Hundebedarf

DIY-Projekt für Hundebesitzer: 2 Bauanleitungen für Hundehütten und Wurfboxen

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Wie groß sollte die Hundehütte sein?

Eine individuelle Hundehütte bietet dem Hund einen gemütlichen Rückzugsort im Garten. Damit er sich wohlfühlt, sollte die Größe der selbst gebauten Hundehütte so gewählt sein, dass er sich dort ausstrecken und vor ungemütlichem Wetter Schutz suchen kann.

Für den besten Freund des Menschen, den Hund, geben Frauchen und Herrchen gern eine Menge Geld aus. Dabei lassen sich viele Dinge einfach und kostengünstig selber basteln und bauen.

Auf dieser Seite finden Sie verschiedene Bauanleitungen für Hundehütten in unterschiedlichen Designs, zum Beispiel eine klassische Hundehütte aus Holz oder eine leichte Hütte aus Pappe.

Damit Ihr Liebling sich auch unterwegs wohlfühlt, können Sie ihm auch eine Hundebox für das Auto bauen.

Doch nicht nur die ausgewachsenen Vierbeiner, auch die Jüngsten in der Hundefamilie möchten sich wohlfühlen – deshalb sind hier auch Bauanleitungen für Wurf- und Welpenboxen finden.

Hinweis: Damit sich der geliebte Vierbeiner nicht langweilt und für sein Wohl gesorgt ist, können Sie mit den Anleitungen auf der verlinkten Seite Spielzeuge und Accessoires selber basteln oder Hundefutter kochen: Bauanleitungen für Hundespielzeug, Hundeklappen, Acessoires und Rezepte für Hundefutter.

1. Bauanleitung: Einfache Hundehütte aus Holz selber bauen

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Ein schattiger Platz für Hund oder Katze, der gegen Kälte, Feuchtigkeit und Regen geschützt ist, darf im Garten nicht fehlen – diese Bauanleitung für eine einfache Hundehütte schafft Abhilfe..

Wenn der geliebte Vierbeiner gerne draußen im Garten liegt, dann stellt sich der Hundebesitzer bald die Frage, ob es auf dem Boden nicht zu kalt, zu nass, zu sonnig oder zu hart ist.

Als Heimwerker steht dann das nächste Projekt schnell fest: Eine Hundehütte selbst bauen bzw. ein Katzenhaus bauen – je nach Art des tierischen Familienmitglieds.

Hierbei geht es um einen schattigen Platz für Hund oder Katze, der gegen Kälte und Feuchtigkeit von unten und Regen von oben geschützt ist.

Die Hundehütte darf dabei am besten auch noch ganz gut aussehen und sollte pflegeleicht sowie mobil sein. Nun, das lässt sich vergleichsweise leicht umsetzen.

Damit sich das kleine Mobilwohnheim nicht verzieht, ist gutes Material Pflicht. In dieser Anleitung werden Siebdruckplatten verwendet. Sie werden beispielsweise auch für den Aufbau von Anhängern und dergleichen verwendet, das spricht für ihre Tauglichkeit.

Ein guter Holzschutz oder eine Holzart, die für die Außenanwendung geeignet ist, sind bestimmt gute Alternativen. Allerdings sollte bei der Auswahl des Holzschutzes immer ein umweltfreundliches, für die Tiere gut verträgliches Material zum Einsatz kommen.

1.1. Materialbedarf und Werkzeugliste

Art Bedarf
Material
  • 80 x 50 cm Siebdruckplatte 12mm
  • 120 x 70 cm Siebdruckplatte 12 mm (Alternative)
  • Schleifpapier
  • Holzlasur
Werkzeug

Tipp: Die Größe des Katzen- oder Hundehauses soll zur Größe Eures Vierbeiners passen. Also einfach mal einen bevorzugten Liegeplatz ausmessen und die Maße entsprechend abwandeln.

1.2. Schritt 1: Größe der Hundehütte oder des Katzenhauses planen

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Wenn Sie Länge und Breite der Liegefläche berechnen, dann planen Sie lieber etwas mehr Platz als zu wenig ein, damit es Ihr Haustier auch schön gemütlich hat.

Das Hundehaus oder Katzenhaus hat die Form eines Dreiecks.

Um die angestrebte Liegefläche tatsächlich zu erreichen, müssen allerdings die nicht nutzbaren spitzen Winkel berücksichtigt werden.

Wir empfehlen Ihnen in jedem Fall, einen sorgfältig ausgearbeiteten Plan aufzustellen, damit der Bau der Hundehütte weitestgehend problemlos verläuft.

