Basteln mit Elektronik

Heimkino selber bauen: Auf diese 4 Faktoren kommt es an

  • Zur Grundausstattung eines Heimkinos gehört natürlich ein Gerät, auf dem Filme und Serien abgespielt werden können. Gut bietet sich ein Fernseher mit Ultra-HD Auflösung und mindestens 50 Zoll an. Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, kauft einen Beamer und Leinwand.
  • Mit Surround-Sound 5.1 genießen Sie ein echtes Klangerlebnis in den eignen vier Wänden. Der Center-Lautsprecher ist im Kino hinter der Leinwand positioniert. Im eignen Heimkino können Sie ihn auch mittig unter dem Fernseher platzieren.
  • Um Klang und Bild perfekt wahrnehmen zu können, sollten Sie nicht zu nah am vor dem Bildschirm sitzen. Der Abdstant sollte mindestens ein Drittel der Bildschirmlänge betragen.

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Ein Besuch im Kino am Wochenende ist für viele Menschen ein Muss. Dort bekommen sie die Möglichkeit, sich mit Freunden zu treffen und gemeinsam den neuesten Kinofilm zu schauen. Doch es muss nicht immer gleich ein Kinobesuch sein, wenn man Blockbuster-Atmosphäre genießen möchte. Eine Alternative ist das Heimkino. Hier müssen Sie nicht lange in der Kasse stehen und finden garantiert den besten Sitzplatz.

Auf Heimwerker.de geben wir Ihnen Tipps zum Bauen Ihres Heimkinos und eine Kaufberatung für Beamer und Co. So wird der Traum von der Kino-Atmosphäre in Ihren eigenen vier Wänden bald Realität.

Warum ein Heimkino?

Was läuft eigentlich im Fernsehen?

Ein Blick in eine Fernsehzeitschrift, wie TV Today, verrät, welche Actionfilme, Komödien oder Fantasy-Streifen gerade laufen.

Bei einem Kinobesuch bleibt es in den seltensten Fällen bei den Eintrittskosten. Lässt man sich vom Duft der Snackbar anziehen, gibt man schnell mehr aus als eigentlich geplant. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen darüber nachdenken, sich ein gemütliches Heimkino in den eigenen vier Wänden einzurichten.

Dass viele Menschen diese Option offensichtlich schon nutzen, beweist die sinkende Anzahl Kinobesucher in den letzten Jahren. Schließlich lassen sich viele Kinofilme nicht zuletzt dank Streamingdiensten auch auf dem heimeligen Sofa schauen.

Hinweis: Bevor es jedoch an den Bau eines eigenen Kinos geht, sollte man sich mit den Kosten beschäftigen. Wer handwerklich begabt ist, kann sich mit einem kleinen Budget und ein wenig Geschick sein Privatkino selbst bauen. Dafür lohnt es sich, realistisch zu planen und sich über die tatsächlich benötigten Elemente für ein Heimkino zu informieren.

1. Die Grundausstattung des Heimkinos

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Ein Beamer ermöglicht echtes Kino-Feeling und ist dabei sogar günstiger als ein Fernseher.

Wie im richtigen Heimkino spielen einige Aspekte eine wichtige Rolle, wie mitreißend man als Kinobesucher einen Film erlebt. Dafür zeichnen verschiedenste Komponenten verantwortlich, um das ultimative Filmerlebnis in den eigenen vier Wänden mit Freunden und Familie zu erleben.

Für ein authentisches Heimkino-Vergnügen ist ein Beamer mit einer Full-HD-Auflösung mit hoher Leuchtkraft erforderlich. Bei kleineren Räumen sollte der Beamer Funktionen wie Zoom und Lensshift gewährleisten. Lensshift ermöglicht die Bildverschiebung auf der Leinwand, ohne dass man dafür den Beamer in eine neue Position bringen muss.

Wenn Sie Geld sparen möchten, können Sie die Leinwand für Ihr Heimkino auch selber bauen. Übrigens, der Gain-Faktor verrät die Lichtreflektion einer Leinwand. Diese hängt jedoch von mehreren Faktoren ab wie beispielsweise den Lichtverhältnissen im Heimkino oder der Sitzposition.

Ohne den passenden Sound ist der tollste Hollywood-Blockbuster daheim wertlos. Das Geheimnis des Erfolgs lautet Surround-Sound 5.1. Fünf Hauptkanäle sorgen für den perfekten Raumklang. Die Lautsprecher sollten an fixen Positionen aufgestellt werden.

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Für ein Heimkino bietet sich mindestens 5.1 Surround Sound an. Also 5 Boxen und 1 Subwoofer.

