Die Norm für wasserhaltige Wand- und Deckenfarben im Innenbereich wurde im Zuge der Harmonisierung des europäischen Marktes vollständig überarbeitet.
Die neue Norm DIN EN 13 300 ersetzt die DIN 53 778, welche die Qualität für Kunststoffdispersionen nach den Kriterien "Helligkeit" (Weißgrad), "Kontrastverhältnis" (Deckvermögen), "Wasch- und Scheuerbeständigkeit" sowie "Glanzgrad" beurteilte.
Die DIN EN 13 300 nutzt zur Klassifizierung der Produkte unterschiedliche Bewertungskriterien.
Während "Nassabriebbeständigkeit" und "Kontrastverhältnis" (Deckvermögen) die technische Qualität definieren, beschreiben "Glanz" und "Maximale Körnung" das Oberflächenbild.
Die "Nassabriebbeständigkeit" beschreibt die Widerstandsfähigkeit einer Wand- und Deckenfarbe gegen mechanischen Abrieb, z. B. bei der Reinigung der Oberfläche. Sie ist in fünf Klassen unterteilt. Die Klasse 1 beschreibt dabei die höchste, die Klasse 5 die niedrigste Qualitätsstufe. Diese Qualitätskriterien treten an die Stelle der bisherigen Unterscheidung in Waschbeständigkeit und Scheuerbeständigkeit.
Das "Kontrastverhältnis" beschreibt das Deckvermögen der Beschichtung und ist in vier Klassen unterteilt. Analog zur Nassabriebbeständigkeit beschreibt die Klasse 1 das höchste, die Klasse 4 das niedrigste Deckvermögen.