Wenn Ihr eine Liegefläche von 60 x 60 cm plant, dann steht damit die Breite der Bretter bereits mit 60 cm fest. Die Länge entspricht etwa Liegefläche + 30 cm.

Auch hier gilt: Die Hundehütte sollte nicht nur groß genug, sondern auch bequem sein.

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Ohne Bauplan und Skizze geht gar nichts: Ersparen Sie sich unnötige Fehler, indem Sie im Voraus einen Plan anfertigen.

Hinweis: Im vorgenannten Beispiel müssten die Holzplatten also 90 mal 60 cm groß sein.

1.3. Schritt 2: Zuschnitt anzeichnen

Die Länge der Ausschnitte ist immer die halbe Breite der Holzplatten und die Höhe beträgt 2 cm. Wobei dies bei einer anderen Plattenstärke auch mehr sein kann, da die Platten in einem Winkel von 60 Grad ineinander geschoben werden. Der Abstand zur Außenkante beträgt immer 10 cm.

1.4. Schritt 3: Ausschnitte sägen oder fräsen

Wer eine Oberfräse hat, sollte diese nutzen, da die sich sehr genau an einer Schiene entlang führen lässt. Ansonsten führt auch eine Stichsäge zum Ziel. Immer so genau wie möglich die angezeichneten Ausschnitte aussägen oder -fräsen.

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1. Der angezeichnete Zuschnitt soll Ihnen als Orientierung dienen. | 2. Den Ausschnitt können Sie mit einer Schiene und der Stichsäge aussägen.

Wer mit einer Stichsäge arbeitet, kann die Eckpunkte am Ende der Ausschnitte zuvor durchbohren, um die Säge für den kurzen Schnitt dort entsprechend einsetzen zu können.

Die Bohrung muss einen Durchmesser haben, der mindestens der Breite des Sägeblatts entspricht.

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1. Die Metallschiene ist dabei unverzichtbar, um einen sauberen Zuschnitt zu gewährleisten. | 2. Achten Sie darauf, die Schiene bei jedem Schritt zu versetzen.

Wir haben für diese Anleitung beide Verfahren benutzt, um diese zu vergleichen. In beiden Fällen haben wir eine Metallschiene mit Schraubzwingen angebracht.

Erstaunlicherweise bringt in unserem Test unsere Stichsäge keinen sauberen Zuschnitt, während die Oberfräse überzeugt. Das kann allerdings auch am Sägeblatt liegen

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1. Das Ergebnis der Oberfräse überzeugt auf ganzer Linie. | 2. Das Ergebnis der Stichsäge ist hingegen enttäuschend: Es kommt kein sauberer Zuschnitt dabei zustande.

1.5. Schritt 4: Schleifen

Unebenheiten werden glatt geschliffen. Angefangen mit einem eher groben Schleifpapier (z. B. 80er Körnung) und abschließend mit einem feineren (z. B. 240er Körnung).

1.6. Schritt 5: Holzschutz

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Tragen Sie auf alle Schnittkanten der Hundehütte Lasur auf.

Abhängig vom Material müssen alle offenen Flächen mit Holzschutz versehen werden.

Bei der Verwendung von Siebdruckplatten sind das nur die Sägekanten.

Holzschutz erfüllt den Zweck, Außenbauteile aus Holz vor der direkten oder indirekten Bewitterung, vor Tauwasserbildung sowie vor chemischen Schadstoffen aus der Luft zu schützen und ist somit unerlässlich.

Ihr könnt beispielsweise eine lösungsmittelfreie Lasur in der passenden Farbe verwenden. Achten Sie zum Schutz Ihres Haustieres besonders darauf, dass die Holzlasur speichelfest ist und keine Schadstoffe enthält.

1.7. Schritt 6: Aufbauen

Der Aufbau ist denkbar einfach. Ein zusätzliches Paar Hände ist trotzdem wirklich hilfreich. Erst wird das Dach zusammengesteckt und dann die Bodenplatte in die selbst gebaute Hundehütte eingeschoben.

Fertig ist die selbstgebaute Hundehütte. Nun gilt es nur noch, das Haustier an den neuen Platz zu gewöhnen. Leckereien wirken in den meisten Fällen wahre Wunder.

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Fertig ist die selbst gebaute Hundehütte! Ausgestattet mit einer weichen Decke und dem Lieblingsspielzeug Ihres Hundes wird es nicht lange dauern, bis er sich an den neuen Rückzugsort gewöhnt hat.

