Unkraut & Schädlinge

Schädlinge an der Birke: 6 Arten und wie man sie bekämpft

birkenwanze auf stamm

Die Birke: Ein Laubbaum, der vor allem wegen seinem optisch besonderem, weißen Stamm sehr beliebt bei Hobbygärtnern ist. Sowohl in Wäldern und Parks, als auch im Garten wird er gerne gepflanzt. Besonders ärgerlich ist es daher, wenn die Birke von Schädlingen befallen wird.

Wir stellen Ihnen hier bei Heimwerker.de Baumpilze, Frostschädlinge und Käfer vor, die die Birke besonders gerne befallen – und wie Sie Schädlingen an der Birke vorbeugen und bekämpfen können.

1. 4 Baumpilze und ihre Bekämpfung

Um Baumpilze zu bekämpfen, ist in der Regel professionelle Hilfe notwendig. Wir zeigen Ihnen daher Tipps und Anleitungen, wie Sie die häufigsten Baumpilze erkennen und welche Merkmale diese ausmachen.

Baumpilze Erklärung
Birkenporling

birkenporling

  • Zu Beginn ist der Birkenporling weißlich und knollenartig, wandelt sich aber immer mehr ins gräulich-braune und seine Form verändert sich hin zum Nierenartigen.
  • Er tritt meistens einzeln auf der Rinde auf, selten auch dachziegelartig übereinander geschichtet.
  • Er tritt über Astabbrüche in Ihre Birke ein und breitet sich von dort über den Stamm abwärts aus.
  • Er sucht sich als Schwächeparasit alte, geschwächte Bäume und verursacht Braunfäule.
Flacher Lackporling

ganoderma

  • Der flache Lackporling ist relativ flach und hat einen weißen äußeren Rand. Er wird mehrere Jahre alt und hat eine grau-braune Färbung.
  • Er ist ein Wund- und Schwächeparasit, kommt also nicht nur an bereits geschwächten Bäumen vor und verursacht Weißfäule im Wurzelbereich des Baumes.
  • Auf Anhieb kann man ihn meistens daran erkennen, dass er an der Unterseite von sogenannten Zitzengallenfliegen besiedelt wird.
Zinnoberschwamm

Zinnoberschwamm

  • Der zinnoberrote, teilweise aber auch dunkel orangene Zinnoberschwamm kommt besonders im Sommer und im Herbst vor.
  • Er ist relativ klein und seine Oberfläche ist pockig und warzig.
  • An alleinstehenden Bäumen setzt er sich an liegende Äste oder Stämme und verfärbt das Holz rot und verursacht Weißfäule.
Zunderschwamm

Zunderschwamm

  • Der Zunderschwamm befällt ausschließlich bereits kranke Bäume.
  • Der Zunderschwamm verursacht Weißfäule, die die Wurzeln angreift.
  • Wenn er jung ist, ist er hell- bis dunkelgrau, im Alter wird er zunehmend schwärzer.
  • Gut erkennen kann man ihn an der nach innen gewölbten Unterseite.
Bekämpfung von Baumpilzen
  • Ein Allheilmittel gegen Pilze an Ihrer Birke gibt es leider nicht.
  • Wir raten Ihnen deshalb, professionelle Hilfe wie Förster oder Baumschulenmitarbeiter zu Rate zu ziehen.
  • Im schlimmsten Fall, wenn beispielsweise die Weißfäule schon weit fortgeschritten ist, muss der Baum gefällt werden, damit er nicht von selbst umkippt.

Braunfäule lässt den Baum auf kurz oder lang absterben und es besteht erhöhte Bruchgefahr, da der Baum an den befallenen Stellen schnell an Masse verliert. Weißfäule führt dazu, dass die Birke an Standfestigkeit verliert und droht, umzukippen.

2. Frostschädlinge: Großer Frostspanner und kleiner Frostspanner und ihre Bekämpfung

Der große und der kleine Frostspanner als Schädling an Birken gehören zu der Familie der Spanner, es handelt sich also um Schmetterlinge.

