Alarmanlagen und Sicherheitssysteme für den perfekten Einbruchschutz

Jeder, der hart für sein Geld arbeitet und sich sein eigenes kleines Reich nach den persönlichen Wünschen einrichtet, möchte natürlich nicht, dass irgendein Einbrecher daher kommt, etwas zerstört oder mitnimmt. Der Einbruchschutz hat für viele daher einen besonders hohen Stellenwert.

Stabile Eingangstüren und Sicherheitsschlösser sind bereits in vielen Haushalten Standard, jedoch gibt es viele Werkzeuge, mit denen sich selbst solche Schlösser binnen Sekunden "knacken" lassen. Auch Fenster stellen ein besonderes Risiko dar, da Glas nicht unkaputtbar ist. Egal, wie sicher alle Schlösser, Türen und Verriegelungen auch sind, Ein größerer Stein reicht und ein Fenster bietet einen einfachen Einstieg.

Einbrüche lassen sich kaum verhindern, jedoch ermöglichen es Alarmanlagen, Einbrecher abzuschrecken und das Umfeld auf den Einbruch aufmerksam zu machen. Die erforderliche Technik für den perfekten Einbruchschutz wird immer günstiger, sodass jeder die eigene Haussicherheit verbessern kann.

Alarmanlagen – Preise und Ausstattungen

Wer kennt sie nicht, die alten Bewegungsmelder mit Fernbedienung, die vor etlichen Jahren in diversen Elektronikkatalogen als Alarmanlagen verkauft wurden. Die meisten benötigten Batterien, die kaum länger als einen Monat hielten und besaßen zwei Schaltvarianten – An / Aus. Für die erste Abschreckung war die Technik nicht verkehrt, doch sowie man sich nicht mehr in Hörreichweite befand, war diese Alarmtechnik kaum noch zu gebrauchen.

Alarmanlagen in PKWs oder selbst an Mototrrädern sorgen dafür, dass täglich irgendwo laute Sirenen zu hören sind, und kaum jemand reagiert noch darauf. Genügend Zeit für den Einbrecher den angeblich überwachten Raum zu betreten und die Batterien aus dem Bewegungsmelder zu entnehmen. Anschließend kann der Einbruch in aller Ruhe ausgeführt werden. Diese Bewegungsmelder erreichten eine kurze Abschreckung und mehr nicht.

Heute gibt es Einplatinencomputer, die in der Lage sind, komplexe Aufgaben zu übernehmen. Kaum größer als eine Zigarettenschachtel können Sensoren überwacht, Anrufe getätigt und Bewegungsabläufe gesteuert werden. Solche kleinen Rechenmeister sind leicht für 40 € zu bekommen. Die Aufgabe kleine Computertechnik in Alarmanlagen umzuwandeln ist nur noch eine Frage der Ideen, Umsetzung und Programmierung. Viele Hersteller haben sich der Aufgabe angenommen, um bezahlbare Alarmanlagen zu entwickeln.

Bereits günstige Angebote enthalten ein solides Grundpaket
Bereits günstige Angebote enthalten ein solides Grundpaket

Wenn sich viele Hersteller mit einer Technik beschäftigen und sich Computertechnik immer einfacher nutzen lässt, ergibt sich für den Verbraucher ein enormer Vorteil. Alarmanlagen werden nicht nur kleiner, einfacher bedienbar und leicht erweiterbar, sie werden vor allem eins – günstiger.

Heute kann sich jeder eine Alarmanlage leisten und auch sehr günstige müssen nicht schlecht sein. Fast alle setzen auf kabellose Datenübertragung, sind mit endlos vielen Sensoren erweiterbar und schnell installiert. Bereits für 150 € sind Grundausstattungen auf Amazon und anderen Online-Shops erhältlich. Einen Vergleich verschiedener Modelle ist hier zu sehen: vergleich.org.  Auch wir haben uns bereits zwei Alarmanlagen genauer angesehen und einem Test unterzogen:

Der Test der beiden Alarmanlagen aus unterschiedlichen Preissegmenten bewies vor allem, dass Sicherheit keine Frage des Geldes ist. Beide erfüllten sicher ihre Aufgabe, ließen sich erweitern und überwachten den gewünschten Bereich. Unterschiede waren hauptsächlich in der Ausstattung, der Bedienung und dem Komfort zu finden. Wer also in eine günstige Alarmanlage investiert, muss nicht befürchten weniger geschützt zu sein. In vielen Fällen muss nur mehr Zeit in die Installation und Einrichtung gesteckt und mit einer nicht so komfortablen Bedienung gelebt werden.

