Christbaumständer Vergleich 2019

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Kaufberatung zum Christbaumständer Test bzw. Vergleich 2019

  • Christbaumständer sorgen dafür, dass unsere Weihnachtsbäume die Festtage sicher und standfest im heimischen Wohnzimmer überstehen. Viele Ständer besitzen einen Wassertank, der den Baum auch im beheizten Zimmer möglichst lange frisch hält.
  • Man unterscheidet Tannenbaumständer insbesondere anhand ihrer technischen Funktionsweise. In puncto Sicherheit und Handhabung haben Christbaumständer mit Seilspanntechnik die Nase vorn und dominieren den deutschen Markt.
  • Einige Menschen bevorzugen aus nostalgischen Gründen besondere Christbaumständer, die aus speziellen Materialen gefertigt sind und in der heutigen Zeit zu Sammlerstücken gehören, wie beispielsweise rotierende Weihnachtsbaumständer mit Spieluhr.

christbaumständer test

Alle Jahre wieder nimmt er pünktlich zu den Feiertagen seinen Platz in unseren Wohnzimmern ein: der Weihnachtsbaum auf der Christbaumdecke. Dabei soll er bei den Deutschen vor allem eins sein: aus echten Zweigen und Nadeln. Im Jahr 2016 gaben stolze 62 % in einer Umfrage der PoSpulse an, einen echten Christbaum kaufen zu wollen. Doch damit ist es nicht getan. Um möglichst lange Freude an der Tanne oder Fichte zu haben und gleichzeitig noch für die nötige Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu sorgen, braucht es einen geeigneten Baumständer.

Wir haben in unserem Christbaumständer-Vergleich 2019 beliebte Modelle von unterschiedlichen Herstellern für Sie miteinander verglichen und verraten Ihnen, worauf es beim Kauf des besten Christbaumständers unbedingt ankommt. Wir wünschen frohe Weihnachten!

1. Weihnachtsbaumständer haben eine lange Tradition

Antike Christbaumständer

Antike Baumständer erfreuen sich besonders bei Sammlern großer Beliebtheit. So gibt es z.B. Christbaumständer mit Musik, die sich zu Liedern wie ″Stille Nacht, Heilige Nacht″ langsam um die eigene Achse drehen. Solche Christbaumständer mit Spieluhr wurden erstmals 1873 von der Firma Eckhardt in der Nähe von Stuttgart produziert. Heute werden diese raren Sammlerstücke für z.T. über tausend Euro im Internet verkauft.

Spezielle Ständer für den Weihnachtsbaum gibt es schon seit langer Zeit. So finden sich bereits im frühen 17. Jahrhundert erste Hinweise auf hölzerne Christbaumständer, mit denen der alljährlich geschmückte Tannenbaum an Ort und Stelle gehalten wurde. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden dann schwere Ständer aus Gusseisen gefertigt, die man heute noch als Bestandteil traditioneller Weihnachtsdekoration kennt.

Diese aus einem Stück gegossene Variante war lange Zeit die vorherrschende Art von Christbaumständern in deutschen Wohnzimmern. Die Modelle besitzen in der Mitte eine Vertiefung, in die der Stamm des Tannenbaums positioniert und mit Schrauben fixiert wird.

christbaum schmuecken
Das Schmücken des Christbaums an den Weihnachtstagen: Bei vielen kommt hier erst so richtig Weihnachtsstimmung auf.

Dies änderte sich schlagartig im Jahr 1990, als der bayrische Landwirt Klaus Krinner den ersten Weihnachtsbaumständer mit der sogenannten ″Einseilspanntechnik″ auf den Markt brachte. Krinner selbst kam während des mühsamen Aufstellens seines eigenen Christbaums auf die revolutionäre Idee, den Tannenbaum anstatt mit Schrauben mit nur einem einzigen Drahtseil ringsherum in Position zu zurren. Dies ging nicht nur wesentlich schneller, sondern sorgte zudem noch dafür, dass der Weihnachtsbaum sicherer im Ständer stand.

