Kaufberatung zum Alarmanlagen Test bzw. Vergleich 2022

Das Wichtigste in Kürze
  • Seit Jahren hat Deutschland mit einer hohen Anzahl an Einbrüchen zu kämpfen. Besonders gefährdet sind Bewohner von Großstädten und Ballungsgebieten.
  • Alarmanlagen leisten einen essenziellen Beitrag für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden. Ist noch kein Einbruchmeldesystem vorhanden, eignen sich Funk-Alarmanlagen zum Nachrüsten.
  • Moderne IP-Funkalarmanlagen lassen sich sogar von unterwegs aus per Smartphone steuern und integrieren sich nahtlos in jedes Smart-Home-System.

alarmanlagen-test

Wussten Sie, dass die Polizei für das Jahr 2016 in Deutschland mehr als 410 Einbrüche pro Tag registriert hat? Insgesamt wurden im gesamten Jahr 151.265 Fälle erfasst. Insbesondere Ballungsräume wie das Ruhrgebiet, das Rheinland, München, Berlin und Hamburg sind gefährdet. Die mit Abstand meisten Einbrüche pro 100.000 Einwohner gab es in Dortmund, Bremen und Recklinghausen.

Kein Wunder also, dass sich Mieter und Wohnungseigentümer vermehrt nach Alarmanlagen und Sicherheitstechnik erkundigen. Das Gefühl einer verletzten Privatsphäre und den Verlust von Wertgegenständen möchte schließlich niemand durchleben – schon gar kein zweites Mal. Immerhin liegt der durchschnittliche materielle Schaden pro Einbruch bei 3.250 Euro.

Tipp: Häufig reicht es schon, potenziellen Einbrechern das Einbrechen so schwer wie möglich zu gestalten. Etwa 40 Prozent der Einbruchsversuche führen nicht zum Erfolg, wenn der Täter nicht schnell genug in das Haus oder die Wohnung gelangt.

Ganz gleich, ob Sie schon einmal das Opfer eines Einbruchs waren oder ob Sie sich einfach nur prophylaktisch schützen möchten: Die Auswahl der richtigen Gefahrenmeldeanlage will wohl bedacht und gut überlegt sein.

Das Angebot an Videoüberwachung und Einbruchschutz im Internet und bei Sicherheitsdienstleistern ist riesig. Ebenso wie die Unterschiede in Qualität und Preis. In unserem Vergleich von Alarmanlagen 2022 verraten wir Ihnen, worauf es bei, Kauf der besten Alarmanlage ankommt.

Wer zahlt eigentlich?

Vermieter sind per Gesetz nicht dazu verpflichtet, die Einbruchsicherheit einer vermieteten Wohnung zu erhöhen. Lediglich verschließbare Eingangs- und Wohnungstüren müssen vorhanden sein. Möchte der Mieter zusätzliche Einbruchsicherungen installieren, muss er diese in der Regel selbst bezahlen. Ausnahme: Wurde bereits mehrfach versucht, in die betreffende Wohnung einzubrechen, kann der Mieter aufgrund der erhöhten Gefährdungslage auf Kosten des Vermieters besondere Sicherungsmaßnahmen verlangen.

Bei der Entscheidung für die richtige Einbruchmeldeanlage hilft definitiv ein von vertrauenswürdigen Profis durchgeführter Alarmanlagen-Test.

In unserem Alarmanlagen-Vergleich samt Kaufberatung helfen wir Ihnen mit wichtigen Informationen bei der Kaufentscheidung und zeigen Ihnen, wie die einzelnen Produkte im seriösen Meldeanlagen-Test der Stiftung Warentest abgeschnitten haben.

1. Alarmanlagen für mehr Sicherheit in Haus und Wohnung

Lange Zeit setzte die Installation einer adäquaten Alarmanlage bzw. Hausalarmanlage das aufwendige Verlegen von Leitungen und Sensoren durch Fachleute voraus. Nicht jeder konnte oder wollte sich eine solche Investition leisten. Stattdessen kam häufig die eine oder andere günstige Alarmanlagen-Attrappe zum Einsatz, von der sich mittlerweile aber kaum ein erfahrener Einbrecher mehr abschrecken lässt.

Heutzutage können hingegen selbst technische Laien für ein Mehr an Sicherheit in den eigenen vier Wänden sorgen. Dank moderner Funktechnik, dem Internet und dem weiter zunehmendem Trend hin zum ohnehin vernetzten Smarthome gibt es einfach zu installierende und günstige Lösungen, die neben Einbrechern auch andere Gefahren abwenden können.