2. Bauanleitung: Hundehütte aus Holz für eine Prinzessin bauen

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Wer es ausgefallen mag, macht mit einer selbst gebauten Hundehütte mit persönlicher Note nichts verkehrt.

Ob groß oder klein, auch Hunde mögen ihr eigenes besonderes Reich. Im Freien kann es Schatten spenden, vor Regen schützen oder auch warm halten.

Wer keine gekauften Hundehütten mag, kreativ sein möchte oder keine passende Größe für seinen vierbeinigen Freund findet, kann sich seine Hundehütte auch individuell bauen und gestalten.

Unser Bauplan gibt fertige Maße vor, kann aber auch an unterschiedlich große Hunde angepasst werden.

Wer kreativ sein möchte, kann der Hundehütte seine persönliche Note geben.

Ob naturbelassen, in verschiedenen Farben oder mit unterschiedlichen Dekorationen – eine nach Bauanleitung gefertigte Hundehütte kann viele Gesichter haben und zu jedem Hund passen.

2.1. Benötigte Werkzeuge

  • Tischkreissäge oder Mini-Handkreissäge
  • Stichsäge oder Dekupiersäge
  • Hammer und Nägel
  • Schrauben und Akkuschrauber

Tipp: Individuell können ebenso andere vorhandene Werkzeuge eingesetzt werden. Viele Baumärkte bieten einen kostenlosen Sägeservice an, der für die größeren Sperrholzplatten genutzt werden kann. Diese werden auf großen Sägen zu 100 % rechtwinklig und erleichtern damit den Aufbau.

2.2. Materialliste

Position Verwendung Anzahl Länge Breite
Nut-Federbrett 14 mm
1 Giebel 10 120 mm 200 mm
2 Giebel 9 120 mm 760 mm
3 Giebel 2 120 mm 350 mm
4 Giebel 2 120 mm 600 mm
5 Seitenwände 12 120 mm 1000 mm
Sperrholz 12 mm
5 Dachblende 4 612 mm 80mm
6 Dach 2 600 mm 1028 mm
7 Krone 1 120 mm 80 mm
Sperrholz 18 mm
8 Giebel 2 732 mm 1044 mm
Holzleiste 45 mm x 45 mm
9 First 1 964 mm

2.3. Schritt 1: Zuschneiden der Giebelwände

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Halten Sie sich beim Zuschneiden der Giebelwände exakt an die vorgegebenen Maße, um Fehler zu vermeiden.

Im ersten Schritt wird die vordere Giebelwand angerissen und zugeschnitten. Dazu zeichnen Sie mittig eine senkrechte Linie über das Sperrholz (Pos. 8).

Auf dieser Linie markieren Sie die Höhe der Türöffnung mit 760 mm. Parallel zur Mittellinie folgen nun zwei Linien mit einer Länge von 560 mm und einem Abstand von jeweils 186 mm zum äußeren Rand.

Werden anschließend die oberen Enden der beiden Linien mit der Markierung auf der Mittelline verbunden, ergibt sich der Ausschnitt der Tür.

Für die Dachform verfahren sie ähnlich. Markieren Sie an den seitlichen Rändern die Höhe von 677 mm und verbinden Sie diese Punkte mit dem obersten Punkt der Mittellinie.

Es folgt der Ausschnitt der Türöffnung, sowie der Dachform. Abschließend wird die Dachform auf die hintere Giebelwand übertragen und dort ebenfalls ausgeschnitten.

2.4. Schritt 2: Giebelwände verkleiden

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Legen Sie für die Verkleidung der vorderen Giebelwand die Nut- und Federbretter an der unteren Kante und der Türöffnung an.

Für die Verkleidung der vorderen Giebelwand werden die 10 Nut- und Federbretter (Pos. 1) bündig an der unteren Kante und der Türöffnung angelegt.

Dass die Bretter außen einen Überstand von 14 mm aufweisen, ist gewünscht und verdeckt später die Nut- und Federbretter der Seitenwände.

Nach den geteilten Nut- und Federbrettern folgen zwei der Position 2.

Diese werden nur aufgesteckt, von hinten entlang des Ausschnittes angezeichnet und können danach ausgesägt werden.

Abschließend stecken Sie jeweils ein Brett der Position 4 und der Position 3 auf. Das oberste Brett wird nur aufgesteckt und muss wieder abgenommen werden können. Ist so die gesamte Giebelwand verkleidet, kann das überstehende Holz der Dachform bündig abgesägt werden.

