Kaufberatung zum Hunde-Nassfutter Test bzw. Vergleich 2019

  • Hunde-Nassfutter zeichnet sich vor allem durch einen hohen Anteil an tierischem Eiweiß aus. Es besteht überwiegend aus Fleisch, tierischen Nebenprodukten, Gemüse und wichtigen Mineralstoffen.
  • Nassfutter weist im Vergleich zu Trockenfutter einen hohen Feuchtigkeitsanteil – bis zu 70 % – auf. Da es weniger hoch konzentriert ist, benötigt man bei der Fütterung größere Mengen als bei seinem trockenen Pendant.
  • Ein gutes Hunde-Nassfutter sollte frei von Konservierungsstoffen und anderen chemischen Zusätzen sein. Auch auf Zuckerzusätze und Getreidebestandteile sollte – vor allem bei empfindlichen Hunden – verzichtet werden.

Hundefutter Schüssel

Laut einer Studie der VuMA Touchpoints aus dem Jahr 2016, gibt es in Deutschland rund 7,9 Millionen Menschen, die in ihren vier Wänden mit einem Hund zusammenleben.

Obwohl oder gerade weil demnach fast jeder zehnte Deutsche Hundebesitzer ist, wird das Thema gesundes Hundefutter noch immer heiß diskutiert. Hinsichtlich Zusammensetzung und der Frage, was gut für den eigenen Vierbeiner ist, scheiden sich die Geister.

Grund genug, das Thema Hunde-Nassfutter einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Welches Nassfutter ist das beste für Ihren Hund? Sollten Sie Ihrem Liebling auch frisch Gekochtes anbieten? In unserem Hunde-Nassfutter-Vergleich 2019 zeigen wir Ihnen, was es mit dem Thema auf sich hat und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Darüber hinaus stellen wir Ihnen die beliebtesten Produkte auf dem Markt sowie unseren Hunde-Nassfutter-Vergleichssieger vor.

Falls Sie sich darüber hinaus für weitere Hunde-Produkte interessieren, besuchen Sie auch unsere anderen Vergleiche:

1. Hunde-Nassfutter: Auf die Inhaltsstoffe kommt es an

Hundefutter aus der Dose ist für die Fütterung Ihres Vierbeiners besonders praktisch: Es ist länger haltbar als frisch Gekochtes, praktisch in der Fütterung und schmeckt den meisten Hunden. Um Ihrem Hund eine ausgewogene Ernährung zu bieten, sollten Sie dabei immer auf gute Inhaltsstoffe achten.

Im Folgenden erklären wir Ihnen anhand einer Übersicht, welche Inhaltsstoffe Nassfutter enthalten und von welchen Sie lieber die Finger lassen sollten:

Hochwertige InhaltsstoffeDaumen hoch Minderwertige InhaltsstoffeDaumen runter
HundenapfFleisch

Hundenapftierische Nebenerzeugnisse (Innereien etc.)

HundenapfGemüse

HundenapfÖle und Fette

Hundenapf

      Mineralstoffe

Hundenapf

    Wasser oder Brühe
HundenapfGetreide

Hundenapf

      Konservierungsstoffe

Hundenapf

      Farb- und Geschmacksverstärker

Hundenapf

    Zuckerzusätze

Achtung: Da die Hersteller bei der Zusammenstellung auch gern mal tricksen, ist bei der Futterauswahl Vorsicht geboten. Anstatt hochwertiger Innereien (z.B. Herz oder Lunge) sind oftmals auch “Tierabfälle” (z.B. Hufe, Hörner) enthalten. Daher sollten Sie darauf achten, dass alle Bestandteile sorgfältig aufgelistet sind.

2. Große Auswahl bei Geschmack und Verwendung: Verschiedene Hunde-Nassfutter-Typen:

Nassfutter für den Hund kann in unterschiedliche Kategorien zusammengefasst werden: So kann man das Futter einerseits nach dem Geschmack und andererseits hinsichtlich des Verwendungszwecks unterteilen.