Wer es perfekt machen möchte, kombiniert mehrere Lautsprecher: Die Center-Lautsprecher befinden sich in der Leinwandmitte und sorgen für verständliche Sprecherstimmen der Leinwandhelden.

Wie im Kino sollte dieser Lautsprecher hinter der Leinwand aufgebaut sein. Vorausgesetzt, die Leinwand besteht aus einem schalldurchlässigen Stoff. Falls nicht, kann man den Center-Lautsprecher unterhalb der Leinwand aufbauen oder an der Raumdecke montieren.

Die beiden Front-Lautsprecher stehen jeweils seitlich neben der Leinwand, während zwei Rear-Lautsprecher im hinteren Bereich der Sitzplätze positioniert werden.

Entscheidet man sich gegen eine Leinwand, ist der richtige Fernseher essenziell für ein gelungenes Heimkino. Ein modernes TV-Gerät mit einer Bildschirmdiagonale von 65 Zoll oder ein Gerät mit einer Ultra-HD-Auflösung samt 3D-Effekt bietet einen soliden Grundstock für sein Heimkino. Dieser lässt sich per Verankerung auch leicht an der Wand befestigen.

Komplettiert wird das ganze Technik Arrangement mit einem AC-Receiver, der für den Anschluss des DVD-Players sowie zusätzlicher Tonquellen wie TV-Receiver oder MP3-Player benötigt wird. Wenn Ihnen bei all diesen Geräten jetzt schon vor Kabelsalat graut, sollten Sie über einen sogenannten Kabel Kanal nachdenken. Dieser hilft unschöne Anblicke zu verstecken.

2. Die Sache mit dem Komfort

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Damit Sie den Film auch wirklich genießen können, sollten Sie nicht zu nah am Bildschirm sitzen.

Komfort spielt in einem Heimkino eine große Rolle, denn wer möchte schon ungemütlich sitzen? Stellt sich zuerst die Frage nach einer geeigneten Heizmöglichkeit. Die sicherlich beste Lösung ist eine Fußbodenheizung, wobei der Bodenbelag für diese geeignet sein sollte.

Muss eine Heizung nachgerüstet werden, stellen elektrische Wandheizkörper eine gute Alternative dar. Sie können in den verschiedensten Größen, Formen und Farben gekauft werden.

Der Sitzabstand zwischen TV-Gerät und Sitzgelegenheit sollte grundsätzlich mindestens ein Drittel der Bildschirmgröße betragen. Damit ist ein optimaler Heimkino-Surround-Effekt gewährleistet und das Popcorn-Kino daheim kann eingeweiht werden.

Fenster werden in einem Kino nicht benötigt. Sind diese bereits vorhanden, bieten sich zur Verdunklung Wandverkleidungen und Vorhänge aus nicht lichtdurchlässigem Stoff an.

Hinweis: Damit während des Heimkino-Feelings eine gute Belüftung sichergestellt ist, kann an eine zentrale Wohnraumlüftung gedacht werden. Wem das zu teuer ist, der kann auch spezielle Belüftungsanlagen in kleiner Größe kaufen.

3. Wie erreicht man den perfekten Kinosound?

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Akustik Pyramidenschaumstoff “schluckt” den Schall und sorgt für einen sauberen Klang.

Zur Verbesserung des Klangs gibt es verschiedenste Möglichkeiten, um die Akustik im Heimkinoraum zu optimieren. Glatte, harte Flächen wie Parkett, Glas und Stein wirken zwar edel, sorgen aber für einen unangenehmen, störenden Nachhall. Die kuscheligen Polstersessel dienen also nicht nur zum gemütlichen Sitzen, sondern dämpfen wie Teppiche den Hall.

Das Gleiche gilt übrigens für Vorhänge, Teppiche sowie gefüllte Regale und Schränke. Absorber eignen sich hervorragend, um restliche Störfaktoren im Raum auszuschalten.

Der spezielle Schaumstoff fängt die Schallwellen auf und absorbiert selbst mittlere oder tiefe Töne.

4. Der finanzielle Aspekt: Wie hoch sind die Kosten beim Bauen eines Heimkinos?

Man sollte jedoch nicht vergessen, dass eine gute Planung im Vorfeld zum bestmöglichen Ergebnis führt. Natürlich summiert sich das Equipment, wenn man Lautsprecher, Absorber und einen hellen Beamer in guter Qualität benötigt.

Allerdings ist das Gesamtergebnis von einer hochwertigen Heimkino-Ausstattung und deren Sounderlebnis diese Mühen wert. Halbherzige Entscheidungen zeigen sich meist erst im Praxistest und dann wäre es schade um jede Investition, wenn man von seinem eigenen Heimkino enttäuscht ist.