Kaufberatung zum Beamer Test bzw. Vergleich 2019

  • Je nach Verwendungszweck unterscheidet man verschiedene Beamer-Typen: Der LCD-Beamer mit hoher Farbintensität wird vor allem im Büro- und Präsentationsbereich eingesetzt. Der DLP-Beamer ist der beliebteste Beamer für das Heimkino und der LED-Beamer ist vor allem für den mobilen Einsatz gedacht.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Beamer kaufen: Schnell im Vorbeigehen gekaufte Beamer sind im Tageslicht oftmals zu dunkel oder die Bildqualität des Beamers ist zu pixelig für Filme auf der XL-Leinwand.
  • Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal beim Beamer ist das Lumen, eine Angabe für den Lichtstrom. Die Modelle der Beamer-Tests 2019 bzw. die Beamer-Laser verfügen über eine Helligkeit zwischen 1000 und 4500 Lumen. Große Geräte können dank des Beamer-Lasers bis zu 30.000 Lumen aufweisen.

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Unter einem Beamer versteht man einen Videoprojektor, das englische Wort “beam” steht in diesem Fall für projizieren. Man verbindet den Beamer mit einem externen Gerät wie einem Computer, einem DVD-Player oder einer Spielekonsole und projiziert den Film, das Game oder etwas anderes vergrößert auf eine Leinwand bzw. Zimmerwand.

Auch einen Diaprojektor kann der Beamer ersetzen, da er nicht nur bewegte, sondern auch statische Bilder oder Präsentationen darstellen kann. Überwiegend wird ein Beamer dennoch fürs Heimkino genutzt.

In der Regel funktioniert die Übertragung von externen Geräten zum Beamer mittels Kabel, inzwischen gibt es auch einige Beamer für die kabellose Übermittlung. Die Funktionsweise eines Beamers kann man sich so vorstellen: Indem durch eine farbige Fläche das Licht eines Leuchtmittels gelenkt wird, entsteht ein Bild, welches durch eine Linse vergrößert und vom Beamer auf die Leinwand projiziert wird.

Im großen Beamer-Vergleich auf Heimwerker.de erfahren Sie in den folgenden Kategorien noch mehr über die Funktionsweise der einzelnen Beamertypen. Außerdem stellen wir Ihnen das notwendige Zubehör für Beamer vor und beantworten im Zuge der Kaufberatung wichtige Fragen zum Thema.

1. Übersicht und Funktionsweise der gängigen Beamertypen

1.1. Der LCD-Beamer – Pendant zum Diaprojektor

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Mit einem Beamer können Sie zuhause Filme im Großformat schauen oder im Büro Präsentationen halten.

Das Akronym LCD steht für liquid crystal display und die Funktionsweise ist wie beim Diaprojektor. Statt der eingelegten Dias hat der Projektor das besagte LCD-Display, welches ein- oder mehrlagig sein kann. Bei der mehrlagigen Ausführung wird das Bild aus Primärfarben zusammengestellt, bei der einlagigen Version wird es gleich in den gemischten Farben erstellt.

Letztere Technik führt öfters zu einem gröberen Bildeindruck, Pixel werden sichtbar wie ein Fliegengitter. Bei Beamern mit HD-Technologie wurde dieser Effekt bereinigt. HD-Beamer sind allerdings höherpreisiger als der vergleichsweise günstige LCD-Beamer. Der LCD-Beamer wird vor allem für Vorträge und Präsentationen gerne eingesetzt.

Eine weiterentwickelte Version ist der 3LCD-Beamer, bei dem mithilfe von dichroitischen Spiegeln weißes Licht in die Farben Rot, Grün und Blau zerlegt wird. Diese Technik führt zu lebendigeren und natürlicheren Farben sowie zu höherer Lichtleistung.

1.2. Der DLP-Beamer – beliebt für Heimkino und Gamer

DLP bedeutet digital light processing, hier werden zur Lichtreflexion kleinste Spiegel verwendet. Die Farbe entsteht durch ein schnell rotierendes Farbrad, das menschliche Auge sorgt dafür, dass diese Abfolge korrekt zusammengesetzt wird. Bei rund 3 % der Bevölkerung funktioniert dieser Vorgang im Auge nicht korrekt, was zum Sehen von einem Regenbogeneffekt führt.

1.3. Der LED-Beamer – wirtschaftlich und umweltfreundlich

Beamer auf Probe

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Beamer das Richtige ist, sollten Sie das Gerät vor dem Kauf mieten. Die Anschaffung von Beamer, Leinwand und Soundsystem sollte wohlüberlegt sein. Im Internet finden Sie nähere Informationen zum Beamer-Verleih.