Geschmack

Bei Geschmacksrichtungen wird zwischen Geflügel (z.B. Huhn, Pute), Fisch (z.B. Lachs, Kabeljau) und Säugetier (z.B. Rind, Lamm) unterschieden. Feuchtfutter mit einem hohen Fischanteil ist dabei allerdings sehr selten.

Alles Geschmackssache: Auch Hunde haben bei der Auswahl ihres Futters gewisse Vorlieben. Mit der Zeit bekommen Sie ein Gespür dafür, was Ihr Vierbeiner bevorzugt und auf welchen Geschmack er lieber verzichtet.

Hinsichtlich des Verwendungszwecks kann ebenso zwischen verschiedenen Kategorien (Arten) unterschieden werden. Diese haben wir im Folgenden einmal aufgelistet:

  • Welpenfutter
    Je nach Verwendungszweck sollte das Futter an den eigenen Vierbeiner angepasst werden.

    Welpenfutter…ist ein spezielles Futter für die Wachstumsphase.

  • Futter für sensible Hunde…ist besonders verträglich und reizt den Magen-Darm-Trakt weniger.
  • Diätfutter…hilft übergewichtigen Hunden beim Abnehmen.
  • Hypoallergenes Futter…eignet sich speziell für Hunde mit Allergien.
  • Futter für Erkrankungen…hilft Hunden mit einer bestehenden Magen-Darm-Erkrankung.

3. Kaufberatung: Darauf sollten Sie achten

3.1. Das Alter macht’s

Bis wann gilt der Begriff Welpe?

Zwar gibt es keinen “Tag X”, an dem ihr Hund plötzlich nicht mehr als Welpe gilt, dennoch gibt es einen grundsätzlichen Richtwert, wie lange die Welpenzeit dauert.

So geht man davon aus, dass ein Hund ungefähr bis zur 16.–18. Lebenswoche als Welpe bezeichnet werden kann. Natürlich hängt die Entwicklung immer auch vom Individuum selbst ab.

Je nach Alter variiert der Energiehaushalt der Hunde. Während ältere Hunde – Senioren – eher gemütlich auf der Couch liegen und viel schlafen, toben Welpen gern und sind besonders agil.

Begriffe wie Adult, Senior oder Welpenfutter, die sich oftmals auf Hundenahrung finden lassen, geben eine Orientierung, welches Futter für welchen Hund geeignet ist. Zwar können Sie sich an diese Vorgaben halten, ein Muss ist dies aber definitiv nicht.

Denn auch bei diesem Thema scheiden sich die Meinungen der Hundebesitzer: Hat speziell auf das Alter abgestimmtes Hundefutter einen Effekt auf die Gesundheit der Tiere oder ist es eine reine Werbestrategie?

3.2. Von Klein bis Groß

Neben dem Alter spielen sowohl die Größen der Hunde als auch die Futterrationen eine wichtige Rolle.

Dosenfutter
Die Dosengröße sollte – wenn möglich – vom Bedarf des Hundes abhängig gemacht werden.

Die Dosengröße variiert bei Hundefutter zwischen 100 und 800 Gramm. Hierbei muss beachtet werden, dass das Futter nach dem Öffnen – Hunde-Nassfutter ist üblicherweise in Dosen erhältlich – nur einige Tage haltbar ist. Je nach Größe des Hundes sollte hier also eine Dose gewählt werden, die im Optimalfall noch am selben Tag aufgebraucht werden kann.

Auch der Energieverbrauch – und somit die Rasse – des Hundes ist entscheidend. So hat beispielsweise eine ruhige Rasse wie der Mops weniger Bedarf an Hundefutter als eine aktive und sehr agile Rasse wie der Australian Shepherd.