Verfahren sie ebenso mit der hinteren Giebelwand. Aufgesteckt werden dort sieben mal Position 2 und jeweils einmal Position 4 und 3. Wichtig ist, dass das oberste Brett zwar zugesägt, aber ebenfalls noch nicht befestigt wird.

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1. Im nächsten Schritt zeichnen Sie den Ausschnitt an. | 2. Bei der Verkleidung der hinteren Giebelwand wiederholen Sie das Vorgehen, dass Sie beim Verkleiden der vorderen Giebelwand angewandt haben.

2.5. Schritt 3: Seitenwände befestigen

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Stellen Sie den Rohbau auf und befestigen Sie die Seitenwände aus Nut- und Federbrettern.

Jetzt kann der Rohbau aufgestellt und die Seitenwände aus Nut- und Federbrettern (Pos. 5) befestigt werden.

Stellen Sie dazu alle Teile auf einen ebenen Untergrund, damit die Hundehütte später überall rechtwinkelig ist.

Steht der Rohbau mit den Seitenwänden, wird die Firstleiste (Pos. 9) angeschraubt. Sie gibt den Giebelwänden Halt und ermöglicht das Befestigen der Dachplatten.

Ist die Firstleiste angeschraubt, kann auch das oberste Nut- und Federbrett angebracht und die Stoßkanten beschliffen werden.

Damit ist der Rohbau fertig gestellt und die Dachplatten (Pos. 6) können aufgebracht werden. Soll die Hundehütte später im Freien stehen, empfiehlt es sich, die oberen Stoßkanten der Dachplatten auf Gehrung zu sägen, damit ein dichter Anschluss erfolgt.

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1. Steht der Rohbau mit den Seitenwänden, kann die Firstleiste angeschraubt werden. | 2. Zuletzt bringen Sie nun noch die Dachplatten an. Schon hat die selbst gebaute Hundehütte ein Dach!

2.6. Schritt 4: Dekoration und Farbe

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Sobald die Hundehütte steht, können Sie sich um die Dekoration kümmern und eine Verzierung aussägen.

Steht die Hundehütte jetzt vor uns, kann mit der Dekoration begonnen werden.

Ob die Dachblenden (Pos. 5) wellig oder zackig gesägt werden, richtet sich nach dem persönlichen Geschmack.

Ebenso darf die Verzierung in Form der Krone (Pos. 7) angepasst und persönlich gestaltet werden.

Statt einer Krone können Sie die Hütte auch mit einem ausgesägtem Herzen, einem Stern oder einer Blume verzieren.

Für eine Nutzung im Freien empfiehlt es sich, die Hundehütte mit einem wetterfesten Anstrich zu behandeln, um die Außenbauteile aus Holz vor der direkten oder indirekten Bewitterung, vor Tauwasserbildung sowie vor chemischen Schadstoffen aus der Luft zu schützen.

Hinweis: Decken Sie die selbst gebaute Hundehütte mit Dachpappe ein, um die Haltbarkeit der Hütte zu verlängern.

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Hier sehen Sie die Front- und Seitenansicht der fertigen Prinzessinnen-Hundehütte.

Katzenhaus selber bauen:

Ein Katzenhaus ist für die Katze das, was eine Hundehütte für einen Hund darstellt. Wer also seiner Katze den gleichem Komfort bieten will, wie seinem Hund, der kann ein schönes Katzenhaus bauen. Wie genau dies funktioniert zeigen wir Ihnen mit unserem Katzenhaus Bauplan.

3. Hundehütten und Wurfboxen selber bauen – weitere tolle Anleitungen und Ideen

3.1. Baupläne für Hundehütten

Hundehütten sind Lebensraum, Höhle und Rückzugsort des Hundes im eigenen Garten.

Schritt für Schritt wird in den ausgewählten Anleitungen erklärt, wie Sie mit einfachen Mitteln und gängigen Werkzeugen einen tollen Unterschlupf für ihren vierbeinigen Freund bauen können.

hund in der hundehütte

Die richtige Größe für die selbstgebaute Hundehütte ist leicht ermittelt – greifen Sie zum Maßband, wenn Ihr Hund ganz entspannt alle Viere von sich streckt.

3.2. Wurfboxen und Wurfkisten

Was gibt es Niedlicheres als Welpen? Erleichtern Sie dem Nachwuchs Ihres Vierbeiners den Start ins Leben, indem Sie ihn mit einer gemütlichen Wurfbox oder -kiste willkommen heißen.

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Eine Wurfkiste oder Wurfbox ist dazu gedacht, die Welpen in den ersten Lebenswochen vor äußeren Umwelteinflüssen zu schützen.

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