In der Regel setzt sich eine Alarmanlage aus einem Bewegungsmelder oder Sensor, einem Signalgeber für den Alarm, einer Zentraleinheit und einem Bedienelement zusammen. Letzteres weicht bei modernen Geräten jedoch häufig der Steuerung per Smartphone oder Internet-Anwendung. Grundsätzlich zu unterscheiden sind Gefahrenwarnanlagen und Gefahrenmeldeanlagen:

Gefahrenwarnanlage

gefahrenwarnanlage

  • Bei einer Gefahrenwarnanlage handelt es sich um eine Kombination aus Sensoren und Meldesystemen, die rechtzeitig auf entstehende Gefahren in gewerblichen oder privaten Räumen aufmerksam machen.
  • Beispiele sind Gasmelder, Brandmeldeanlagen oder Wasserstandmelder.
  • Zusätzlich zur Einbruchsabwehr sind Gefahrenwarnanlagen wichtige Elemente für ein sicheres Zuhause.
Gefahrenmeldeanlage

gefahrenmeldeanlage

  • Unter Gefahrenmeldeanlagen werden Einbruchmeldeanlagen (EMA) oder auch Überfallmeldeanlagen (ÜMA) zusammengefasst.
  • Dazu gehören unter anderem Öffnungsmelder, Verschlussmelder, Durchbruchmelder, Bewegungsmelder, Infrarot- und Lichtschranken sowie Körperschallmelder.
  • Die Geräte melden einen Einbruch ihrem Namen gemäß allerdings nur und verhindern oder unterbinden ihn nicht zwangsläufig.
  • Für den potenziellen Einbrecher steigt das Entdeckungsrisiko, wodurch er sich möglicherweise vom Einbruchsversuch abbringen lässt.
einbruchschutz
Neben Alarmanlagen helfen Einbruchschutzmaßnahmen wie Türsicherungen dabei, Einbrecher rechtzeitig abzuschrecken.

Aufgrund ihrer reinen Meldefunktion rät die Polizei dazu, diese sogenannten Einbruchmeldeanlagen immer zusammen mit mechanischen Einbruchschutzmaßnahmen an Fenstern und Türen in Betrieb zu nehmen.

Der positive Effekt: Die Einbrecher benötigen länger, um in die Wohnung oder das Haus zu gelangen und die optischen oder akustischen Effekte setzen sie unter zusätzlichen Stress. Häufig lassen die Kriminellen bei einer Kombination aus Zugangserschwerung und Alarm-bedingt erhöhtem Entdeckungsrisiko vom ausgewählten Zielobjekt ab und flüchten, bevor Sie es in das Innere schaffen.

2. Unterschiedliche Meldeanlagen: Die verschiedenen Varianten in der Übersicht

Wohnung oder Haus, Erdgeschoss oder obere Etagen, geringes oder hohes Budget, vorhandenes Smart-Home-System oder komplette Neuanschaffung? Die Anforderungen an ein Alarmanlagen-Set unterscheiden sich von Verbraucher zu Verbraucher deutlich.

Auch die Frage nach der wichtigsten Funktion einer Alarmanlage beantwortet jeder anders. Auf dem Markt gibt es deshalb von einfachen Alarmanlagen für Wohnungen bis hin zu komplizierten Alarmanlagen fürs Haus mit Kamera und integrierter Sirene fast alles. Die wichtigsten Unterschiede im Überblick:

2.1. Kabelgebundene Systeme

meldeanlage-kabelgebunden
Kabelgebundene Systeme haben in der Regel ein zentrales Bedienfeld, über das sie deaktiviert oder aktiviert werden.

Eine kabelgebundene Meldeanlage gilt bei Experten als die sicherste aber auch teuerste Lösung. Sie ist dauerhaft ans Stromnetz angeschlossen – Alarmanlagen mit Testsieger-Potenzial verfügen in der Regel sogar über eine interne Notstromversorgung per Akku, falls es doch einmal zu einem Stromausfall kommen sollte.

Da die Signale per Kabel übertragen werden, ist eine Störung per Funk nicht möglich. Empfehlenswert ist der Aufwand aber nur während des Hausbaus oder einer umfassenden Renovierung – ein nachträglicher Einbau erweist sich als relativ aufwendig, da die Kabel bestenfalls unterputz verlegt werden sollten.

2.2. Funkalarmanlagen

Bei der Installation und Einrichtung haben Funk-Alarmanlagen einen grundlegenden Vorteil: Sie lassen sich unabhängig von Kabellängen oder baulichen Gegebenheiten platzieren. Die einzelnen Komponenten nehmen drahtlos die Verbindung zueinander auf, das Verlegen von Kabeln ist nicht notwendig.

Die Stromversorgung wird durch Akkus oder Batterien sichergestellt, die regelmäßig geladen oder ausgetauscht werden müssen. Nutzen Alarmanlagen GSM (Global System for Mobile Communications), erfolgt die Benachrichtigung über einen Einbruch per Handy-Netz. Auf eine dauerhafte Internetverbindung sind Sie dann nicht angewiesen.

2.3. IP-Alarmanlagen

ip-alarmanlage
Moderne IP-Alarmanlagen ermöglichen den Zugriff per Internet.

IP-Alarmanlagen werden in der Regel mindestens über die Zentraleinheit an einen Router angeschlossen und integrieren sich nahezu nahtlos in ein bestehendes Smart-Home-System.