3.3. Der Blick auf die Inhaltsstoffe

Um Ihren persönlichen Hunde-Nassfutter-Testsieger zu finden, sollten Sie zu guter Letzt einen Blick auf die Inhaltsstoffe des Hunde-Nassfutters werfen. Dafür können Sie sich an Folgendes halten:

  • Kohlenhydrate…sind ein wichtiger Bestandteil des Hundefutters und sollten am besten in Form von Reis und/oder Kartoffeln beigefügt sein.
  • Fette…sollten tierischer Natur sein und nicht aus pflanzlichen Quellen kommen.
  • Öle…sind als Fisch- oder Leinöl zu bevorzugen.
  • Mineralstoffe und Vitamine…sollten von natürlich enthalten und nicht künstlich hinzugefügt worden sein.
  • Gemüse und Kräuter…stellen gesunde Zusätze in der Tiernahrung dar.
  • Zucker…sollte, wenn möglich, vermieden werden.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Nassfutter

Hunde-Nassfutter Test

4.1. Welche Marke sollte ich kaufen?

Sei es in der Drogerie oder in einem speziellen Tierfachhandel: Auf dem Markt für Tiernahrung und Hundefutter tummeln sich etliche Hersteller und Marken. Wie in den Inhaltsstoffen unterscheiden sich die Produkte auch in den Preisen. Wir haben die gängigsten Marken einmal für Sie zusammengestellt:

  • Royal Canin
  • Wolfsblut
  • Belcando
  • Hills
  • Rinti
  • Pedigree
  • Hill’s
  • Josera
  • Marengo
  • Dehner
  • Animonda

4.2. Gibt es Nassfutter für Hunde, das frei von tierischen Inhaltsstoffen ist?

Veganes Hundefutter
Alternative zu fleischhaltigen Produkten: Veganes Hundefutter.

Gerade in der heutigen Zeit ernähren sich immer mehr Menschen vegetarisch oder vegan. Wer mit seiner Einstellung zu Tieren sogar noch über das menschliche Maß hinausgehen will, für den bietet die Industrie mittlerweile auch einige tierfreie Produkte für Hunde an.

Auch hier gibt es unterschiedliche Meinungen bezüglich des Nutzens und der Sinnhaftigkeit dieser Hundeernährung.

Da bisher allerdings noch keine Langzeitstudien bezüglich des Themas existieren, möchten wir in unserem Nassfutter-Vergleich für Hunde keine Empfehlung für oder gegen vegetarisches oder veganes Hundefutter aussprechen.

Wichtig: Wenn Sie die Überlegung haben, Ihren Hund vegetarisch oder vegan ernähren zu wollen, empfehlen wir Ihnen, dies vorher mit einem Tierarzt abzuklären. Dieser kann Ihnen eine individuelle Empfehlung für Ihren Vierbeiner geben.

4.3. Sollte ich getreidefreies Futter kaufen?

Getreide
Sollte – wenn möglich – vermieden werden: Getreide in Hundefutter.

Wie auch in vielen anderen Punkten der Hundeernährung, existieren in puncto getreidefreies Hundefutter unterschiedliche Ansichten.

Grundsätzlich hat sich gezeigt, dass ein zu hoher Anteil an Getreide negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Hundes haben kann. So kann getreidehaltiges Hundefutter Allergien auslösen oder auch Gelenkprobleme wie Arthrose fördern.

Auf zu viel Getreide im Hunde-Nassfutter sollte also am besten verzichtet werden.

4.4. Hat die Stiftung Warentest bereits einen Hunde-Nassfutter-Test durchgeführt?

Die Stiftung Warentest hat bereits im 02/2015 einen Test zu Hunde-Nassfutter durchgeführt. Hierbei stellte sich heraus, dass jedem zweiten Feuchtfutter die Nährstoffe fehlen – ein ernüchterndes Ergebnis.

Immerhin acht der getesteten Produkte schnitten mit “sehr gut” ab. Dazu gehören beispielsweise die Marken Pedigree, Hill’s und Cesar. Hier zeigte sich eine ausgewogene Nährstoffdichte.