmaschine oder einem Bohrmaschinenständer erfolgen, da jede Abweichung das spätere Bild bestimmt.

Bohren mit Anschlag auf der Tischbohrmaschine
Bohren mit Anschlag auf der Tischbohrmaschine

Richten Sie sich hierfür einen Anschlag ein, der eine mittige Bohrung der Leisten garantiert. Die seitliche Ausrichtung erfolgt anhand der noch vorhandenen Mittelmarkierung. Beim Bohren müssen die seitlichen schrägen Schnittflächen immer nach unten zeigen. Dieses ist sehr wichtig, um einerseits ein gleichbleibendes Bohrbild zu erzielen, falls der Anschlag nicht exakt ausgerichtet wurde und anderseits auch die Spitze in dieser Position bohren zu können. Der Mittenanriss sollte hierbei zu Ihnen zeigen und wird zur Ausrichtung genutzt. Anriss und Bohrer sollten in einer Flucht liegen. Bohren Sie so – bis auf die Spitze – alle zugesägten Leisten mit einem 8 mm Bohrer. Eine Bohrung von 8,1 oder 8,2 mm erleichtert später das Durchführen der Gewindestange, größer sollte das Spiel jedoch nicht sein.

Nach dem Bohren können nun alle Teile geschliffen werden. Der Mittenanriss wird nicht mehr benötigt.

Schritt 4 – die Spitze benötigt ein Gewinde

Um dem selber gebauten Weihnachtsbaum später Halt zu geben, müssen alle Teile auf eine Gewindestange gefädelt werden, die in der Spitze befestigt wird. Die Befestigung kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen und sicher fällt dem einen oder anderen ein eigene oder bevorzugte Variante ein.

Gewinde in Holz schneiden
Gewinde in Holz schneiden

Die vermutlich einfachste Form wäre, das Bohrloch in der Spitze etwas größer zu gestalten und die Gewindestange mittels Kleber zu befestigen. Etwas aufwändiger ist der Einsatz einer sogenannten Rampa-Muffe oder Einschlagmuffe. Hierfür wird ein Loch von etwa 10 mm gebohrt und eine Gewindemuffe eingedreht beziehungsweise eingeschlagen, die das benötigte M8 Gewinde zur Verfügung stellt. Hierbei sollten Sie jedoch großzügig vorbohren, um ein Platzen der recht kleinen Spitze zu verhindern.

Als dritte Variante ist es ebenso möglich, ein Gewinde in das Holz zu schneiden. Je fester das verwendete Holz ist, desto besser eignet sich diese Variante. Bohren Sie hierfür das benötigte Kernloch von 6,8 mm und drehen anschließend fluchtend den Gewindebohrer ein. Auf Schneidöl kann in diesem Fall natürlich verzichtet werden. Auch wenn das Gewinde sicher nicht so tragfähig, wie in Metall ist, so ist es für diese Anwendung jedoch völlig ausreichend. Vorteilhaft ist es, das Gewinde so tief, wie möglich zu schneiden, ohne dass das Loch an der Spitze sichtbar ist.

Schritt 5 – Gestalten der Grundplatte

Die Gestaltung der Grundfläche kann nach eigenen Vorstellungen erfolgen. Ob rund oder eckig oder als Würfel, hängt von Ihrem Geschmack und den zur Verfügung stehenden Werkzeugen ab. Verwendet werden kann hierfür der Rest des vorhandenen Leimholzes. Auch eine dunklere Holzart kann sehr gut wirken.

Wir haben uns bei unserem Modell für eine etwas dickere und runde Scheibe mit einem Durchmesser von etwa 150 mm entschieden, was optisch sehr gut zum Baum passt. Der Ausschnitt kann mit einer Stichsäge oder falls vorhanden mit einer Oberfräse und einem Fräszirkel erfolgen. Steht eine Oberfräse zur Verfügung, rundet eine Konturfräsung das schlichte Aussehen der Scheibe etwas ab.

Auf dem Frästisch können Kanten verschönert werden
Auf dem Frästisch können Kanten verschönert werden
Senkung zur Aufnahme der Mutter nicht vergessen
Senkung zur Aufnahme der Mutter nicht vergessen

Wichtig ist eine mittige Bohrung von 8 mm, die zusätzlich mit einem Forstnerbohrer auf einen Durchmesser von etwa 16 mm und einer Tiefe von mindestens 10 mm gesenkt wird. Die Senkung dient der Aufnahme einer Unterlegscheibe und einer Mutter mit einem M8 Gewinde. Der Durchmesser von 16 mm bezieht sich auf eine handelsübliche 13er Stecknuss, mit der die Mutter angezogen werden kann. Viel Kraft wird hierbei jedoch nicht benötigt, sodass die Mutter auch problemlos mit den Fingern gehalten werden kann.

Schritt 6 – Anpassen der Gewindestange

Im letzten Schritt kann der Weihnachtsbaum zusammengebaut und muss die Gewindestange entsprechend angepasst werden.

Die überstehende Gewindestange muss gekürzt werden
Die überstehende Gewindestange muss gekürzt werden

Drehen Sie hierfür die Gewindestange als erstes in das Gewinde der Baumspitze und ziehen sie es leicht an. Etwas Kleber kann einen dauerhaften Halt unterstützen. Anschließend werden alle Baumteile der Größe nach auf die Gewindestange aufgefädelt. Für ein späteres leichteres Verdrehen kann zwischen allen Teilen eine Unterlegscheibe gesetzt werden. Das verleiht dem Baum ein etwas schlankeres Aussehen und alle Teile lassen sich auch bei einem nicht so exakten Zuschnitt leicht drehen. Im Anschluss erfolgt das Aufsetzen des Standfußes und das Befestigen mittels Gewindemutter. Wurde das Loch tief genug gesenkt, kann sogar eine selbst sichernde Mutter eingesetzt werden. Ziehen Sie die Mutter nur so fest, dass sich alle Teile des Baumes noch leicht drehen lassen.

Damit ist die benötigte Länge der Gewindestange festgelegt, kann markiert und passend zugeschnitten werden. Verwenden Sie hierzu eine Metallsäge, einen Winkelschleifer oder ähnliches Hilfsmittel. Entfernen Sie die Gewindestange jedoch aus dem Holz oder nehmen Sie die unteren Holzleisten ab, um diese nicht zu beschädigen.

Die Gewindestange vorsichtig Kürzen
Die Gewindestange vorsichtig Kürzen
Mit einer tiefen Senkung steht nichts über
Mit einer tiefen Senkung steht nichts über

Um den beim Trennen entstehenden Grat leicht zu entfernen, kann vorher eine Mutter auf die Gewindestange gedreht werden, die nach dem Trennen beim Abdrehen den Grat nach außen schiebt. Eine selbst sichernde Mutter sollte hierfür jedoch nicht verwendet werden. Die entstehende Wärme und der Grat würden den Kunststoffring beschädigen. Abschließend kann der Baum wieder verschraubt und aufgestellt werden. Wie Sie die Leisten anordnen, bleibt Ihnen überlassen – ungleichmäßig für ein natürliches Aussehen oder als Treppe für eine moderne Optik.


Wir wünschen ein frohes Fest.

Weihnachtsbaum selber bauen
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