Seit dieser Erfindung dominiert der Christbaumständer mit Einseilspanntechnik den Markt. So wird heute vom Unternehmen Krinner geschätzt, dass 99 % aller Weihnachtsbäume in deutschen Wohnzimmern mit dieser Technik operieren. Doch auch, wenn diese Schätzung etwas hoch gegriffen sein sollte, haben Weihnachtsbaumständer mit der Seilspanntechnik erhebliche Vorteile gegenüber den traditionellen Ständern mit Schrauben:

  • sicherer im Stand
  • kann von nur einer Person aufgestellt werden
  • müheloser und schneller Aufbau
  • größerer Spielraum bei der Stammdicke
  • leichteres Gewicht
  • meist aus Kunststoff hergestellt
  • weniger schöne Optik

2. Unterschiedliche Typen von Christbaumständern

Doch nicht nur zwischen den traditionellen, gusseisernen und den modernen Christbaumständern gibt es wesentliche Unterschiede. Im Folgenden möchten wir Ihnen die gängigsten Typen von Weihnachtsbaumständern vorstellen:

Ständertechnik Beschreibung
Schraubtechnikschraubtechnik gusseisen Hier wird der Stamm des Christbaums in die mittige Öffnung gestellt. Anschließend wird dieser mit drei bis vier Flügelschrauben (je nach Modell) fixiert. Dabei werden die Schrauben nacheinander seitlich in den Stamm gebohrt.

 

schöne Optik

gute Haltbarkeit

hohes Gewicht des Ständers

mind. zwei Personen für den Aufbau nötig

komplizierter Aufbau – viel Nachjustieren nötig

 für sehr dicke Stämme ungeeignet

Klemmtechnikbaumstaender klemmtechnik Bei dieser Technik werden die Klemmen mittels eines Fußhebels auseinander gedrückt. Anschließend wird der Baum senkrecht im Ständer auf einem Dorn positioniert. Danach werden die Klemmen mit dem Hebel festgestellt, sodass der Baum fixiert wird. Um den Christbaumständer zu öffnen, wird der Hebel erneut betätigt.

 

relativ leichter und schneller Aufbau

kann von einer Person alleine aufgestellt werden

leichteres Gewicht

kein besonders sicherer Stand (nur punktuell gesichert)

Nachjustieren umständlicher – Christbaumständer muss jedes Mal ganz geöffnet werden

Seilzug-Technikseilzugtechnik krinner Diese Technik funktioniert ähnlich wie die Klemmtechnik mittels eines Fußhebels. Hier gibt es jedoch zusätzlich noch ein durch Halterungen fixiertes Drahtseil, welches dem Baum zusätzlich zum punktuellen Halt umschließt und ihm somit mehr Halt verleiht.

 

relativ leichter und schneller Aufbau

kann von einer Person alleine aufgestellt werden

besonders sicherer Stand

leichteres Gewicht

Stufenmechanismus sorgt für Sicherheit beim Öffnen

Nachjustieren umständlicher

3. Unsere Kaufberatung: Darauf sollten Sie achten

Jede Kategorie von Christbaumständer hat ihre ganz individuellen Vor- und Nachteile. Welcher Weihnachtsbaumständer sich jedoch für Ihre vier Wände am besten eignet, hängt von mehreren Faktoren und Ihren ganz individuellen Ansprüchen an das Produkt ab. Hierbei gibt es jedoch einige Kriterien, auf die Sie beim Kauf besonders achten sollten.

3.1. Das richtige Material

weihnachtsbaumstaender fuer draussen
Weihnachtsbaumständer für Draußen: Nicht jeder Tannenbaumhalter oder Tannenbaumfuß eignet sich für den Garten oder für die Terrasse.

Christbaumständer sind in vielen Material-Ausführungen zu erwerben. Besonders die bereits erwähnten Baumständer aus Gusseisen oder Schmiedeeisen haben meist einen traditionellen Charme und sind häufig optisch aufwendig gestaltet. Diese haben jedoch den Nachteil, dass Sie besonders schwer sind. Dadurch lassen sie sich nach der Weihnachtszeit sowohl schlechter verstauen als auch schlechter transportieren.

Christbaumständer aus Holz sind ebenfalls beliebt. Sie eignen sich allerdings nicht für Christbäume, die im Garten oder auf der Terrasse aufgestellt sind und dort einem möglichen Regenguss ausgeliefert sind. Für Outdoor-Weihnachtsbäume sollten Sie lieber auf Christbaumständer aus Metall, Keramik, Messing oder Stahl zurückgreifen.

3.2. Die Baumgröße

Chaos an Weihnachten: Gerade beim Weihnachtsbaumständer für sehr große Bäume sollten Sie auf die geeignete Ständergröße achten, um die Standsicherheit zu garantieren.
Gerade beim Kauf eines Weihnachtsbaumständers für sehr große Bäume sollten Sie auf einen ausreichend großen Ständer achten, um ein Umfallen des Baumes zu verhindern.

