Zierpflanzen

Alpenglöckchen: Tipps zu Standort und Pflege der Zierpflanze

  • Bei dem Alpenglöckchen handelt es sich um eine immergrüne Nektar- oder Pollenpflanze. Sie gehört zur Familie der Primelgewächse.
  • Wie der Name schon verrät, wächst das Alpenglöckchen vorrangig in den Alpen. Aber auch in anderen Gebirgslandschaften wie den westlichen Pyrenäen, im Südschwarzwald oder im Schweizer Jura ist die Blume anzutreffen.
  • Charakteristisch für das Alpenglöckchen sind seine violett-blauen, trichterförmigen Blüten, die von April bis Juni blühen.

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Draußen ist es dunkel, Schnee rieselt vom Himmel herab und Sie sitzen eingekuschelt in einer Decke im Warmen – der Winter kann wirklich traumhaft sein. Doch unser Garten muss in der kalten Jahreszeit oft leiden: Seine bunten Farben verblassen, und damit auch seine paradiesische Wirkung. Es wird also höchste Zeit für ein paar winterharte Pflanzen. Besonders beliebt? Das Alpenglöckchen.

Solange der in ihrem Zuhause auserwählte Standort den Ansprüchen des Alpenglöckchens gerecht wird und die Pflanze sich wohlfühlt, gilt sie als sehr pflegeleicht. Wir liefern ihnen direkt hier auf Heimwerker.de eine umfassende Kaufberatung und die passende Anleitung, wie Sie sich um die Blume am besten sorgen.

1. Was ist ein Alpenglöckchen?

1.1. Die Herkunft der Pflanze: Der Name ist Programm

Bedrohte Lebensräume

In der Vergangenheit haben verschiedene Faktoren zu einem starken Rückgang des natürlichen Lebensraums von Alpenglöckchen geführt. Die Überweidung der Almwiesen, die Erschließung der Landschaft und die ganzjährige Nutzung der Gebirgsregionen durch Touristen sind nur einige von ihnen.

Das Alpenglöckchen, in der Botanik auch „Soldanella alpina“ genannt, trägt seinen Namen nicht von ungefähr – die zur Familie der Primelgewächse gehörenden Pflanze ist in der Natur tatsächlich vorläufig in den Alpen zu sehen.

Doch auch in anderen Gebirgslandschaften wie den westlichen Pyrenäen, im Südschwarzwald oder im Schweizer Jura kann man dem Alpenglöckchen begegnen. Ab und zu wächst ein Alpenglöckchen sogar mal in sumpfigen, nassen oder von Schnee bedeckten Tallagen.

Ein Vorteil für Hobbygärtner: Alpenglöckchen sind winterhart und fühlen sich bei kühlen Temperaturen wohl.

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Alpenglöckchen halten niedrigen Temperaturen problemlos stand.

1.2. Das Aussehen des Alpenglöckchens: Die wichtigsten Merkmale

Das Alpenglöckchen zählt zu den immergrünen Nektar- oder Pollenpflanzen. Ihr blattloser Blütenstängel steht aufrecht und kann relativ lang werden – aus diesem Grund erreicht das Alpenglöckchen teilweise eine Größe von bis zu 15 Zentimetern.

Doch das wohl auffallendste Merkmal des Alpenglöckchens sind seine violett-blauen, trichterförmigen Blüten. Den tief eingeschnittenen, fast fransig wirkenden Kronblättern gelingt es, trotz einer verhältnismäßig geringen Größe von ca. 2 Zentimetern die volle Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sie blühen von April bis Mai und bilden im Verlauf der Blütezeit aufrechtstehende Kapselfrüchte aus.

2. An welchem Standort ist das Alpenglöckchen am besten aufgehoben?

2.1. Licht, Temperatur und die Bedeutung von Höhe

Das Alpenglöckchen ist winterhart. Es hat sich an die kalten Jahreszeiten angepasst und fühlt sich dementsprechend bei kühlen Temperaturen wohl. Die Blume bevorzugt einen absonnigen bis halbschattigen Standort.

Ein Problem: Damit ein Alpenglöckchen richtig blühen kann, ist auch die Höhenlage entscheidend. Experten im Netz schreiben, dass die Pflanze erst ab Höhen von über 500 Metern richtig zu wachsen und zu gedeihen beginnt.

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An einem optimalen Standort bekommen Alpenglöckchen sowohl Sonne als auch Schatten.

2.2. Der Boden: Die vier Grundbedürfnisse des Alpenglöckchens

Was das Substrat angeht, sind Alpenglöckchen ein wenig wählerisch. Wir haben die wichtigsten Punkte im Folgenden für Sie zusammengefasst. Der Boden sollte…

  • mäßig feucht bis sumpfig/vermoort sein
  • steinig bis kiesig sein, um Nährstoffe problemlos durchlassen zu können
  • einen hohen Kalk- und Humusgehalt haben
  • einen pH-Wert im alkalischen oder neutralen Bereich aufweisen.

Zwei nützliche Tipps: Wenn Sie das Alpenglöckchen in ein Gefäß setzen, muss es unbedingt regelmäßig mit Wasser gegossen werden. Die Pflanzenerde besteht am besten zu 60% aus Mutterboden, die restlichen 40% nehmen Schotter oder Gesteinsplit ein.

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3. Häufige Fragen und Expertenantworten rund um das Alpenglöckchen

3.1. Wann und wie werden Alpenglöckchen gepflanzt?

Nach Möglichkeit pflanzen Sie die Blumen im späten Frühjahr im Abstand von ungefähr 15 Zentimetern.

3.2. Wie kann man Alpenglöckchen vermehren?

Das Alpenglöckchen wird durch Aussaat vermehrt, was normalerweise auch für beginnende Hobbygärtner kein Problem darstellt. Falls es hierbei zu Schwierigkeiten kommt, kann es helfen, die Samen für zwei bis vier Wochen zu kühlen.

Wir haben für Sie die Vorteile der vegetativen Vermehrung hier für Sie zusammengetragen:

    Vorteile
  • hohe Angepasstheit des Endprodukts
  • vergleichsweise sehr kurzer Züchtungsprozess
    Nachteile
  • Möglichkeit der Verschleppung von Pflanzenkrankheiten

3.3. Wo kann man Alpenglöckchen günstig kaufen?

Alpenglöckchen können über verschiedene Internetanbieter oder direkt in der Baumschule gekauft werden. Die Preise liegen bei um die 8 Euro.

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