Alarmanlagen können mehr als nur alarmieren

"Bin ich schon drin?" Ja sicher! Alles, was heute einen Netzstecker hat, muss irgendwie auch in das heimische Netzwerk eingebunden werden. Wir lesen den Akkustand unseres Akkuschraubers am Smartphone ab und bedienen vom Schreibtisch aus die Kaffeemaschine. Über den Sinn und Unsinn lässt sich sicher streiten. Nicht so bei modernen Alarmanlagen.

Alarmanlage mit Netzwerkanschluss
Alarmanlage mit Netzwerkanschluss

Stellen Sie sich vor, sie liegen bereits im Bett und haben vergessen die Alarmanlage der Werkstatt zu aktivieren. Rein in die Klamotten, raus zur Werkstatt laufen, Alarmanlage aktivieren, wieder ins Haus und raus aus den Klamotten. Fünf Minuten später flattert ein unvorsichtiger Vogel gegen das Fenster und aktiviert den Glasbruchsensor. Rein in die Klamotten, raus zur Werkstatt..... Nein! Man greift zum Smartphone oder Tablet, kontrolliert welcher Sensor ausgelöst wurde, sieht zur Kontrolle aus dem Fenster oder aktiviert die Kamera zu Raumüberwachung. Liegt ein Fehlalarm vor, wird der gelöscht und die Anlage wieder aktiviert. Das funktioniert so gut, dass Sie sich hierfür nicht ein mal zu Hause befinden müssen. 

Viele Alarmanlagen besitzen einen Netzwerk-Anschluss, sodass sie sich von überall bedienen lassen. Sei es zur Aktivierung, Kontrolle oder sogar zur Fernwartung durch den Hersteller. Nichts ist unmöglich und vieles absolut sinnvoll. Zur Bedienung müssen Sie kein Experte sein. Entsprechende Programme sind zumeist sehr nutzerfreundlich gestaltet. Schließlich möchte auch der Hersteller Anwendungsfehler vermeiden, die Fehlalarme auslösen und beim Anwender einen schlechten Eindruck hinterlassen.

Interessant wird die Integration der Alarmanlage ins Netzwerk, wenn sie dadurch in der Lage ist zu telefonieren und Mails oder Nachrichten zu verschicken. So wird man dank einer GSM Alarmanlage stets auch bei Abwesenheit informiert, kann sogar mehrere Personen alarmieren und bei einem Einbruch die Polizei benachrichtigen.

Sicherheitssysteme und SmartHome

Moderne Alarmanlagen verbinden sich mit dem heimischen Netzwerk, rufen drahtlos den Zustand von Sensoren ab und lassen sich bequem mit dem Smartphone oder Tablet bedienen. Was liegt als näher, also diese Funktionen zu nutzen, um Lichtschalter und Steckdosen zu schalten oder die Heizung zu steuern.

Per App die Alarmanlage, Licht und Heizung steuern
Per App die Alarmanlage, Licht und Heizung steuern

Viele Alarmanlagen verinnerlichen daher die Möglichkeiten die Hauselektronik smarter zu machen. Zwar lassen sich viele Alarmanlagen um etliche Module, wie Heiszungsthermostate oder Funksteckdosen erweitern, man sollte jedoch nie vergessen, dass es sich in erster Linie um eine Alarmanlage handelt. Die SmartHome-Funktion ist eine Option und wird meist auch nur als solches umgesetzt. Eine echte SmartHome-Steuerung kann durch eine Alarmanlage nicht ersetzt werden.

