Kaufberatung zum CO-Melder Test bzw. Vergleich 2019

  • Kohlenmonoxid ist geruchlos, lässt sich nicht schmecken und ist auch farblich nicht erkennen. Es entsteht bei Verbrennungsprozessen und kann schwer vergiften oder töten, wenn die Sauerstoffkonzentration im Raum zu niedrig ist. Das kann man als Mensch nicht bemerken.
  • Ein CO-Melder erkennt diese unsichtbare Gefahr und schlägt frühzeitig Alarm. So entgehen Sie einer Kohlenmonoxidvergiftung. Idealerweise verfügt ein CO-Melder über ein Display, das stets den CO-Wert in der Luft anzeigt.
  • Achten Sie auch auf die Langlebigkeit der Batterien. Wenn nicht schon mitgeliefert, ist es sinnvoll, gute Batterien anzuschaffen, damit über Jahre eine lückenlose Sicherheit gewährleistet ist.

CO-Melder Test

Als Ende Januar 2017 deutschlandweit die Meldung durch die Medien ging, dass sechs Jugendliche tot in einer Gartenhütte gefunden wurden, richteten sich alle Blicke gebannt auf das kleine Örtchen Arnstein (Bayern). Nachdem ein Gewaltverbrechen direkt ausgeschlossen werden konnte, rückte schnell ein mit Benzin betriebenes Stromaggregat in den Fokus der Ermittler. Wenige Tage später dann die traurige Gewissheit: Die jungen Menschen starben allesamt an einer Kohlenmonoxid-Vergiftung.

Dieses Gas ist so tückisch, dass mehrere Hersteller eigens CO-Melder entwickelt haben, die davor warnen. Wie sie arbeiten und auf welche Kriterien und Kategorien Sie bei der Suche nach Ihrem persönlichen CO-Melder-Testsieger achten sollten, erklären wir Ihnen im folgenden Ratgeber.

1. Warum ist Kohlenmonoxid so gefährlich?

Vermeidbarer Gefahrenherd

Eine oft genannte Warnung ist, dass Sie nicht in der Wohnung grillen sollten, wenn Sie einen Holzkohlegrill dafür benutzen. Auch die Stiftung Warentest, die auch selbst schon einen CO-Melder-Test durchführte, warnt in ihrer Ausgabe 11/2013 davor, dass auch geöffnete Fenster und Türen nicht ausreichen, um die Menge an Kohlenmonoxid ausreichend zu senken.

Kohlenmonoxid ist ein Gas, das beim Verbrennungsprozess entsteht. Es hat keinen Eigengeruch oder -geschmack – das macht es so gefährlich. Viele Menschen bemerken die Gefahr, in der sie sich befinden, daher gar nicht oder erst, wenn es fast zu spät ist.

Die Umgebung wird dann zur lebensbedrohlichen Gefahr, wenn im Raum nicht genug Sauerstoff ist, mit dem sich das CO-Gas vermischen kann. Atmet man eine größere Menge des Gases ein, blockiert es im menschlichen Kreislauf den Sauerstoff-Transport im Blut. Je nach Dauer kann das zu einer leichten, mittleren oder schweren Vergiftung bis hin zum Erstickungstod führen.

Ein CO-Melder hilft, solche gefährlichen Situationen zu meiden, indem er einen schrillen Warnton abgibt, sobald die Kohlenmonoxid-Konzentration in der Luft ein bestimmtes Maß übersteigt.

2. So funktioniert ein Kohlenmonoxidmelder

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In Räumen mit Kamin oder Ofen ist ein CO-Melder stark anzuraten.

Die Schadstoffbelastung durch Kohlenmonoxid in der Atmosphäre Deutschlands hat zwischen den Jahren 1990 bis 2013 rapide abgenommen und betrug im Jahr 2013 nur noch ca. 2,3 Millionen Tonnen, die durch verschiedene Verbrennungsvorgänge erzeugt wurden (Quelle: Umweltbundesamt).

Die auch heute unverändert hohe Gefahr, die das CO-Gas zum kaum wahrnehmbaren Killer macht, sind geschlossene Räume. In solchen Umgebungen ist ein CO-Sensor potentiell lebensrettend, denn anders als die menschlichen Sinnesorgane kann so ein Kohlenmonoxid-Messgerät die Gefahr frühzeitig erkennen.

Dafür scannt der Kohlenmonoxid-Warner fortwährend die Luft auf ihre CO-Konzentration mittels seiner elektrochemischen Sensoren, die sofort Alarm schlagen, wenn ein bestimmter Schwellenwert erreicht oder überschritten wird. Dieser richtet sich nach der EU-Norm EN 50291. Je nach Marke und Hersteller gibt es auch Typen, die schon vorher eine optische Warnleuchte auslösen, wenn sich der CO-Gehalt diesem Wert nähert.

Auf den Luftzug achten: Wenn Sie im Haus einen Kamin oder Ofen mit Holz befeuern, sind diese für das Verbrennen auf Luft angewiesen. Diese beziehen sie aus dem Raum und erzeugen so einen Unterdruck. Dieser verstärkt sich noch mehr, wenn nebenbei noch andere Geräte aktiv sind, die viel Sauerstoff ziehen, wie etwa eine Lüftungsanlage oder eine Dunstabzugshaube. Dann kann es passieren, dass sich der Luftstrom im Kamin umkehrt und nach unten drängt. Dadurch strömt das giftige CO-Gas in den Raum. Daher sollten Sie auf den zeitgleichen Betrieb nach Möglichkeit verzichten.