Sie sollten ebenfalls darauf achten, dass der Ständer für den Weihnachtsbaum die richtige Größe besitzt, damit er Ihrem Baum die optimale Standsicherheit bieten kann. Dabei sollten Sie weder die Baumhöhe noch das Gewicht eines Christbaums unterschätzen. So kann eine Nordmanntanne mit einer Höhe von 2 Metern durchaus um die 10 – 12 kg schwer sein. Je größer und schwerer der Christbaum ist, desto größer und stabiler sollte daher auch der Ständer sein. Auch sind runde Baumständer in der Regel standsicherer als beispielsweise solche mit einer dreieckigen Form.

Insbesondere bei der Wahl eines Christbaumständers für große Bäume bis 6 Meter sollten Sie daher auf jeden Fall genau auf die Herstellerangaben bzgl. Maximalgröße und Gewicht des Baumes achten. Im Zweifelsfall gilt: Es ist besser, der Christbaumständer ist etwas zu groß als zu klein.

Bei einem Ständer mit Schraubtechnik sollten Unebenheiten und kleine Äste am Ende des Stammes vom Weihnachtsbaumverkäufer weggefräst werden, damit der Stamm in den Ständer passt. Eventuell kann es sogar sinnvoll sein, den Ständer zum Kauf mitzunehmen und den Stamm direkt vor Ort für diesen anpassen zu lassen. Nachteil ist, dass Bäume über die Rinde Wasser aufnehmen und dies bei einem gefrästen Stamm nur noch schlecht möglich ist.

3.3. Der Wassertank für Frische

Damit der Christbaum möglichst lange frisch bleibt und nicht vorschnell anfängt zu nadeln, sollte er stets mit Wasser versorgt sein. Dafür gibt es Christbaumständer mit Wasserbehälter, in die Sie nach dem Aufstellen Wasser füllen können. Besonders praktisch ist es, wenn der Ständer auch über eine Wasserstandanzeige verfügt. So wissen Sie jederzeit, wie viel Wasser der Baum noch zur Verfügung hat und wann es Zeit ist, Wasser nachzufüllen.

Tipp: Um noch längere Frische zu garantieren, empfehlen wir Ihnen, den Baum jeden Tag mit etwas Wasser zu besprühen!

4. Christbaumständer im Test: Diese Modelle haben die Nase vorn

Do it Yourselfweihnachtsbaum

Sie möchten einen Weihnachtsbaumständer selber machen? Kein Problem! Mit ein wenig Geschick, der richtigen Anleitung und den passenden Materialien können Sie einen Christbaumständer auch selber bauen. Als Anregung finden Sie hier eine einfache Anleitung.

Die Stiftung Warentest hat bereits zweimal Weihnachtsbaumständer getestet. Im Christbaumständer-Test in der Ausgabe 12/2003 lagen sowohl ein Modell mit Schraubtechnik als auch ein Modell mit Seilspanntechnik mit der jeweiligen Testnote von 2,1 vorne. Christbaum-Testsieger wurden hier ein schmiedeeisener Ständer der Marke Heibi und ein Weihnachtsbaumständer aus Holz von Krinner. Beide Modelle waren hierbei nicht ganz billig – der Ständer von Heibi lag bei 68 € und der Krinner-Ständer bei 50 €.

Im Test 11/2005 wurden nur noch Weihnachtsbaumständer im Test untersucht, die mit Seilspanntechnik bedient wurden. Auch hier wurde ein Modell der Marke Heibi Testsieger. Jedoch schnitten auch die wesentlich günstigeren Produkte nicht schlecht ab. Schlusslicht wurde ein Christbaumständer für 14 €, der aber immerhin noch die Note 3,0 bekam.

In einem jüngeren Test des Norddeutschen Rundfunks aus dem Jahr 2016 lagen sogar Modelle vom Discounter vorne. So schnitt besonders ein Christbaumständer von Aldi für 14,99 € sehr gut ab, der mit einem Obi-Christbaumständer identisch war und dabei allerdings rund 10 € weniger kostete. Dies zeigt: Ob Weihnachtsbaumständer von Lidl oder Weihnachtsbaumständer von Aldi – die Produkte vom Discounter sind nicht zwangsläufig schlechter als teure Premium-Produkte.

 

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