Dennoch ist diese Option eine Überlegung wert. Denkt man nicht zu groß und erwartet nicht zu viel, lässt sich das optionale Zubehör einer solchen Alarmanlage durchaus sinnvoll nutzen. Überwacht sie beispielsweise die Werkstatt, so lässt sich zum Feierabend aus dem Wohnzimmer, die Heizung runter drehen, das Licht ausschalten oder Maschinen vom Netz trennen und abschließend die Alarmanlage aktivieren. Ebenso kann die abendliche Aktivierung der Alarmanlage gleichzeitig das Licht der Eingangstür einschalten. In diesen Anwendungsfällen sollte man als Käufer auf das optional erhältliche Zubehör achten. Wer jedoch auf eine intensive Vernetzung seines Haushaltes setzt, sollte sich ein SmartHome-System zulegen, welches um eine Alarmanlage erweitert werden kann.

Das richtige Zubehör für Sicherheitssysteme

Ein wichtiges Auswahlkriterium der neuen Alarmanlage sollte stets das verfügbare Zubehör sein. Die Anzahl der möglichen Sensoren ist häufig unbegrenzt der so groß ausgelegt, dass selten das Limit erreicht wird. Es macht daher Sinn, nicht nur nach dem Preis der Grundausstattung zu sehen, sondern vor allem die Erweiterungen zu vergleichen. Auch wenn nicht gleich die gesamte Premiumausstattung genutzt wird, so sollte doch davon ausgegangen werden, dass die Anlage stetig erweitert und ausgebaut wird. Kostet beispielsweise ein zusätzlicher Rauchmelder bei einem Hersteller nur fünf Euro weniger und werden für das gesamte Haus 10 Stück benötigt, so lässt sich sogar sparen, wenn die Alarmanlage 40 € mehr kostet.

Welches Zubehör Sinn macht und wofür es geeignet ist, soll unsere Übersicht verdeutlichen.

Rauchmelder – eine Option mit Muss

Rauchmelder sind heute in fast allen Bundesländern und Gebäuden Pflicht, was für eine deutliche Erhöhung der Sicherheit für Hab und Gut, sowie der eigene Gesundheit sorgt. Der Hintergrund ist unbestritten, die Wahl des richtigen Rauchmelders jedoch häufig schwer. Neben verschiedenen Qualitäten und Batterieausstattungen lassen sich Rauchmelder grundsätzlich in zwei Gruppen aufteilen:

Rauchmelder für die Alarmanlage
Rauchmelder für die Alarmanlage
  • vernetzte Rauchmelder
  • nicht vernetzte Rauchmelder

"Vernetzt" steht hierbei nicht für die Verbindung mit dem heimischen Netzwerk, sondern für die Weiterleitung des Gefahrensignals von Rauchmelder zu Rauchmelder. Signalisiert beispielsweise der Rauchmelder auf dem Dachboden eine Rauchentwicklung, so ist dieser im Keller beim Heimwerken kaum zu hören. Ehe das Feuer bemerkt wird, kann es schon zu spät sein. Vernetzte Rauchmelder geben ihr Signal hingegen weiter zum nächsten Rauchmelder, welcher ebenfalls den Brand akustisch signalisiert. Das Alarmsignal des Rauchmelders auf dem Dachboden würde so zum Rauchmelder im Flur und bis zum Keller getragen werden. Dieser ist dann selbst beim Heimwerken nicht zu überhören.

Rauchmelder als Sensoren für eine Funk-Alarmanlage gehen noch einen Schritt weiter. Sie benachrichtigen im Gefahrenfall die Zentrale, welche die Brandmeldung lautstark verkündet, an die Smartphone-App weitergibt oder mit einer GSM-Funktion sogar per Anruf die Rauchentwicklung meldet. Optimaler lässt sich eine Rauchmeldung kaum umsetzen und jeder, der die Anschaffung einer Alarmanlage in Betracht zieht, sollte auch über der Erweiterung von Rauchmeldern nachdenken.

Bewegungsmelder mit unterschiedlicher Technik

Infrarot-Bewegungsmelder

Infrarot-Bewegungsmelder arbeiten, wie der Name bereits sagt,  mit Infrarotwellen. Betritt eine Person den Raum erkennt der Melder durch die Körperwärme den "Eindringling" und löst einen Alarm aus. Langsame Temperaturänderungen werden vom Melder automatisch kompensiert und lösen keinen Alarm aus. Bei der Planung sollte darauf geachtet werden, das sich im Überwachungsbereich keine unmittelbaren Wärmequellen, wie Lampen oder Kaminöfen, befinden.