Von der Funktionsweise unterscheidet sich der LED-Beamer vom normalen Beamer nur durch seine Lichtquelle: Er hat Leuchtdioden statt einer Glühbirne eingesetzt. Das Licht wird entweder ebenfalls von Minispiegeln reflektiert oder durch ein LCD-Display geschickt.

Fortgeschrittene Beamer verfügen über die sogenannte LCoS (liquid crystal on silicon)-Technologie, hier werden reflektierende Flüssigkristalle eingesetzt, was zur Erzeugung eines besonders glatten, scharfen Bildes führt.

2. Wichtiges Kaufkriterium: hoher Lichtstrom für gute Projektionsausleuchtung

Je heller der Projektor, desto höher ist der Wert des Lichtstroms, welcher in Lumen angegeben wird. Welche Lumenanzahl beim Beamer benötigt wird, hängt maßgeblich davon ab, welche Helligkeit in dem Raum vorherrscht, in dem er benutzt wird. Beim Heimkino zuhause bedeutet das meistens ein Minimum an Umgebungslicht, was beim Beamer rund 1500 Lumen erforderlich macht.

Für das Bedienen in dunklen Räumen ist eine Fernbedienung mit leuchtenden Tasten optimal, dann gibt es keine Störung durch Licht, wenn der Beamer bedient werden muss.

Für das Präsentieren in großen Konferenzräumen sollten es ab 2500 Lumen sein, denn je größer der Raum ist, desto mehr Lumen sind für eine gute Projektion erforderlich.

Der Lichtstrom kann nur dann seinen Effekt optimal entfalten, wenn der Beamer auch in Bezug auf Farbmischung und Kontrast entsprechend gut eingestellt ist.

Hinweis: Achten Sie auf die vom Hersteller angegebene Lebensdauer der Lampen, denn nach Erreichen dieser nimmt die Helligkeit des Beamers um bis zu 50 % ab. Je öfter und länger der Beamer genutzt wird, desto schneller wird das Ende der Lebensdauer erreicht.

3. Weitere wichtige Kaufkriterien: von Kontrast und Geräuschentwicklung

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Ein entscheidendes Qualitätsmerkmal beim Beamer ist das Lumen, eine Angabe für den Lichtstrom.

Um Ihren persönlichen Beamer-Testsieger bzw. den besten Beamer zu finden, spielen auch noch andere Kriterien eine gewichtige Rolle. Auf Heimwerker.de fassen wir zusammen:

  • Bildgröße und Auflösung
  • Kontraste
  • Keystone-Korrektur
  • Geräuschentwicklung
  • Anschlüsse
  • Bildbewegung
  • Gewicht

Die Höhe der Auflösung wird in Pixel angegeben – je höher diese Anzahl ist, desto schärfer und detailreicher wird das Bild. Je höher die Auflösung ist, desto weiter weg kann man den Beamer von der Leinwand entfernt aufstellen.

Der Kontrast ist die Differenz zwischen Licht und Dunkelheit auf dem Bildschirm, ausgedrückt durch ein Zahlenverhältnis. Weniger als 5000:1 sollte der Beamer nicht haben, das bedeutet, dass der hellste Wert 5000 mal so hoch ist wie der dunkelste. Zu hohe Kontrastwerte sind aber unnötig, da sie vom Auge nicht mehr wahrgenommen werden.

Wenn der Beamer nicht richtig zentriert ist, kann das Bild zu eng oder zu breit erscheinen. Dagegen hilft die Keystone-Korrektur, welche sich allerdings auch auf die Bildqualität auswirkt. Um das zu umgehen, können Sie einen Beamer mit Lens Shift wählen. Dieser korrigiert das Bild, ohne Einfluss auf dessen Qualität zu nehmen.

DLP- und LCD-Beamer sorgen aufgrund der Lampen für große Wärmeentwicklung. Deshalb haben die Beamer einen Lüfter zur Kühlung eingebaut. In einem großen Raum ist das Geräusch kaum wahrnehmbar, aber zu Hause kann es durchaus störend sein. Deshalb sollte die Lautstärke des Beamers unter 30 dB liegen.

Ein VGA-Anschluss ist bei fast allen Beamern vorhanden. Wenn Sie ihn für Filme und Videogames verwenden, braucht der Beamer auch einen HDMI-Anschluss. Auch ein USB-Anschluss ist nicht verkehrt, vor allem dann nicht, wenn der Beamer für Präsentationen und Vorträge verwendet wird.

Wenn Sie planen, Sportübertragungen mit dem Beamer zu verfolgen oder Videospiele zu spielen, muss darauf geachtet werden, dass schnelle Bewegungen gut verarbeitet werden. In aktuellen Beamer-Tests haben besonders Beamer von Epson auf diesem Gebiet besonders gut abgeschnitten.