Die einzelnen Komponenten kommunizieren per Funk- oder WLAN-Signal miteinander und haben somit dieselben Vorteile wie herkömmliche Funkalarmanlagen, lassen sich jedoch zusätzlich per App oder Internet steuern und verwalten.

Eine funktionierende Internetverbindung ist dazu natürlich Voraussetzung. Um sicherzustellen, dass alles funktioniert, unternehmen Sie nach erfolgter Installation mit der Alarmanlage einen Test.

2.4. Die Vor- und Nachteile von Funk- und IP-Alarmanlagen

Mithilfe der folgenden Tabelle verschaffen Sie sich einen kleinen Überblick über die jeweiligen Vor- und Nachteile von Funk- und IP-Alarmanlagen:

    Vorteile
  • einfache und schnelle Installation
  • unkomplizierte Erweiterung durch zusätzliche Komponenten wie Fenstersensoren
  • defekte Komponenten lassen sich schnell austauschen
    Nachteile
  • Gefahr von Verbindungsstörungen
  • Stromversorgung oder Ladestand müssen regelmäßig überprüft werden
  • anfällig für Störsignale

3. Kaufberatung für Alarmanlagen: Worauf Sie achten sollten

Wer sich eine Alarmanlage kaufen möchte, sollte im Vorfeld einige Überlegungen anstellen, um die potenzielle Auswahl an passenden Systemen einzuschränken.

  • Wie möchten Sie die Alarmanlage scharf schalten? Per Bedienfeld oder per Smartphone?
  • Möchten Sie einen stillen Alarm, damit die Einbrecher auf frischer Tat ertappt werden, oder setzen Sie auf Abschreckung mit lauten Sirenen und buntem Licht?
  • Sollen die Sirenen innen oder außen angebracht werden?
  • Bevorzugen Sie eine Abus-Alarmanlage oder eine von Blaupunkt? Oder ist Ihnen der Hersteller egal?

Haben Sie eine Vorauswahl getroffen, werfen Sie doch einmal einen Blick in den großen Alarmanlagen-Test der Stiftung Warentest. Ein überzeugender Testsieger konnte im Test von Alarmanlagen zum Selbsteinbauen in der Ausgabe 6/2013 zwar auch nicht ermittelt werden. Der Bericht enthält jedoch viele nützliche Hinweise und Hilfestellungen.

4. Fragen und Antworten rund um das Thema Alarmanlagen

4.1. Welche Alarmanlage eignet sich am besten für ein Haus?

Haben Sie bereits ein Haus, aber noch keine Alarmanlagen, empfehlen wir Ihnen eine per Smartphone oder Internet steuerbare Funkalarmanlage. Eine solche lässt sich vergleichsweise einfach nachrüsten und zudem in bestehende Smart-Home-Systeme integrieren. So verknüpfen Sie den Einbruchsmelder sinnvoll mit weiteren Sensoren wie einem Rauchmelder oder Kameras.

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4.2. Kann ich auch nachträglich eine Alarmanlage fürs Auto installieren?

Eine explizit für die Sicherung von Wohnungen und Häusern vorgesehene Alarmanlage eignet sich in der Regel nicht für die Nutzung in einem Auto – es sei denn, sie möchten die Garage überwachen, in der das Auto über Nacht steht. Bei den etablierten Technik-Händlern finden Sie jedoch spezielle Systeme vom Typ Auto-Alarmanlage zum Nachrüsten.

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4.3. Wie lange darf eine Alarmanlage laufen?

Eine Alarmanlage reagiert auf einen Einbruchsversuch in der Regel mit einem lauten akustischen Signal. Der Gesetzgeber hat die maximal erlaubte Signaldauer jedoch begrenzt, um potenzieller Ruhestörung durch dauerhaftes Sirenen-Geheul vorzubeugen. Erlaubt sind maximal 180 Sekunden.

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4.4. Wie funktioniert eine Alarmanlage?

bewegungsmelder
Bewegungsmelder sind einer der Grundbestandteile einer Alarmanlage.

In der Regel erkennt ein Sensor wie ein Bewegungsmelder oder ein Fensteröffnungsmelder die drohende Gefahr und übermittelt ein Signal an die entsprechende Zentraleinheit.

Die löst dann die zugehörige Sirene aus und sendet eine entsprechende Nachricht an den Nutzer und gegebenenfalls die Polizei oder einen Sicherheitsdienst.

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4.5. Was kostet eine Alarmanlage?

Eine günstige Alarmanlage gibt es heutzutage bereits für knapp unter 100 Euro. Für ein komplettes und zuverlässiges Funk-Alarmanlagen-Set müssen Sie je nach Marke, Hersteller, Kategorie und Art hingegen schon mit Beträgen im mittleren dreistelligen Bereich rechnen. Für die besten Alarmanlagen können auch schon einmal über 1.000 Euro anfallen.

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