Bewegungsmelder registrieren Bewegungen
Bewegungsmelder registrieren Bewegungen

Ultraschall-Bewegungsmelder

Diese Melder senden eine hohe Frequenz aus, welche vom menschlichen Ohr nicht wahrgenommen werden kann. Die Ultraschallwellen werden von Gegenständen reflektiert und zum Melder zurückgesandt. Bewegt sich nun eine Person durch den Raum, verändert das die Frequenz der vom Melder ausgesandten Ultraschallwellen und dieser löst den Alarm aus. Das Prinzip dieses Melders beruht auf dem sogenannten Doppler-Effekt.

Duale Bewegungsmelder

Hier wird das Prinzip der zwei oberen Melder miteinander kombiniert. Dabei gibt es verschiedene Varianten, bei denen beispielsweise zwei Infrarot Sensoren in einem Melder kombiniert werden. In einigen Modellen findet man jedoch auch einen Infrarot-, sowie einen Ultraschallmelder, welche in Abhängigkeit einen Alarm auslösen können. Diese Melder senken deutlich das Risiko eines Falschalarms, bringen aber auch höhere Anschaffungskosten mit sich.

Lichtschranken

Dieses Überwachungssystem arbeitet mit Infrarotstrahlen welchen von einem Sender zu einem Empfänger gesandt werden. Der Weg der Infrarotstrahlen kann zusätzlich mit Spiegeln beeinflusst werden, um den gewünschten Bereich überwachen zu lassen. Wird der Strahl unterbrochen, so löst der Melder den Alarm aus.

Glasbruchmelder

Akustische Glasbruchmelder

Akustischen Glasbruchmelder verfügen über ein eingebautes Mikrofon und reagieren auf charakteristische Frequenzen. Bei den Frequenzen handelt es um tiefe (Einschlagen der Scheibe) sowie hohe Frequenzen (Glassplitter). Zusätzlich arbeitet der Glasbruchmelder mit der Auswertung von Infraschallwellen, welche Aufschluss über Druckänderungen im Raum geben. Der Überwachungsbereich erstreckt sich über einen Radius von 7 - 10 m um den Melder.

Passive Glasbruchmelder

Dieser Meldertyp wird direkt auf die zu überwachende Scheibe geklebt und arbeitet mit einem piezoelektrischen Sensor. Der Sensor reagiert auf eine Frequenz um 100 kHz, was einer typischen Glasbruchschwingung entspricht. Der Überwachungsradius beträgt etwa 1 - 2 m.

Aktive Glasbruchmelder

Aktive Melder bestehen aus einem Sender und einem oder mehreren Empfängern. Der Sender sendet ein charakteristisches Signal über das Medium Glas zum Empfänger. Wird nun die Glasscheibe beschädigt, besteht kein Übertragungsweg mehr und der Melder löst aus. Ein aktiver Glasbruchmelder ist auf eine Versorgungsspannung angewiesen.

Kontaktmelder - Fensteralarm und Türalarm

Magnetkontaktmelder

Bei Fenstern und Türen werden oft Magnetkontaktmelder eingesetzt, um sie auf Öffnen und Kippen zu überprüfen. Die Melder basieren auf Reedkontakten in Kombination mit Dauermagneten. Befindet sich der Magnet in der Nähe, so schließt der Reedkontakt und ein Überwachungsstrom fließt. Entfernt man den Magneten, so öffnet der Reedkontakt und unterbricht den Stromkreislauf. Um sich gegen Sabotage durch externe Magneten zu schützen, gibt es mittlerweile mehrere Schutzmechanismen.

Schließblechkontakt

Der Schließblechkontakt kommt bei Riegelschlössern zum Einsatz und dient häufig der Verschlussanzeige und Kontrolle. Hauptbestandteil ist ein Mikroschalter, welcher über einen Hebel betätigt wird. Dieser signalisiert den Ruhezustand oder eine Gefahrenmeldung.

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Silvio , d. 07-02-15 17:50:

Tipp: Es gibt mittlerweile Fenstergriffe die eine Alarmfunktion integriert haben.  Statistiken sagen das die meisten Einbruchversuche durch ein erklingen einer Alarmanlage abgebrochen werden. So ein Griff ist schnell und einfach montiert, braucht kein Kabel oder Sonstiges.
Gruß

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