Frostspaner – Erannis defoliaria Erklärung
Merkmale

Frostschaedlinge

  • Sie gehören zu der unerwünschten Gattung der Frostschädlinge, denn sie essen die Blätter der Birke.
  • Die weiblichen Frostspanner sind flügellos. Ihre Hauptaufgabe ist es, Anfang Oktober Baumstämme hochzukriechen und dort Eier in die Blütenknospen zu legen.
  • Diese Eier schlüpfen dann im April.
  • Die frisch geborenen Raupen haben Hunger und fressen sich durch das gesamte Blattwerk und zerstören alle Knospen.
Bekämpfung durch den Leimring
  • Der Leimring wird an den Stamm geklebt, sodass die empor kriechenden Weibchen dort kleben bleiben.
  • So sind sie gewungen, ihre Eier dort zu legen.
  • Jetzt müssen Sie den Leimring einfach nur rechtzeitig vor der Schlüpfzeit im April mitsamt den dran klebenden Weibchen und deren Eiern entfernen und am besten direkt verbrennen.

Der Leimring sollte ganz dicht am Stamm anliegen, damit die Insekten nicht drunter herkrabbeln können. Bei einer Breite von mindestens 8 Zentimetern können die Weibchen die Strecke auf keinen Fall überwinden, ohne festzukleben.

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3. Birkenwanze: Merkmale und Schutz vor dem Käfer

Birkenwanzen als Schädlinge an Birken sind ca. 5 Millimeter klein, braun und haben schwarze kleine Punkte.

Birkenwanze – Kleidocerys resedae Erklärung
Merkmale

Birkenwanze

  • Birkenwanzen treten immer in großen Mengen auf und saugen den Saft aus der Birke.
  • Auch die Birkenwanzen legen ihre Eier in den unreifen Knospen ab, allerdings schon zwischen Mai und Juni. Im August sind die Larven dann ausgewachsen und fressen Blüten und Blätter.
  • Doch trotz ihrer großen Hungers schaden Sie dem Baum nicht wirklich.
  • Der Käferbefall ist eher eine Plage für Sie und Ihre Nachbarn, denn sie sind sehr aufdringlich, kommen sogar bis in Ihr Haus und zirpen um die Wette.
Schutz vor den Wanzen
  • Da sich die Birkenwanzen unheimlich schnell vermehren, können Sie kaum die gesamte Population zerstören.
  • Sie können jedoch sich und Ihr Haus schützen, indem Sie feinmaschige Netze an Ihren Fenstern anbringen und bereits in die Wohnung eingedrungenen Wanzen wegkehren.
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4. Fragen und Antworten zu Schädlingen an Birken

Abschließend beantworten wir Ihnen hier noch weitere Fragen zu Ungeziefer und Schädlingen an Birken.

Birkenstamm

Der ideale Standort für eine Birke muss einige Bedingungen erfüllen.

4.1. Welche Vorkehrungen sollten von Anfang an getroffen werden, um ein Auftreten von Schädlingen an Birken zu vermeiden?

Um bereits beim Pflanzen des Baumes das Auftreten von Schädlingen an Birken zu vermeiden, sollten Sie folgende 2 Aspekte beachten:

  1. Zu nasser Boden: Durch Staunässe an den Wurzeln der Birke wird diese anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Zu feuchte Standorte sind also nicht optimal, kiesige, sandige oder Ton- sowie Lehmböden sind zu empfehlen.
  2. Zu trockener Boden: Auch zu trocken sollte der Boden für die Birke nicht sein, da sie sonst nicht genug Wasser zur Verfügung hat, um Nährstoffe aufzunehmen. Abhilfe können gegebenenfalls künstliche Bewässerung, größere Pflanzenlöcher oder unversiegelte Flächen schaffen.
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4.2. Wann sollte man zur Bekämpfung von Schädlingen an Birken Pflanzenschutzmittel einsetzen?

Pflanzenschutzmittel durch Indikationszulassung richtig anwenden

Die Indikationszulassung auf der Verpackung von Pflanzenschutzmitteln legt fest, welcher Schadorganismus und welche Pflanzengruppe mit dem Mittel behandelt werden darf. Ein anderer Einsatz des Mittels ist nicht zulässig.

In der Regel ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur Schädlingsbekämpfung und zur Bekämpfung von Krankheiten nicht notwendig.

Nur, wenn der Befall sehr stark ausgeprägt ist und andere Maßnahmen keinen Erfolg versprechen, raten wir zu deren Einsatz.

Eine Kaufberatung im Fachhandel Ihres Vertrauens oder von weiteren Experten kann dann helfen, ein geeignetes Mittel günstig zu kaufen.

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