3. Funktionen und Montage – Kaufberatung für CO-Melder

Bevor Sie einen CO-Melder kaufen, sollten die Anforderungen, die Sie an das Gerät stellen, klar definiert sein. Wir helfen Ihnen vor dem Kauf und Ihrem folgenden, eigenen CO-Melder-Test bei der Orientierung.

3.1. Bedienkomfort

Die besten Co-Melder verfügen über ein digitales Display, das Ihnen jederzeit anzeigt, bei welchem Wert der CO-Gehalt im Raum aktuell steht. Idealerweise ist das natürlich „0“. Ist es selbstleuchtend, können Sie auch aus der Entfernung oder bei schwachen Lichtverhältnissen schnell ablesen, wie es um Ihre Sicherheit bestellt ist.

Zudem ist der bereits angesprochene Voralarm ein wichtiges Feature, das schon bei kleinen Konzentrationen anschlägt und Ihnen die Möglichkeit zum rechtzeitigen Verlassen des Raumes gibt. Eine Selbsttest-Taste hilft zudem bei der Vergewisserung, ob der CO-Detektor noch einwandfrei funktioniert.

3.2. Montage

Die CO-Melder-Montage sollte möglichst einfach vonstattengehen, denn nicht jeder Benutzer ist ein begnadeter Handwerker. Wenn Sie den CO-Melder anbringen können, indem Sie einfach magnetische Teile miteinander verbinden, wäre das die einfachste Variante.

Ansonsten ist die Montage mittels weniger Dübel auch keine Herkulesaufgabe, sollte aber vor allem dann vorgenommen werden, wenn der CO-Melder dauerhaft an der Position bleiben soll.

3.3. Haltbarkeit

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Gute Batterien sorgen für jahrelange Einsatzbereitschaft des CO-Melders.

Die Lebensdauer der enthaltenen Batterien oder Akkus ist ein weiteres Kriterium von Wichtigkeit. Oft werden die Batterien schon mitgeliefert und sind teils auch bereits im Kohlenmonoxid-Warner verbaut. Manche Lithium-Batterien lassen sich dann auch nicht so ohne Weiteres ausbauen.

Bei manch günstigen CO-Meldern kann das aber auch dazu führen, dass sich die Batterien bereits entladen haben, weshalb Sie sie vor der Installation noch auf ihren Ladestand überprüfen sollten.

Einige Modelle in unserem CO-Melder-Vergleich verfügen über eine eigene Batteriestandsanzeige. So wissen Sie immer, wann Sie die Batterien austauschen müssen.

Müssen Sie selbst für die Batterien sorgen, achten Sie auf besonders langlebige Modelle, das spart am Ende mehr Geld als ein regelmäßiger Austausch.

4. Weitere Melder-Arten für den Innenraum

Neben dem hier vorgestellten Brandgasmelder gibt es weitere Arten von Meldern, die vor schädlichen Bestandteilen in der Luft warnen können, bevor Sie in Gefahr sind.

Melder-Typ Beschreibung
Rauchmelder

 

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Für Rauchmelder herrscht in manchen deutschen Bundesländern bereits eine Pflicht. Von ihnen gibt es zwei Varianten. Die eine konzentriert sich auf in der Luft schwebende Rußpartikel, die sie dank ihrer Infrarot-Sensoren wahrnimmt. Geraten die Partikel zwischen zwei verbaute Lichtdioden und brechen dort das Licht, wird der Alarm ausgelöst.

 

Thermische Brandmelder hingegen fokussieren sich auf die steigende Temperatur im Raum. Sie sind nicht zum Schutz von schlafenden Menschen geeignet, denn der Rauch kann schon weit vorher in Raum und Atemwege der Bewohner eindringen, bevor die Temperatur durch ein den Rauch verursachendes Feuer gestiegen ist. Wichtig zu wissen: Kein Rauchmelder kann Kohlenmonoxid registrieren.

Gasmelder

 

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Dem Gasmelder liegt das „Heißer Draht“-Prinzip zugrunde. Er erhitzt ständig einen Metalldraht und bringt ihn zum Glühen. Wabert nun Gas durch den Raum, entzündet es sich am Draht, der sich in einer kleinen „Versuchskammer“ im Gaswarner befindet. Die elektrische Spannung und der Druck in der Kammer ändert sich durch die kleine Reaktion und löst den Alarm aus.

 

Je nach Gasart müssen Sie den Gasmelder in unterschiedlicher Höhe installieren, damit er die Gaspartikel auch erspüren kann. Das hat mit dem Gewicht des Gases zu tun. Die Moleküle von Butan oder Propan wiegen mehr als die von Methan oder Kohlenmonoxid. Je nachdem, welche Gas-Sorten Sie im Haushalt benutzen, sind mehrere Gasmelder sinnvoll. Reine Kohlenmonoxidwarnmelder sind einem normalen Gasmelder dennoch vorzuziehen.

Vorsicht oder Nachsicht? Eine Pflicht für CO-Melder gibt es aktuell nicht, doch angesichts der ca. 370 Todesfälle, die in Deutschland jährlich aufgrund von CO-Vergiftungen passieren (Quelle: Deutsches Ärzteblatt), ist die Investition in Ihrem besten Interesse.