Das Gewicht spielt eine Rolle, wenn der Beamer viel transportiert wird. Grundsätzlich gilt: Je leichter ein Beamer ist, desto teurer ist er auch. Für Reisen und häufiges Aufbauen eignet sich ein Mini-Beamer, welcher in jedem Handgepäck Platz findet. Ein solcher Mini-Beamer kann sogar an ein Smartphone angeschlossen werden.

4. Beamer-Tests: Beamer von Epson und BenQ schneiden überdurchschnittlich gut ab

In aktuellen Videoprojektor-Tests hat sich der LCD-Beamer von Epson als Vergleichssieger herausgestellt, während der Preis-Leistungs-Sieg an einen DLP-Beamer von BenQ geht. Auch die Geräte der Hersteller Acer, Optoma und Sony wurden im Projektor-Test als gut bewertet. Die Stiftung Warentest hat 2018 zwei Beamer der Marke Epson zu Testsiegern gekürt.

In unserer Übersichtstabelle erfahren Sie noch mehr wissenswerte Details zu den einzelnen Beamertypen:

Typ Eigenschaften

LCD-Beamer

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  • + relativ preisgünstig
  • + leicht und handlich
  • – bei niedriger Auflösung verpixeltes Bild
  • – störendes Lüftergeräusch
  • – empfindlich bei Staub und Rauch

DLP-Beamer

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  • + hohe Geschwindigkeit
  • + für 3D-Projektion geeignet
  • – störender Regenbogeneffekt kann auftreten
  • – lauter durch Farbrad und Lüfter

LED-Beamer

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  • + Energieeffizienz ist höher
  • + weniger Geräuschentwicklung
  • + lange Lampenlebensdauer
  • – geringere Lichtleistung
  • – dunkleres Bild

5. Beamer Zubehör: Leinwand und Lautsprecher

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Bei Bedarf können Sie einen Beamer auch mieten.

Der Beamer hat zwar einen Lautsprecher eingebaut, dieser ist allerdings nicht für die Soundwiedergabe eines Films geeignet. Es muss also eine Stereo-Anlage oder ein Heimkino-Set aus AV-Receiver und Lautsprechern her.

Für Fans von 3D-Filmen gibt es gute Neuigkeiten, denn einige Beamer haben eine 3D-Funktion, durch die Bilder aufgrund der Größe viel überzeugender wirken als die des Fernsehers. Einziger Nachteil: Es werden Shutter-Brillen benötigt, welche akkubetrieben und relativ teuer sind.

Fußballfans können sich überlegen, ob die Anschaffung eines 4K-Beamers sinnvoll ist. Wenn die Zuschauer nicht weiter weg von der Leinwand sitzen als diese breit ist, lautet die Antwort ja.

Bei der Wahl der Leinwand haben sich beim Heimkino vor allem Rollleinwände bewährt, welche mit oder ohne Motorantrieb erhältlich sind. Auch Spannleinwände sind entsprechend mobil. Eine weiße Oberfläche mit hohem Kontrast ist erforderlich für ein zufriedenstellendes Bildergebnis.

Auf Heimwerker.de fassen wir zusammen: Ein Beamer ist keine günstige Alternative zum TV-Gerät. Für Filmliebhaber ist ein Heimkinosystem allerdings ein Fest. Wenn Sie stets die Discounter-Angebote im Auge behalten, könnten Sie beispielsweise einen günstigen Beamer bei Aldi oder Lidl entdecken.

Wir fassen die Vor- und Nachteile des Beamers zusammen:

  • Riesenerlebnis bei Filmen, Serien und Sportübertragungen
  • 3D-Effekt viel überzeugender als im Fernsehen
  • platzsparender als ein Fernseher
  • hochwertige Farben und Bildkontraste
  • in kleinen Räumen reicht der Projektionsabstand oft nicht aus
  • Beamer, Leinwand und Lautsprecher sind kostenintensiv

6. FAQ zu Beamern

6.1. Wie schließe ich einen Beamer richtig an?

Das Inbetriebnehmen ist meistens kinderleicht: Der Beamer wird an den Strom angeschlossen, und die Signalquelle mittels VGA oder HDMI mit dem Beamer verbunden. Über welchen Anschluss das Signal kommt, wird vom Gerät meistens selbst erkannt.

6.2. Wie wechsle ich die Beamer-Lampe?

Der Beamer sollte mindestens 30 Minuten ausgeschaltet und vom Stromnetz genommen sein. Nehmen Sie die alte Lampe heraus und achten Sie beim Einsetzen der Neuen darauf, dass sie nicht mit der bloßen Hand berührt wird, um Fettflecken zu vermeiden. In den Beamer-Einstellungen kann der Stundenzähler der Lampe zurückgesetzt werden.